Der beste Weg zur BU-Absicherung für Steuerberater
BU für Steuerberater. Praxisinformation, von sauberer Aufbereitung, Risikovoranfrage bis zum flexiblen Vertrag.
Du willst wissen, welche BU zu Dir als Steuerberater passt?
Vertraue auf unsere Expertise aus über 7.000 BU-Risikovoranfragen und über 2.000 positiven Kundenbewertungen.
Was uns besonders macht? Wir liefern Dir einen der praxisnahesten Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung, den Du online finden wirst. Keine Floskeln, kein Verkaufsdruck – sondern fundierte Informationen und eine sorgfältige, strukturierte Aufarbeitung Deiner Gesundheitshistorie. Und genau da trennt sich in der Realität häufig die Spreu vom Weizen. Denn während es bei manchen Vermittlern nur um schnelles Abschließen geht, setzen wir auf Genauigkeit – damit Du im Ernstfall auch wirklich Deine BU-Rente bekommst. Fehler im Antrag oder falsch ausgefüllte Gesundheitsfragen können im schlimmsten Fall dazu führen, dass trotz Police keine Leistung fließt. Für uns gilt deshalb: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Und wenn wir ehrlich sind – das ist doch auch ein Prinzip, das Du aus Deiner Arbeit als Steuerberater sehr gut kennen dürftest, oder? Zudem gehen wir in diesem Artikel oft auch auf die Besonderheit für Dich als Kammerberufler ein.
1. Warum brauchst Du als Steuerberater eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Gehen wir direkt in die Praxis: Wenn Dir Deine finanzielle Unabhängigkeit, Dein Lebensstandard und der Status als Steuerberater wichtig sind, dann solltest Du Dich unbedingt gegen Berufsunfähigkeit absichern. Und ja – wir sprechen Klartext. Denn was nützt Dir ein Artikel voller Phrasen, wenn es um die existenzielle Absicherung Deiner Arbeitskraft geht?
Berufsunfähigkeitsversicherung für Steuerberater – worauf kommt es wirklich an?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert in erster Linie Deinen beruflichen und finanziellen Status ab. Wenn Dir das nicht wichtig ist und Du im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls auch mit Grundsicherung zurechtkommen würdest, brauchst Du streng genommen keine BU. In Deutschland wird niemand im Regen stehen gelassen. Aber nach einem anspruchsvollen Studium, dem Steuerberaterexamen, Jahren in der Kanzlei oder vielleicht sogar dem Aufbau einer eigenen Praxis wirst Du diesen Status wahrscheinlich nicht einfach so aufgeben wollen.
Gerade zu Beginn der Karriere denken viele noch: „Ich habe keine großen Ausgaben, das passt schon irgendwie.“ Doch sobald Familie, Immobilie, unternehmerische Verantwortung und ein gewisser Lebensstandard ins Spiel kommen, verändert sich die Perspektive. Du hast Dir etwas aufgebaut – und genau dieses Leben möchtest Du auch im Ernstfall weiterführen können. Die gute Nachricht: Steuerberater haben im Vergleich zu körperlich beanspruchten Berufen wie Handwerkern oder Pflegekräften ein deutlich geringeres Risiko, berufsunfähig zu werden. Und das spiegelt sich auch im Beitrag wider – Steuerberater profitieren in der Regel von sehr günstigen BU-Konditionen.
Steuerberater kommen in den Genuss günstiger Prämien
Der Markt hat sich stark weiterentwickelt. Es gibt mittlerweile über 100 unterschiedliche Berufsgruppen in der Risikoeinstufung – und Steuerberater gehören definitiv zu den bevorzugten Berufen, insbesondere mit akademischen Abschluss. Ob man das fair findet oder nicht, sei dahingestellt – es ist schlicht Fakt. Umso unverständlicher ist es, wenn auf eine BU-Versicherung komplett verzichtet wird, obwohl sie im Verhältnis günstig zu haben ist.
Klar ist auch: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung muss zu Deinem Leben passen. Ein veralteter Vertrag mit 500 Euro Monatsrente aus der Ausbildungszeit mag nett gemeint gewesen sein – reicht aber im Ernstfall nicht aus. Entscheidend ist eine vernünftige, durchdachte Absicherung mit sauberer Aufbereitung Deiner Gesundheitsdaten. Denn nur so funktioniert es im Leistungsfall wirklich.
„Mein Risiko als Steuerberater ist doch gering – lohnt sich das überhaupt?“
Ja, das Risiko ist statistisch tatsächlich niedriger als bei vielen anderen Berufen. Aber genau deshalb sind die Beiträge für Dich auch entsprechend fair kalkuliert. Bei den meisten Versicherern profitierst Du als Steuerberater von Top-Konditionen. Es gibt noch weitere Einflussfaktoren: Nichtraucher erhalten oft bis zu 30 Prozent Rabatt, Kinder & Familie wirkt sich ebenso positiv aus wie ein gesunder Lebensstil (also kein Übergewicht).
Steuerberater gehören erfahrungsgemäß zu einer strukturierten und gesundheitsbewussten Berufsgruppe – ein Vorteil, der sich auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt macht. Deshalb solltest Du nicht nur nach dem günstigsten Beitrag schauen. Es zählt, was Du im Ernstfall bekommst – nicht, was Du monatlich sparst.
Beim Tarifrechner der Continentale (und indirekt auch Europa, als Tochterunternehmen) wird die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit für einen Steuerberater beziffert:
Auch wenn die folgenden Werte auf den ersten Blick recht hoch wirken, decken sie sich weitgehend mit unserer Erfahrung aus der Beratungspraxis. Die Auswertung aus Mitte 2024 (Quelle: Morgen & Morgen) zeigt klar, welche Ursachen am häufigsten zur Berufsunfähigkeit führen bei Steuerberater:
- Nervenkrankheiten, vor allem psychische Leiden wie Depressionen oder Angststörungen: 34,23 Prozent
- Erkrankungen des Bewegungsapparats (Rücken, Gelenke usw.): 19,38 Prozent
- Krebserkrankungen und andere bösartige Tumore: 17,38 Prozent
- Herz-/Kreislauf-Erkrankungen: 6,26 Prozent
- Unfälle: 7,15 Prozent
- Sonstige Erkrankungen: 15,60 Prozent
Aus unserer Sicht sind psychische Ursachen in der Realität oft noch häufiger, als es die Statistik abbildet. Diagnosen werden nicht selten verharmlost oder gar nicht erst dokumentiert. Long-Covid-Fälle sind zudem in dieser Auswertung noch nicht separat berücksichtigt – hier kann sich der Anteil künftig verschieben.
Für Steuerberater ist dieser Ursachenmix besonders relevant. Der Alltag ist geprägt von Fristen, hoher kognitiver Belastung, Mandantenverantwortung und permanenter Erreichbarkeit – gerade in Hochphasen wie Jahresabschluss, Lohnläufen oder der Erklärungssaison. Dazu kommen lange Sitzzeiten, Bildschirmarbeit, wenig Bewegung und monotone Haltungen, was Rücken, Nacken und Augen zusätzlich fordert. Kanzleiinhaber tragen obendrein Personal- und Unternehmerverantwortung. Kurz: Auch wenn der Beruf auf den ersten Blick „sicher“ wirkt, können psychische wie körperliche Faktoren über Jahre hinweg zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Die Statistik spiegelt damit ziemlich genau das wider, was viele Steuerberater im Alltag spüren.
2. Habe ich als Steuerberater nicht schon eine Absicherung über das Versorgungswerk?
Diese Frage hören wir in Gesprächen mit Steuerberatern regelmäßig – vor allem zum Berufsstart. Viele setzen die private BU-Rente anfangs zu niedrig an, weil sie sich auf das Versorgungswerk verlassen. Schließlich zahlt das doch im Fall der Fälle – oder? Im Folgenden geht es um die Situation, wenn Du im Versorgungswerk bist – was bei den meisten Steuerberatern der Fall sein dürfte.
Die Realität ist leider weniger komfortabel. Die Absicherung über das Versorgungswerk ist für Deine tatsächliche Einkommenssicherung oft nur bedingt tauglich. Aus unserer Sicht gibt es zwei zentrale Schwachstellen:
- Das Versorgungswerk leistet in der Regel erst bei vollständiger, also 100-prozentiger Berufsunfähigkeit. Solange Du Deine Tätigkeit als Steuerberater in irgendeiner Form noch ausüben kannst – auch eingeschränkt oder in reduziertem Umfang – gehst Du meist leer aus.
- Selbst wenn geleistet wird, reicht die Rentenhöhe häufig nicht aus, um Deinen Lebensstandard zu halten. Finanzielle Engpässe im Leistungsfall sind damit vorprogrammiert.
Das Grundproblem: Viele kennen die genauen Spielregeln ihres Versorgungswerks nicht. In der Praxis musst Du Deine berufliche Tätigkeit faktisch vollständig aufgeben – inklusive Zulassung/Ruhendstellung –, damit eine Leistung fließt. Das kommt nicht oft vor. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt demgegenüber bereits ab 50 Prozent Einschränkung Deiner beruflichen Leistungsfähigkeit – deutlich näher an der Realität.
Hinzu kommt: Bei der privaten BU bestimmst Du die Rentenhöhe passend zu Deinem Einkommen und kannst sinnvolle Bausteine ergänzen – etwa Beitragsdynamik, garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall oder eine Arbeitsunfähigkeitsklausel. Auch der Prognosezeitraum ist privatrechtlich deutlich kürzer: Üblich sind sechs Monate, während er im Versorgungswerk je nach Satzung bis zu drei Jahre betragen kann – ein großer Unterschied.
Weil die Unterschiede zwischen Versorgungswerk und privater BU immer wieder für Verwirrung sorgen, haben wir eine kompakte Vergleichsübersicht mit den wichtigsten Punkten vorbereitet.
Unterschied BU Rente Privat vs. Versorgungswerk
| private BU-Rente | Versorgungswerk | |
|---|---|---|
| Leistet ab | ✅ 50% | ❌ 100% (vollständige Berufsunfähigkeit) |
| Weitere Berufstätigkeit möglich | ✅ ja (bis 80% Einkommen) | ❌ nein (Rückgabe Approbation / Zulassung) |
| Wartezeit | ✅ keine | ❌ bis zu 5 Jahre |
| Prognosezeitraum | ✅ 6 Monate | ❌ bis zu 3 Jahre = dauerhafte Berufsunfähigkeit |
| Höhe BU-Rente | ✅ frei wählbar | ❌ Ø 2.000 € (einkommensabhängig) |
| Höhe BU-Rente garantiert | ✅ ja | ❌ nein |
| abstrakte Verweisung auf andere Tätigkeiten | ✅ nein | ❌ ja |
| Beitrag | ❌ je nach Absicherung | ✅ keiner |
| Gesundheitsprüfung | ❌ ja | ✅ nein, jedes Mitglied wird ohne Risikoprüfung versichert |
| medizinische Mitwirkungspflichten | ✅ nur gefahrlose ärztliche Maßnahmen mit | ❌ „zumutbare“ Heilbehandlung oder Reha |
| Befristung BU | ✅ bei „guten“ Tarifen ausgeschlossen | ❌ möglich |
| Infektionsklausel | ✅ ja | ❌ nein (keine BU Rente bei Tätigkeitsverbot) |
| Verbindliche Regelungen | ✅ ja, Vertrag ist für gesamte Laufzeit verbindlich | ❌ nein, Satzung kann jederzeit geändert werden |
| Versteuerung | ✅ nur Ertragsanteil bei privater BU | ❌ jährlich steigend bis auf 100% in 2040 |
Das Versorgungswerk zahlt Dir im Fall der Berufsunfähigkeit in der Regel maximal zwischen 2.500 und 2.800 Euro im Monat – selbst nach vielen Beitragsjahren. In den meisten Fällen reicht das nicht aus, um Deinen gewohnten Lebensstandard zu halten.
Ein weiterer wichtiger Punkt: In einer guten privaten Berufsunfähigkeitsversicherung wirst Du nicht einfach auf irgendeinen anderen Beruf verwiesen. Du musst Deinen bisherigen Beruf also nicht komplett aufgeben, nur weil Du einzelne Tätigkeiten nicht mehr ausüben kannst. Beim Versorgungswerk sieht das anders aus: Dort können sogenannte zumutbare Behandlungen verlangt werden – mit dem Ziel, Dich wieder in den Beruf zurückzuführen. Ob Du willst oder nicht. Das kann im Zweifel auch operative Eingriffe oder belastende Maßnahmen bedeuten. Private Versicherer akzeptieren demgegenüber in modernen Tarifen nur Maßnahmen, die risikoarm sind, keine Schmerzen verursachen und eine gesicherte Erfolgsaussicht haben. In älteren Bedingungen finden sich hingegen teils noch unschöne Formulierungen.
Aus unseren Gesprächen mit Steuerberatern merken wir immer wieder: Über den grundsätzlichen Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss man kaum noch diskutieren. Dieser Abschnitt ist eher eine Erinnerung – mit Fakten, die man im Alltag schnell verdrängt.
Was viele dabei vergessen: Auch im Leistungsfall gibt es Abzüge – auch für Steuerberater.
Die BU schützt in erster Linie den Status, den Du Dir durch Ausbildung, Examen, Mandatsverantwortung und Berufserfahrung erarbeitet hast. Du verdienst gutes Geld, trägst Verantwortung für Mandanten und Team, vielleicht auch für die eigene Kanzlei. Reisen, Hobbys, Immobilienfinanzierung – vieles davon hängt direkt an Deinem Einkommen.
Fällt dieses Einkommen weg, sind massive Einschnitte die Folge. Vielleicht kannst Du persönlich damit leben. Aber möchtest Du das Deiner Familie zumuten? Kein Urlaub mehr, weil kein ausreichendes Einkommen mehr da ist – oder nur noch eines aus einer Tätigkeit, die mit Deinem Beruf wenig zu tun hat?
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt genau das, was Du Dir aufgebaut hast. Ein Beispiel macht die Lücke greifbar: Angenommen, Du verdienst als Steuerberater 100.000 Euro brutto im Jahr – für einen angestellten Berufsträger wie auch für einen Kanzleiinhaber kein unrealistischer Wert. Schon bei diesem Einkommen zeigt sich schnell, wie groß die Differenz im Leistungsfall tatsächlich werden kann
Das sind die Abzüge bei einem Steuerberater mit 100.000 Euro Bruttojahresgehalt
| Abzüge PKV (geschätzt) | 900 Euro steigend |
| oder Abzüge GKV | 1.100 Euro |
| Abgabe Versorgungswerk Arbeitnehmer | 744 Euro |
| Abgabe Versorgungswerk Arbeitgeber | 744 Euro |
Was viele Steuerberater im Leistungsfall oft übersehen:
Auch bei anerkannter Berufsunfähigkeit musst Du weiterhin Beiträge zur Krankenversicherung zahlen. In der gesetzlichen Krankenversicherung gehen von Deiner BU-Rente grob gerechnet rund 20 Prozent an Krankenkasse und Pflegeversicherung – dieser Abzug wird häufig vergessen. Genau deshalb haben wir den Hinweis „Warum Du etwa 20 Prozent mehr absichern solltest, als gedacht“ ausführlich erklärt.
Bist Du privat krankenversichert, wird es nicht günstiger: Den vollen PKV-Beitrag trägst Du allein, ein Arbeitgeberzuschuss entfällt. Ein Wechsel zurück in die GKV ist in der Regel keine Option mehr. Zudem steigen PKV-Beiträge langfristig – der oft zitierte Musterbeitrag von 900 Euro bleibt erfahrungsgemäß nicht auf Dauer bestehen.
Ebenso wichtig: Mit Eintritt der Berufsunfähigkeit zahlst Du nichts mehr in Dein Versorgungswerk (oder – falls zuständig – in die gesetzliche Rentenversicherung) ein. Heißt: Es fließt auch nichts mehr in Deine Altersvorsorge. Diese Lücke musst Du privat schließen, zum Beispiel über ETFs, Immobilien oder andere Anlageformen. Das übernimmt kein Versorgungswerk für Dich.
Vor diesem Hintergrund wird klar, warum eine BU-Rente von zum Beispiel 2.000 Euro monatlich in den meisten Fällen zu niedrig ist. Laufende Kosten, Krankenversicherung und fehlende Altersvorsorgebeiträge lassen sich damit kaum seriös abfedern. Für eine echte Absicherung braucht es in der Regel mehr.
So viel solltest Du als Steuerberater mit 100.000 Euro p.a. absichern!
- Idealerweise solltest Du die maximale BU-Rentenhöhe anstreben
- Über den Daumen gepeilt sind dies ca. 60 Prozent des Bruttogehaltes
- Ein Steuerberater mit 100.000 Euro im Jahr, sollte also 5.000 Euro monatliche BU-Rente absichern
Warum Steuerberater früh eine BU abschließen sollten
Jetzt – mit Mitte 20, 30 oder Anfang 40 – würde Dich eine Berufsunfähigkeit besonders hart treffen. Du stehst mitten im Berufsleben, trägst Mandantenverantwortung, hast Verpflichtungen und klare finanzielle Ziele. Läuft es gesundheitlich nicht wie geplant, bist Du froh, wenn Du früh vorgesorgt hast. Mit 55 oder 60, wenn Rücklagen, Vermögen und vielleicht eine etablierte Kanzlei vorhanden sind, kannst Du prüfen, ob die Absicherung noch nötig ist (dann kündige doch einfach die BU, beachte aber die Kündigungsfrist). Bis dahin ist die BU Dein finanzielles Sicherheitsnetz
Unsere Leistungsfälle bearbeiten Experten!
- Auch wir haben mittlerweile mehrere Leistungsfälle bei uns im Kundenbestand
- Wie in einem Ärztehaus üblich, geben wir diese Spezialfälle an einen Kooperationspartner ab
- Der BU-Expertenservice hat sich seit über 15 Jahren auf die Leistungsfallbearbeitung in der BU konzentriert
- Mehr dazu findest Du unter “Unsere Vorgehensweise im Leistungsfall Berufsunfähigkeitsversicherung”
- Dass niemand vor einer schweren Erkrankung geschützt ist, kann man (leider) unter "Echte Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeitsversicherung von den Bierls" nachlesen
Immobilienkredit im Blick behalten
Oft übersehen: laufende Darlehen. Die Raten fürs Eigenheim laufen weiter – auch wenn wegen Berufsunfähigkeit kein reguläres Einkommen mehr fließt. Genau diese Position gehört in Deine Kalkulation. Immer wieder kippen Finanzierungen, weil ohne BU-Rente die Rate nicht mehr tragbar ist. Eine passend dimensionierte Absicherung verhindert, dass aus einem Gesundheitsproblem schnell ein finanzielles wird.
BU-Rente nicht zu niedrig ansetzen
Verlass Dich nicht auf das Versorgungswerk und plane die Höhe der BU-Rente realistisch. Rechne Abzüge im Leistungsfall (z. B. Kranken- und Pflegeversicherung und der fehlenden Einzahlung zur Altersvorsorge) mit ein und berücksichtige laufende Verpflichtungen wie Kredite, Miete, Unterhalt sowie Kanzleikosten. Nur so stellst Du sicher, dass Dein Lebensstandard – und der Deiner Familie – auch bei gesundheitlichen Rückschlägen erhalten bleibt.
Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!
Jetzt BU-Angebot speziell für Steuerberater sichern. Starte mit uns eine anonyme Risikovoranfrage und finde die passende BU-Versicherung, die wirklich zu Dir passt.
✅ Unabhängig, persönlich & kostenlos.
3. Für Steuerberater besonders wichtig: Die saubere Aufbereitung der Gesundheitshistorie
Viele Steuerberater haben es schon gehört: Ein BU-Leistungsfall landet vor Gericht, weil der Versicherer mit Verweis auf angeblich falsche Angaben im Antrag nicht zahlen will. Genau deshalb werden wir immer wieder deutschlandweit kontaktiert – gerade von Steuerberatern, die ihre Gesundheitsdaten gemeinsam mit uns strukturiert und korrekt aufbereiten möchten. Und das ist absolut sinnvoll: Eine saubere, lückenlose Darstellung der Gesundheitshistorie ist eine der wichtigsten Grundlagen bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung.
Schon kleine Ungenauigkeiten können als Falschangabe oder sogar als Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht gewertet werden. Im schlimmsten Fall zahlst Du jahrelang Beiträge – und gehst im Leistungsfall leer aus. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern passiert immer wieder. Vielleicht hast Du im Studium, im Referendariat zum StB-Examen oder im Berufsalltag bereits von solchen Fällen gehört. Ein kurzer Blick zum Versorgungswerk: Dort gibt es keine Gesundheitsfragen. Das klingt erst einmal entspannt, hilft Dir aber wenig, wenn im Gegenzug sehr hohe Hürden für eine Leistung bestehen und die Rentenhöhe oft nicht ausreicht. Kein wirklicher Vorteil, wenn man ehrlich ist.
Sorgfalt vor Schnelligkeit – auch in der BU
In der Praxis sehen wir häufig, dass die gesundheitliche Vorgeschichte bei der BU-Beantragung nicht gründlich aufgearbeitet wird. Manchmal aus Unwissenheit, manchmal aus Bequemlichkeit. Und ja, es gibt Vermittler, die bewusst über Details hinwegsehen oder mit „kurzen Wegen“ beim Versicherer werben. Das wirkt bequem – kann später aber richtig teuer werden.
Typisches Szenario aus der Praxis
Viele werden schon im Studium oder in der frühen Praxisphase angesprochen – etwa bei kostenlosen Karriereabenden, Steuer-Workshops oder Online-Seminaren. Der Auftritt ist modern und sympathisch, und schneller als gedacht hat man einen Kombivertrag unterschrieben: Altersvorsorge und BU in einem, häufig bei bekannten Gesellschaften wie der Alten Leipziger oder Allianz. Was oft untergeht: Solche Konstrukte sind nicht selten unflexibel, schwer durchschaubar und formal mitunter wacklig, wenn die BU-Gesundheitsfragen unvollständig oder falsch beantwortet wurden. In Krankenakten finden wir zudem immer wieder fehlerhafte Codierungen oder Falschabrechnungen, die ungeprüft stehen blieben.
Wir vermeiden genau diese Fallstricke: mit einem sorgfältigen, strukturierten Vorgehen – zugegeben, manchmal etwas zeitintensiver. Das Ergebnis ist dafür ein passender BU-Vertrag, der im Ernstfall auch wirklich leistet. Darum geht es am Ende.
Der große Vorteil der Kombi sei doch die Übernahme der Altersvorsorgebeiträge und die Dynamik?
Das hören wir oft – auch von Steuerberatern. Früher hatte das seinen Charme, heute trennst Du BU und Altersvorsorge besser sauber.
- Wenn Du im Leistungsfall trotzdem eine Dynamisierung Deiner Altersvorsorge möchtest, schau Dir den BU-Airbag an.
- Den bieten inzwischen viele Gesellschaften an (z. B. Allianz, Volkswohl Bund, BarmeniaGothaer, LV 1871).
- So bleibst Du flexibel, kannst beide Bausteine unabhängig optimieren – und hast trotzdem eine starke Absicherung im Leistungsfall.
- Steuern Sparen kannst Du also auch mit einer separaten Basisrente.
- Kurz: Für starre Kombiverträge gibt es kaum noch Argumente.
BU-Vorgehen für Steuerberater: Deine Hausaufgaben zusammen mit uns
Als Steuerberater ist eine strukturierte Vorbereitung auf die Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidend. Unser wichtigstes Werkzeug dafür: die anonyme Risikovoranfrage. Dabei stellen wir keinen offiziellen Antrag mit Deinem Namen oder Deiner Adresse – wir schwärzen Deine Angaben –, sondern fragen anonym bei passenden Gesellschaften an, wie sie Deine Situation einschätzen.
Zeigt sich, dass wegen bestimmter Vorerkrankungen keine Annahme möglich wäre, hast Du außer etwas Zeit nichts verloren. Genau dafür sind wir da: als Vorab-Risikoprüfung. Komplett aussichtslose Fälle (siehe unsere Übersicht klarer Ablehnungsdiagnosen) können wir nicht übernehmen, aber nach über 7.000 anonymen Voranfragen wissen wir sehr genau, worauf es ankommt.
Was gehört in eine gute, praxisorientierte anonyme Risikovoranfrage?
- Ärztliche Stellungnahmen und Atteste: Was war wann, warum, wie wurde behandelt – und seit wann ist es wieder unauffällig?
- Eigenerklärungen und unser Gesundheitsdaten-Beiblatt: klar strukturiert, verständlich, vollständig; diese Unterlagen werden von Risikoprüfern und Gesellschaftsärzten geschätzt.
- Auf standardisierte Ja/Nein-Fragebögen der Versicherer verzichten wir bewusst – zu ungenau, zu viele Missverständnisse.
So vermeidest Du typische Fehler in der Voranfrage. Genau an dieser Stelle wird in der Praxis häufig – oft unbewusst – gepatzt.
- Wenn Du tiefer in unseren Prozess einsteigen willst, findest Du unter „Unsere Vorgehensweise in der Berufsunfähigkeitsversicherung“ weitere Details.
Zum Start füllst Du deshalb unseren eigenen Gesundheitsfragebogen aus. Der ist so gebaut, dass wir die relevanten Informationen präzise erfassen. Am Anfang zählen vor allem harte Fakten:
- Dein Einkommen
- Verantwortung in der Kanzlei (Teamführung, Mandatsvolumen, Gesellschafterstatus, Kanzlei)
- Exakte Berufsbezeichnung/Funktion (angestellt, selbstständig, Partner, Berufsträger in Ausbildung)
- Bereits bestehende BU-Absicherungen (idealerweise mit Tarifdetails; Unterlagen gern in simplr hochladen)
- Status der Krankenversicherung
- Weitere medizinische oder berufliche Besonderheiten
Auf dieser Basis entscheiden wir, welche Gesellschaften sinnvoll sind, welche Unterlagen wir zusätzlich brauchen und wie wir Deine Voranfrage so aufbereiten, dass sie bei der Risikoprüfung die bestmögliche Chance hat.
(Das mit dem zu geringen Endalter überlesen wir mal - konnten den Interessenten und somit späteren Kunden aber auf 67 Jahre noch umstimmen 🙂).
Nachdem Du als Steuerberater die Gesundheitsfragen beantwortet hast, geht es mit dem Gesundheitsdaten-Beiblatt weiter. Dort trägst Du alle Arztbesuche aus dem abgefragten Zeitraum vollständig ein.
Wenn der Platz nicht ausreicht oder die Tabellenform Deinen Fall nicht gut abbildet, kannst Du selbstverständlich einen freien Text formulieren. Beschreibe die Situation so, wie Du sie einem echten Menschen erklären würdest – genau so wird sie auf der Gegenseite gelesen. Je klarer, nachvollziehbarer und sachlicher Deine Schilderung ist, desto besser. Es muss kein Roman sein, aber gerne so, dass man den Verlauf versteht.
Bei gefährlichen Hobbys empfehlen wir ausdrücklich eine Eigenerklärung statt standardisierter Fragebögen. Auch Steuerberater suchen gelegentlich den Ausgleich zum anspruchsvollen Kanzleialltag – ob Klettern, Motorsport, Motorradfahren, Tauchen oder Fallschirmspringen. Eine kurze, präzise Darstellung von Umfang, Häufigkeit, Training, Sicherheitsstandards und Ausrüstung hilft der Risikoprüfung, realistisch einzuschätzen, was Sache ist.
Typische Hobbyerklärung eines Steuerberaters in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Häufige Frage: Muss ich neue Hobbys nach Vertragsabschluss melden?
Kurz und knapp: Nein. Es gibt keine Pflicht, neu aufgenommene Hobbys nachträglich an die BU-Versicherung zu melden. Was Du nach Vertragsbeginn in Deiner Freizeit machst, bleibt Deine Sache. Gleiches gilt für einen späteren Berufswechsel – auch den musst Du nicht nachmelden, falls Du Dich beruflich anders ausrichtest als Steuerberater.
Der nächste Schritt in der Vorbereitung ist dann sozusagen die Kür: ärztliche Atteste, die Du für die anonyme Risikovoranfrage bei Deinen behandelnden Ärzten einholen kannst. Idealerweise sieht das so aus:

Unsere Erfahrung zeigt: Besser lässt sich die Gesundheitshistorie kaum aufbereiten
Ganz ehrlich: Bei dieser Detailtiefe fällt es schwer, sich vorzustellen, dass ein Versicherer im Leistungsfall noch erfolgreich anfechten könnte. Unsere Aufbereitung ist so strukturiert und belegbar, dass Prüfungen wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung bislang reibungslos durchliefen – ohne Beanstandungen. Genau so soll es sein, genau so arbeiten wir.
Unser VIP-Service für Deine BU-Voranfrage als Steuerberater
In der Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir uns einen echten Vorsprung erarbeitet: Unsere Voranfragen landen nicht im allgemeinen Eingang, sondern direkt bei den Entscheidern – Gesellschaftsärzten, erfahrenen Risikoprüfern oder Leitern der Risikoprüfung. Sobald alle Unterlagen vollständig sind, gehen sie gezielt raus – nicht an Massenpostfächer wie „voranfrage@…“, die täglich mit Hunderten Anfragen zugeschüttet werden. Klare Adressaten, klare Kommunikation.
Qualität vor Masse – bei der Auswahl der Versicherer
Wir schießen nicht breit in den Markt. Bei einem Einzelvertrag kontaktieren wir maximal drei Gesellschaften; bei zwei Verträgen sind es in der Regel vier bis fünf – und nur, wenn die bisherigen Rückmeldungen passen. So landet Deine Anfrage dort, wo Entscheidungen getroffen werden, statt irgendwo in der Pipeline zu versanden. Stell es Dir wie in der Medizin vor: Kein Wartezimmer beim Allgemeinarzt, sondern Termin direkt beim Fachspezialisten.
Warum unsere Methodik Steuerberater besser absichert
Wer unseren Prozess mitgeht, erhält mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der bestmöglichen Angebote – auch mit Vorerkrankungen. Viele probieren es zunächst über Vergleichsportale oder Finanztest/Finanztip und kassieren wegen leichter Wirbelsäulenthemen gleich eine Ausschlussklausel. Genau dann kommen wir ins Spiel: wenn Standardschablonen nicht mehr greifen. Klar, bei schweren Diagnosen wie Multiple Sklerose müssen auch wir passen. Aber in vielen anderen Konstellationen erzielen wir sehr solide Lösungen, zum Beispiel bei:
- Skeletterkrankungen (z. B. Skoliose, Morbus Scheuermann)
- Chronischen Leiden wie Asthma, Morbus Crohn oder Hashimoto
- Psychischen Vorerkrankungen; selbst nach abgeschlossener Psychotherapie ist oft noch eine Absicherung möglich (meist mit Ausschluss für psychische Erkrankungen)
Warum wir nicht bei zehn Versicherern gleichzeitig anfragen
Mehr Hintergründe findest Du in unserem Beitrag „Warum fragt ihr für meine BU-Voranfrage nicht bei 10 Gesellschaften an?“. Übertrag ins Berufsbild: Ein Mandant würde auch nicht parallel zehn Kanzleien um eine individuelle Beratung bitten – das wirkt weder seriös noch effizient. In der Risikoprüfung ist es ähnlich: Eine gründliche, wohlüberlegte Antwort ist heute eher ein Privileg. Versicherer prüfen selektiver, wählen ihre Partner bewusster – und gute Risikoprüfer sind rar. Unser Ziel bleibt: Klasse statt Masse. Davon profitierst am Ende Du.
Warum unsere BU-Voranfrage für Steuerberater so effektiv ist
- Direkter Draht zu den Entscheidern – keine Sammelpostfächer, keine Massenanfragen
- Sorgfältige medizinische Aufbereitung mit Attesten, Eigenerklärungen und Gesundheitsdaten-Beiblatt
- Fokussierte Strategie: meist 3–5 gezielte Anfragen statt Streuschuss bei 10 Gesellschaften
- Erfahrung aus über 7.000 anonymisierten Voranfragen
- Spürbar bessere Annahmechancen – auch bei Vorerkrankungen, oft mit weniger Zuschlägen oder Ausschlüssen
4. Verkürzte Gesundheitsfragen für Steuerberater: Eine echte Chance in der BU
Steuerberater gehören bei einigen BU-Versicherern zu den besonders gefragten Berufsgruppen. Das hat einen klaren Vorteil: Es gibt immer wieder Sonderaktionen mit verkürzten Gesundheitsfragen, die gezielt für akademische Berufe wie Steuerberater gelten.
Warum diese verkürzten Gesundheitsfragen interessant sind:
- Weniger angeben, weniger Risiko: Bestimmte Behandlungen oder Diagnosen, die im normalen Antrag zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen könnten, fallen unter Voraussetzungen gar nicht in den Abfragezeitraum. Beispiel: Eine abgeschlossene Psychotherapie, die vier Jahre zurückliegt, wird häufig nicht mehr abgefragt.
- Weniger Aufwand: Der Kanzleialltag ist zeitintensiv. Nicht jeder möchte seitenlange Gesundheitsfragen bearbeiten. Auch wenn wir grundsätzlich eine gründliche Aufarbeitung empfehlen, verstehen wir den Wunsch nach einer schlanken Lösung.
Gerade bei Steuerberatern sehen wir häufig den Wunsch nach einem einfachen Abschlussweg – sofern es die medizinische Situation zulässt. Genau hier punkten die verkürzten Gesundheitsprüfungen, die einige Gesellschaften regelmäßig anbieten.
Wichtig: Eine BU komplett ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Aber die verkürzten Varianten sind oft ein echter Vorteil – insbesondere, wenn Du Vorerkrankungen nicht bis ins letzte Detail aufbereiten möchtest.
Welche Arten von Aktionen gibt es für Steuerberater?
- Aktionen speziell für Steuerberater oder Kammerberufe – oft exklusiv und manchmal zeitlich begrenzt
- Allgemeine Sonderaktionen, in denen Steuerberater als Zielgruppe eingeschlossen sind (z. B. Aktionen für junge Akademiker)
- Reguläre Tarife mit „gefühlt verkürzten“ Fragen – etwa durch kürzere Abfragezeiträume, z. B. drei Jahre bei psychischen oder orthopädischen Themen
Wir zeigen Dir im Folgenden einige relevante Anbieter und Aktionen. Am besten fragst Du direkt bei uns nach – wir kennen die aktuellen Marktangebote und wissen, worauf zu achten ist.
A: Verkürzte Gesundheitsfragen bei der HDI BU für Steuerberater – bis 2.000 Euro Monatsrente
Der HDI gilt als erfahrener Anbieter für Sonderaktionen. Für Steuerberater gibt es eine Variante mit verkürzter Gesundheitsprüfung – mit klar definierten Fragen und ohne tiefgehende Angabepflichten zu länger zurückliegenden Erkrankungen. Für viele ist das ein guter Einstieg, vor allem wenn zügig und ohne großen Papieraufwand eine erste, solide Absicherung aufgebaut werden soll.

Kaum Nachteile im Vergleich zur regulären Gesundheitsprüfung
Die HDI-Aktion mit verkürzten Gesundheitsfragen bringt für Steuerberater praktisch keine Einschränkungen gegenüber der normalen Risikoprüfung mit sich. Beiträge und Leistungen sind identisch – egal, ob Du den vereinfachten oder den klassischen Antragsweg wählst. Begrenzend wirkt nur die maximale Absicherung von 2.000 Euro monatlicher BU-Rente. Zusätzlich ist in der Regel eine Art „Eintrittskarte“ nötig, etwa eine einschlägige Verbandsmitgliedschaft (z. B. DStV-Landesverband) – das klären wir im Prozess.
Ein kleiner Unterschied bleibt: Die ereignisunabhängige Nachversicherung entfällt bei dieser Sonderaktion. Erhöhungen sind später also nur anlassbezogen möglich (z. B. Gehaltsplus, Familienzuwachs, Immobilienfinanzierung). Zwar hat der HDI im Juni 2025 eine Karrieregarantie eingeführt, diese gilt jedoch nicht für Abschlüsse über die Sonderaktion. Für entsprechende Erhöhungen wäre dann eine reguläre Gesundheitsprüfung nötig.
- Mehr Details dazu findest Du im Artikel „HDI – vereinfachte Gesundheitsfragen für Steuerberater“.
B: BU-Aktion für Steuerberater bei der Allianz
Auch die Allianz bietet eine Sonderaktion mit deutlich verkürzten Gesundheitsfragen – zugeschnitten auf Steuerberater und andere Kammerberufe.
So sieht die vereinfachte Gesundheitsprüfung der Allianz für Steuerberater aus:
Die Eckdaten der Allianz-Aktion für Steuerberater:
- Absicherung bis 1.750 Euro monatlich, erweiterbar auf 2.275 Euro über die Bonusrente (dafür wird der Bruttobeitrag statt des Nettobeitrags gezahlt).
- Maximales Eintrittsalter: 50 Jahre.
- Beitragsdynamik bis zu fünf Prozent jährlich möglich.
- Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall bis zu drei Prozent pro Jahr.
- Arbeitsunfähigkeitsklausel optional gegen Mehrbeitrag.
- Nachversicherungsmöglichkeiten der Allianz sind grundsätzlich nutzbar; die ereignisunabhängige Nachversicherung ist in der Aktion ausgeschlossen.
- Nichtraucher profitieren von günstigeren Beiträgen.
- Abfrage zu Körpergröße und Gewicht.
- Abfrage zu risikoreichen Hobbys/Freizeitaktivitäten.
- Mitgliedschaft im BdASW (Bund der Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer) erforderlich – erfolgt automatisch mit Antragstellung.
- Wichtiger Hinweis: Eine anonyme Risikovoranfrage ist bei dieser Aktion nicht möglich; alle Gesundheitsfragen müssen mit „Nein“ beantwortet werden.
Diese Aktion ist eine starke Option für Deine BU als Steuerberater – besonders in Kombination mit der HDI-Aktion. So kommst Du auf bis zu 3.750 Euro monatliche Absicherung (2.000 Euro HDI plus 1.750 Euro Allianz) – zuzüglich der Vorteile aus Dynamik und Nachversicherungsoptionen.
Der kleine Haken bleibt: Ohne anonyme Voranfrage ist diese Allianz-Aktion vor allem dann geeignet, wenn Deine Gesundheitslage unauffällig ist. Bei Vorerkrankungen empfehlen wir den klassischen Weg mit sauberer Aufbereitung und anonymer Risikovoranfrage.
- Weitere Details findest Du im Beitrag „Allianz – vereinfachte Gesundheitsfragen für Steuerberater in der BU“.
C: Die LV 1871 – BU-Aktion für junge Steuerberater bis 35 Jahre
Die LV 1871 fällt in der BU regelmäßig positiv auf – besonders bei gut ausgebildeten Zielgruppen. Neben MINT-Berufen, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Informatikern und Ingenieuren zählen auch junge Steuerberater zu den adressierten Berufsgruppen.
Aktuell bietet die LV 1871 verkürzte Gesundheitsfragen für Personen bis 35 Jahre in bestimmten akademischen Berufen. Die maximal versicherbare BU-Rente liegt derzeit bei 2.500 Euro monatlich (wurde durch das Update 01 / 2026 erst wieder erhöht). Erfahrungsgemäß passt die LV 1871 diese Grenzen flexibel an – in der Vergangenheit meist nach oben. Die IT des Versicherers wird regelmäßig aktualisiert, wodurch kurzfristige Verbesserungen und Sonderaktionen möglich sind.
Im nächsten Schritt zeigen wir Dir, wie die verkürzten Gesundheitsfragen bei der LV 1871 für Steuerberater konkret aussehen.
Bei der Sonderaktion der LV 1871 gibt es praktisch keine technischen Einschränkungen. Daher sparen wir uns hier eine lange Aufzählung einzelner Punkte. Wichtig ist: Auch eine Ja-Antwort ist erlaubt, sodass eine anonyme Risikovoranfrage möglich bleibt – ein klarer Vorteil, wenn die Gesundheitshistorie nicht völlig unauffällig ist.
Zur Zielgruppe zählen neben etablierten Berufsträgern auch Nachwuchskräfte im Steuerbereich, etwa Berufseinsteiger und Young Professionals aus einschlägigen Studiengängen. Sie können ebenfalls von der Aktion profitieren.
- Mehr Details findest Du im separaten Beitrag „Vereinfachte Gesundheitsfragen der LV 1871 in der BU“.
Weitere BU-Aktionen für (angehende) Steuerberater im Überblick
Die Aktionen von HDI, Allianz und LV 1871 sind derzeit besonders attraktiv – auch für Steuerberater. Abhängig von Deiner persönlichen Situation kommen aber weitere Anbieter infrage; diese wechseln erfahrungsgemäß regelmäßig.
Eine laufend aktualisierte Übersicht findest Du unter „Sonderaktionen in der Berufsunfähigkeitsversicherung“. Hier ein kurzer Überblick über weitere Optionen, die je nach Ausgangslage passen können:
- Baloise BU: Vereinfachte Gesundheitsprüfung für junge Leute bis 30 Jahre.
- Nürnberger BU: Als Kammerberufe-Anbieter mit Aktion bis 1.500 Euro und bis 30 Jahre.
- Hannoversche BU: Pauschale Akademiker-Aktion bis 2.000 Euro BU-Rente mit nur drei Fragen.
- Gothaer BU: Keine offizielle Aktion, aber seit dem BU-Update 2023 spürbar vereinfachte Antragsfragen (kürzere Abfragezeiträume).
- Canada Life BU: Seit Sommer 2024 und dem BU-Update, mit verkürzten Abfragezeiträumen (z. B. drei Jahre) für alle Berufsgruppen und sehr großzügiger finanzieller Angemessenheit.
Diese Beispiele zeigen: Neben den „großen Drei“ gibt es weitere starke Möglichkeiten, die BU als Steuerberater passend aufzubauen. Es lohnt sich, genau hinzusehen – nicht jede Aktion passt zu jeder Vita. Für den schnellen Überblick haben wir zudem eine eigene Übersicht der Sonderaktionen für Kammerberufe (gilt also auch für Ärzte & Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte und Apotheker) erstellt – dort findest Du Dich als Steuerberater direkt wieder. Psychotherapeuten sind zwar Kammerberufler, für diese gelten die Aktionen aber eher nicht.
Kammerberufe Übersicht Sonderaktionen in der Berufsunfähigkeitsversicherung
| Gesellschaft | Zielgruppe | Max. Eintrittsalter | Max. Absicherungshöhe | Gesundheitsfragen | Risikovoranfrage* | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz | Ärzte & Apotheker | 50 Jahre | 1.750 Euro | 3 Fragen | Nein | Bonusrente möglich** |
| Allianz | Steuerberater, Notare, Wirtschaftsprüfer | 50 Jahre | 1.750 Euro | 3 Fragen | Nein | Bonusrente möglich** |
| Allianz | Rechtsanwälte | 50 Jahre | 1.750 Euro | 3 Fragen | Nein | Bonusrente möglich** |
| Baloise | Alle | 30 Jahre | 2.000 Euro | verkürzt | Ja | Keine Anrechnung Versorgungswerk / besondere Karrieregarantie |
| Gothaer | Ärzte & Mediziner | 35 Jahre | 3.000 Euro | 6 Fragen | Ja | Keine Anrechnung Versorgungswerk |
| Hannoversche | Junge Leute | 35 Jahre | 2.000 Euro | 3 Fragen | Nein | keine Einschränkung |
| HDI | Ärzte / Zahnärzte | 49 Jahre | bis zu 2.500 Euro | 3 Fragen | Ja | Studenten ab Physikum |
| HDI | Notare | 55 Jahre | 3.000 Euro | 3 Fragen | Ja | auch Familienangehörige |
| HDI | Steuerberater | 55 Jahre | 2.000 Euro | 3 Fragen | Ja | auch Familienangerhörige |
| HDI | Rechtsanwälte | 55 Jahre | 2.000 Euro | 3 Fragen | Ja | auch Familienangehörige |
| HDI | Für sämtliche Berufe | 2.500 Euro | 3 Fragen | Ja | In Verbindung mit Basisrente | |
| LV 1871 | "Gute" Berufe / Studiengänge | 35 Jahre | bis zu 2.500 Euro | unterschiedlich | Ja | Auch Schüler / Studenten |
| LV 1871 | Ärzte | 35 | 1.500 Euro | verkürzt | Ja | - |
Verkürzte Gesundheitsfragen: Vor- und Nachteile für Dich als Steuerberater
Gerade wenn Du gut verdienst – was bei vielen Steuerberatern der Fall sein dürfte – wirkt eine Aktion mit verkürzten Gesundheitsfragen oft sehr attraktiv. Sie kann den Abschluss spürbar erleichtern, deckt aber unter Umständen nicht Deinen gesamten Absicherungsbedarf ab.
Wichtig zu verstehen: Du profitierst zwar von einer vereinfachten Risikoprüfung, landest aber in einem Kollektiv, das weniger streng selektiert wurde. Je lockerer die Annahmekriterien, desto eher kommen auch Personen mit relevanten Vorerkrankungen in den Bestand. Das erhöht auf Sicht das Gesamtrisiko. Es muss nicht in Schieflagen bzw. Pleite einer Gesellschaft enden, aber die Wahrscheinlichkeiten für spätere Beitragsanpassungen in der BU können steigen. Ebenso kann der Service im Leistungsfall schwanken, wenn viele Verträge ohne tiefgehende Prüfung gezeichnet wurden – längere Bearbeitungszeiten sind dann nicht ausgeschlossen.
Unterm Strich sind verkürzte Gesundheitsfragen kein Selbstläufer: Sie bieten Chancen, haben aber systembedingt Grenzen. Wir prüfen deshalb gemeinsam, ob eine Aktion zu Deiner Situation passt – oder ob der klassische Weg mit sauberer, anonymer Voranfrage langfristig die bessere Lösung ist.
Sind die Beiträge bei verkürzten Gesundheitsfragen höher?
Nein. Die Prämie bleibt identisch. Als Steuerberater zahlst Du bei einer vereinfachten Gesundheitsprüfung keinen höheren Beitrag als beim klassischen Antrag mit vollständiger Gesundheitsprüfung.
Verkürzte Gesundheitsprüfung oder klassischer Antrag – was ist für Steuerberater sinnvoller?
Wichtig für Dich als Steuerberater: Du musst keine Angst vor einer „Ja-Antwort“ im klassischen BU-Antrag haben. In vielen Fällen ist die vollständige, konventionelle Aufbereitung sogar die bessere Lösung.
Der Grund ist simpel: Wenn dem Versicherer alle relevanten Informationen strukturiert vorliegen, entstehen keine Missverständnisse. Mit unserer Arbeitsweise und Deiner Mithilfe sind die Chancen gut, dass Du ganz regulär zu marktüblichen Konditionen angenommen wirst – genau darauf zielen wir ab.
Entscheidest Du Dich bewusst für eine Aktion mit verkürzten Gesundheitsfragen, solltest Du diesen Weg idealerweise mit uns gehen. Wir prüfen vorab, ob das zu Deiner Situation passt und ob die Annahmewahrscheinlichkeit realistisch ist. Grundsätzlich starten wir aber gerne auf der „grünen Wiese“ – also mit einem vollständigen Blick auf Deinen Gesundheitszustand. Danach entscheidest Du, ob wir über eine Aktion oder lieber über die individuelle, anonyme Risikovoranfrage gehen.
Diese Punkte solltest Du für Dich ehrlich abwägen, bevor Du Dich für oder gegen den Weg über verkürzte Gesundheitsfragen entscheidest.
5. Die optimale Konfiguration für Steuerberater in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Für Dich als Steuerberater ist die technische Ausgestaltung Deiner BU besonders wichtig. Davon hängt ab, ob die Absicherung im Ernstfall wirklich trägt – heute und in 10, 20 oder 30 Jahren.
Auch wenn Du noch studierst oder am Anfang Deiner Laufbahn stehst: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Konfiguration sauber aufzusetzen. Was heute nebensächlich wirkt, kann später entscheidend sein – zum Beispiel ein bestimmter Baustein, der im Leistungsfall den Unterschied macht.
Beitragsdynamik für Steuerberater: Schutz vor Kaufkraftverlust
Die Beitragsdynamik sorgt dafür, dass Deine versicherte BU-Rente jährlich automatisch steigt und so die Inflation ausgleicht. In der Regel sind drei bis fünf Prozent möglich; parallel steigt natürlich auch der Beitrag.
Wichtig zu verstehen: Die Dynamik ersetzt keine anfangs zu niedrige Rente. Sie ist ein Zusatz, kein Ersatz. Die Basisabsicherung muss von Beginn an passen – die Dynamik hält sie dann wertstabil.
Warum fünf Prozent Beitragsdynamik oft ideal sind
- Inflation ist real. Die Jahre 2022/2023 haben gezeigt, wie schnell Lebenshaltungskosten anziehen. Eine hohe Dynamik hilft, die Kaufkraft Deiner BU-Rente zu sichern.
- Du bleibst flexibel. In vielen Tarifen kannst Du jährlichen Erhöhungen widersprechen. Manche Anbieter erlauben das unbegrenzt, andere begrenzen es auf zwei aufeinanderfolgende Jahre – danach musst Du wieder eine Erhöhung annehmen.
- Im (kommenden) Leistungsfall zählt jede Steigerung. Wenn eine ernsthafte Diagnose kommt, wirst Du froh sein, dass die Rente automatisch vorher mitwächst.
Warum wir mehr als drei Prozent empfehlen und wie die einzelnen Gesellschaften mit Widerspruchsrechten, Endalter der Dynamik und möglichen Deckeln umgehen, erläutern wir ausführlich in unserem Praxisartikel “Kundenfrage: Warum sollte ich mehr als drei Prozent Beitragsdynamik nehmen?”. So bekommst Du ein klares Bild, wie flexibel Dein Tarif wirklich ist.
Übersicht zur Beitragsdynamik bei Steuerberatern:
| Gesellschaft | Begrenzung Dynamikwiderspruch | Dynamik endet mit.... | Überprüfung Einkommen ab |
|---|---|---|---|
| Advigon | zweimal in Folge | Individuelle (niedrige) Obergrenze | keine Überprüfung |
| Allianz | unbegrenzt | 55 Jahre | 3.333 Euro³ |
| Alte Leipziger | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende | individuelle Obergrenze³ |
| AXA | unbegrenzt | 58 Jahren oder 5.000 Euro | möglich ab 2.500 Euro |
| Baloise | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende | keine Überprüfung |
| Barmenia | zweimal in Folge | 61 Jahre | keine Überprüfung |
| Bayerische | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende | 4.000 Euro³ |
| Canada Life | unbegrenzt | 4 Jahre vor Vertragsende | keine Überprüfung |
| Condor | unbegrenzt | 56 Jahre oder 5.000 Euro | keine Überprüfung |
| Continentale | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende oder 7.500 Euro | keine Überprüfung |
| CosmosDirekt | Maximal 15*möglich¹ | Nicht relevant, da bescheiden gelöst | keine Überprüfung |
| Debeka | zweimal in Folge | 50 Jahre | keine Überprüfung |
| DEVK | zweimal in Folge | 5 Jahre vor Vertragsende | 2.500 Euro³ |
| Dialog | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende oder 7.500 Euro | 5.000 Euro³ |
| Ergo | unbegrenzt | Bis Vertragsende | keine Überprüfung |
| Europa | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende oder 7.500 Euro | keine Überprüfung |
| Generali | zweimal in Folge | 2 Jahre vor Vertragsende | 2.500 Euro |
| Gothaer | unbegrenzt | Bis Vertragsende | Überprüfung möglich |
| Hannoversche | unbegrenzt | 60 Jahre | 4.000 Euro³ |
| Hanse Merkur | zweimal in Folge | 10 Jahre vor Vertragsende | keine Überprüfung |
| Helvetia | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende² | kompliziert |
| HDI | unbegrenzt | 60 Jahre | Überprüfung möglich |
| HUK-Coburg | zweimal in Folge | 55 Jahre | keine Überprüfung |
| LVM | zweimal in Folge | 55 Jahre | keine Überprüfung |
| LV 1871 | unbegrenzt | Bis Vertragsende | keine Überprüfung |
| Münchener Verein | zweimal in Folge | 3 Jahre vor Vertragsende | keine Überprüfung |
| Nürnberger | unbegrenzt | 4 Jahre vor Vertragsende | Keine Überprüfung |
| Signal Iduna | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende | 4.000 Euro³ |
| Stuttgarter | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende oder 10.000 Euro | Individuelle Obergrenze³ |
| Swiss Life | unbegrenzt | 6 Jahre vor Vertragsende | keine Überprüfung |
| Universa | unbegrenzt | 10 Jahre vor Vertragsende | 2.500 Euro³ |
| Volkswohl Bund | unbegrenzt | bis Vertragsende (mit Dynamikform I) | bei Dynamikform Q individuell³ |
| WGV | zweimal in Folge | 55 Jahre oder 4.000 Euro | keine Überprüfung |
| WWK | zweimal in Folge | 65 Jahre oder 5.000 Euro | keine Überprüfung |
| Württembergische | unbegrenzt | 5 Jahre vor Vertragsende | individuell³, proaktive Meldepflicht |
| Zurich | zweimal in Folge | Bis Vertragsende | keine Überprüfung |
In der Praxis braucht es manchmal etwas Feingefühl, um die bestmögliche Dynamik herauszuholen. Beispiel Beitragsdynamik der LV 1871: Die Dynamik ist grundsätzlich stark, weil sie auf der Vorjahressumme aufsetzt. Gleichzeitig gibt es Dämpfer, die real oft bei rund drei Prozent landen. Das Dynamik nicht gleich Dynamik ist, sieht man auch an den beiden besonderen Dynamikformen des Volkswohl Bundes.
Teilen wir Deine Absicherung auf mehrere Gesellschaften auf (z. B. zwei oder drei Anbieter), betrachten und koordinieren wir die Dynamik je Vertrag separat. Das ist aber ein späterer Beratungsschritt. Zuerst kommt das Fundament: saubere Gesundheitshistorie und realistische Annahmeprognose.
Wie wichtig ist die Leistungsdynamik für Steuerberater?
Die Leistungsdynamik (garantierte Rentensteigerung) greift erst nach Eintritt der BU, also wenn die Rente bereits läuft. Sie schützt Deine Rente vor Kaufkraftverlust, während die Beitragsdynamik vor dem Leistungsfall wirkt. Viele Anbieter ermöglichen bis zu drei Prozent pro Jahr; manche (z. B. LVM, Debeka) bieten keine garantierte Steigerung. Ja, das macht den Vertrag etwas teurer – dafür bekommst Du eine planbare Erhöhung, wenn Du sie brauchst.
Oder wie Patrick (unser Mitarbeiter) sagt: „Lieber haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.“ Trotzdem ersetzt die Leistungsdynamik keine zu niedrig gewählte Anfangsrente. Sie wirkt häufig erst nach einigen Jahren. Deshalb setzen wir bei der Konfiguration auf maximales Endalter und eine von Beginn an auf eine sinnvolle Rentenhöhe.
Nicht garantierte Überschüsse – nett, aber nicht planbar
Zusätzlich zur Garantie gibt es nicht garantierte Überschüsse. Die Spannbreite ist groß: manche Gesellschaften steigern die Rente um bis zu etwa ein Prozent pro Jahr, andere nähern sich zwei Prozent. Positiv aufgefallen sind in den letzten Jahren u. a. LV 1871, HDI, Volkswohl Bund, die Bayerische und Allianz.
Einige werten hohe Überschüsse als Indiz für finanzielle Stärke – kann ein Faktor sein, muss es aber nicht. Für uns ist es ein kleiner Baustein im Gesamtbild: angenehm, aber nie das entscheidende Kriterium. Eine Übersicht zu den Überschussentwicklungen der letzten Jahre liefern wir Dir separat, damit Du ein Gefühl für die Marktbandbreite bekommst.
Übersicht Überschüsse BU-Versicherung in den letzten Jahren
| Gesellschaft | Überschüsse 2020 | Überschüsse 2021 | Überschüsse 2022 | Überschüsse 2023 | Überschüsse 2024 | Überschüsse 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Advigon | - | - | - | - | - | 1,00 % |
| Allianz | 1,9 % | 1,7 % | 2,35 % | 2,50 % | 2,7 % | 1,95 % |
| Alte Leipziger | 1,53 % | 1,53 % | 1,98 % | 1,98 % | 2,08 % | 1,33 % |
| AXA | 2,0 % | 1,7 % | 2,1 % | 2,10 % | 2,10 % | 1,75 % |
| Baloise (früher Basler) | 1,25 % | 1,1 % | 1,75 % | 1,75 % | 2,0 % | 1,25 % |
| Barmenia | 1,6 % | 1,1 % | 1,75 % | 1,75 % | 2,0 % | siehe Gothaer |
| Bayerische | 1,6 % | 1,6 % | 2,25 % | 2,45 % | 2,75 % | 2,00 % |
| Canada Life | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| Condor | 1,2 % | 1,35 % | 0,55 % | 1,35 % | 1,6 % | 0,95 % |
| Continentale | 1,4 % | 1,2 % | 1,2 % | 2,05 % | 2,35 % | 1,60 % |
| Cosmos Direkt | - | - | - | 1,55 % | 1,85 % | 1,25 % |
| Debeka | - | - | 0,9 % | 1,25 % | 2,25 % | - |
Deutsche Ärzteversicherung | - | - | - | 1,7 % | - | |
| Dialog | - | - | 1,35 % | 1,35 % | 1,65 % | 1,65 % |
| Ergo | - | - | - | 1,05 % | 1,5 % | 1,20 % |
| Europa | - | - | - | - | 2,65 % | 1,90 % |
| Generali (vorher Aachen Münchener) | 0,6 % | 0,4 % | 0,65 % | 0,65 % | 1,5 % | 1,5 % |
| Gothaer | - | - | 1,55 % | 1,87 % | 2,0 % | 1,25 % |
| Hannoversche | - | - | - | - | 2,0 % | 1,70 % |
| Hanse Merkur | - | - | - | 1,75 % | 1,75 % | 1,00 % |
| HDI | 1,7 % | 1,7 % | 2,15 % | 2,15 % | 2,85 % | 2,10 % |
| Helvetia | - | - | 1,25 % | 1,25 % | 1,45 % | 0,7 % |
| HUK Coburg | - | - | - | 1,55 % | 1,55 % | unbekannt |
| Interrisk | - | - | - | - | 2,45 % | 1,7 % |
| LV 1871 | 1,9 % | 1,9 % | 2,55 % | 2,55 % | 2,6 % | 1,85 % |
| Münchener Verein | - | - | 0,1 % | 0,1 % | 1,10 % | - |
| Nürnberger | 1,45 % | 1,45 % | 2,1 % | 2,1 % | 2.6 % | 2,05 % |
| Signal Iduna | 1,26 % | 1,22 % | 1,4 % | 2,25 % | 2,35 % | 1,75 % |
| Stuttgarter | 1,1 % | 0,8 % | 1,45 % | 1,45 % | 1,75 % | 1,00 % |
| Swiss Life | - | - | - | 1,70 % | 1,75 % | 1,00 % |
| Universa | - | - | - | 1,50 % | 1,5 % | 1,25 % |
| Volkswohl Bund | 1,5 % | 1,35 % | 2,0 % | 2,35 % | 2,55 % | 1,8 % |
| VPV | - | - | - | 1,65 % | 2,10 % | - |
| WGV | - | - | - | - | 2,35 % | 1,60 % |
| Württembergische | - | - | 1,75 % | 2,17 % | 2,53 % | 1,78 % |
| WWK | - | - | - | 1,85 % | 1,85 % | - |
| Zurich | - | - | 1,55 % | 1,55 % | 1,55 % | 1,00 % |
Warum waren die Überschüsse 2024 so hoch – und was heißt das für Dich?
Zum 1. Januar 2025 wurde der Rechnungszins von 0,25 auf 1,00 Prozent angehoben. Neue Tarife werden seitdem mit einer höheren Verzinsung kalkuliert. Das wirkt sich positiv auf die Prämien aus – für die gleiche BU-Leistung zahlst Du tendenziell weniger Beitrag. Gleichzeitig sinkt dadurch im Leistungsfall der Spielraum für nicht garantierte Überschüsse. Genau deshalb gewinnt eine garantierte Rentensteigerung (Leistungsdynamik) an Bedeutung: Sie stabilisiert Deine BU-Rente, auch wenn Überschüsse niedriger ausfallen. Je jünger Du beim Abschluss bist, desto stärker profitierst Du langfristig von einer klug gewählten Leistungsdynamik.
Die Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel): Ein echter Mehrwert für Steuerberater
Die AU-Klausel (Arbeitsunfähigkeitsklausel) kann Deine BU spürbar aufwerten. Sie greift, wenn Du länger krankgeschrieben bist, die formale Berufsunfähigkeit von 50 Prozent aber (noch) nicht festgestellt wurde. Gerade bei Steuerberatern mit hoher kognitiver Belastung, Deadlines und Spitzenzeiten kann das schnell relevant werden – etwa bei Erschöpfung/Burnout, anhaltendem Stress oder längeren Reha-Phasen. Mit AU-Klausel gibt es einen alternativen Leistungsweg, ohne sofort das komplette BU-Prüfverfahren zu durchlaufen.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Ohne AU-Klausel müsstest Du einen umfassenden BU-Antrag stellen und die 50-Prozent-Grenze nachweisen. Mit AU-Klausel reicht in der Regel eine durchgehende Krankschreibung durch einen Facharzt über sechs Monate – dann fließt die vereinbarte Leistung (vereinfacht dargestellt). Üblich sind Leistungsdauern zwischen 18 und 36 Monaten; der Trend geht zu 36 Monaten, der Erfinder dieser sinnvollen Klausel ist übrigens die Condor.
Worauf solltest Du achten?
Nicht jede AU-Klausel ist gleich. In älteren Verträgen muss trotz Krankschreibung oft zunächst der volle BU-Leistungsantrag gestellt werden – erst danach entscheidet der Versicherer, ob AU- oder BU-Leistung greift. Moderne Tarife lösen das besser: Du kannst die AU-Leistung separat anstoßen, ohne sofort ins BU-Verfahren wechseln zu müssen. Das gibt Dir mehr Flexibilität und reduziert Aufwand in einer ohnehin belastenden Phase.
Unsere Erfahrung aus der Beratung: Je anspruchsvoller der Beruf, desto höher der praktische Nutzen der AU-Klausel. Die Auszahlung läuft bei gut gestalteten Tarifen in der Regel unkompliziert; wichtig bleibt wie immer die saubere Vorarbeit bei den Gesundheitsangaben. Im nächsten Abschnitt zeigen wir Dir die gängigen Varianten der AU-Klausel und ihre Unterschiede – von einfach bis sehr komfortabel.
Übersicht Arbeitsunfähigkeitsklausel für Steuerberater
| Gesellschaft | Leistungsdauer | Mehrpreis ca. | Gute/Schlechte AU-Form |
|---|---|---|---|
| Advigon | bietet keine AU Klausel an | ||
| Allianz | 36 Monate | 7 % | ✅ |
| Alte Leipziger | 24 Monate | 3,3 % | ✅ |
| AXA | 24 Monate | 4,7 -9,1 % | ✅ |
| Barmenia | 18 Monate | 5,7 % | ✅ |
| Baloise (früher Basler) | 36 Monate | 6,2 % | ✅ |
| Bayerische | 36 Monate | ca. 11 -12 % | ✅ |
| Canada Life | 36 Monate | ca. 8 Prozent | ✅ |
| Condor | 36 Monate | 6,4 % | ✅ |
| Continentale | 24 Monate | 13 %* | ❌ |
| CosmosDirekt | 24 Monate | 15 % | ✅ |
| Debeka | bietet keine AU Klausel an | ||
| Dialog | 24 Monate | ca. 4 % | ✅ |
| DEVK | 24 Monate | ca. 6 % | ✅ |
| Dialog | 24 Monate | 3,2 % | ✅ |
| Ergo | 18 Monate | 15 %* | ✅ |
| Europa | 24 Monate | 15 %* | ❌ |
| Generali | 18 Monate | unbekannt | ❌ |
| Gothaer | 36 Monate | 10,6 %* | ✅ |
| Hannoversche | 24 Monate | 8–12 % | ✅ |
| Hanse Merkur | 18 Monate | 7 % | ✅ |
| HDI | 36 Monate | 5–12 % | ✅ |
| HUK-Coburg | 24 Monate | 7-8 % | ✅ |
| LVM | bietet keine AU-Klausel an | ||
| LV 1871 | 24 Monate | 8,5 % | ✅ |
| Münchener Verein | 18 Monate | 11 % | ✅ |
| Nürnberger | 24 Monate | 7 % | ✅ |
| Signal Iduna | 24 Monate | 7 % | ✅ |
| Stuttgarter | 18 Monate | 9,3 % | ✅ |
| Swiss Life | 24 oder 36 Monate | 7-10 % | ✅ |
| Universa | 36 Monate | 13,3 %* | ✅ |
| Volkswohl Bund | 36 Monate | 6,4 % | ✅ |
| WGV | bietet keine AU-Klausel an | ||
| WWK | bietet keine AU-Klausel an | ||
| Württembergische | 24 Monate | 6,7 % | ✅ |
| Zurich | 24 Monate | 2,8 % | ✅ |
*Nur wählbar als Optionspaket mit mehreren Leistungen neben dem AU-Baustein
Einmalleistung im Leistungsfall – wachsender Trend
Ein eher unscheinbarer, aber zunehmend gefragter Baustein in der BU ist die Einmalzahlung zum Start des Leistungsfalls. Viele möchten neben der monatlichen BU-Rente zu Beginn einen finanziellen Puffer, sobald die Berufsunfähigkeit anerkannt ist. Die laufende Rente startet zwar mit Anerkennung (ggf. rückwirkend), aber eine Einmalzahlung verschafft in der Anfangsphase spürbar Luft – etwa für offene Rechnungen, Umbauten, Beratungskosten oder Liquiditätslücken.
Populär wurde das Modell durch die Cash+1/3-Option der Baloise: Auf Wunsch wird zusätzlich eine oder sogar drei Jahresrenten auf einen Schlag ausgezahlt – gedeckelt auf eine BU-Monatsrente von 2.000 Euro (bei drei Jahresrenten also bis zu 72.000 Euro).
Auch andere Anbieter haben nachgezogen
Der Volkswohl Bund bietet ebenfalls eine Einmalleistung an. Canada Life hat im BU-Update Mai 2025 den Baustein „Schwere Krankheiten“ ergänzt: Wird eine von über 50 definierten Diagnosen festgestellt, fließt automatisch eine Jahresrente als Sofortleistung. Beispiel: Bei 3.000 Euro BU-Rente entspricht das 36.000 Euro Einmalzahlung. Für Steuerberater mit hohen Fixkosten – Kanzleimiete, Personal, Leasing, Darlehen – kann die Kombination aus monatlicher Rente plus Startkapital sehr sinnvoll sein.
Unabhängig von der BU kann auch eine separate „Dread Disease“-/Schwere-Krankheiten-Absicherung sinnvoll sein. Hier lassen sich häufig sechsstellige Summen für genau definierte Diagnosen absichern (z. B. Krebs). Vorteil: Man ist nicht an die Mechanik der BU gekoppelt (insbesondere selbstständige Steuerberater könnten eine Schwere Krankheitenversicherung durchaus für attraktiv finden) und erhält bei Eintritt der versicherten Erkrankung die vereinbarte Summe direkt. Welche Variante zu Deiner Situation passt, klären wir am besten im Rahmen der Gesamtkonfiguration.
Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!
Jetzt BU-Angebot speziell für Steuerberater sichern. Starte mit uns eine anonyme Risikovoranfrage und finde die passende BU-Versicherung, die wirklich zu Dir passt.
✅ Unabhängig, persönlich & kostenlos.
6. Wie viel BU-Rente kann ich als Steuerberater absichern – und wird das Versorgungswerk angerechnet?
Wie viel Du in Deiner BU-Versicherung absichern kannst, hängt von Deiner Lebensphase ab. Deshalb teilen wir die Antwort sinnvoll auf – je nachdem, ob Du noch in Ausbildung/Studium bist oder bereits als Berufsträger arbeitest.
Absicherung während Studium/Ausbildung (angehender Steuerberater)
Studenten in wirtschaftsnahen Studiengängen bzw. angehende Berufsträger können heute meist bis zu 2.000 Euro monatliche BU-Rente absichern. Dieser Wert hat sich im hochwertigen BU-Segment als Quasi-Standard etabliert. Manche Versicherer liegen noch darunter (1.500 bzw. 1.000 Euro), andere – wie z. B. die Nürnberger – haben zum Jahreswechsel 2025 auf 2.000 Euro erhöht.
Unser Tipp: Teile die Absicherung schon früh auf zwei Versicherer auf, z. B. 2 × 1.000 Euro. So sicherst Du Dir doppelte Nachversicherungsmöglichkeiten. Gerade mit Blick auf Deine Einkommensperspektive als Steuerberater ist das Gold wert. Einmal sauber beantragt, bist Du bei beiden Gesellschaften „eingeloggt“.
Absicherung im Berufsleben (angestellte oder selbstständige Steuerberater)
Im Berufsleben gibt es keine fixe Obergrenze; die maximale BU-Rente leitet sich vom Einkommen ab. Eine gängige Faustregel: Rund 60 Prozent des Bruttojahreseinkommens sind in der Regel absicherbar – je nach Anbieter auch mehr (die Bruttoregel hat die Nettovariante sinnigerweise überholt).
Beispiel: Bei 100.000 Euro Bruttojahresgehalt sind etwa 5.000 Euro BU-Rente pro Monat möglich (100.000 × 0,6 / 12).
Einige Gesellschaften lassen höhere Quoten zu – ein kurzer Marktüberblick:
- Volkswohl Bund: Bis 85.000 Euro Brutto 65 Prozent, darüber 35 Prozent
- Canada Life: 75 Prozent bis 48.000 Euro, darüber 70 Prozent
- Gothaer: 70 Prozent bis 85.000 Euro, darüber 50 Prozent
- Alte Leipziger: Pauschal 66 Prozent im Schnitt der letzten drei Jahre
- Allianz: 70 Prozent bis 60.000 Euro, darüber 50 Prozent
Wichtig: Manche Versicherer bilden die Bemessungsgrundlage aus dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Für Berufseinsteiger gilt das naturgemäß nicht – hier zählt das aktuelle Gehalt (z. B. nach bestandenem Examen).
Bei Selbstständigen/Partnern in Kanzleien gilt eine andere Basis:
"Gewinn vor Steuern“ bzw. der Gewinnanteil (z. B. aus Einzelkanzlei, PartG mbB) dient als Grundlage.
Die finanzielle Angemessenheit variiert je nach Anbieter spürbar – ein genauer Blick lohnt sich, besonders wenn Du langfristig eine hohe Absicherung anstrebst.
Damit Du nicht lange suchen musst, haben wir eine aktuelle Tabelle zur maximal möglichen BU-Rentenhöhe vorbereitet.
Maximale BU-Absicherung für Steuerberater
| Gesellschaft | Mögliche Absicherungshöhe Brutto / Netto | Besonderheiten darüber Hinaus | Verzicht auf ärztl. Untersuchung bis | Anrechnung Versorgungswerk |
|---|---|---|---|---|
| Allianz | 70% vom Brutto bis 60.000 € | +50% vom Brutto darüber | 3.000 € | 42.000 € Jahresrente 50% |
| Alte Leipziger | 66% vom Brutto bis zur Beitragsbemessungsgrenze | +33% vom Brutto darüber | 3.000 € | 42.000 € Jahresrente 50% |
| AXA | 75% vom Brutto bis zu 24.000 € | +65% bis zu 50.000 € und 50% darüber | 2.500 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| Barmenia | 60% vom Brutto bis zu 90.000 € | +50% vom Brutto darüber | 2.500 € | keine exakte Angabe |
| Baloise | 60% vom Brutto bis unbegrenzter Höhe | entfällt | 3.000 € | keinerlei Anrechnung |
| Die Bayerische | 60% vom Brutto bis zur Beitragsbemessungsgrenze | +individuelle Entscheidung darüber | 3.000 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| Canada Life | 75% vom Brutto bis zu 48.000 € | +70% vom Brutto darüber | 3.000 € | 60.000 € Jahresrente 50% |
| Condor | 80% vom Netto bis zu 50.000 € | +50% vom Netto darüber | 3.000 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| Continentale | 65% vom Brutto bis zu 80.000 € | +35% vom Brutto darüber | 3.000 € | 36.000 € Jahresrente 50% |
| CosmosDirekt | 60% des Bruttogehaltes | 3.000 € | unbekannt | |
| Debeka | wohl 75 Prozent des Nettogehaltes | ? | ? | |
| DEVK | wohl 60 Prozent des Bruttogehaltes | wohl keine Grenze | 3.000 € | unbekannt |
| Dialog | 60% vom Brutto (bei Ärzten 70%) | max. 5.000€ Rente möglich | 3.000 € | ab 1€ zu 100% |
| ERGO | 60% vom Brutto bis zu 60.000 € | +40% vom Brutto bis zu 100.000€ darüber | 3.000 € | 42.000 € Jahresrente 50% |
| Europa | 65% vom Brutto bis 80.000 Euro | +35% vom Brutto darüber3 | 3.000 € | 36.000 € Jahresrente 50 % |
| Generali | unbekannt, "wirtschaftlich angemessen" | ? | 2.000 € | unbekannt |
| Gothaer | 70% vom Brutto bis zu 85.000 € | +50% darüber | 3.000 € | keine Anrechnung |
| Hannoversche | 60% vom Brutto ohne Begrenzung | entfällt | 3.000 € | 48.000 € Jahresrente 50% |
| Hanse Merkur | 66% des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze | +33% darüber | 2.000 € | 30.000 € Jahresrente 50% |
| HDI | 60% vom Brutto bis zu 100.000 € | +30% darüber | 3.000 € | 48.000 € Jahresrente 50% |
| Helvetia | 70% vom Brutto bis 50.000 € | +50 % darüber | 3.000 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| HUK-Coburg | 80% des Netto | 2.000 € | wohl komplette Anrechnung | |
| LVM | 50 % des Brutto | unbekannt | wohl komplette Anrechnung | |
| LV 1871 | 60% vom Brutto bis zu 70.000 € | +40% des darüber hinausgehenden Anteils bis 150k, darüber 30% | 3.000 € | 60.000 € Jahresrente 50% |
| Münchener Verein | 50% vom Brutto | 2.000 € | unbekannt | |
| Nürnberger | 70% vom Brutto bis zu 60.000 € | +50% darüber | 3.000 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| Signal Iduna | 70% vom Brutto | 3.000 € | ab 1€ zu 100% | |
| Stuttgarter | 70% vom Brutto bis zu 48.000 € | +60% bis 100.000€, + 50% bis 150.000€ | 2.500 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| Swiss Life | 80% vom Schweizer Netto | entfällt | 3.000 € | 36.000 € Jahresrente 50% |
| Universa | 60 % vom Brutto bis 50.000 Euro | +35% darüber | 2.500 € | 36.000 € Jahresrente 50% |
| Volkswohl Bund | 65% vom Brutto bis zu 85.000 € | +35% darüber | 3.000 € | 50.000 € Jahresrente 50% |
| WGV | 75 % vom Nettogehalt | wohl 2.500 € | unbekannt | |
| WWK | 60% vom Brutto bis unbegrenzter Höhe | entfällt | 2.500 € | 30.000 € Jahresrente 50% |
| Württembergische | 80 % des Netto bis 60.000 € | +50% darüber | 2.000 € | keine exakte Angabe |
| Zurich | 60% des Brutto bis 80.000 € | +50% darüber | 2.500 € | 36.000 € Jahresente 50 % |
Beachte die Anrechnung des Versorgungswerks als Steuerberater
Zurück zum Versorgungswerk – diesmal zur Frage, wie dessen Leistungen auf die private BU-Rente angerechnet werden. Auch wenn die Absicherung über das Versorgungswerk in der Praxis oft Lücken hat, berücksichtigen viele private Versicherer sie bei der Ermittlung der maximal möglichen BU-Rente.
Wie stark diese Anrechnung des Versorgungswerks ausfällt, variiert je nach Anbieter. Spannend: Seit Januar 2025 verzichtet die Baloise vollständig auf die Anrechnung – aus unserer Sicht ein zeitgemäßer Schritt, welchen die Gothaer mit dem Update im September 2025 wiederholte. Bewegung gibt es ohnehin: Canada Life hat bereits im Sommer 2024 die finanzielle Angemessenheit auf bis zu 60.000 Euro BU-Rente pro Jahr angehoben. Wir rechnen damit, dass weitere Gesellschaften nachziehen.
Übersicht zur Anrechnung des Versorgungswerks für Steuerberater
| Alte Leipziger | 42.000 € | |
| Allianz | 42.000 € | |
| AXA | 50.000 € | |
| Baloise (früher Basler) | keinerlei Anrechnung (ab 01 / 2025) | |
| Barmenia | kein fester Wert, man spricht von "Hohen Barrenten" | |
| Bayerische | 50.000 € | |
| Canada Life | 60.000 € | |
| Condor | 50.000 € | |
| Continentale | 36.000 € | |
| CosmosDirekt | der Gesellschaft selber unbekannt 😎 | |
| Debeka | unbekannt - bitte um sachdienliche Infos😉 | |
| DEVK | unbekannt - bitte um sachdienliche Infos 😉 | |
| Dialog | ab den ersten Euro 100 Prozent | |
| Ergo | 42.000 € | |
| Europa | 36.000 € | |
| Generali | unbekannt - bitte um sachdienliche Infos 😉 | |
| Gothaer | keine Anrechnung (ab 09 / 2025) | |
| Hannoversche | 48.000 € | |
| Hanse Merkur | 30.000 € | |
| HDI | 48.000 € | Keine Anrechnung bei der Nachversicherung |
| HUK-Coburg | angeblich ab dem ersten Euro "Komplett" | |
| LVM | wohl ab den ersten Euro | |
| LV 1871 | 60.000 € | Keine Anrechnung bei der Nachversicherung |
| Nürnberger | 50.000 € | bis 30 Jahre Eintrittsalter keine Anrechnung |
| Signal Iduna | wohl ab den ersten Euro mit 100 % | |
| Stuttgarter | 50.000 € | |
| Swiss Life | 36.000 € (42.000 € bei Human- und Zahnmediziner) | |
| Universa | 36.000 € | |
| Volkswohl Bund | 50.000 € | |
| WGV | unbekannt - bitte um sachdienliche Infos 😉 | |
| WWK | 30.000 € | |
| Zurich | 36.000 € |
Wenn Du als Steuerberater 4.000 Euro BU-Rente absichern möchtest (z. B. bei einem Bruttojahresgehalt von 80.000 Euro), solltest Du die Auswahl und die Reihenfolge der Versicherer gut planen.
Gibt es einen Anbieter, der unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen – etwa bis 48.000 Euro privater BU-Absicherung – noch das Versorgungswerk anrechnet, kann es sinnvoll sein, diesen Vertrag zuerst abzuschließen. Nach der Policierung folgt dann der nächste Anbieter. Kommt hingegen ein Versicherer wie die Baloise in Frage, entfällt diese Taktik komplett, weil dort seit 01/2025 keine Anrechnung des Versorgungswerks mehr erfolgt. Klingt nach Detailarbeit? Genau dafür sind wir da – damit Du nicht in diese Fallen läufst.
Wann brauchst Du als Steuerberater keine zusätzliche Gesundheitsprüfung?
Nicht nur junge Berufseinsteiger fragen bei uns an – oft sind es auch Steuerberater in den 30ern oder 40ern. In dieser Phase steht weniger die Nachversicherung im Fokus, sondern die Frage:
Wie hoch darf die BU-Rente sein, bevor eine erweiterte Gesundheitsprüfung (ärztliches Zeugnis oder Untersuchung) erforderlich wird?
Ab bestimmten Rentenhöhen verlangen einige Versicherer zusätzliche medizinische Unterlagen oder eine ärztliche Untersuchung. Davon sind wir keine großen Fans – nicht, weil etwas zu verbergen wäre, sondern weil Laborwerte oder Zufallsbefunde unnötige Hürden aufbauen können.
Damit Du hier ohne Überraschungen durchkommst, stellen wir Dir eine aktuelle Übersicht der Untersuchungsgrenzen in der BU für Steuerberater zusammen. So siehst Du auf einen Blick, ab wann ein Arztbesuch nötig wird – und bis wohin Du entspannt ohne Zusatzprüfung abschließen kannst.
Steuerberater und die Untersuchungsgrenzen zum BU-Antrag
| Gesellschaft | Untersuchungsgrenze* | Anmerkung |
|---|---|---|
| Allianz | 3.000 € | Ab 50 Jahren schon ab. 2.500 Euro (Hausarztbericht) |
| Alte Leipziger | 3.000 € | Ab 51 Jahren schon ab 1.000 € |
| AXA | 3.000 € | - |
| Baloise (früher Basler) | 3.000 € | Ab 45 Jahren schon ab 2.000 € |
| Barmenia | 2.500 € | - |
| Canada Life | 3.000 € | Ab 49 Jahren ab 2.500 € Ab 55 Jahren schon ab 1.500 € |
| Condor | 3.000 € | Ab 51 Jahre zusätzlich Ergometrie |
| Continentale | 3.000 € | Ab 51 Jahren NT-proBNP nötig |
| CosmosDirekt | 3.000 € | angeblich laut telefonischer Auskunft |
| Debeka | unbekannt | |
| DEVK | 3.000 € | wohl keine Grenze / unbekannt |
| Dialog | 3.000 € | Ab 51 Jahren schon ab 2.500 € & bei Ärzten & Apotheker bis 31.01.2026 sogar bis 3.500 Euro |
| Die Bayerische | 3.000 € | Ab 51 Jahren schon ab 2.500 € |
| Ergo | 3.000 € | Ab 50 Jahren & 2.000 Euro € mit Hausarztbericht |
| Europa | 3.000 € | |
| Generali | 2.000 € | |
| Gothaer | 3.000 € | - |
| Hannoversche | 3.000€ | - |
| Hanse Merkur | 2.000 € | - |
| Helvetia | 3.000 € | - |
| HDI | 3.000 € | - |
| HUK-Coburg | 2.000 € | - |
| LVM | unbekannt, bitte um Infos 😉 | |
| LV 1871 | 3.000 € | - |
| Münchener Verein | 2.000 € | |
| Nürnberger | 3.000 € | |
| Signal Iduna | 3.000 € | Ab 50 Jahren schon ab 1.500 Euro |
| Stuttgarter | 3.000 € | Ab 51 Jahren schon ab 2.500 € |
| Swiss Life | 3.000 € | - |
| Universa | 2.500 € | Ab 50 Jahren generell mit Hausarztanfrage |
| Volkswohl Bund | 3.000 € | Ab 50 Jahren Befundbericht bei über 2.500 € |
| WGV | 2.500 € | wohl 2.500 €, da über diesen Wert keine BU möglich ist (!) |
| WWK | 2.500 € | |
| Württembergische | 2.000 € | Ab 50 Jahren schon ab 1.000 € |
| Zurich | 2.500 € | Ab 51 Jahren & 1.001 Euro = ärztliches Zeugnis und einiges weiteres |
*Ärztliche Untersuchungen bzw. / oder Arztberichte werden ab folgendem Grenzwert angefordert
5.000 Euro BU-Rente auf einmal als Steuerberater – geht das?
Wenn Du gleich zu Beginn 5.000 Euro monatliche BU-Rente bei nur einem Versicherer absichern willst, ist das ambitioniert. In Einzelfällen klappt das, aber es gibt einiges zu beachten – am besten gehen wir das gemeinsam und gut geplant an.
Empfohlene Vorgehensweise:
- Zuerst das Maximum sichern, das ohne zusätzliche Hürden möglich ist (oft 2.500, teils 3.000 Euro).
- Auf die Policierung dieses ersten Vertrags warten.
- Anschließend beim selben Anbieter den Restbetrag beantragen.
Warum wir diesen Weg dennoch selten favorisieren:
- Die Gesundheitsprüfung wird spürbar umfangreicher (mehr Fragen, längere Abfragezeiträume).
- Häufig entscheidet der Rückversicherer mit – die Annahme wird strenger.
- Ärztliche Untersuchungen können verlangt werden; dabei tauchen mitunter Zufallsbefunde auf, die spätere Anträge erschweren.
- Teilweise werden die Abfragezeiträume ausgeweitet – bei manchen Gesellschaften (z. B. Alte Leipziger) dann nicht mehr „nur“ fünf Jahre, sondern deutlich länger.
Wenn Du eine Zielrente um 5.000 Euro anpeilst, ist die clevere Aufteilung auf zwei Gesellschaften oft der deutlich bessere Weg: weniger Reibung in der Risikoprüfung, mehr Flexibilität bei Nachversicherungen, geringeres Klumpenrisiko. Grundlage bleibt eine saubere, strukturierte Aufbereitung – ohne unnötige Stolperfallen.
Im nächsten Schritt schauen wir uns exemplarisch an, wie erweiterte Gesundheitsfragen bei einzelnen Anbietern (z. B. Alte Leipziger) aussehen können.
Wenig begeistert sind wir auch von Fragen nach Erkrankungen in der Familie. Aus unserer Sicht trägt die Krankheitsgeschichte von Angehörigen kaum zu einer fairen Beurteilung Deiner eigenen BU-Risikosituation bei – eröffnet aber unnötig Raum für Missverständnisse.
Auch für Dich als Steuerberater kann es knifflig sein, die Gesundheitsfragen im BU-Antrag korrekt und vollständig zu beantworten. Die Sorge ist berechtigt: Bei ärztlichen Untersuchungen können plötzlich Themen auftauchen, von denen Du nichts wusstest – etwa unerkannter Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte. Das kann im schlechtesten Fall zu einem unerwarteten Risikozuschlag führen.
Genau deshalb raten wir davon ab, alles auf eine Karte zu setzen und die komplette Zielrente zwingend bei nur einem Versicherer unterzubringen. Sinnvoller – gerade für junge Steuerberater oder Studenten/Examenskandidaten – ist die Aufteilung auf zwei Gesellschaften. So sicherst Du Dir mehr Spielraum für Nachversicherungen, reduzierst das Risiko bei der Risikoprüfung und bleibst langfristig deutlich flexibler.
- Einen praxisnahen Einblick in diese Strategie findest Du in unserem Erfahrungsbericht „Fälle aus der Praxis – so sichern wir hohe Renten in der Berufsunfähigkeitsversicherung ab!“.
7. Die besten Erhöhungsmöglichkeiten für Steuerberater in der BU
Je jünger Du bist und je mehr Karriere Du planst – ob in der Kanzlei, in einer Beratungsgesellschaft oder einfach als gut verdienender Angestellter– desto wichtiger ist dieser Punkt. Die Beitragsdynamik gleicht nur die Inflation aus, nicht aber Gehaltssprünge, der Wechsel in eine größere Einheit oder der Schritt in die Selbstständigkeit.
Mit Nachversicherungen und weiteren Erhöhungsoptionen bleibst Du langfristig flexibel. Viele junge Steuerberater entwickeln mit uns früh eine Art „BU-Nachversicherungsplan“ für die nächsten Jahre.
In den letzten Updates haben viele Versicherer die Anlässe erweitert – teils sind Erhöhungen sogar ohne konkretes Ereignis möglich.
Typische Anlässe für eine BU-Erhöhung als Steuerberater:
- Geburt oder Adoption eines Kindes
- Immobilienfinanzierung fürs Eigenheim
- Modernisierungsdarlehen für selbst genutzte Immobilien
- Berufseinstieg nach Studium/Examen (StB)
- Heirat
- Gehaltserhöhung (meist ab ca. zehn Prozent)
- Stabil steigender Gewinn bei Selbstständigen/Partnern
- Wechsel von Teilzeit in Vollzeit
- Wegfall/Reduzierung von BU-Leistungen aus der bAV
- Erteilung einer Prokura
- Entfristung in ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis
- Wiedereinstieg nach Elternzeit
- Bei vielen Anbietern: anlasslose Erhöhung in den ersten Vertragsjahren
Wichtig:
Meist muss die Erhöhung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ereignis beantragt werden (manche Versicherer setzen sechs Monate). Zudem muss die Anpassung finanziell angemessen bleiben – als grobe Leitplanke gelten rund 60 Prozent Deines Bruttoeinkommens.
So bleibt Deine Absicherung nicht nur heute passend, sondern wächst auch mit, wenn Dein Einkommen steigt.
Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung
- Der große Vorteil der Nachversicherung: Du kannst Deine BU-Rente als Steuerberater erhöhen, ohne erneut eine Gesundheitsprüfung zu durchlaufen.
- Und es ist sogar besser, als es klingt: Bei der Erhöhung werden in der Regel weder neue Hobbys noch geplante Auslandsaufenthalte, Dein Rauchverhalten oder der aktuelle BMI abgefragt – die Anpassung erfolgt ohne Risikoprüfung.
Damit Du schnell siehst, was realistisch ist, zeigen wir Dir direkt, wie hoch die möglichen Erhöhungen Deiner BU-Rente als Steuerberater im Einzelfall ausfallen können:
Erhöhungsmöglichkeiten für Steuerberater in der Berufsunfähigkeitsversicherung – kompakte Übersicht:
| Advigon | 4.500 Euro | Nein | Ja | Nein | max. aber 100 % der Anfangssumme |
| Allianz | 1.500 Euro mtl. Erhöhung über die Laufzeit | Nein | Nein | Ja | Keine Anrechnung der 1.500 Euro bei Erhöhung nach Studium |
| Alte Leipziger | bis zu 2.500 Euro mtl. Erhöhung über Laufzeit | Nein | Nein | Ja | Individuell ggf. weniger, Ereignisse müssen genutzt werden |
| AXA | 3.000 Euro | Nein | Ja | Ja | |
| Baloise (früher Basler) | 4.000 Euro | Ja, bis zu 7.500 Euro | Ja | Ja | In den ersten 12 Jahren maximal das Dreifache der Anfangsrente |
| Barmenia | 2.500 Euro | Nein | Ja | Nein | |
| Bayerische | 4.000 Euro | Ja, bis 6.000 Euro | Ja | Ja | |
| Canada Life | 10.000 Euro (richtig gelesen) | Nein | Ja | Ja | pro Ereignis maximal 50 Prozent & 1.000 Euro (aber bis 10.000 Euro!) |
| Condor | unbegrenzt | Nein | Nein | Ja | Anrrechnung 80 % vom Netto & Dynamik geht nicht über 5.000 Euro |
| Continentale | 2.000 Euro mtl. Erhöhung über die Laufzeit | Nein | Nein | Ja | Pro Ereignis max. 25 % Erhöhung (Ausnahme Berufseinstieg mit 50 %) |
| CosmosDirekt | 2.000 Euro | Nein | Nein | Nein | Pro Ereignis 250 Euro |
| Debeka | 1.000 Euro mtl. über die Laufzeit | Nein | wohl Nein | Ja | max. 75% des Nettogehaltes (!) |
| DEVK | 2.500 Euro | Nein | Ja | Ja | max. aber 100 % der Anfangssumme |
| Dialog | 4.000 Euro | Ja | Ja | Ja | |
| Ergo | 3.500 Euro | Nein | Ja | Ja | maximal aber 1.500 Euro an NVG |
| Europa | 1.500 Euro mtl. Erhöhung über die Laufzeit | Nein | Ja | Ja | Pro Ereignis max. 25 % Erhöhung (Ausnahme Berufseinstieg mit 50 %) |
| Generali | 2.500 Euro | Nein | Ja | Nein | je Ereignis nur 300 Euro |
| Gothaer | 4.000 Euro | Ja, bis zu 7.500 Euro | Ja | Ja | Gibt keine Grenze (weder Alter noch Höhe) |
| Hannoversche | 4.000 Euro | Ja | Ja | Ja | Dynamik endet bei 10.000 Euro |
| Hanse Merkur | 3.000 Euro | Nein | Ja | Nein | max. aber 100 % der Anfangssumme |
| HDI | 3.000 Euro | Ja, bis zu 6.000 Euro | Ja | Ja | Karrieregarantie greift nicht bei den Sonderaktionen |
| HUK-Coburg | 2.500 Euro | Nein | Ja | Ja | Ab Tarif Premium einmalig nach Berufseinstieg bis 3.333 Euro mtl. NVG |
| LVM | 1.000 Euro mtl. Erhöhung über die Laufzeit | Nein | Nein | Nein | |
| LV 1871 | bis zu 4.000 Euro | Ja, Verdopplung bis 8.000 Euro | Ja | Ja | jeder Beruf wird individuell eingestuft, deshalb nicht pauschal bis 4.000 Euro |
| Münchener Verein | 2.000 Euro | Nein | Ja | Nein | |
| Nürnberger | 3.000 Euro | Ja, Verdopplung bis zu 6.000 Euro | Ja | Ja | |
| Signal Iduna | 3.000 Euro | Ja, Verdopplung auf 6.000 Euro | Ja | Ja | |
| Swiss Life | 3.000 Euro | Ja, bis 4.000 Euro | Ja | Jein, es ist kompliziert | Marketing bis 5k bei Humanmediziner |
| Stuttgarter | 3.000 Euro | Ja, Verdopplung bis zu 6.000 Euro | Ja | Ja | max. aber 200 % der Anfangssumme |
| Universa | 2.500 Euro | Ja, bis zu 5.000 Euro | Ja | Ja | |
| Volkswohl Bund | 3.000 Euro | Ja, bis zu 6.000 Euro | Ja | Ja, aber nicht bei Schüler | |
| WGV | 2.500 Euro | Nein | Ja | Ja | max. aber 100 % der Anfangssumme |
| WWK | 600 Euro(!) über die Laufzeit | Nein | Nein | Nein | max. 300 Euro je Ereignis |
| Württembergische | 3.000 Euro | Nein | Ja | Nein | maximal aber 1.000 Euro an NVG |
| Zurich | 2.500 Euro | Nein | Ja | Nein |
Anmerkung: Erhöhungsmöglichkeiten, welche bei Vertragsabschluss oder künftig eine ärztliche Untersuchung / Zeugnis / Hausarztbericht voraussetzten, finden keine Beachtung.
Erhöhungsmöglichkeiten: große Unterschiede – und ein Markt in Bewegung
Zwischen den Anbietern gibt es spürbare Differenzen, was die Erhöhungsoptionen in der BU für Steuerberater angeht. Der Markt bleibt dynamisch, Updates kommen laufend – kaum ein Monat ohne neue oder verbesserte Nachversicherungsregeln.
Ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen (Stand: September 2025):
- Gothaer: Nachversicherungen inzwischen bis 4.000 Euro monatlich möglich, für Kammerberufler bei der Karrieregarantie sogar bis 7.500 Euro
- Alte Leipziger: Seit Januar 2025 wird die Beitragsdynamik nicht mehr auf die maximale Nachversicherung angerechnet.
- Volkswohl Bund: Nachversicherung bis 3.000 Euro, in bestimmten Konstellationen sogar bis 6.000 Euro.
- Universa: Mit den letzten BU-Update deutlich nachgelegt.
- Condor: Die Obergrenze zur Nachversicherung wurde mit dem Update 09 / 2025 komplett abgeschafft, zwei Nachteile sollte man aber kennen.
- Die Dialog führt nun auch eine Karrieregarantie bis 6.000 Euro für alle bzw. 7.500 Euro für Kammerberufler ein
Wir fassen die relevanten BU-Änderungen mehrmals im Jahr im Bierl-Blog zusammen. Zusätzlich gibt’s unseren Jahresrückblick zur BU-Nachversicherung – weil das Thema uns am Herzen liegt. Und wenn Du tiefer einsteigen willst: „Die BU-Nachversicherung in der Praxis bei den Bierls“ zeigt, wie wir das für Steuerberater konkret umsetzen – inklusive laufender Betreuung nach Vertragsabschluss.
Karrieregarantie für Steuerberater – der Booster, wenn die normale Nachversicherung ausgereizt ist
Die Karrieregarantie hat sich in der BU etabliert und ist für Steuerberater besonders spannend. Ursprünglich von der LV 1871 eingeführt, inzwischen auch bei u. a. Nürnberger, Gothaer, Hannoversche, Baloise, Swiss Life, Universa, Stuttgarter, HDI und Signal Iduna zu finden.
Worum es geht bei der Karrieregarantie:
Ist Deine normale Nachversicherung bereits ausgeschöpft, ermöglicht die Karrieregarantie weitere Erhöhungen – oft ohne neue Gesundheitsprüfung – wenn bestimmte Einkommensschwellen erreicht werden. So bleibt Deine Absicherung anschlussfähig, selbst wenn Du an der „alten“ Grenze angekommen bist.
Aktuelle Orientierungswerte:
- Viele Versicherer: Erhöhungen bis insgesamt 6.000 Euro mtl.
- LV 1871 (immerhin Erfinder der Karrieregarantie): je nach Berufseinstufung bis 8.000 Euro mtl.
- Baloise: speziell für Kammerberufe (u. a. Steuerberater) bis 7.500 Euro mtl.
- Canada Life: pauschal bis 10.000 Euro mtl. für alle Berufe
Damit Du den Überblick behältst, bereiten wir Dir im nächsten Schritt eine strukturierte Übersicht zur Karrieregarantie in der BU – speziell für Steuerberater – auf.
Übersicht Karrieregarantie für Steuerberater
| Baloise | 5 Prozent | Ja, aber* | Ja, mind. zwei Jahre | 4.000 Euro | 6.000 Euro / 7.500 Euro für Kammerberufe |
| Bayerische**** | 5 Prozent | Ja, aber* | Ja | 4.000 Euro | 6.000 Euro |
| Dialog | 5 Prozent | Ja | Ja | 4.000 Euro | 6.000 Euro / 7.500 Euro für Kammerberufe |
| Gothaer | 5 Prozent | Ja, aber * | Ja, mind. zwei Jahre | 4.000 Euro | 6.000 Euro / 7.500 Euro für Kammerberufe & Ingenieure |
| Hannoversche | 5 Prozent | Ja, aber** | Nein | 4.000 Euro | 6.000 Euro |
| HDI | 5 Prozent | Ja, aber* | Ja., mind. ein Jahr | 3.000 Euro | 6.000 Euro (nicht bei Sonderaktionen) |
| LV 1871 | 5 Prozent | Ja, aber***** | Nein | bis zu 4.000 Euro | bis zu 8.000 Euro |
| Nürnberger | 5 Prozent | Ja* | Nein | 3.000 Euro | 6.000 Euro |
| Signal Iduna | 5 Prozent | Ja*** | Nein | 3.000 Euro | 6.000 Euro |
| Stuttgarter | 5 Prozent | Nein | Nein | 3.000 Euro | 6.000 Euro |
| Swiss Life | 5 Prozent | Ja, ** | Ja | 3.000 Euro | 4.000 Euro |
| Universa | 250 Euro mtl. Netto | Ja | Ja | 2.500 Euro | 5.000 Euro |
| Volkswohl Bund | 10 Prozent | Ja | Ja | 3.000 Euro | 6.000 Euro |
Ganz schön viel Bewegung, oder? Wenn Du keine extrem steile Karriere planst, kann die Karrieregarantie in Deiner BU oft schon reichen – und zwar mit nur einem einzigen Vertrag. Du musst also nicht zwingend zwei unterschiedliche BU-Verträge abschließen, um langfristig gut aufgestellt zu sein.
Anbieter wie LV 1871, Baloise oder Canada Life bieten innerhalb eines Tarifs bereits viel Flexibilität – für viele Steuerberater ist das vollkommen ausreichend.
Aber: Bist Du sehr jung, peilst größere Karriereschritte an und rechnest zusätzlich mit Kaufkraftverlust durch Inflation, führt an einer Zwei-Vertrags-Lösung langfristig kaum ein Weg vorbei. So sicherst Du Dir mehr Nachversicherungsspielraum – und damit mehr Ruhe für die Zukunft.
8. Wichtige Klauseln für Steuerberater in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Vorweg: Die Bedingungen in der BU haben in den letzten Jahren ein sehr hohes Niveau erreicht – das gilt auch für Steuerberater. Punkte wie der Verzicht auf die abstrakte Verweisung oder ein kurzer Prognosezeitraum sind bei soliden Tarifen längst Standard und kein Alleinstellungsmerkmal mehr.
Befristetes Anerkenntnis – bitte entspannt bleiben
Rund um das befristete Anerkenntnis wird gern viel Wirbel gemacht. In der Praxis ist das Thema meist deutlich weniger dramatisch, als es mancher darstellt. Wer es genauer wissen will, schaut sich am besten unsere nüchterne Einordnung dazu an.
Top-Niveau im Markt – trotzdem kritisch prüfen
Insgesamt ist die Qualität der guten BU-Anbieter heute hoch, echte Fallstricke sind selten. Das hat auch mit Ratings, Tests und Siegeln zu tun – oft im Sinne der Kunden. Gleichzeitig gilt: Die Zahl der „Testsieger“ ist inflationär gestiegen. Verlass Dich deshalb nicht allein auf ein Logo im Prospekt, sondern auf eine unabhängige, fachkundige Beratung, die Deine Situation als Steuerberater wirklich versteht – inklusive Aufgabenprofil, Kanzleistruktur und Einkommensperspektive.
Vorsicht vor Testsiegern und Siegeln in der BU!
- Wir sind ganz ehrlich - wir halten von solchen Testergebnissen wenig bis nichts bzw. Abstand😉.
- Mittlerweile hat sich eine ganze Industrie gebildet an Ratingagenturen oder Vergleichsrechnern mit eigenen Siegeln.
- Das ist ein durchaus lukratives Unterfangen, denn teilweise werden solche Siegel für mehrere tausend, wenn nicht sogar mehrere zehntausende Euro verkauft.
- Aus unserer Sicht gibt es inzwischen viel zu viele "Testsieger" in der Berufsunfähigkeitsversicherung und somit sind Testergebnisse i.d.R. keine Hilfe für den Verbraucher.
- Mehr zu unserer kritischen Betrachtungsweise findest Du unter "Vorsicht vor Testsiegern in der Berufsunfähigkeitsversicherung".
Zurück zu Dir als Steuerberater und Deiner Absicherung der Arbeitskraft. Dass eine sauber aufbereitete Gesundheitshistorie und die technische Gestaltung Deiner Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidend sind, ist Dir vermutlich klar. Daneben gibt es aber ein paar Vertragsklauseln, die Du Dir im Detail ansehen solltest – weil sie je nach Anbieter tatsächlich einen Unterschied machen können.
Konkrete Verweisung: Wie wichtig ist sie für Steuerberater?
Auf den Verzicht der abstrakten Verweisung kannst Du Dich bei modernen BU-Tarifen verlassen – das ist heute Standard. Spannender ist die konkrete Verweisung: Hier geht es darum, ob der Versicherer Dich im Leistungsfall auf eine tatsächlich ausgeübte andere Tätigkeit verweisen darf. Genau diese Regelung kann für Dich als Steuerberater relevant werden und sollte bei der Tarifauswahl bewusst geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen abstrakter Verweisung und konkreter Verweisung?
Im Gegensatz zur abstrakten Verweisung kann ein Versicherer bei der konkreten Verweisung nur dann die Leistung verweigern, wenn du freiwillig eine neue berufliche Tätigkeit aufnimmst, die deiner bisherigen Lebensstellung entspricht.
Konkrete Verweisung: Darum ist sie für Steuerberater vielleicht relevant
Erlaubt ein Versicherer die konkrete Verweisung, kann Folgendes passieren: Du bist als Steuerberater berufsunfähig, nimmst danach aber eine andere Tätigkeit auf – zum Beispiel als Controller oder Unternehmensberater. Übst Du diese neue Tätigkeit tatsächlich aus, könnte der Versicherer die BU-Rente verweigern, weil Du ja wieder arbeitest – nur nicht mehr in der Kanzlei bzw. nicht mehr als Steuerberater.
Genau das sorgt häufig für Unsicherheit: Nur weil Du Deinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kannst, fließen nicht automatisch Leistungen – sofern die konkrete Verweisung in den Bedingungen vorgesehen ist.
Die positive Ausnahme: Verzicht auf konkrete Verweisung
Einige Anbieter verzichten insbesondere für Kammerberufe wie Steuerberater auf die konkrete Verweisung. Dann wirst Du im Leistungsfall ausschließlich an Deiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Steuerberater gemessen; eine „verwandte“ Tätigkeit darf nicht als Ersatz herangezogen werden. Zu den Anbietern, die hier positiv auffallen, zählen zum Beispiel Baloise und Nürnberger, DANV (Deutsche Anwalt und Notarversicherung), die HDI verzichtet bei allen Berufen darauf. Bei spezialisierten Berufsbildern kann das im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.
Wie das konkret formuliert ist, zeigen etwa die Bedingungen der Baloise zur Berufsunfähigkeitsversicherung – dort ist der Verzicht klar geregelt.
Ist die versicherte Person Arzt/Ärztin, Zahnärztin/ Zahnarzt, Tierarzt/Tierärztin, Apotheker:in, Anwältin/ Anwalt, Notar:in, Steuerberater:in oder Wirtschaftsprüfer:in, gilt: Wir verzichten auf eine konkrete Verweisung, wenn die ausgeübte Tätigkeit nicht zur Führung der gleichen Berufsbezeichnung berechtigt. Beispiele: Bei einer Tierärztin verweisen wir konkret nur auf andere Tätigkeiten, die nur von Tierärzten und Tierärztinnen ausgeübt werden dürfen. Bei einem Rechtsanwalt verweisen wir konkret nur auf andere Tätigkeiten, für die man als Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin zugelassen sein muss. Wenn ein vormaliger Rechtsanwalt zum Beispiel als Unternehmensberater tätig ist, verweisen wir nicht auf diese Tätigkeit. Ein Unternehmensberater ist aufgrund seiner Tätigkeit nicht berechtigt, die Berufsbezeichnung als Rechtsanwalt zu führen.
Bei der Nürnberger steht es eigentlich identisch in den Bedingungen:
Ist die versicherte Person Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater und/oder Wirtschaftsprüfer, beschränken wir uns bei einer konkreten Verweisung auf andere für die versicherte Person in diesem konkreten Beruf zulässige Tätigkeiten (d. h. wir verweisen z. B. einen Tierarzt konkret nur auf andere für Tierärzte zulässige Tätigkeiten, einen Rechtsanwalt nur auf andere für Rechtsanwälte zulässige Tätigkeiten, usw.).
Sofern Sie den DANV-Tarif abgeschlossen haben, gilt zusätzlich:
Ist nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums der zuletzt ausgeübte Beruf dem Bereich der rechts-, wirtschafts-, steuerberatenden oder wirtschaftsprüfenden Berufe oder diesen nach Ausbildung, Kenntnissen oder Fähigkeiten gleichzustellenden Berufen zurechenbar, prüfen wir nicht, ob die versicherte Person noch eine andere Tätigkeit wahrnimmt oder wahrnehmen kann. Wir verzichten bei diesem Personenkreis damit auch auf die Möglichkeit der konkreten Verweisung.
Der HDI verzichtet jetzt bei allen Berufen auf die konkrete Verweisung – nicht mehr nur für Kammerberufe wie Steuerberater
Für Bewegung im Markt sorgte der HDI Anfang 2024 mit einem großen Update: Seitdem gilt der Verzicht auf die konkrete Verweisung für sämtliche Berufe – nicht mehr ausschließlich für Kammerberufe wie Steuerberater.
Was heißt das für Dich? Im Leistungsfall prüft der HDI nur, ob Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf als Steuerberater noch ausüben kannst. Ein möglicher Wechsel in eine andere Tätigkeit – selbst wenn er theoretisch denkbar oder praktisch erfolgt – wird nicht genutzt, um die BU-Leistung abzulehnen.
Konkrete Verweisung: Nettes Plus für Dich als Steuerberater – aber kein Muss
Ein Verzicht auf die konkrete Verweisung kann in der BU ein echter Bonus sein – klar. Trotzdem sehen wir ihn eher als kleinen Baustein im Gesamtpaket und nicht als das eine, alles entscheidende Kriterium.
Wenn Dir eine klare Regelung wichtig ist, gibt’s gute Nachrichten: Immer mehr Anbieter verzichten darauf – etwa Baloise, Nürnberger, HDI (alle bereits genannt) und seit Sommer 2024 auch die Bayerische über den Zusatzbaustein „Prestige“.
Die Bayerische: Verzicht über den Baustein „Prestige“
Bei der Bayerischen steckt der Verzicht nicht im Standardtarif, sondern im kostenpflichtigen Zusatz „Prestige“. Der Mehrbeitrag liegt grob bei 18–20 Prozent und umfasst zusätzlich Leistungen wie Sofort- und Eingliederungshilfe. Aus unserer Sicht fair: Wer mehr Leistung will, zahlt dafür – ohne das Kollektiv insgesamt zu belasten. Wichtig: Der Baustein gilt nicht für Schüler, Studenten, Beamte, Richter und Soldaten. Für Dich als praktizierenden Steuerberater ist das unkritisch; als Student wäre es höchstens zu Beginn ein Thema.
Wie relevant ist das in der Praxis?
Einige Versicherer verzichten auf die konkrete Verweisung – häufig gezielt für Kammerberufe wie Steuerberater. Auf dem Papier klingt das stark, in der Realität ist der Mehrwert oft überschaubar. Denn eine Verweisung ist ohnehin nur möglich, wenn die neue Tätigkeit
- Deiner bisherigen Lebensstellung und sozialen Wertschätzung entspricht und
- nicht mit spürbaren Einkommenseinbußen einhergeht.
Wenn Du also als Steuerberater berufsunfähig wirst und später halbtags in einem fachfernen Job aushilfst, ändert das nichts an der BU-Leistung – Status und Vergütung sind schlicht nicht vergleichbar. Selbst Tätigkeiten wie internes Rechnungswesen auf Junior-Niveau oder allgemeine Verwaltung wären in der Regel schwer als gleichwertig durchsetzbar.
Unser Fazit: Der Verzicht auf die konkrete Verweisung ist ein schönes Extra, aber kein zwingendes Muss. Gerade bei Steuerberatern ist eine Verweisung in der Praxis ohnehin selten realistisch. Entscheidend bleiben solide Bedingungen insgesamt – und eine sauber aufgesetzte Absicherung.
Weitere wichtige Klauseln und Bedingungen in der BU für Steuerberater
Zur konkreten Verweisung haben wir ausführlicher geschrieben – jetzt wieder kompakter. Es gibt ein paar zusätzliche Punkte, die für Dich als Steuerberater in der BU relevant sein können:
- Vorsatz im Straßenverkehr: Soll auch grob fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr mitversichert sein?
- Befristetes Anerkenntnis: Vorteil oder Nachteil? Wir beleuchten beide Seiten.
- Teilzeitklausel: Nur Marketing oder echter Mehrwert, wenn Du zeitweise reduzierst?
- DU-Klausel bei möglicher Verbeamtung: Denkst Du an eine Tätigkeit im Beamtentum nach, kann eine Dienstunfähigkeitsklausel spannend werden – teils schon in der Ausbildungsphase. Relevant hierbei ggf. auch der Artikel “Kann man als Student eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen?”.
- Nachversicherung trotz Leistungsfall: Bei vielen Anbietern endet hier die Option. Relevant für Dich?
- Vereinfachtes Prüfverfahren bei schweren Krankheiten: In harten Situationen ein echter Pluspunkt.
- Service im Leistungsfall: Lieber Hotline-Warteschleife oder direkte Erreichbarkeit kompetenter Ansprechpartner?
- Meldepflicht bei gesundheitlicher Besserung: Musst Du Verbesserungen aktiv melden?
- Geplante Selbstständigkeit/Partnerstatus: Wie ist die Umorganisationsklausel geregelt?
- Form der Gesundheitsfragen: Offene Gesundheitsfragen oder klar strukturierte Anträge – was passt Dir besser?
- Auslandsaufenthalte: Gilt der BU- Schutz weltweit – und wie wird im Ausland geprüft?
- Verlängerungsoption bei steigendem Rentenalter: Lässt sich der Vertrag später anheben, falls das gesetzliche Rentenalter steigt?
- Erfahrungen im Leistungsfall: Wie kundenfreundlich (ohne „Kulanzfantasie“) agiert der Versicherer, wenn es ernst wird?
- Finanzkraft des Anbieters: Wie wichtig ist Dir Stabilität und Verlässlichkeit?
- Berufliche Besserstellungsklausel: Relevant bei Karrierewechseln, Stufenaufstieg, Kanzleiwechsel - mehr dazu unter “Übersicht = Die besten beruflichen Besserstellungen in der BU”.
- Ausschlussklauseln: Können sie überprüft oder entfernt werden?
- Dynamiklaufzeit: Endet sie früh (z. B. mit 55) oder läuft sie bis 67?
- Überschussvarianten: Lieber eine Sofortverrechnung oder die Überschussverwendung in Investmentfonds?
- BU-Rente nach Rückkehr des Leistungsfall: Von welcher Rentenhöhe startest Du nach einem Leistungsfall wieder?
Fazit: Das „Mosaik“ Deiner optimalen BU
Es gibt nicht die eine Wunderklausel. Viele kleine Stellschrauben entscheiden gemeinsam, wie gut die BU zu Dir passt – fachlich, beruflich und privat. Für den einen ist Top-Service im Leistungsfall entscheidend, für den anderen faire Nachversicherungsregeln. Manchmal steht die geplante Selbstständigkeit im Vordergrund, manchmal maximale Flexibilität bei Auslandsphasen. Und am Ende spielt Deine Gesundheitshistorie eine zentrale Rolle: Wie die Risikoprüfung sie bewertet, bestimmt oft, welche Lösungen realistisch sind.
Kurz: Die BU für Steuerberater ist kein Standardprodukt. Sie sollte ein individueller Schutzschild sein – sauber geplant, Schritt für Schritt, passgenau für Dich.
9. So setzen sich die Beiträge für Steuerberater in der BU zusammen
Wenn Du als Steuerberater über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenkst, sollte der Monatsbeitrag nicht das einzige Kriterium sein. Ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis ist wichtig – genauso wichtig ist aber, Deinen Platz im Marktvergleich einzuordnen, vor allem wenn bereits Angebote vorliegen.
Zur Orientierung zeigen wir Dir zwei typische Beispielkonstellationen. Zusatzbausteine wie garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall, Arbeitsunfähigkeitsklausel oder Pflegeoptionen lassen wir bewusst außen vor, damit der Vergleich sauber bleibt. Kalkuliert wird mit Endalter 67 und Nichtraucherstatus.
Die zwei Szenarien:
- Student Betriebswirtschaft mit 20 Jahren (Studiengang Steuerrecht bietet nicht jeder Versicherer an, deshalb BWL)
- Selbstständiger Steuerberater mit 35 Jahren und einem Bachelorabschluss
So bekommst Du eine realistische Einschätzung, in welchen Beitragsspannen Du Dich bewegst – ohne Schnickschnack, mit Fokus auf das Wesentliche.
Beispiel: Selbstständiger Steuerberater (35 Jahre) mit 2.500 Euro monatlicher BU-Rente
| Gesellschaft | Tarif | Nettobeitrag | Bruttobeitrag |
|---|---|---|---|
| Universa | SBU Exklusiv | 69,34 Euro | 100,50 Euro |
| Baloise | 71,00 Euro | 94,66 Euro | |
| HDI | Ego Top HBV26 | 74,17 Euro | 98,90 Euro |
| Condor | C80 basic | 75,89 Euro | 108,42 Euro |
| Dialog | SBU-professional | 76,31 Euro | 113,90 Euro |
| Ergo | BU-Komfort | 76,36 Euro | 76,36 Euro |
| Hannoversche | SBU Premium | 76,84 Euro | 102,46 Euro |
| DANV | BU-Komfort | 78,30 Euro | 118,64 Euro |
| Münchener Verein | Deutsche Handwerker Versicherung | 79,42 Euro | 113,45 Euro |
| Bayerische | Protect | 79,91 Euro | 125,53 Euro |
| Volkswohl Bund | SBU | 81,50 Euro | 119,86 Euro |
| Stuttgarter | BUV-Plus (Tarif 91) | 82,74 Euro | 118,20 Euro |
| Continentale | PremiumBU PBU | 83,32 Euro | 138,86 |
| Swiss Life | SBU (Tarif 120) | 83,63 Euro | 130,67 Euro |
| LV 1871 | Golden SBU | 83,67 Euro | 126,78 Euro |
| Canada Life | Berufsunfähigkeitsschutz | 85,61 Euro | 85,61 Euro |
| Zurich | Schutzbrief | 88,89 Euro | 118,52 Euro |
| Allianz | BU Komfort | 92,41 Euro | 120,57 Euro |
| Hanse Merkur | Profi Care | 93,42 Euro | 121,33 Euro |
| Gothaer | BU25 Premium | 93,60 Euro | 126,50 Euro |
| AXA | ALVSBV | 93,67 Euro | 139,28 Euro |
| Generali | Berufsunfähgkeits-Police | 93,93 Euro | 153,99 Euro |
| Nürnberger | BU4Future Komfort | 94,20 Euro | 140,50 Euro |
| DEVK | L BU | 96,12 Euro | 141,36 Euro |
| Alte Leipziger | SecurAL BV10 | 98,03 Euro | 125,69 Euro |
| Signal Iduna | Comfort SI Worklife Exklusiv-Plus | 100,98 Euro | 155,35 Euro |
| CosmosDirekt | Premium-Schutz | 101,34 Euro | 135,11 Euro |
| HUK-Coburg | SBU Premium | 104,20 Euro | 173,66 Euro |
| Interrisk | AVB XL | 106,68 Euro | 142,24 Euro |
| Württembergische | BURV | 107,56 Euro | 148,80 Euro |
Es zeigt sich, dass die Preisspanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter für Steuerberater bei über 50 Prozent liegt. Bemerkenswert ist dabei, dass die preiswerteren Anbieter oft sogar die besseren Leistungen und die vorteilhafteren Vertragsbedingungen bieten.
BWL-Student mit 20 Jahren und dem Wunsch nach 1.000 Euro Absicherung (bzw. idealerweise aufgeteilt ja auf zwei Versicherer mit je 2*1.000 Euro)
| Gesellschaft | Tarif | Nettobeitrag | Bruttobeitrag |
|---|---|---|---|
| Stuttgarter | BUV-Plus (Tarif 91) | 25,12 Euro | 35,89 Euro |
| Bayerische | Protect | 25,16 Euro | 39,62 Euro |
| Swiss Life | SBU 4U (Tarif 122) | 25,54 Euro | 39,91 Euro |
| HDI | EGO Top HBV26 | 27,07 Euro | 36,10 Euro |
| Baloise | 27,71 Euro | 36,94 Euro | |
| Volkswohl Bund | SBU | 28,03 Euro | 41,22 Euro |
| Condor | C80 basic | 28,29 Euro | 40,41 Euro |
| LV 1871 | Golden SBU | 28,41 Euro | 43,04 Euro |
| Dialog | SBU-professional | 28,45 Euro | 42,47 Euro |
| Allianz | BU Komfort TBUU | 28,76 Euro | 37,35 Euro |
| Signal Iduna | Comfort SI Worklife Exklusiv-Plus | 28,95 Euro | 44,54 Euro |
| AXA | ALVSBV | 29,29 Euro | 43,54 Euro |
| Canada Life | Berufsunfähigkeitsschutz | 29,52 Euro | 29,52 Euro |
| Interrisk | ABV XL | 29,55 Euro | 39,40 Euro |
| Gothaer | BU25 P Premium | 30,00 Euro | 40,60 Euro |
| Nürnberger | BU4Future Komfort | 30,82 Euro | 45,90 Euro |
| Universa | SBU Exklusiv | 31,09 Euro | 45,06 Euro |
| Continentale | PremiumBU PBU | 31,32 Euro | 52,20 Euro |
| Alte Leipziger | SecurAL BV10 | 32,26 Euro | 41,37 Euro |
| CosmosDirekt | Premium-Schutz | 32,38 Euro | 43,18 Euro |
| Ergo | Komfort | 32,58 Euro | 49,37 Euro |
| Württembergische | BURV | 33,70 Euro | 46,22 Euro |
| Hannoversche | SBU Premium | 34,08 Euro | 45,44 Euro |
| Zurich | Schutzbrief | 34,44 Euro | 48,51 Euro |
| HUK-Coburg | SBU Premium | 35,30 Euro | 58,83 Euro |
| Hanse Merkur | Profi Care | 38,17 Euro | 49,57 Euro |
| Münchener Verein | Deutsche Handwerker Versicherung | 44,85 Euro | 65,00 Euro |
| Generali | Berufsunfähigkeits-Police | 53,95 Euro | 83,00 Euro |
Auch hier beobachten wir denselben Effekt - die selbe Absicherungssumme, aber massiv unterschiedliche Prämien. Nicht nur von über 50 Prozent, sondern sogar dem doppelten.
Kurz und knapp: Der Beitrag für Deine BU ist überall gleich – egal, ob Du über uns, ein Vergleichsportal wie Check24 oder direkt beim Versicherer abschließt. Es gibt keinen versteckten Preisvorteil. Die Abschlusskosten sind in allen Wegen identisch. Der Unterschied: Bei uns bekommst Du zusätzlich unser Know-how, saubere Aufbereitung und echte Begleitung – vom Antrag bis zum Leistungsfall.
Als Student bis zum Berufseinstieg warten?
Unsere klare Empfehlung: Nein – schließe die BU möglichst früh im Studium ab.
- Unerwartete Diagnosen oder missverständliche Arzteinträge können später Abschluss und Beitrag verschlechtern.
- Budget knapp? Starte mit kleiner Rente und starken Erhöhungsoptionen; notfalls Einsteiger-/Startertarif (besser als gar keine Absicherung – auch wenn wir keine Fans sind).
- Mehr Hintergründe: „BU noch als Student abschließen?“
Was Du als Steuerberater zur Beitragsstabilität Deiner BU wissen solltest
Ein Punkt mit großer Wirkung wird oft unterschätzt: die Entwicklung des Beitrags über die gesamte Laufzeit. Der im Antrag ausgewiesene Nettobeitrag (also der tatsächlich zu zahlende Beitrag) ist nicht garantiert. Er kann sich jährlich verändern – bis maximal zum sogenannten Bruttobeitrag. Der Bruttobeitrag ist die vertraglich festgelegte Obergrenze.
Eine aktuelle Ausnahme bildet die Canada Life: Dort ist der Zahlbeitrag fix, es gibt keinen Unterschied zwischen Netto und Brutto. Das bringt Planungssicherheit, hat im Detail aber eigene Feinheiten, die man kennen sollte.
Die meisten anderen Versicherer haben den §163 VVG zwar vertraglich ausgeschlossen (theoretisch würde er Beitragserhöhungen über den Bruttobeitrag hinaus erlauben). Manche Anbieter – etwa Swiss Life, Zurich, Dialog (als separater Baustein) oder Universa – stellen zusätzlich klar, dass über den Bruttobeitrag hinaus nicht erhöht wird.
Einen alternativen Ansatz fährt die Gothaer mit der Invest BU: Ein Teil des Beitrags wird fondsgebunden angelegt. Je nach Entwicklung kann das zu Beitragssenkungen oder einer stabileren Kalkulation beitragen. Für junge Steuerberater mit langer Laufzeit spannend – aber naturgemäß mit etwas Schwankungsbreite.
Ein einfacher Spartipp: Jahreszahlung prüfen
Unspektakulär, aber wirksam: Viele Gesellschaften gewähren bei jährlicher Zahlweise bis zu rund fünf Prozent Nachlass. Wenn der Cashflow es zulässt, rechnet sich das über die Jahre.
Beitragsstabilität: Nicht jeder Anbieter war hier immer sattelfest
Ein Blick zurück zeigt: Einige Gesellschaften sind mit zu günstigen Tarifen gestartet und mussten später kräftig erhöhen. Prominent war die WWK mit Anpassungen 2016 und 2018 – besonders akademische Berufe waren zuvor sehr knapp kalkuliert. Auch große Namen wie Generali reduzierten zwischenzeitlich Überschüsse, was sich spürbar auswirkte. Die Hanse Merkur musste Mitte der 2010er ebenfalls nachjustieren.
Der BU-Markt steht (bald) unter Druck
Beiträge wirken oft günstig, die Kalkulation ist bei manchen Anbietern aber sehr eng. Entsprechend sehen wir mehr Kooperationen und Bestandsübernahmen, um Synergien zu heben und Risiken zu verteilen. Beispiel: Der BU-Bestand der Barmenia ging zur Gothaer; im Gegenzug wechselte Krankenversicherungsgeschäft in die andere Richtung. Solche Bewegungen zeigen: Der Markt bleibt in Bewegung, zudem wird wohl die Nürnberger von der Interrisk bzw. deren Mutter VIG übernommen und auch die Baloise schließt sich mit der Helvetia zusammen.
Unser Appell an Dich als Steuerberater
Preis ja – aber nicht als einziges Kriterium. Du würdest dir vermutlich auch nicht den billigsten Laptop kaufen, wenn er nach zwei Jahren schlappmacht. Genauso bei der BU: Entscheidend sind ein starkes Bedingungswerk, verlässliche Kalkulation, solide Finanzkraft und eine Beratung, die Deine Situation wirklich abbildet – vom Kanzleialltag bis zur Perspektive als Partner oder Selbstständiger.
Am Ende sicherst Du Deine berufliche Existenz ab. Da zählt Verlässlichkeit mehr als der letzte Euro. Lieber ein paar Euro mehr im Monat und dafür ruhiger schlafen. Genau darauf zielen wir ab: eine BU, die langfristig funktioniert – nicht nur auf dem Papier.
Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!
Jetzt BU-Angebot speziell für Steuerberater sichern. Starte mit uns eine anonyme Risikovoranfrage und finde die passende BU-Versicherung, die wirklich zu Dir passt.
✅ Unabhängig, persönlich & kostenlos.
10. FAQs - die wichtigsten Fragen zur BU für Steuerberater
Das Versorgungswerk zahlt nur bei 100 % Berufsunfähigkeit, wogegen die private BU schon ab 50 % Leistungsfähigkeitseinschränkung zahlt. Außerdem wird die Höhe der Leistung über das Versorgungswerk oft nicht ausreichen, um Lebensstandard und laufende Kosten zu decken.
Statistisch dominieren psychische Faktoren wie Depressionen oder Angststörungen (~ 34 %). Gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats (~ 19 %), Krebs (~ 17 %), Herz-Kreislauf (~ 6 %) und Unfällen (~ 7 %).
Unsaubere oder ungenaue Angaben können im Leistungsfall zu einer Leistungsverweigerung wegen tätlicher Falschangabe führen. Eine sorgfältige, strukturierte Darstellung schützt Dich vor Verweigerungen aufgrund formaler Stolpersteine.
Ja – Aktionen bei HDI, Allianz oder LV 1871 bieten verkürzte Fragen. Sie sparen Aufwand und Risiko, insbesondere bei unauffälligem Gesundheitszustand. Jedoch gelten hier oft Limits bei Absicherungshöhe und Nachversicherungsmöglichkeiten.
Weil maßgeschneiderte Bausteine wie Beitrags- und Leistungsdynamik, Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU-Klausel), Einmalzahlungen im Leistungsfall (z. B. Cash+) oder Karrieregarantie langfristig wertvolle Flexibilität bieten, gerade bei Gehaltssteigerungen.
Richtwert: ca. 60 % Deines Bruttoeinkommens, also bei 100.000 € rund 5.000 €/Monat. Einige Anbieter erlauben sogar höhere BU-Renten oder haben besonders großzügige Grenzen.
Für moderate BU-Renten (z. B. 2.500 €) liegt die Grenze, ab der oft Untersuchungen erforderlich werden, bei etwa 2.500–3.000 €. Wichtig ist, gezielt Anbieter zu wählen, die solche Schwellen hoch oder flexibel ansetzen. Empfehlenswert ist eine Aufteilung der BU-Rente auf 2 Versicherer, so kann die ärztliche Untersuchung umgangen werden.
Wenn Du eine hohe BU-Rente anpeilst. So gehst Du unter Schwellen für Gesundheitsuntersuchungen, behältst Flexibilität bei Nachversicherungen und minderst das Risiko durch Rückversicherer.
Weil sie längere Krankschreibungen (z. B. Burnout oder Long COVID) abfedert, auch wenn die 50 %-Grenze einer Berufsunfähigkeit formell noch nicht erreicht ist. Bei diesem Berufsbild oft essenziell – und ermöglicht eine einfachere Leistungsauslösung.
Du profitierst von:
- Anonymen Voranfragen statt überhasteter Anträge,
- Direkten Ansprechpartnern in der Risikoprüfung ohne standardisierte Postfächer,
- Maßgeschneiderten BU-Kombinationen statt 08/15-Angeboten,
- Langfristiger Planung – von Studierendenbeginn bis zur Kanzlei‑Selbstständigkeit.
Also zögere nicht: Gemeinsam gestalten wir deine individuelle Absicherung der Arbeitskraft – strukturiert, klar und verlässlich. Sag einfach Bescheid!
11. Fazit zur BU-Beratung für Steuerberater
Wir möchten, dass Dir unsere Seite als praxisnaher Wegweiser dient – mit Informationen, die Du in dieser Tiefe und Klarheit nicht an jeder Ecke findest. Gerade wenn Du noch im Studium bzw. auf dem Weg zum Steuerberaterexamen bist oder am Anfang Deiner Laufbahn stehst, lohnt sich eine fundierte Auseinandersetzung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Unsere Erfahrung zeigt leider immer wieder: Gerade angehende Akademiker mit guten Einkommensaussichten werden früh von Vertrieben angesprochen, die auf schnelle Abschlüsse statt auf langfristige Qualität setzen. Beliebt sind dann Produkte, die auf den ersten Blick solide wirken – etwa Kombinationen aus Basisrente und BU. Was im Gespräch „steuerlich sinnvoll“ klingt, entpuppt sich in der Praxis oft als unflexibel. Bekannt sind solche Lösungen z. B. von der Allianz oder aus älteren Tarifgenerationen der Alten Leipziger.
Spätestens wenn sich Deine Lebensumstände ändern – Auslandseinsatz, Kanzleiwechsel, Einstieg in die Selbstständigkeit, Gehaltssprünge – zeigt sich, ob Deine Absicherung wirklich zu Dir passt oder nur ein Schema-F-Vertrag ist.
Berufsunfähigkeitsversicherung für Steuerberater ist kein Produkt von der Stange
Sie muss Deine aktuelle Situation abbilden und künftige Entwicklungen mitdenken. Genau deshalb nehmen wir uns Zeit für Deine Gesundheitshistorie, Deine Pläne und Dein konkretes Aufgabenprofil – ob Du noch studierst, frisch ins Berufsleben startest oder bereits Verantwortung als angestellter oder selbstständiger Steuerberater trägst. Wir begleiten Dich strategisch, transparent und ohne Verkaufsdruck. Eine BU ist keine Schnellentscheidung, sondern ein zentraler Baustein Deiner finanziellen Lebensplanung.
So kommst Du zur passenden BU-Versicherung bei uns
Folgende Schritte kannst bereits vor dem ersten Kontakt mit uns schon selbständig durchführen:
- Risikovoranfragebogen 📑 - Bitte herunterladen und ausfüllen.
- Gesundheitsdatenbeiblatt 📑 - Bitte herunterladen und ausfüllen.
- Vorab Datenschutzerklärung 📑 - Bitte herunterladen und unterzeichnen.
- Neukundenregistrierung - Registriere Dich in unserem Kundenportal simplr und lade die drei Dokumente aus 1.-3. (& ggf. weitere ärztliche Unterlagen) als PDF hoch. Mehr zur simplr-Registrierung. Bitte keine einzelnen Seiten hochladen und pro Vorgang/Dokument ein PDF mit der korrekten Bezeichnung. Mehr zum Dokumentenupload.
- Schick uns bitte eine kurze Info per Mail oder über unser Kontaktformular, wenn Du Schritt 4. erledigt hast. Wir prüfen Deine Unterlagen (i.d.R. innerhalb von 48 h) und melden uns bei Dir.
Wichtige Hinweise:
- Bitte schicke uns keine Unterlagen per Mail, sondern nur über unser Kundenportal simplr. Hier sind Deine sensiblen Daten zu 100 % geschützt.
- Falls Du größere Zweifel an Deiner "Versicherbarkeit" aufgrund von Vorerkrankungen hast, schreib uns bitte vorher eine kurze Mail oder ruf uns an. Wir können inzwischen sehr gut abschätzen, ob sich die Mühen lohnen.
- Wir sind auf Deine aktive Mitarbeit angewiesen und erwarten auch ein gewisses Maß an Menschlichkeit. Lies Dir bitte unsere Spielregeln zur Beratung in der Berufsunfähigkeitsversicherung durch🙏.
- Eine ausführlichere Beschreibung der Schritte findest Du unter unser Ansatzweg & Vorgehensweise zur passenden BU-Versicherung.
Passen die Bierls für Dich als Steuerberater im BU-Prozess?
Wenn Du prüfen willst, ob wir die richtigen Ansprechpartner für Deine Berufsunfähigkeitsversicherung als Steuerberater sind, nimm Dir gern Zeit und schau Dich in Ruhe bei uns um. Lies Dich durch unsere Fachartikel, wirf einen Blick auf die Bewertungen und entscheide, ob unsere Arbeitsweise zu Dir passt.
Falls Du in anderen Versicherungsbereichen noch keinen festen Ansprechpartner hast, unterstützen wir Dich ebenfalls als freier Versicherungsmakler. Unser Ansatz folgt dem Ärztehaus-Prinzip: Für jedes Thema gibt es spezialisierte Kollegen – denn niemand berät überall „gleich gut“.
Der Autor dieses Artikels (Tobias) konzentriert sich ausschließlich auf die Berufsunfähigkeitsversicherung – deshalb findest Du zu anderen Sparten bei uns keine Romane. Für Themen wie Haftpflicht, Rechtsschutz, Wohngebäude oder Krankenversicherung haben wir eigene Spezialisten im Hintergrund.
Unsere größte Sichtbarkeit haben wir bewusst in der BU-Beratung für Akademiker und Kammerberufe aufgebaut. Nicht, weil es „hip“ ist, sondern weil wir hier besonders tief einsteigen. Für Dich als Steuerberater bedeutet das: kein oberflächliches Gespräch und kein Klick-Vergleich in 5 Minuten, sondern eine strategische Begleitung – von der sauberen Gesundheitsaufbereitung über anonyme Voranfragen bis zur Auswahl passender Tarifdetails.
Warum wir gern mit Steuerberatern arbeiten
Kurz gesagt: Die Zusammenarbeit passt oft einfach. Struktur, Fakten, saubere Dokumentation – das sind auch Deine Werkzeuge im Alltag. Unsere Vorgehensweise mit klaren Spielregeln, fundierter Risikoprüfung und realistischen Einschätzungen wird von Steuerberatern in der Regel nicht nur akzeptiert, sondern geschätzt.
Wenn Du bereit bist, aktiv mitzuarbeiten, für die Aufbereitung etwas Geduld mitbringst und eine langfristig stabile Lösung willst, bist Du bei uns sehr wahrscheinlich richtig. Melde Dich über die bekannten Wege – wir freuen uns darauf, Dich kennenzulernen und Deine Absicherung der Arbeitskraft sauber und zukunftsfest aufzustellen.












