Direkt aus der Praxis: Ärztliche Atteste und Stellungnahmen in der Berufsunfähigkeitsversicherung!

Bei der intensiven Aufarbeitung der eigenen Gesundheitshistorie kommen Dir evtl. ab und zu manche Diagnosen sprichwörtlich „spanisch“ vor. Diese würden zu größeren Komplikationen bei der Antragsstellung führen. Oder es gibt einfach einige Vorerkrankungen, welche klargestellt werden sollten. Das typische Beispiel sind hier einmalige Wirbelsäulenbeschwerden vor einigen Jahren. Reicht man diese Diagnose ganz normal in der Antragsstellung ein, gibt es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Ausschlussklausel für die Wirbelsäule in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Deshalb sollte man einen anderen Weg gehen, den wir Dir jetzt gerne erklären.

Wir wissen selber, dass die folgende Vorgehensweise durchaus zeitintensiv ist, aber hey – es geht um nichts anderes als um die wohl wichtigste Versicherung in Deinem Leben. Immerhin ist Deine Arbeitskraft gerne mal mehrere Millionen Euro auf Dauer wert. Da sollte somit bei der Antragsstellung unbedingt Sorgfalt vor Schnelligkeit gehen.

Aktuelle ärztliche Stellungnahmen & ärztliche Atteste in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind für uns in der Praxis extrem wichtig. Bei ca. jedem zweiten Antrag schicken wir nach Durchsicht der Unterlagen unsere Interessenten nochmals zum Arzt. Erst dann kann oftmals eine qualitativ hochwertige Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgen. Auch deshalb bekommen wir Annahmequoten in der BU, welche über dem Marktdurchschnitt liegen. Wobei wir Personen, welche den Arm unter dem Kopf tragen, leider trotzdem nicht mehr versichern können. Wir können unser Bestes geben, aber Zauberer sind wir auch nicht...

Wie sehen ärztliche Stellungnahmen für die Berufsunfähigkeitsversicherung in der Praxis aus?

Unsere Interessenten schätzen es, dass wir nicht um den heißen Brei herum reden, sondern direkt aus der Praxis berichten. Von daher ein kurzer Einblick, wie ärztliche Atteste aussehen können – es sind alles echte Praxisfälle gewesen, welche anschließend mit einer normalen Annahme endeten. Nimm Dir das bitte als ungefähres Beispiel, wenn Du mit dem Arzt redest. Wichtig: Solche ärztlichen Atteste müssen oft aus eigener Tasche gezahlt werden. Diese 10-30 Euro sollten Dir aber auf jeden Fall wert sein!

Wichtig wäre immer, dass Du den Arzt auf folgenden Inhalt hinweist:

  • Wann war die Diagnose und die Behandlung?
  • Warum gab es die Erkrankung?
  • Wie wurde behandelt?
  • Wann war die Erkrankung / Diagnose wieder ausgeheilt und alles in Ordnung?

Nach diesem Schema solltest Du den Arzt bitten, dass er die Stellungnahme verfasst.

1. Ärztliches Attest bei Knicksenkfuß, Lumbalgie usw.

Hier hatte unsere Anfragestellerin zur Berufsunfähigkeitsversicherung mehrere Arztbesuche zwecks der unten genannten Diagnosen. Mit diesem Attest erhöht sich die Chance auf eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung natürlich enorm.

2. Diagnose Chronisches Rückenleiden 2016 in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch das taucht wieder gerne in den ärztlichen Untersuchungsberichten auf. Chronisches Rückenleiden, obwohl man nur einmal beim Arzt gewesen ist. Hier hat es ein anderer Arzt (da der Interessent mittlerweile von Hamburg nach München gezogen ist) wieder richtig gestellt.

Das Ergebnis war eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung trotz attestierten Chronischen Rückenbeschwerden. Hätte man den Antrag (oder auch die Risikovoranfrage) einfach so eingereicht, dann wäre uns das sicherlich um die Ohren geflogen (= Ablehnung). Natürlich braucht man dann aber auch eine Risikoprüfung bei den Gesellschaften, welche individuell und sauber prüft. Das sind nicht mehr viele am Markt….

3. Diagnose „Bösartiges Leiden der Haut – Schwierig in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Derselbe Interessent hatte eine weitere Diagnose in der Patientenakte stehen, die nicht ganz sauber ist. „Bösartiger Befund der Haut“. Dies war aber niemals der Fall und somit musste es kurz klar gestellt werden, wie man an folgendem Schreiben sieht:

4. Panikstörung in der Berufsunfähigkeitsversicherung & ärztliche Stellungnahme

Ein BU-Interessent hatte kurz vor dem Abschluss die Diagnose „Panikstörung“. Reicht man es so ein, gibt es mit nahezu 100 %tiger Wahrscheinlich eine Ausschlussklausel für die Psyche. Deshalb bat er den Arzt, dies etwas zu konkretisieren:

Es handelte sich hierbei schlichtweg um eine Spritzenphobie (wer mag die schon gerne…), wurde aber als Panikstörung abgerechnet. Im Leistungsfall in der Berufsunfähigkeitsversicherung wäre ihm das sicherlich vor die Füße gefallen. Klar, es war wieder etwas aufwendig, dass man hier diese ärztliche Stellungnahme bekam, aber dafür passt der Deckel jetzt zu 100 % auf den Topf!

5. Bluterkrankheit & Knieschmerzen

Und auch hier wieder ein Beispiel. In den ärztlichen Unterlagen steht, dass eine Bluterkrankheit vorliegt. Zudem hat sich der Interessent kurz vor der Risikovoranfrage eine neue Bandage für den Meniskusriss von vor 3 Jahren verschreiben lassen. Das ist alles nicht gut und musste klar gestellt werden. Glücklicherweise hat der Arzt ordentlich mitgearbeitet und ein sehr gutes Attest herausgeschrieben:

Ohne diese Stellungnahme wäre der Schuss nach hinten losgegangen, Ablehnung wäre im Bereich des Möglichen gewesen, mit etwas Glück maximal Ausschluss. So konnte und wurde er aber normal versichert.

6. Mittelhandbruch – Bestätigung über die Ausheilung

Nach einem kleinen Unfall gab es 2013 einen kurzen stationären Aufenthalt zwecks einer gebrochenen Hand. Der Arzt stellte in seinem Attest fest, dass der Bruch folgenlos ausgeheilt ist. Auch ansonsten hilft so eine Stellungnahme immer sehr, sehr gut wie z. B. mit „Es bestehen keine relevanten Vorerkrankungen“.

7. Allgemeines Attest vom Hausarzt für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Ab und zu sind Hausärzte oftmals sehr direkt und schreiben für die Versicherung nur folgendes kurzes Statement heraus:

Dies ist oft sinnvoll, wenn es viele einzelne & kleine Diagnosen in der Abrechnung gibt. Bevor man also jede einzelne Abrechnung zerlegt, kann man es auch so formulieren. Nicht der Idealzustand, aber wenn keine erheblichen Vorerkrankungen vorliegen, kann dies evtl. genügen. Besonders bei einem theoretischen Leistungsfall wäre dies sehr sinnvoll – immerhin hat ja der Arzt festgestellt, dass es keine chronischen Erkrankungen gibt & man auch nicht regelmäßig in ärztlicher Behandlung ist. Das geht aber natürlich nur, wenn man nicht neben dem Hausarzt noch zu gefühlt 17 anderen Ärzten rennt, sondern sich vor allem nur beim Hausarzt in den letzten Jahren behandeln ließ ;).

8. Ärztliche Stellungnahmen bei Augendiagnosen für die Berufsunfähigkeitsversicherung

2014 gab es die Diagnose „Verdacht auf Bindehauttumor und gesichertem Fremdkörpergranulom“. Hätte man dies jetzt einfach so in der Risikovoranfrage angegeben, so wäre ein Ausschluss für die Augen gewiss gewesen. Mit etwas Arbeit (=nochmaligem Arztbesuch) gab es aber eine supernette Stellungnahme, was anschließend den Berufsunfähigkeitsversicherer veranlasste, eine normale Annahme durchzuführen.

9. Schultergelenksverletzung – Wie sollte man in der Berufsunfähigkeitsversicherung damit umgehen?

Derselbe Interessent hatte im Jahr 2014 auch noch eine erhebliche Schultergelenksverletzung. Der BU-Versicherer rätselt dann natürlich, ob diese noch besteht. Klar, man kann durch eine Eigenerklärung angeben, dass einem nichts mehr fehlt und alles verheilt ist. Diese eigene Stellungnahme genügt aber nicht jeder Gesellschaft & besser wäre natürlich ein ärztliches Attest in dieser Sache.

So stellte sich der BU-Interessent wieder beim Arzt vor, welcher ihm attestierte, dass er behandlungs- und beschwerdefrei sei. Optimal, sagen wir mal dazu ;-)

10. BWS & LWS Syndrom und Fußfehlstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung – Klar stellen mit Risikovoranfrage

Auch hier wieder – vor ca. 3-4 Jahren gab es einige Arztbesuche unserer Interessentin zwecks der oben genannten Beschwerden. Diese fallen uns sprichwörtlich vor die Füße, wenn wir das nicht näher erläutern würden. Der zuständige Arzt hat hier eine tolle Stellungnahme fabriziert. Zwei Gesellschaften (Volkswohl Bund und LV 1871) wollten daraufhin noch einen eigenen Fragebogen, aber danach wurde eine normale Annahme attestiert. So soll es sein ;-).

11. Und wieder ein Klassiker – Schulterverletzung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Hatten wir oben schon mal, aber diese Anfragen kommen immer wieder. Unglücklicherweise hatte dieser Interessent ca. 2 Monate vor der Risikovoranfrage eine nicht unerhebliche Schulterverletzung. Würden wir dies ohne nähere Infos weitergeben, wird mit 100%tiger Wahrscheinlich eine Ausschlussklausel folgen.

Somit musste er nochmals zum Arzt gehen, welcher ihm eine „restitutio ad integrum“ attestierte. Da mussten wir jetzt auch erst einmal googeln, was dies denn genau heißt ;). Übersetzt aus dem lateinischen heißt dies aber „Abheilung einer Erkrankung ohne bleibende Schäden“. Somit alles im grünen Bereich und es erfolgte eine normale Annahme. Bei einem weiteren angefragten Unternehmen gab es aber dennoch die Ausschlussklausel für die Schulter. Hier sah unser Interessent wieder, wie wichtig Risikovoranfragen schlichtweg in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind.

12. Viele strittige einzelne Punkte – u.a. ein hoher Blutdruck

Vor einer längeren Reise wurde wohl wegen der Aufregung ein hoher Blutdruck gemessen. Zudem gab es viele weitere einzelne Diagnosen, welche eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung auf den ersten und auf den zweiten Blick für sehr schwierig machen würden. Nachfolgendes ärztliches Attest wäre natürlich der absolute ideale Zustand – wenn Du also auch die eine oder andere unklare Vorerkrankung hast, dann lass Dir so etwas ausstellen. Dann sieht es mit der Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung oder Privaten Krankenversicherung gleich rosiger aus. Klar, der Arzt muss etwas mitspielen, aber mit Bitten und Betteln und Deinem Charme dürfte das schon im Bereich des Möglichen sein ;-).

13. Hals- und Nackenverspannung im letzten Jahr – ein Problem in der BU

Würde man die „Hals- und Nackenverspannung“ von vor einem Jahr einfach so einreichen im Antrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung, könnte es zu durchaus größeren Problemen kommen. Auch eine Risikovoranfrage kann wahrscheinlich noch kein endgültiges Votum geben, tendenziell wird eher eine Ausschlussklausel kommen als eine normale Annahme. Von daher heißt es wieder – sauber aufbereiten und kurz ein ärztliches Statement einholen.

Gut ist hier natürlich auch das Statement, dass es keine sonstigen chronischen Vorerkrankungen gibt.

14. Wirbelsäulenbeschwerden über Jahre abgerechnet in der Krankenakte

Ganz krasse Fälle gibt es auch wieder. Dies war uns damals sogar einen eigenen Blogartikel wert mit „Abrechnungsfehler des Arztes in der Patientenakte? Zufall oder Absicht?“, welcher auch medial wahrgenommen worden ist. Hier handelte es sich um eine Diagnose aus dem Jahre 2002 (!!), welche immer wieder abgerechnet wurde. Bei jedem Arztbesuch. Denk Dir Deinen Teil darüber bitte selber… Dies musste jetzt klargestellt werden, sonst wäre die Ausschlussklausel für die Wirbelsäule so sicher gewesen wie das Amen in der Kirche. Selbiges kommt definitiv immer ;-).

Wenigstens war der Arzt hier etwas einsichtig und bat um Entschuldigung für die fehlerhafte Übermittlung der Daten. Ein weiteres Fass haben wir und der Interessent jetzt nicht aufgemacht (Stichwort: Meldung bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung).

15. Einmalige Rückenschmerzen vor wenigen Monaten – Auswirkung auf die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Möchte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und war vor wenigen Monaten beim Arzt wegen Rückenbeschwerden, so kann dies zu großen Problemen führen. Ohne nähere Angaben (Eigenangaben werden hier nicht genügen) wird es leider den Ausschluss für die Wirbelsäule geben. Dies wäre mehr als ärgerlich, war unser Interessent ansonsten doch sehr gesund und es war sein einziger Arztbesuch in den letzten fünf Jahren aufgrund der Rückenbeschwerden.
Mit einer kurzen Stellungnahme wurde dies aber aus der Welt geschafft.

16. Aktuelle komplette Untersuchung für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch hier ein extrem gutes Beispiel, wie es sein sollte. Vor der Risikovoranfrage hat sich unser Interessent nochmal untersuchen lassen und alle etwaigen Stolpersteine einfach umgangen. Diese Stellungnahme würde direkt die Note 1+ von uns bekommen. Würde man der Risikoprüfung nur die einzelne Diagnose von vor etlichen Jahren an den Kopf werfen, so hätten wir eher direkt eine Ablehnung, Ausschlüsse oder die Standardantwort bei unsauberer Aufbereitung mit „aufgrund der vorliegenden Unterlagen kann keine Entscheidung getroffen werden, bitte reichen Sie einen Antrag ein“ bekommen. Somit wären wir alle genauso schlau wie vorher ;).

17. Unklare Leberwerterhöhung und so geht man damit in der BU um!

Vor Jahren gab es bei unserem Interessenten eine unklare Leberwerterhöhung. Diese steht jetzt natürlich in der Patientenakte und kann ein kleineres oder auch größeres Hindernis sein für die Antragsstellung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Unser Interessent hat aber wieder sehr sauber mitgearbeitet und sich beim Arzt seines Vertrauens eine aktuelle ärztliche Stellungnahme abgeholt. So steht seiner maßgeschneiderten Berufsunfähigkeitsversicherung nichts mehr im Wege, trotz umfangreicher Gesundheitsfragen. ;)

18. Gallenblasenstein und so entkräftet man diesen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Gleiches Spiel wie bei den obigen echten Fällen. 2014 wurde ein größerer Gallenstein diagnostiziert. Mit der Diagnose alleine kann der Risikoprüfer natürlich relativ wenig anfangen. Wir benötigen die Bestätigung, dass der Interessent beschwerdefrei ist. Kurzer Arztbesuch mit kleinem Statement und schon hatten wir eine Sorge weniger in der Risikovoranfrage ;-).


19. Stellungnahme Wirbelsäule in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier jetzt wieder ein extrem gutes Beispiel, wie es sein könnte. Interessent war 2015 einige Male in Behandlung wegen eines Hexenschusses und 2013 wurde auch ein lumbaler Bandscheibenvorfall festgestellt. Zudem gab es noch einen kleinen Autounfall mit HWS Diagnose. Alles in allem wäre dies unaufbereitet eine sichere Ausschlussklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Unser Interessent nahm aber unseren Tipp an und besorgte sich ein aktuelles Attest. Zusammen mit einer umfangreichen Eigenerklärung wird er nun normal angenommen in der BU.

20. Verdacht auf Glaukom / Richtigstellung des Augenarztes durch ein Attest

In der Patientenakte taucht gern mal beim Augenarzt die Diagnose / Feststellung „Verdacht auf Glaukom“ auf. Würde es festgestellt werden, gäbe es höchstwahrscheinlich eine Ausschlussklausel. Würde man aber auch nur den Verdacht so stehen lassen, ebenfalls. Mit eigener Erklärung gewinnt man keinen Blumentopf, also nochmals zum Augenarzt, der dann bestätigt, dass es keinen Anhalt für die Diagnose Glaukom gibt.

21. Verdacht auf Hörsturz – auch dies muss richtig gestellt werden für die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Steht „Hörsturz“ in der Krankenakte bzw. wurde dies so mit einem ICD Code abgerechnet, schrillen in der Risikoprüfung alle Alarmglocken. Klar, wenn es etwas ernsteres war, wird eine AK Hörvermögen folgen, aber wenn es eine einmalige und evtl. auch nicht ganz korrekte Diagnose gewesen ist, kann man das Kind noch vor dem Brunnen retten. Unser Interessent war hier fleißig und ließ sich ein aktuelles Attest ausstellen.

Dieser Interessant war auch noch bei einem weiteren HNO Arzt, der ebenfalls eine aktuelle Stellungnahme abgab.

22. Chronische Sinusitis – war dies wirklich so?

Ein Attest gibt Aufklärung darüber. Steht in der Arztabrechnung etwas von „chronisch“, kann sich dies sehr negativ auf die Berufsunfähigkeitsversicherung auswirken. Chronisch beschreibt ja einen Zustand, der immer wiederkehrend ist. Bei einer chronischen Sinusitis geht man also davon aus, dass es ein dauerhaftes Problem mit den Nasennebenhöhlen gibt. Unser Interessent für die BU-Versicherung war über die Diagnose sehr erstaunt, da er in fünf Jahren nur einmalig beim Arzt gewesen ist. Selbiger stellte sich aber sehr kooperativ an und stellte ein gutes Attest heraus.

23. Ein Ekzem vor etlichen Jahrzehnten wird immer wieder abgerechnet in der Krankenakte

Ein Ekzem wird von der Hausärztin seit mehreren Jahrzehnten erfasst bei der Abrechnung. Geht das schon etwas in Richtung Krankenkassenbetrug? Kann sein, ist aber nicht unsere Sache. Für uns ist es wichtig, dass wir eine saubere Risikovoranfrage stellen können. Die Ärztin zeigte sich hier aber gesprächsbereit und hat die Sache zumindest für ihren Patienten aus der Welt geschafft. Ergebnis war eine normale Annahme. Hätten wir die Patientenakte einfach so eingereicht, hätte es wohl eine Ausschlussklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung gegeben.

24. Gelenkschmerz & Handwurzelschmerz - ein Problem für die BU Anfrage?

Öfters tauchte die Diagnose eines Gelenkschmerzes im rechten Handgelenk auf. Ohne Nacharbeit gäbe es die sichere Ausschlussklausel. Somit haben wir unseren Interessenten nochmal zum Arzt geschickt, der einen aktuellen Befund beschreiben sollte. Ende gut, normal versichert.

25. Astigmatismus oder auch besser bekannt als Hornhautverkrümmung – wie ist das mit der BU?

Hört sich erst einmal schlimm an. Kann auch schlimm sein. Mit einem aktuellen Attest und weiteren Informationen war es aber kein Problem, den jungen Mann zu versichern. Hornhautverkrümmung ist nicht gleich Hornhautverkrümmung. Wahrscheinlich hat das jeder von uns, aber nur im geringen Ausmaß. Dies muss natürlich die Risikoprüfung wissen ;-).

26. Erhöhter Augeninnendruck, Myopio und viele weitere „Augenerkrankungen“

Der erste Blick in die Patientenakte verhieß nichts Gutes. So darf man die Risikovoranfrage auf keinen Fall stellen. Wir benötigen ein sauberes und gutes Attest. Nach einigen Wochen hatten wir dies. Da es auch noch einige andere Vorerkrankungen gab, war dieser Fall eine schwere Nuss. Zwei Ablehnungen und dreimal Ausschlussklausel für das gesamte Sehvermögen waren die Folge. Eine Versicherung hat aber normal angenommen, so dass sich die Mühe auf jeden Fall mehr als gelohnt hat! Dies war wieder ein wunderbares Beispiel, wieso ein BU-Antrag nichts mit „do-it-yourself“ zu tun hat ;).

27. Die Dauerdiagnose „Knick-Senkfuß“ hat wohl jeder zweite – man muss es trotzdem sauber aufbereiten. Vor allem, wenn noch Blockierungen im „BWS Bereich“ dazukommen.

Unser Interessent war auch hier sehr taff und hat gut mitgearbeitet. Obwohl die Diagnose noch nicht so lang her ist (ca. 6 Monate) haben wir eine normale Annahme ermöglicht. Wichtig war hierbei das Attest, wo keinerlei Funktionseinschränkungen oder Blockierungen im Bereich der Wirbelsäule stattfanden. Auch sonst bestehen keine Defizite. So bekommt man die leidigen Themen rund um die Wirbelsäule sauber versichert. Bei einem akuten Bandscheibenvorfall hilft dies aber natürlich nichts ;).

28. Ein Bandscheibenvorfall vor etlichen Jahren – eine ganz harte Nuss in der BU

2010 einen Bandscheibenvorfall bekommen. Gibt man dies so einfach in der Risikovoranfrage oder im Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung an, gäbe es die sichere Ausschlussklausel Wirbelsäule oder gar eine Ablehnung. Also wieder unser liebstes Hobby gemacht – den Interessenten zum Arzt geschickt. Zudem kam noch dazu, dass es 2015 eine Sprunggelenksverletzung gab. Der Arzt schrieb aber eine wundere Stellungnahme, die nicht jeder so machen würde. Zudem gab es 2017 leider nochmals eine unschöne Diagnose, da unser Interessent vom Arbeitgeber einen höhenverstellbaren Schreibtisch möchte zur Entlastung seiner Wirbelsäule. Diesen bekam er aber nur, weil der Arzt ein paar „unschöne“ Sachen reinschrieb. Das war somit ein weiteres Minenfeld. Zusammen mit dem Bandscheibenvorfall, Sportverletzungen und weiteren Diagnosen rechneten wir mit dem schlimmsten, bekamen aber das Beste. Eine Normale Annahme ;). Dies war aber vor allem auch dem Zustand geschuldet, dass wir extrem viel BU Anträge machen und hier extra wegen uns ein Auge zugedrückt wurde, da der Fall wirklich an der Grenze war. Dies wurde uns auch telefonisch so erklärt.

29. Röschenflechte in der Berufsunfähigkeitsversicherung versicherbar

Röschenflechte alleine gäbe bei einigen Unternehmen sicherlich eine Ausschlussklausel für Hauterkrankungen. An sich ist diese Erkrankung (tritt vor allem bei Jugendlichen auf) nicht so dramatisch, aber das muss dem Risikoprüfer ja gesagt werden. Mit diesem Attest wurde alles sauber niedergeschrieben und somit gab es eine normale Annahme bei mehreren angefragten Gesellschaften.

30. Neurodermitis & Allergien in der Kindheit – werden immer noch abgerechnet & dazu die Diagnose Kopfschmerz.

Als Kind leidet man oft an einigen Erkrankungen. In diesem Beispiel ein bisschen an Neurodermitis und an diversen Allergien. Ärzte vergessen es aber gerne, diese Diagnosen nicht bei jedem Arztbesuch wieder hochkommen zu lassen. Nicht toll für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Ebenso die Diagnose Kopfschmerzen. Lässt man diese in der Risikovoranfrage einfach so alleine stehen, dann gibt es sicherlich Rückfragen oder unnötige Fragebögen (Stichwort „Warum wir nur ungern Fragebögen verwenden bei der Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung“). Kurzes Statement und gut ist. Patient froh. Arzt froh. Makler happy. So soll es sein ;-).

31. Ärztliches Attest nach einem Skiunfall im linken Knie

Im Winter fahren viele gern mal Ski. Dies geht leider aber sehr auf die Knie & die Verletzungsgefahr ist durchaus gegeben. Mit einem aktuellen Attest kann dies aus der Welt geschaffen werden ;). 

32. Migräne & Dysmenorrhoe können durchaus ein Problem bei der Antragsstellung sein

Unsere junge Kundin litt vor allem früher an Migräne, deshalb ist natürlich auch die Patientenakte voll damit. Wichtig für die Risikoprüfung ist es immer, dass diese sich ein aktuelles Bild von der Erkrankung machen können. Hier wurde es wunderbar beschrieben, dass sich die Migräneereignisse auf ca. einmal jährlich reduzierten. Eine Top Stellungnahme also, wo letztendlich dann die Normale Annahme erfolgte.

33. Unauffällige Befunde beim Frauenarzt

So hebelt man eigentlich die komplette Krankenakte beim Gynäkologen aus. Es waren jeweils unauffällige Befunde. Was soll hier noch schief gehen bei der Antragsstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung? Das wäre natürlich immer Top, wenn so etwas beim Antrag dabei liegen würde. Ob jetzt vom Gynäkologen, Hausarzt, Kinderarzt (Kinder BU!) oder einem anderen Behandler, der häufiger aufgesucht wurde.

34. Aktuelles Attest beim Hausarzt für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier dasselbe Spiel – es wäre wunderbar, wenn der Hausarzt hier mitspielen würde und Dir so ein Attest ausstellt.

35. Fachärztliche Stellungnahme zwecks Verstauchung der Brustwirbelsäule und allgemein Rückenbeschwerden

Hier gab es in den letzten Jahren mehrere Arztbesuche zwecks Problemen mit der Wirbelsäule. Der Orthopäde hat es recht gut zusammengefasst, so dass sich der Risikoprüfer ein genaues Bild machen konnte. Trotzdem war die Suche nach der passenden Gesellschaft relativ schwierig, wie man anschließend an folgenden Voten unten stehend etwas genauer sieht:

Hier nun ein kleiner Auszug der Voten:

Überall gibt es eine Ausschlussklausel für die Wirbelsäule. Überall? Nein, eine Versicherung aus Nürnberg mit einem Namen, den wir geheim halten möchten, vergibt eine normale Annahme.

So siehst Du mal wieder, dass es durchaus sinnvoll ist, einen versierten Versicherungsmakler mit der Aufgabe einer Risikovoranfrage zu beauftragen. Ein Berater oder eine Bank, welche nur eine Versicherung vermitteln kann, kommt hier sehr schnell an seine/ihre Grenzen. So haben wir eine noch normale Annahme erreicht. Ideal.

36. Chronische Erkrankung des Darmtrakt kann ausgeschlossen werden dank einer Untersuchung und dem folgenden Attest

Unser Interessent hatte mehr als die üblichen Magen-Darm-Beschwerden, an denen wahrscheinlich jeder von uns schon mal litt (aber wahrscheinlich ungern darüber redet ;)). Hier wurde eine aktuelle Stuhlprobe genommen, wo es folgendes Votum gab: „Für eine chronische Erkrankung des Verdauungstraktes gibt es momentan keinen Anhalt“. Wie immer gilt – jeder kann sich nun darunter etwas vorstellen, also alles im grünen Bereich!

37. Aktueller Befundbericht des HNO Arzt – Stichwort Hörverlust

In der Krankenkassenabrechnung standen schwerwiegende Diagnosen wie „Hörverlust“ oder „Akute eitrige Ititis media“. Das wollte unser Interessent unbedingt abgeklärt bekommen. Er war ja nur für wenige Tage „geschädigt“ & es hing mit dem vor wenigen Tagen beendeten Thailandurlaub und dem Tauchvorgang zusammen. Ggf. war hier noch etwas Wasser im Ohr. Hörverlust liest sich dramatischer als es ist, wie das aktuelle Attest des HNO Arztes offenbarte:

38. Aktuelles Attest wegen Morbus Crohn in der Berufsunfähigkeitsversicherung & Risikolebensversicherung

Vor kurzem hatten wir eine Anfrage in der Risikolebensversicherung wegen Morbus Crohn. Es gibt hier mehrere Formen davon, wichtig ist dazu aber auch eine aktuelle Stellungnahme des Arztes & die letzten Befundberichte. In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist dies ein sicherer Ausschluss & ggf. mit Risikozuschlag. In der Risikolebensversicherung gibt es ebenfalls einen Risikozuschlag. Anbei ein Attest, wie es aussehen sollte:

39. Attest vom Hausarzt über eine Radiusfraktur & einmaligen Schmerzen in der Hüfte

Auch hier ein sehr schönes Beispiel, wie gut ein Hausarzt bei einem Attest mitspielen kann. Nur mit der Krankenakte oder dem ICD Code der Krankenkasse hätte es hier sicherlich den einen oder anderen Ausschluss gehagelt. So haben wir jetzt die Schmerzen in der linken Hüfte, Zystitis und der Radiusfraktur im linken Handgelenk normal versichert. Ein Hoch auf ärztliche Stellungnahmen!

40. Verdacht auf Depression, obwohl diese nie bestand = Klärung durch Attest

Abrechnungsfehler oder nicht. Wurde ein Verdacht auf Depression geäußert, ist dies für den Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung sehr hinderlich. Klar, wenn sich die Vermutung bestätigt, dann gibt es im besten Fall eine Ausschlussklausel, i.d.R. aber eine Ablehnung. Gab es aber nur den Verdacht und es wurde auch so abgerechnet, so solltest Du Deinen Arzt kurz bitten, dies aus der Welt zu schaffen!

41. Schmerzender Unterarm & Sprunggelenk – ein Hindernis für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Jein. Wenn der Vorfall noch nicht so lange vergangen ist, dann ist es sicherlich sinnvoll, dass man sich eine kurze Bestätigung vom behandelnden Arzt holt, dass alles sauber und folgenlos verheilt ist. Somit wäre man zu 100 % auf der sicheren Seite mit einer sauberen Eigenangabe & Untermalung einer aktuellen Bestätigung.

42. Aus einer akuten und einmaligen Bronchitis wurde eine chronische gemacht – da klingen unsere Alarmglocken! Ebenso bei Rückenschmerzen!

In drei Jahren wurde aus einer akuten Bronchitis eine chronische gemacht. Dies wäre in der Berufsunfähigkeitsversicherung sicherlich ein Hindernisgrund. Der Hausarzt spielte mit und erkannte seinen Fehler. Folgenlos ausgeheilt ist das Motto! Auch der Eintrag zu Rückenschmerzen könnte hinderlich sein. Auch hier war sicherlich der Vorteil, dass es einmalig und anlassbezogen gewesen ist (Tragen des Kleinkindes). Zudem das Statement des Arztes, dass es folgenlos verheilt ist & kein erneutes Auftreten vorlag.

43. Lumbaler Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps) – ein unmögliches Unterfangen in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Nein, alles folgenlos ausgeheilt und zudem durch ein aktuelles ärztliches Attest untermauert. In diesem Fall sahen wir zu Beginn eigentlich auch etwas rot, aber dank eines sehr guten und individuellen Risikoprüfers konnten wir eine normale Annahme erreichen. Leidest Du aber unter einem aktuellen Bandscheibenvorfall oder hast immer noch Probleme mit der Wirbelsäule, so musst Du dann leider eine Ausschlussklausel akzeptieren.

44. Allergische Untersuchung – wie ist das eigentlich zu deuten für die Risikoprüfung?

Unser Interessent hat sich 2013 und 2015 umfangreich auf Allergien untersuchen lassen. Der Test fiel negativ aus, das wurde mit einem aktuellen Attest nochmal untermauert!

45. Knieschmerzen & Innenmeniskusläsion = Klarstellung in der BU

Knieschmerzen und alles rund um den Innenmeniskus ist immer sehr heikel für die Risikoprüfung. Hier genügt i.d.R. eine Eigenerklärung nicht, sie unterstützt maximal. Somit haben wir unseren Interessenten nochmal zum Arzt geschickt und heraus kam eine wunderbare Stellungnahme des Arztes für das Knie. Wichtig ist immer der Satz „Der Patient ist beschwerdefrei“ & „Volle Belastung darf durchgeführt werden“.

46. Kribbeln im Arm wegen „Hand-Fuß-Mund-Krankheit“ ein Problem in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

„Die eher ungenaue Diagnose“ Kribbeln im Arm ist auf den ersten Blick besorgniserregend. Unser Interessent hat sich bei seinem Kind mit der sogenannten „Hand-Fuß-Mund-Krankheit“ angesteckt. Zuerst hatte unser Interessent den Verdacht, dass das Kribbeln vom Herzen kam. Die Ärztin sagte aber, dass er sich einen Nerv eingeklemmt hatte und sich dieser von selber löst. Ein ärztliches Attest schaffte hier Abhilfe.

47. BWS / HWS Blockierung

Unser Interessent hatte im Jahr 2016 größere Verspannungen und Schmerzen im oberen Rücken. Grund war wohl zu langes Sitzen an der Uni und fehlender Ausgleich durch Sport. Dazu gab es insgesamt 12 verschiedene Massagensitzungen. Würden wir die Risikovoranfrage ohne Attest stellen, so gäbe es mit großer Wahrscheinlichkeit eine Ausschlussklausel. Mit einer Stellungnahme haben wir die Wirbelsäule ganz normal versichert. Zumindest bei einer vernünftigen Risikoprüfung, die nicht nur die Diagnose in eine Software eingibt.

48. Entfernung eines gutartigen Muttermals – dafür gab es eine kurze Bestätigung!

Ein gutartiges Muttermal macht normalerweise keine Probleme in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Statt sich seine Krankenakte zu besorgen, kann man sich aber auch gleich ein Attest ausstellen lassen, dass alles völlig harmlos gewesen ist. Somit erspart man sich auch Rückfragen des Versicherers.

49. Nackenschmerzen (HWS Syndrom) durch Zugluft – max. 1 Jahr vergangen

Nackenschmerzen durch ein offenes Fenster können jeden treffen. So auch unsere Interessentin, welche deswegen wenige Tage krankgeschrieben war. So folgte wieder das übliche Besorgen eines aktuellen Attests. Als Belohnung gab es eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Super war natürlich zudem das Statement des Arztes „die Pat. Ist uneingeschränkt gesund“.

50. Eisenmangel & Schilddrüse bei der Risikovoranfrage

Auch hier wieder ein gutes Attest mit „..liegen aktuell und in den letzten drei Jahren keine gesundheitliche Störungen vor“. Eisenmangel zwecks Müdigkeit wurde erst in der Eigenerklärung sauber beschrieben, anschließend mit einem Attest untermauert.

Auch die Schilddrüsenunterfunktion wurde sauber erklärt und beschrieben. Die Dame nahm zwar ein Jahr Jodtabletten ein, setzte diese aber wieder ab. Die Stellungnahme beschreibt nun, dass es keinen Krankheitswert gibt und es auch keiner Kontrolle bedarf.

51. „Eine hohe Leistungsfähigkeit des Bewegungsapparates“ wurde vom Orthopäde festgestellt

Hier mal ein Zwicken, da mal ein Zerren. Damit sich die Risikoprüfung ein sauberes Bild machen kann, ist es in manchen Situationen mehr als sinnvoll, dass ein „Ganzkörperstatus“ erfolgt. Besonders wichtig ist auch die Aussage mit „länger zurückliegende orthopädische Krankheitsbilder zeigen keinerlei Spätfolgen und sind somit vollständig ausgeheilt“. Dies ist natürlich super, da es alles betrifft – Angefangen von der Wirbelsäule, über die Schulter, dem Knie und weiteren Gelenken. Klar, es ist durchaus viel Arbeit, nochmal den Orthopäden aufzusuchen. Aber dafür passt es dann auch!

52. „Zur Vorlage bei der Berufsunfähigkeitsversicherung“ – Sprunggelenksfraktur.

2014 zugezogen und operiert. Jetzt ist aber wieder alles in Ordnung. Hier genügt leider keine Eigenerklärung, sondern der Arzt muss es kurz bestätigen, dass der Patient beschwerdefrei ist und er auch seinen Fuß voll belasten kann. Ebenso ist die Erwähnung wichtig, dass keine dauerhaften Spätfolgen zu erwarten sind. Das Attest gab es übrigens für fünf Euro. Ein wahres Schnäppchen somit.

53. Muskuläre Verspannungen & Akupunkturbehandlungen

Ein typischer Fall wieder. Unser Interessent hatte muskuläre Verspannungen im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule. Da klingen unsere Alarmglocken wieder. In die rechte Bahn kann man dies durch ein aktuelles Attest lenken. Einfach mit der Bemerkung, dass die Beschwerden folgenlos ausgeheilt sind. Somit konnte eine normale Annahme erreicht werden.

54. HWS / BWS Blockierung – der Klassiker in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Und wieder ein typischer Fall. Es gab eine akute HWS-BWS Blockierung, welche aber schnell ausheilte. Gibt man dies nur durch eine Eigenerklärung an, kann dies ggf. nicht genügen. Besser ist es, wenn es der Arzt kurz untermauert wie in folgendem Schreiben:

55. „Somatoforme Störung“, welche aber nie bestand

Eine wissentlich oder unwissentlich unkorrekte Diagnose kommt leider sehr häufig vor. Hier heißt es jetzt erst einmal nicht in Panik zu verfallen, sondern zusammen mit dem behandelnden Arzt eine saubere Lösung zu finden. Bleib freundlich und bitte den Arzt, dass er ggf. eine Streichung veranlasst wie in folgendem Fall, welche an die Kassenärztliche Vereinigung ging:

56. „Reaktion bei Belastung“ – eine typische Abrechnung in der Krankenakte, welche ein Problem für die Berufsunfähigkeitsversicherung sein könnte

Auch hier hatten wir eine unkorrekte Diagnose in der Krankenakte, welche laut dem Interessenten niemals bestand. So wandte er sich an seinen Arzt mit der Bitte, dass diese Diagnose so in dieser Hinsicht nie bestand und es sich um eine Fehldiagnose handelte. Besser bekommt man eine nicht korrekte Abrechnung nicht aus der Welt geschafft. In der weiteren Risikovoranfrage wurde dies so angenommen und es gab keine Rückfragen & Probleme zwecks Psyche.

57. Der Hausarzt sollte Dir auch gerne folgendes Attest ausstellen:

Der Patient ist körperlich sowie seelisch gesund. Es besteht keine chronische Krankheit. Der Patient befindet sich nicht in regelmäßiger ärztlicher Behandlung“. So kann man alleine kleinere und ggf. größere Arztbesuche beim Hausarzt sauber aus der Welt schaffen. Für die Risikovoranfrage ist dies auch ein sehr wichtiges Zeichen, damit sich der jeweilige Risikoprüfer ein aktuelles Bild des Interessenten machen kann.

58. „Ruhe-EKG & Urinuntersuchung“ sauber beschrieben für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch hier wieder ein wichtiges Attest. Unser junger Interessent hat eine Urin Untersuchung und ein EKG machen lassen. Der Arzt schreibt, dass es keinen Anhalt für eine akute oder chronische Erkrankung gibt. Dies ist insofern wichtig, dass ein ärztliches Schreiben für den normalen Laien nicht anzuzweifeln ist, auch wenn ggf. ein Wert der Urinuntersuchung etwas erhöht ist.

59. Risswunde am Mittelfinger – für manche Berufsgruppen ggf. ein Problem?

Bei diesem Interessenten sind Handfertigkeiten in seinem Beruf sehr gefragt. Hier könnte eine Risswunde am Zeigefinger durchaus ein Problem darstellen. So ist es wichtig, dass wir auch dies mit einem aktuellen Attest eines Arztes hinterlegen, dass es keinerlei Bewegungseinschränkungen gibt. Ebenso, dass ein kompletter Ausschluss ohne Probleme möglich ist, zudem gibt es keine neurologischen Anfälle.

60. „Länger anhaltende orthopädische Krankheitsbilder zeigen keinerlei Spätfolgen und sind somit vollständig ausgeheilt“

Dieser obige Satz sagt mehr als tausend Worte…


Fazit zu ärztlichen Stellungnahmen in der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Bei manchen Diagnosen kommst Du nicht daran vorbei, dass Du Dir eine ärztliche Stellungnahme anforderst. Denke immer daran: Die Risikoprüfung der Gesellschaft muss sich ein exaktes Bild von Deiner Vorerkrankung machen. Gibst Du denen nur eine einzelne Diagnose ohne weiteren Hintergrund, wird die Annahmequote auf jeden Fall erheblich schlechter sein als wenn Du etwas Input gibst, idealerweise in Verbindung mit einem Arzt.
Einzelne vermeintliche Vorerkrankungen schauen auf den ersten Blick relativ schwierig aus, mit einem ärztlichen Attest können viele beschwerliche Steine auf dem Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung sehr einfach aus dem Weg geräumt werden.

Klar ist aber auch, dass hierbei immer zwei Seiten mitspielen müssen. Unser Interessent muss das Engagement zeigen und Zeit investieren und der Arzt muss dies auch herausschreiben wollen. Ab und zu hilft es aber auch, zu einem anderen Arzt zu gehen, wenn man ein vielleicht nicht sooo gutes Gefühl hat oder auch räumlich mittlerweile (nach dem Studium / Arbeitsplatzwechsel) entfernt ist. Es kann aber gut sein, dass der Arzt hier eine kleine Rechnung stellt in Höhe von 10-30 Euro (so unsere Erfahrungen) – dies ist normal und bitte nimm dies auch an für diese kleine Gefälligkeit.

Wie Du sicherlich merkst, sind unsere Ansätze zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung sehr praxisorientiert. Die ordentliche Beantwortung der Gesundheitsfragen ist viel wichtiger als die 73. Auszeichnung in einem vermeintlichen Fachmagazin. Gefühlt wird eh jede Berufsunfähigkeitsversicherung dort mit „sehr gut“ bewertet – von daher legen wir lieber unseren Fokus auf die Realität. Was hilft Dir der schönste Briefkopf, wenn Du die Ausschlussklausel Wirbelsäule bekommst?