Gesundheitsfragen & Gesundheitsprüfung Berufsunfähigkeitsversicherung

 Stolpersteine & bei wem sind diese sauber formuliert!

Landläufig dürfte man durchaus meinen, dass sich die einzelnen Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht großartig unterscheiden. Aber weit gefehlt. Die exakte Fragestellung im Antrag kann durchaus über die Annahme und den exakten Versicherungsschutz entscheiden. Von "Bestehen oder bestanden Krankheiten oder Beschwerden" bis hin zu "Waren Sie in den letzten fünf Jahren in ärztlicher Behandlung wegen..." ist alles dabei. Für viele dürfte es keine Rolle spielen, wenn man die Gesundheitshistorie sauber aufbereitet und eine Risikovoranfrage stellt, aber bei der einen oder anderen Beschwerde sollte man ggf. die Gesundheitsfragen etwas näher betrachten. Zwei Gesellschaften stechen hier besonders positiv hervor. 



Grundsätzlich sind die Gesundheitsfragen von den verschiedenen Anbietern in der Berufsunfähigkeitsversicherung schon zu Beginn einer Beratung sehr wichtig. Trotzdem sollte aber nicht ein Schritt vor dem anderen gemacht werden. Über die richtige Vorgehensweise bei der Beantragung der passenden Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir einen eigenen Artikel „Ablauf Beratung Berufsunfähigkeitsversicherung“ verfasst. So muss der erste Schritt die intensive Aufbereitung der eigenen Gesundheitshistorie sein, indem man den jeweiligen Gefahrenumstand sauber benennt. Gemeinsam würden wir dann beschließen, ob eine umfangreiche Eigenerklärung oder auch ein aktuelles ärztliches Attest nötig werden würde. 

Der nächste und wohl wichtigste Schritt – intensive Auseinandersetzung mit den Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Liegen die Gesundheitsangaben nun vor, sollte man gemeinsam mit seinem Berater die eigene Gesundheitshistorie penibel durchgehen und vor allem auch auf den Zeitpunkt der Diagnose und die weiteren Behandlungen achten. So wird z.B. eine Psychotherapie von vor sechs Jahren bei einigen Anbietern mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu einem Ausschluss dieser Erkrankung führen bzw. eventuell gleich zu einer Ablehnung des Antrages. Bei einem anderen Anbieter für die Berufsunfähigkeitsversicherung wird es hingegen zu keinen Problemen kommen. Dies ist auch keine Zauberei, da schlichtweg ein Anbieter bei dem Thema Psyche den Abfragezeitraum auf fünf Jahre beschränkt, eine weitere Gesellschaft aber auf 10 Jahre ausweitet. Genau dieser Unterschied kann über Wohl und Wehe einer der wichtigsten Versicherungen überhaupt entscheiden. Im Extremfall kann dies die Existenz sichern. Darum sollte bei der richtigen Wahl zur Berufsunfähigkeitsversicherung auch der Weg über einen Versicherungsmakler gegangen werden, welcher bei nahezu allen Gesellschaften am Markt ein Angebot unterbreiten kann (es aber nicht machen wird, wenn er versiert ist - ein guter Makler kann es recht gut vorab einschätzen). Suchst Du vereinfachte Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung, so schau Dir bitte den Artikel "Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten & wenigen Gesundheitsfragen" an.

Gesundheitsfragen einzelner Anbieter in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Sehen wir uns gemeinsam einige exakte Gesundheitsfragen an und erforschen die genaue Fragestellung:

1. Auf den ersten Blick fair, auf den zweiten nicht so - die Gesundheitsfragen der Alten Leipziger

Ab dem 01.01.2020 gibt es neue Gesundheitsfragen bei der Alten Leipziger Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Alte Leipziger hat in den Gesundheitsfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung einen kleinen Meilenstein ab dem 01.01.2020 für einen normalen Antrag gesetzt. Der Abfragezeitraum wurde überschaubarer gestaltet, viele Beschwerden und Arztbesuche werden nur noch drei Jahre abgefragt. Der Marktstandard liegt hierbei definitiv bei fünf Jahren. Für den normalen Verbraucher ist dies sicherlich von Vorteil, denn es gilt natürlich "Je weniger man angeben muss, desto besser ist es". Aber der Crux liegt hier natürlich im Detail. Es ist und bleibt eine offene Fragestellung mit

Bestehen oder bestanden in den letzten 3 Jahren Krankheiten, Unfallfolgen oder Schäden

Besser wäre natürlich gewesen eine Fragestellung mit "Sind oder waren Sie in den letzten 3 Jahren in Beratung, Behandlung etc...von Ärzten oder anderen Heilbehandlern"... Leider sind wir nicht bei "Wünsch Dir was", aber diese Anmerkung musste jetzt sein ;-)-.

Die Fragestellung 2 mit der Psyche bleibt weiterhin auf 5 Jahre beschränkt mit

Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten der Psyche (auch Angststörung, Essstörung, Schlafstörungen (mehr als 5-mal im Monat), Erschöpfungszustände, Aufmerksamdefizitsyndrom, Selbstmordversuch)

Auch dies ist marktüblich. Nur manche vereinfachte Gesundheitsfragen bieten einen begrenzten Abfragezeitraum bei psychischen Störungen an. Nach unserer Meinung wird sich hier auch in Zukunft nicht viel ändern, denn diese ist mittlerweile der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit. 

Unbegrenzt gibt es auch zwei Fragen mit

Wurde eine HIV Infektion festgestellt oder steht noch ein Testergebnis aus & wurde eine Krebserkrankung festgestellt (bösartiger Tumor, Leukämie, Lymphome)

Finden wir jetzt aber nicht dramatisch, dass man eh in ärztlicher Behandlung deswegen wäre, wenn vor zig Jahren eine der obigen Erkrankungen festgestellt wurde. 

Durchaus etwas schwierig kann folgende Gesundheitsfrage der Alten Leipziger sein:

Bestehen Behinderungen (auch angeborene) oder haben Erkrankungen oder Unfälle Folgen hinterlassen (auch Belastungsminderung, Bewegungseinschränkung, Schmerzen, Verlust oder Funktionseinschränkung  im Bereich der Inneren Organe, der Wirbelsäule, des Kopfes der Arme oder Beine"

Fassen wir mal die Meinung des versierten Versicherungsmakler zusammen "Wir sind alle darüber nicht gerade amüsiert". Ließ dir die Gesundheitsfrage der Alten Leipziger mal Bitte in Ruhe durch. Schon ein Meiniskussriss von vor 10 Jahren kann eine kleine Belastungsminderung nach sich ziehen. Wir finden die Gesundheitsfragen recht "tricky" - dass trübt schon etwas unsere gemeinsame Freude aufgrund des geringeren Abfragezeitraumes. Damit hebelt die Alte Leipziger das eigentlich positive Gesamtbild massiv nach unten. Dieses Risiko solltest Du dir bewusst sein!


2. Faire Gesundheitsfragen der Volkswohlbund zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Das für uns beste Paket am Markt bzgl. Gesundheitsfrage & Individuelle anonyme Risikoprüfung in der Berufsunfähigkeitsversicherung hat der Volkswohl Bund

Im Juni 2020 wurden die eh schon sehr sauber und fair gestellten Gesundheitsfragen beim Volkswohl Bund nochmals überarbeitet und einige Abfragezeiträume beschränken sich auch auf drei Jahre. Dies ist schon bei der Alten Leipziger so. Der kleine, aber feine Unterschied liegt im Detail. 

Wurden Sie in den nachfolgend genannten Zeiträumen wegen Erkrankungen oder Beschwerden ärztliche oder therapeutisch beraten, untersucht oder behandelt? 

Der geneigte Kenner wird es gleich merken - diese eine Gesundheitsfrage ist doch eindeutig besser, da nicht nach Behandlungen und Beschwerden gefragt wird, weswegen man NICHT beim Arzt gewesen ist. Eine wirklich sehr saubere Fragestellung, welcher der Interessent durchaus zu schätzen weiß, wie man immer wieder als Feedback bekommt ala "Herr Bierl, ich würde gerne zum Volkswohl Bund tendieren. Neben dem attraktiven Preis / Leistungsniveau schätze ich die angenehme Fragestellung, die nicht viel Interpretationsspielraum zulässt". 
Das sehen wir definitiv genauso und deshalb bietet für uns der Volkswohl Bund in der Berufsunfähigkeitsversicherung das eigentlich beste Gesamtpaket. Zudem besitzt man am Markt auch eine der Top 3 Risikoprüfungen. Möchten andere Gesellschaften immer mehr Automatisieren in der Gesundheitsprüfung (wo eine Individualität somit auf der Strecke bleibt), geht der Dortmunder Versicherer einen ganz anderen Weg und schiebt die Menschlichkeit bei der anonymen (!) Prüfung in den Vordergrund. Etwas, was wir durchaus für Lobhaft halten und somit unterstützen möchten. 

Kleines Manko bleibt aber noch mit

Sind Sie dauerhaft körperlich oder geistig beeinträchtigt ohne diesbezüglich ärztlich oder therapeutisch behandelt zu werden (z.b. angeborene Behinderungen, Folgen von Operationen oder Unfällen, Amputationen,, Schwerhörigkeit?

Klingt auf den ersten Blick etwas derb, finden wir aber eigentlich normal.
Praxisbeispiel: Du hast vor Zehn Jahren aufgrund eines Unfalles einen Arm verloren, warst aber deswegen in den letzten fünf Jahren nicht mehr beim Arzt. Das muss hier natürlich angegeben werden. Der Volkswohl Bund dient mit dieser Gesundheitsfrage also eher auf angeborene Beeinträchtigungen. Im Sinne des Versichertenkollektiv ist dies natürlich sinnvoll. 

 

Die zweite Gesundheitsfrage im Antrag des Volkswohlbund ist aber etwas umfangreicher, was zeitgleich ein kleiner Negativpunkt ist.

„Wurden Sie in den letzten 10 Jahren operiert oder psychotherapeutisch oder stationär behandelt (auch Kuren, Reha-, Entzugsbehandlungen, Strahlen-, Chemotherapie)? (Falls „ja“, machen Sie bitte bei Frage 6 weitergehende Angaben.)“

Mit dieser Fragestellung nach den Gesundheitsfragen wird also nach stationären Aufenthalten und nach einer Behandlung bei der Psychotherapie nach 10 Jahren gefragt. Hattest Du vor 7 Jahren eine längere Behandlung zwecks der Thematik Psyche, muss diese angegeben werden. Bei den allermeisten nennenswerten Gesellschaften würde dies rausfallen. Der Volkswohl Bund beteuert zwar, dass man natürlich trotzdem individuell die Angaben in der Voranfrage prüfen würde, aber besser wäre es natürlich, wenn Diese gar nicht Angabepflichtig wären. Schade, so entgeht der Gesellschaft nach unserer Einschätzung durchaus etwas Geschäft. Auf der anderen Seite können wir den Volkswohl Bund aber auch verstehen. Das Thema Psyche & Psychotherapie spielt eine immer größere Rolle als Leistungsfall in der Arbeitskraftabsicherung. 


3. Verbessert seit 01 / 2022 = Gesundheitsfragen von der Bayerischen

Seit 01 / 2022 hat die Bayerische verbesserte, aber bei weiten noch keine optimale Gesundheitsfragen. 

Die Hauptgesundheitsfrage wurde 01 / 2022 geändert. Hat die Bayerische früher folgendes abgefragt:

"Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren bei Ihnen Krankheiten, Störungen oder Beschwerden....."

Nun verzichtet man auf den Begriff "Störungen".

"Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren bei Ihnen Krankheiten oder Beschwerden"

Gegenüber den Top Gesundheitsfragen am Markt fällt die Bayerische aber immer noch etwas ab - Vergleichen wir mal mit dem Volkswohl Bund. Selbiger fragt ja bei der ersten, allgemeinen Frage nach „Erkrankungen und Beschwerden, weswegen Du beim Arzt gewesen bist“. Die Bayerische hierbei nach „Krankheiten oder Beschwerden“, welche auch ohne einen Arztbesuch angegeben werden müssen. Wie definiert man aber genau  „Beschwerden“? Kann dies nicht vielschichtig sein? Kann ich dem Arzt eine Beschwerde erläutert haben, aber war deshalb nicht in Behandlung? Leider keine exakte Fragestellung und deshalb muss ein gewisser Personenkreis bei diesen Fragen sehr genau aufpassen. Bist du "pumperl" Gesund ist dies natürlich kein größeres Problem. Grundsätzlich sollte man aber Vorsicht walten lassen. 

Verbessert hat sich (weitere Infos auch im Artikel "Verbesserungen im Markt Berufsunfähigkeitsversicherung 2022") zudem die Frage nach der Medikamenteneinnahme. Früher wurde hier fünf Jahre gefragt, jetzt sind wir bei drei Jahren angekommen. 

Nehmen oder nahmen Sie innerhalb der letzten 3 Jahre über einen zusammenhängenden Zeitraum von mehr als 14 Tagen Medikamente ein? Welche, in welchen Abständen und in welcher Dosierung? (nicht anzugeben sind Verhütungsmittel)

Nach der Medikamenteneinnahme wird hier nach durchweg 14 Tage gefragt. Nicht nach einem Monat oder über einen wiederkehrenden Zeitraum, sondern schon einmalig 14 Tage. Dies könnte evtl. problematisch werden. Wobei man die Frage natürlich nicht überbewerten sollte - faktisch bei jeder Medikamenteneinnahme gab es einen Arztbesuch und dieser ist dann eh anzugeben. 

Ergänzende Gesundheitsfragen im Antrag der Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Bayerischen

Werden Sie gegenwärtig oder wurden Sie in den letzten 5 Jahren durch Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten oder Angehörige sonstiger Gesundheitsberufe (z. B. Heilpraktiker, Krankengymnast, Physiotherapeut) beraten, untersucht oder behandelt? (Ausgenommen: akute Erkältungskrankheiten, unauffällige, altersbezogene Vorsorgeuntersuchungen, zahnärztliche Behandlungen, Schwangerschaft/komplikationsfrei Geburt)

und

Wurden Sie in den letzten 10 Jahren in einem Krankenhaus, in Rehabilitations- oder Kureinrichtungen untersucht, beraten oder behandelt oder sind solche innerhalb des nächsten Jahres ärztlich empfohlen oder beabsichtigt? (Es müssen keine Angaben zu Schwangerschaften und Geburten, sowie altersbezogene Vorsorgeuntersuchungen mit unauffälligem Befund, Operationen ohne Komplikationen und Folgen am Blinddarm, Mandeln oder der Nasenscheidewand gemacht werden)

Gut gelöst wurde hier wieder das Thema Psyche mit einem Abfragezeitraum von fünf Jahren. Nach einem stationären Aufenthalt wird aber wieder zehn Jahre gefragt. Auf die Frage nach einer ärztlich angeratenen OP beschränkt man sich auf das nächste Jahr. Recht bedenklich halten wir aber weiterhin die Frage, ob man in einem Krankenhaus beraten oder behandelt wurde. Die meisten anderen Anbieter beschränken sich rein auf stationäre Behandlungen (= mindestens eine Nacht vor Ort). Es kann ja vorkommen, dass ein Arzt seine Sprechstunde im Krankenhaus hat und somit wäre dies anzugeben. Hier hätten wir uns beim Update der Bayerischen mehr Klarheit gewünscht. Wenigstens gibt es nun aber Klarstellungen, welche Erkrankungen und Behandlungen nicht angegeben werden müssen. 

Bereitest Du deine Gesundheitshistorie sauber auf, musst Du auch vor der Bayerischen keine Bedenken haben. Das Bedingungswerk ist schon sehr passabel und auch die Beiträge in vielen Berufsgruppen könnten attraktiv sein. Einziges Problem (ohne besonderen Zugang), könnte die Risikoprüfung sein, die noch etwas Luft nach oben hat, welche sich aber zumindest für uns in den letzten Jahren massiv verbessert hat (mehr paxisnahe Informationen gibt es unter "Unser Jahr 2021 in der Berufsunfähigkeitsversicherung"). Die Bayerische hat einfach das Problem, wie viele gute Versicherer. Man wird vom 0815 Vermittler mit Risikovoranfragen überschüttet und die Umsetzungsquote von Anfrage zu Antrag ist sehr gering. Das ist auch für die Risikoprüfung frustrierend. Deshalb hat die Bayerische die Zeichen der Zeit erkannt und hat für den einen oder anderen Spezialisten Versicherungsmakler mit Schwerpunkt Biometrie besondere Zugangswege zur Verfügung gestellt. Dafür sind wir sehr dankbar! Die Bayerische hat sich echt gut gemausert, die leise Kritik an den Gesundheitsfragen bleibt aber bestehen bei uns. Aber es muss ja immer noch Luft nach oben bleiben...


4. Gesundheitsfragen der Stuttgarter Berufsunfähigkeitsversicherung

Die erste Frage (7) im Antrag der Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Stuttgarter Versicherung

Sind Sie in den letzten 5 Jahren von Ärzten oder Behandlern beraten oder untersucht worden oder haben während dieser Zeit stationäre oder ambulante Krankenhaus-, Rehabilitations-/Kuraufenthalte oder Operationen (z. B. Laserung der Augen, Arthroskopie) stattgefunden oder sind solche für die nächsten 2 Jahre ärztlich empfohlen oder beabsichtigt?

Die erste, sehr lange und allgemeine Frage, hat es gleich in sich. Es wird in einem Zug nach einer ambulanten wie nach einer stationären Behandlung gefragt. Sehen wir uns diese aber genauer an und durchforsten die weitere Gesundheitsfragen, so fällt folgendes auf: Der Abfragezeitraum für eine stationäre Behandlung beschränkt sich auf 5 Jahre und nicht wie üblich auf 10 Jahre. Dies kann für wenige Interessenten der ausschlaggebende Punkt sein, wieso die Stuttgarter evtl. besser passt als ein anderer Anbieter in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Gesundheitsfrage 7.5. im Antrag der Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Stuttgarter Versicherung

„……der Psyche, des Gehirns, des Nervensystems (z. B. Depressionen, psychische Erkrankungen (z. B. Angst oder Zwangsstörung, psychosomatische oder somatische Störung), Gefühlsstörungen, Bulimie, Selbstmordversuch, Epilepsie, Multiple Sklerose, Lähmungen, Migräne, Burn out, Alzheimer, Parkinson, Demenz, Entwicklungsstörungen)?“

Wieder das Augenmerk auf die psychischen Erkrankungen gelegt. Abfragezeitraum beträgt hier max. 5 Jahre und nicht wie bei einigen anderen Anbieter 10 Jahre. Sehr löblich.

Somit ist die Stuttgarter Versicherung eine der wenigen Anbieter einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die in ihrem BU Antrag bei stationären Aufenthalten als auch bei Psychischen Erkrankungen max. nach 5 Jahre frägt. Angemerkt sei aber, dass die Annahmequote derzeit (August 2016) bei der Stuttgarter sehr streng ist. Selbst eigentliche „Lappalien“ werden ausgeschlossen. Für einen Interessenten mit etwaigen Vorerkrankungen etwas schade, für sehr gesunde Antragssteller sowie schon versicherte Personen aber durchaus in ihrem Sinne. Der Bestand in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird somit „sauber“ gehalten.


Dies war jetzt nur ein kleiner Auszug von vier sehr guten Gesellschaften bei der Absicherung Ihrer Arbeitskraft. Aber selber hier sehen Sie schon die enorme Vielfalt an den verschiedenen Gesundheitsfragen und evtl. Fettnäpfchen, in welche Sie hineintreten könnten. Dieser Artikel soll Sie auf keinen Fall beim Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung abschrecken, sondern nur etwas noch mehr sensibilisieren für die einzelne Fragestellung.

5. Die neuen & verbesserten Gesundheitsfragen (2018er) der HDI Berufsunfähigkeitsversicherung

Es tut sich auch etwas am Markt, wie wir aktuell bei der HDI Versicherung feststellen durften. Hatte man bis Anfang 2018 eine offene Fragestellung, wird nun nur nach ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen der letzten 5 Jahre gefragt mit

Fanden in den letzten 5 Jahren Behandlungen, Beratungen, Untersuchungen bei Ärzten, sonstigen Behandlern* oder im Krankenhaus statt wegen Krankheiten oder Unfallfolgen:

und kein „Bestanden Beschwerden…“. Ein Weg in die richtige Richtung, den gerne weitere Versicherungsgesellschaften übernehmen dürfen. Es kommen zwar noch zwei weitere Fragen dazu (darunter eine offene), aber diese sind sauber und fair gestellt. Trotzdem wagen wir einen kleinen Einblick.

Diese Fragestellung ist somit ein gewisses Mittelmaß zwischen der sehr sauberen Fragestellung zum Gesundheitszustand des Volkswohl Bund & AXA und vielen weiteren Versicherungsgesellschaften. Der nur dreimonatige Abfragezeitraum von Beschwerden ohne Behandlungen ist schon recht nenneswert. Es bleibt aber Luft nach oben, aber auch die HDI hat eine sehr gute Risikoprüfung. Aber auch hier gilt - es gibt verschiedene Zugangswege und ein  anonyme Risikovoranfrage eines normalen Interessenten kann andere Ergebnisse verursachen, als wenn ein guter Vesicherungsmakler anfragen würde. Vitamin B sind halt immer und überall wichtig...

Mehr Informationen gibt es auch auf unserem Blogartikel „Die neuen Gesundheitsfragen der HDI Berufsunfähigkeitsversicherung – durchaus eine Verbesserung für den Verbraucher!“, wo wir detailliert auf die Verbesserungen eingehen, positives hervorheben aber auch mal tadeln.

Es wäre für uns nur mehr als wünschenswert, wenn es solche Gesundheitsfragen wie für Wirtschaftsingenieure, Ärzte, Apotheker und ähnliche Berufe geben würde – aber das bleibt wohl ein Traum ;). Insgesamt sind die neuen Gesundheitsfragen des Versicherer aber auf jeden Fall ein Mehrwert und es geht in die richtige Richtung. Klarer, strukturierter und Verbraucherfreundlicher. 

HDI sind die einzig (vernünftige) Gesellschaft, welche bis zu 3.000 Euro Absicherung mit normalen Antragsfragen zulässt

Seit dem Update 01/2022 kann man beim HDI rein mit den Antragsfragen 3.000 Euro mtl. BU Rente absichern. Das heißt, es entfällt:

  • Eine Ärztliche Untersuchung
  • Umfangreichere Gesundheitsfragen mit teilweise offener Fragestellung
  • Das Mitspracherecht des Rückversicherer

Die HDI hat also nach unserem Kenntnisstand als erste Versicherung die magische Schallmauer von 2.500 Euro endlich durchbrochen. 


6. Auch die LV 1871 überarbeitet in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung die Gesundheitsfragen

So sahen die Gesundheitsfragen früher aus bei der LV 1871:

Wie man sieht, ist die Fragestellung mit „Bestehen oder Bestanden bei Ihnen in den letzten 5 Jahren Störungen, Krankheiten oder Beschwerden …..“ nicht wirklich ideal.

2018 hat die LV 1871 nun auch ihre Gesundheitsfragen überarbeitet, jetzt sieht die Fragestellung so aus:

Die derzeitige Anfangsfrage mit

Haben in den letzten 5 Jahren bei Ärzten, Heilpraktikern, Physio-, Psychotherapeuten oder sonstigen nichtärztlichen Therapeuten Beratungen, Behandlungen oder Untersuchungen stattgefunden, wegen Krankheiten oder Beschwerden

ist auf jeden Fall schon mal viel verbraucherfreundlicher.

Die Frage mit

Bestanden in den letzten 6 Monaten vor Antragsstellung Beschwerden in einem der oben erfragten Bereich zu 2.2.a bis 2.2.j. ohne einen Arzt ….aufzusuchen

relativiert es natürlich etwas, aber dies ist sicherlich im Sinne der Versichertengemeinschaft. Wenn jemand vor kurzem einen Bandscheibenvorfall bekam oder extrem starke Rückenschmerzen, aber noch nicht deswegen beim Arzt war, muss es trotzdem angeben werden. Dies ist sicherlich im Sinne der anderen versicherten Personen, sonst wäre es wahrscheinlich dahin mit der Beitragsstabilität. Die Frage sehen wir somit auch mehr als normal an, auch wenn es sich der eine oder andere sicherlich etwas anders wünschen würde. Aber das Leben ist bekanntlich kein Wunschkonzert ;).
Da wir auch bei der LV 1871 sehr kurze Drähte haben, wissen wir, dass auch dort noch am Rad der Gesundheitsfragen gearbeitet wird. Man sieht sich auch jedes Jahr die Leistungsfälle an und sieht, woran es hackt und was kann man einfacher machen und verdeutlichen. Generell ist die LV 1871 eine Gesellschaft, die viel Input von uns unabhängigen Versicherungsmaklern aufnimmt. Erst im Mai 2020 hat man die Vertragsbedingungen nochmals stark überarbeitet. Dies kannst Du im Artikel "Die LV 1871 überarbeitet / erweitert ihre Golden Berufsunfähigkeitsversicherung"

Noch positiver bzw. vereinfacht sind übrigens die Gesundheitsfragen in der Sonderaktion bis 1.500 Euro bei der LV 1871. Eintrittsalter maximal 35 Jahre. Hier haben wir schon etliche Personen versichert und von daher geht der Daumen eindeutig nach oben für diese sehr saubere Fragestellung.

Weitere Infos dazu gibt es wie so oft auf unserem Blog unter „Neue vereinfachte Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung von der LV 1871 bis 1.500 Euro mtl. Absicherung“ oder natürlich direkt bei uns – am Telefon kommt aber wahrscheinlich unser bayerischer Dialekt durch. Deshalb gerne erst einmal den Blogartikel durchlesen ;-).

Festzuhalten gilt, dass die LV 1871 Berufsunfähigkeitsversicherung sehr interessante Modelle bei Ihren Gesundheitsfragen in der BU an den Tag legt. 


7. Die AXA hat wohl eine der fairsten Gesundheitsfragenkataloge am Markt!

Die nicht gerade unbekannte AXA Versicherung möchte seit 2019 noch mehr vom Kuchen der Berufsunfähigkeitsversicherung abbekommen und hat auch in einigen Berufsgruppen die Tarife teilweise stark gesenkt. Von den Versicherungsbedingungen ist man aber leider noch nicht ganz an der Marktspitze angekommen, aber den guten Durchschnitt muss bekanntlich auch jemand verkörpern. Was wir bei der AXA aber sehr gut heißen können in der BU sind die Gesundheitsfragen.

Kein „Bestehen oder Bestanden bei Ihnen in den letzten 5 Jahren Krankheiten, Unfallfolgen oder Körperliche Schäden…“, sondern ein sauberer Fragenkatalog, der rein nach ärztlichen Untersuchungen frägt.

Die Gesundheitsfragen der AXA Berufsunfähigkeitsversicherung:

Eine sehr saubere Fragestellung,

Sind oder waren Sie in den letzten 5 Jahren in Beratung, Behandlung oder Untersuchung bei Ärzten, Heilpraktikern, Physio-,Psycho- oder sonstigen nichtärztlichen Therapeuten wegen Krankheiten oder Unfallfolgen...

die für den einen oder anderen Interessenten durchaus in Betracht gezogen werden kann, wenn man partout nur möchte, dass nach ärztlichen Behandlungen und nicht nach Beschwerden gefragt wird. Neben dem Volkswohl Bund ist dies praktisch die beste Lösung am Markt bezüglich normaler Gesundheitsfragen. 

Es gibt beim Antrag der AXA Berufsunfähigkeitsversicherung auch keine versteckte Frage wie bei der LV 1871 oder HDI (wir erinnern uns „Bestanden in den letzten 6 Monaten vor Antragsstellung Beschwerden….“. Für einen sehr kleinen Teil unserer Interessenten könnte dies also durchaus in Frage kommen. Die Erfahrung zeigt aber, dass eine sauber aufbereitete Risikovoranfrage und eine individuelle Risikoprüfung aber auch bei Anbietern mit etwas „schwierigeren“ Gesundheitsfragen durchaus eine sehr realistische Chance auf eine (normale) Annahme besitzt.

Stationärer Abfragezeitraum der Gesundheitsfragen bleibt bei 10 Jahren von der AXA Versicherung

Als kleines Manko bleibt noch, dass ebenfalls 10 Jahre (wie bei fast allen Anbietern) nach stationären Behandlungen gefragt wird. Hier gibt es bei den qualifizierten BU-Anbietern, welche wir mit gutem Gewissen empfehlen können, derzeit nur eine Gesellschaft mit der Nürnberger Versicherung, welche den Abfragezeitraum auf fünf Jahre beschränkt. Dafür gibt es wiederum eine offene Fragestellung mit „Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten, Beschwerden oder Funktionsstörungen…“. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht am breiten Markt für Berufsunfähigkeitsversicherungen……auch nicht bei der AXA Versicherung.


8. Seit 07 / 2021 bietet die Allianz eine der besten Antragsfragen an

Seit 07 / 2021 hat die Allian Ihre schon vorher recht sauberen Gesundheitsfragen nochmals verbessert und viele Abfragezeiträume sind nun auf drei statt fünf Jahre begrenzt (wir berichteten darüber mit "Verbesserte Gesundheitsfragen & Berufsgruppeneinstufung Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung). Man geht nun also etwas den Weg des Volkswohl Bund, welche ein Jahr davor die Gesundheitsfragen ebenso etwas straffte. Die Frage nach Arztbesuchen wg. einem Psychischen Leiden bleibt aber weiterhin bei fünf Jahre, was wir aber auch vollends verstehen können. Erkrankungen rund um der Psyche sind mittlerweile mit weiten Abstand der größte Grund für einem Leistungsfall. 

Folgende Fragestelling bleibt aber bestehen und es wird weiterhin nachaktuellen  Beschwerden / Erkrankungen gefragt, ohne einen Arzt aufgesucht zu haben:

Haben Sie eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen oder Beschwerden mit

-Unfallverletzung (z.B. Knochenbrüche)
-Allergie (z.B. Heuschnupfen)
-Erkrankung der Haut (z.B. Neurodermitis)
-Erkrankung der Augen (z.B. grauer oder grüner Star, Fehlsichtigkeit ab 8 Dioptrien)
-Erkrankung der Ohren (z.B. Hörstörung, Tinnitus)

Die Allianz möchte also somit auf Nummer sicher gehen und von Erkrankungen erfahren, welche in den letzten drei - fünf Jahren nicht behandelt wurden, aber trotzdem bestehen. Können wir durchaus nachvollziehen und vor allem wird schlichtweg nicht die letzten fünf Jahre nach Beschwerden von der Allianz in den Gesundheitsfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung gefragt.

Generell sehr sauber von der Allianz ist auch die folgende Gesundheitsfrage mit:

Waren Sie bei Ärzten oder Therapeuten (Psychologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Heilpraktiker) in Behandlung, Untersuchung oder Beratung? Nicht zu berücksichtigen sind: Arztbesuche wegen akuter Erkältungskrankheiten, akute Magen-, Darm- und Harnwegsinfekte, unauffällige, altersbezogene Vorsorgeuntersuchungen, zahnärztliche Behandlungen, Schwangerschaft/Geburt

Recht schön ist hierbei auch, dass „Banalitäten“ nicht angezeigt werden bei der Allianz. Wobei natürlich die Frage bleibt, was sind Banalitäten und wo hören diese auf. Bist Du Dir unsicher, dann am besten einfach sauber angeben. Grundsätzlich dürften diese keinen Einfluss auf das Votum bei der anonymen Risikovoranfragen und späteren Antragsstellung haben.

Die Frage nach den Stationären Aufenthalten ist wie folgt bei der Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung:

Wurden Sie operiert (in den letzten 10 Jahren)  oder ist eine Operation in den nächsten 12 Monaten geplant?

5. Waren Sie in in einer Klinik (Krankenhaus, Praxisklinik, REHA-Klinik, Kurklinik, Entwöhnungsklinik) oder wurde Ihnen ein Klinikaufenthalt in den nächsten 12 Monaten ärztlich empfohlen?“

Dieser Umstand wird wieder zehn Jahre nachgefragt und ist somit marktüblich und keine Besonderheit. Für kommende Operationen veranschlagt die Allianz 12 Monate, was wiederum ebenfalls normal ist.

Somit glänzt die Allianz in der Berufsunfähigkeitsversicherung in den Gesundheitsfragen vor allem durch die Beschränkung auf den Besuch von Ärzten und Therapeuten in den letzten drei bis fünf Jahren und verzichtet auf einen längeren Abfragezeitraum von Beschwerden / Erkrankungen, weswegen man nicht beim Arzt gewesen ist.

Dies ist natürlich nur ein kleines Puzzle in einer unabhängigen Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung. In den Gesundheitsfragen glänzt die Allianz zwar, ansonsten passen die Bedingungen / Beiträge oftmals nicht auf unsere Interessenten und es gibt bessere Lösungen am Versicherungsmarkt (zumindest wurde das Pricing etwas attraktiver mit dem Update 07 / 2021 für manche Akademikergruppen). Mal schauen, ob sich das in den nächsten Jahren ändert. Die Größe hätte die Allianz ja, um den facettenreichen Markt der Berufsunfähigkeitsversicherung aber durcheinander zu wirbeln.


9. Die Nürnberger Versicherung mit 5-jährigen Abfragezeitraum bei stationären Behandlungen!

Es bleibt aber grundsätzlich Luft nach oben.

Der große Pluspunkt der Nürnberger Berufsunfähigkeitsversicherung gleich vorweg bei den Gesundheitsfragen:

Die Fragestellung nach stationären Krankenhausaufenthalte oder Operationen ist auf fünf Jahre beschränkt.

Erfolgten in den letzten 5 Jahren Operationen, Krankenhaus- bzw. Kuraufenthalte oder haben Sie einen Unfall, Verletzungen oder Vergiftungen erlitten?

Dies ist bei den vernünftigen und namhaften Anbietern in der Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich einmalig und daher großen Daumen nach oben nach Nürnberg. Je weniger man angeben muss, desto besser ist es natürlich für den Interessenten zur BU.

Leider nicht so positiv ist die weitere, allgemeine Fragestellung:

Bestehen oder bestanden in den letzten 5 Jahren Krankheiten, Beschwerden oder Funktionsstörungen

Welche anschließend noch präzisiert wird bei der Nürnberger. Leider hat man es noch nicht geschafft, denselben Weg wie z.B. die LV 1871 oder die HDI-Versicherung zu gehen und den Abfragezeitraum von Krankheiten, Beschwerden oder Funktionsstörungen zu reduzieren. Fragt man wahllos 100 Passanten auf der Straße, so geben wahrscheinlich 98 davon an, dass natürlich irgendwann mal der Rücken gezwickt hat in den letzten fünf Jahren, aber nach kurzer Zeit war wieder alles in Ordnung.
Streng genommen müsste man die Gesundheitsfragen bei der Nürnberger dann mit ja beantworten. Ob man es macht, ist was anderes. Es kommt ja niemand darauf, dass man vor vier Jahren mal im Bett falsch gelegen hat und dann schmerzte kurzzeitig die Wirbelsäule.

Leider hat die Nürnberger noch nicht an Ihren Gesundheitsfragen gearbeitet, trotz des sehr umfangreichen Update zur BU4Future im Juli 2021

Die Nürnberger bietet nun auch vereinfachte Gesundheitsfragen für Junge Personen bis 30 Jahre an

Hier diente wohl die Basler Versicherung als Inspiration - bietet man nun vereinfachte Antragsfragen für junge Interessenten für eine Absicherung von bis zu 1.500 Euro an. 

Positiv: Man begrenzt den Abfagezeitraum für diverse Diagnosen und Beschwerden auf drei Jahre, welche vormals fünf Jahre abgefragt wurden. 
Negativ: Die bisherige Tradition wird aufrecht erhalten - es gibt eine offene Fragestellung mit "Bestehen oder Bestanden". 

Sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es gibt ja so etwas wie einen kleinen Kamp um junge Interessenten. Immerhin läuft ein BU-Vertrag teilweise fünf Jahrzehnte und mehr und da möchte man einfachere Einstiegshürden hürden. Vertriebstechnisch nachvollziehbar. 
Diese vereinfachten Gesundheitsfragen der Basler gelten übrigens für alle Berufsgruppen bis zu 1.500 Euro. Weitere Einschränkungen sind uns nicht bekannt. Es kann eine maximale Beitragsdynamik, Leistungsdynamik / Garantierte Rentensteigerung sowie auch die Arbeitsunfähigkeitsklausel eingebaut werden. 
Interessant ist auch die Tatsache, dass mit dem BU-Antrag auch gleich ein Krankentagegeld bei der Nürnberger abgeschlossen werden kann (dann macht die AU-Klausel natürlich etwas weniger Sinn). Ebenso kann der Zusatzbaustein BetterDoc Einzug finden. 


10. Die Basler unter 30 Jahre Top, über 30 Jahre Ausbaufähig

Für unter 30-jährige gibt es vereinfachte Gesundheitsfragen für junge Leute.

Diese Aktion haben wir auch in unserem Blog mal näher erläutert unter „Sonderaktion Basler Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen“.

Interessant ist hierbei vor allem, dass nach psychischen Beschwerden / Behandlungen nur drei Jahre gefragt wird. Ansonsten ist der Abfragezeitraum ja i.d.R. auf fünf Jahre ausgeweitet. Hierbei also ein großer Pluspunkt an die Basler. Du solltest aber bitte darauf achten, dass die Behandlungen / Beschwerden zur Psyche definitiv auch inhaltlich abgeschlossen sind, denn sonst kann die Frage

Bitte geben Sie an, ob Sie in den letzten 3 Jahren Erkrankungen oder Beschwerden der folgenden Punkte haben/hatten und/oder sich deswegen in ärztlicher Behandlung, Beratung oder Untersuchung befinden/befunden haben.

…..

C: Störungen der psychischen Leistungsfähigkeit und der Psyche (z. B. ADHS, Essstörung, psychosomatische Störung, Angststörung, Selbstmordversuch, Depression)

nicht sauber beantwortet werden!

Hier haben wir auch schon wieder den Crux an der Sache = es wird auch nach Beschwerden und Erkrankungen gefragt, nicht nur nach Ärztlichen Untersuchungen. Lies Dir also bitte die Fragestellung sauber und gewissenhaft durch. Glücklicherweise hat die Basler (wenn man gewisse Kontakte besitzt) eine sehr gute und individuelle Risikoprüfung, wo auch eine anonyme Risikovoranfrage jederzeit gemacht werden kann.

Bist Du über 30 Jahre, werden die Gesundheitsfragen der Basler etwas umfangreicher:

Hier sehen wir dann leider keine Vereinfachung mehr. Die Fragestellung ist ähnlich wie bei der Nürnberger und Bayerischen absolut offen.

Zudem kommt bei der Basler als einziger namhafter Anbieter, dass auch weitere Diagnosen / Beschwerden zehn Jahre gefragt werden mit:

5. Sind oder waren Sie aufgrund der folgenden Erkrankungen oder Beschwerden in den letzten 10 Jahren bei Ärzten, Therapeuten oder medizinischen Einrichtungen in Beratung, Behandlung, Untersuchung, wurde Ihnen diese angeraten oder ist Derartiges geplant?

a) des Immunsystems (z. B. Rheuma, chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Multiple Sklerose, primär biliäre Zirrhose, Lupus erythematodes) 

b) schwere Infektionen (z. B. Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, Syphilis, Corona-Virus)

Hier beschränken sich faktisch alle anderen Anbieter auf fünf Jahre. Interessant auch, dass nun (beim Schreiben von diesem Artikel befinden wir uns gerade im Juli 2020) der Corona Virus aufgenommen wurde und dieser sogar 10 Jahre nachgefragt wird. Ob dies jetzt unbedingt erforderlich ist, lassen wir mal dahingestellt - immerhin wäre natürlich der Corona Virus so oder so Angabepflichtig. 

Hier würden wir uns von der Basler Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine etwas bessere Fragestellung wünschen. Vorbilder gibt es am BU-Markt jetzt ja auch, so hat die Basler bei Ihren Gesundheitsfragen in der BU sicherlich etwas Luft nach oben. 


Sehen wir uns noch zwei spezielle Arten der Gesundheitsfragen in der BU an.

11. Vereinfachte Gesundheitsfragen aufgrund Sonderaktionen als Alternative

Wenn Du nach einer abgespeckten Version der Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung suchst, so passt für Dich evtl. eine BU-Sonderaktion. Hier liegt der Abfragezeitraum oftmals bei max. drei Jahren oder es wird nach bestimmten Krankheitsbildern gar nicht gefragt. Die Sonderaktionen mit vereinfachen Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind aber oftmals häufig befristet (z.B. oft bis Ende des Jahres) und auf eine bestimmte Absicherungssumme begrenzt (z.B. 1.500-2.000 Euro monatlich). . Vereinfachte Gesundheitsfragen sind nicht der heilige Gral, können aber in diversen Szenarien unglaublich sinnvoll sein. I.d.R. können vereinfachte Gesundheitsfragen aber nicth so abgeschlossen werden. Enteweder muss der Beruf / Studiengang passen oder ein Ereignis vorliegen wie z.B. eine Immobilienfinanzerung

Schauen wir uns doch schnell mal ein paar Beispiele an und vergleiche die Fragestellung mit den obigen:

1. Allianz vereinfachte Gesundheitsfragen in Verbindung mit einer Immobilienfinanzierung (darf max. Sechs Monate zurückliegen).

Wir glauben, es versteht sich von selbst, dass diese Fragestellung weitaus klarer und fairer gestellt ist als bei einem normalen Antrag. Bis zu 1.500 Euro könntest Du in dieser Sonderaktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen absichern. Mit Nachversicherungsgarantien gehen sogar bis zu 2.500 Euro, eine Beitrags- wie Leistungsdynamik wäre ebenso dabei. Eine Ja-Antwort ist leider nicht erlaubt - dann müsstest Du mit den Gesundheitsfragen im normalen Antrag (siehe oben beschrieben) Vorlieb nehmen. 

Mehr Informationen findest Du auch im Artikel "Vereinfachte Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung der Allianz bei einer Immobilienfinanzierung bis 1.500 Euro mtl. Absicherung"

2. Die wohl derzeit bessere Fragestellung bietet der HDI bis 2.000 Euro an - Leider nur für manche Berufsgruppen nutzbar - aber von Ärzte bis Wirtschaftsingenieure

Hier gibt es jetzt wirklich nichts zu meckern. Die Fragestellung ist sehr fair und rechtssicherer. Aber auch die technische Ausgestaltung ist Spitze wie der maximalen Absicherung von 2.000 Euro, fünf Prozent Beitragsdynamik, drei Prozet Leistungsdynamik oder auch einer Nachversicherungsgarantie (bist Du unter 37 Jahre, kannst Du direkt nach der Policierung von 2.000 Euro auf 2.500 Euro gehen). 

Einziger Wermutstropfen: Es geht leider nur für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftsinformatiker und Co.. Mehr Informationen zu dieser Fragestellung findest Du unter:

Neue vereinfachte Gesundheitsfragen der HDI für diverse Zielgruppen in der Berufsunfähigkeitsversicherung!

Seit Mitte 2021 kann aber ein jeder in den Genuss von diesen vereinfachten Gesundheitsfragen kommen. Bis 2.000 Euro Absicherung, aber in Kombination mit einer Altersvorsorge (BasisRente). Hat immense Vorteile, aber auch Nachteille. Zielgruppe hierbei sind eher Akademiker, Selbstständige sowie Gutverdiener im Allgemeinen.
Mehr Infos zu dieser Aktion findest Du unter "Vereinfachte Gesundheitsfragen der HDI für alle Berufsgruppen in der BU, aber mit Kopplung der Basisrente". 

3. Jetzt aber für Jedermann (Unter 35 Jahre) - die LV 1871 bietet auch vereinfachte Gesundheitsfragen bis 1.500 Euro an!

Die LV 1871 bietet allgemein vereinfachte Gesundheitsfragen an für die allermeisten Berufe (ausgenommen sind Körperliche Berufe). Maximales Eintrittsalter 35 Jahre, über 1.500 Euro Absicherung geht´s leider nicht und es ist keine Ja-Antwort erlaubt außer bei Frage 4. An sich ist die Aktion aber sehr sauber und wir setzen diese bevorzugt auch sehr gerne bei Schülern in der Berufsunfähigkeitsversicherung ein (leider aber nur für Gymnasiasten möglich). Aber auch später bei für Studenten und Ingenieure setzen wir diese sehr gerne ein. 

Grundsätzlich wäre die LV 1871 einer unser bevorzugten Unternehmen, Mitte Mai haben wir dazu auch einen Artikel geschrieben mit "Die LV 1871 überarbeitet / erweitert ihre Golden Berufsunfähigkeitsversicherung"

Dies ist jetzt aber nur ein kleiner, aber sehr besonderer Ausschnitt. Sonderaktionen beinhalten ab und an eine wirklich sehr saubere und faire Fragestellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Vielleicht kommen diese ja auch für Doch in Frage. 


12. Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Ganz ohne Gesundheitsfragen wäre natürlich das einfachste, aber so etwas gibt es nicht. Zumindest in einer reinen Berufsunfähigkeitsversicherung. Mittlerweile gibt es einige Anbieter am Markt, welche im Fall der Berufsunfähigkeitsversicherung die monatliche Altersvorsorge, das Immobilienfinanzierungsdarlehen, die PKV Beiträge, den Fondssparplan, Riester, etc. weiterzahlen würden. Dies teilweise bis zu einem Monatsbeitrag von 250 Euro. Unser Artikel „Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen“ gibt nähere Informationen darüber. Es ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts. Die Aktion der LV 1871 eignet sich aber auch hervorragend dafür, wenn Du schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung besitzt, mittlerweile aber keine saubere Gesundheitshistorie mehr hast und einfach nur z.B. deine Altersvorsorgeverträge absichern möchtest. 
Zudem gibt es auch weitere Anbieter, welche Dir die Beitragszahlung der Altersvorsorgeverträge übernehmen. Mal mit stark vereinfachten und mal sogar ohne Gesundheitsfragen, dann aber mit drei  Jahren Wartezeit. Eine aktuelle Übersicht findest Du unter "Beitragsbefreiung Altersvorsorge bei Berufsunfähigkeit ohne Gesundheitsfragen". 
Bitte achte aber darauf, dass Dies kein Freifahrtsschein ist - Stichwort "Eingebrachte BU". Mit einer festgestellten Multiple Sklerose dürfte rechtlich auch eine BU ohne Gesundheitsfragen rechtlich schwammig sein. Die Aktion eignet sich eher für Personen, die keine Lust haben, Ihre Gesundheitshistorie umfangreich aufzubereiten. Nicht für Personen, mit erheblichen schweren Vorerkrankungen. 

Wenn jemand damit rechnet, dass es in den nächsten Jahren eine BU Aktion komplett ohne Gesundheitsfragen geben wird, dem müssen wir enttäuschen. Wir rechnen auf keinen Fall damit, denn ansonsten wäre die Gesellschaft wahrscheinlich in einigen Jahren Pleite. Das Versichertenkollektiv würde einfach zu unsauber werden. Wenn Du Vater / Mutter eines Kindes bist und für Dich selber keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr möglich ist, dann denke wenigstens an deine Kinder - besonders ab dem Zehnten Lebensjahr. Hier gibt es nämlich dann schon wundersame Möglichkeiten zur Absicherung, siehe "Schüler Berufsunfähigkeitsversicherung - es gibt praktisch keine sinnvollere Absicherungsmöglichkeit ab dem 10. Lebensjahr!".
Ab dem sechsten Monat gibt es zudem seit 01 / 2022 auch eine tolle Möglichkeit für eine BU-Option bei der Alten Leipziger. Das ist durchaus ein Blick wert. Mehr dazu unter "Alte Leipziger Grundfähigkeitsversicherung mit Option auf Berufsunfähigkeitsversicherung". 

Update - es gibt eine gesetzliche Krankenversicherung, welche Werbung macht für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen

Eine Mittelständische Krankenversicherung (IKK Krankenversicherung) macht dafür Werbung namens Unubu bzw. Biometric Underwriting. Leider ist die angebotene Berufsunfähigkeitsversicherung nicht vergleichbar. Sie ist nämlich nach der Sachversicherung konzipiert und der Versicherer kann zu gewissen Zeitpunkten kündigen (das kann z.b. der Fall sein, falls die Schadenszahlungen die Einnahmen übersteigen). 
Das Kollektiv dürfte bekannt sein, wenn keine Gesundheitsfragen gestellt werden. "Gesunde" Personen werden sich hier eher nicht versichern. 


13. Hohe BU Renten - Gesundheitsfragen bei Ärztlichen Untersuchungen

Bei hohen Renten in der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es neben den normalen Antragsfragen im Antrag erweiterte Gesundheitsfragen im Antrag, welche im Zusammenhang mit einer Ärztlichen Untersuchung stehen. Diese werden i.d.R. (oftmals bis zu einem gewissen Alter) ab einer beantragten BU-Rentenhöhe von 2.500 Euro fällig (seit 2022 gehen die ersten Gesellschaften in Richtung 3.000 Euro wie die HDI sowie die Bayerische Versicherung). 

Bei dem Wunsch nach einer hohen BU-Rente gehen wir aber in der Praxis anders vor. Wünschst Du dir z.b. eine Absicherung von 4.000 Euro monatlich, teilen wir diese auf.

Somit entfallen folgende Nachteile für Dich:

  • Ärztliche Untersuchung mit evtl. unglücklichen Ergebnissen
  • Erweiterte Antragsfragen
  • Der Rückversicherer spricht ein Wörtchen mit (= Das Votum der Risikoprüfung kann überstimmt werden)

Bei einer Absicherung von 2*2.000 Euro kommen nur die normalen Antragsfragen wie Du sie oben in der Übersicht siehst, zur Geltung. 

Warum sehen wir erweiterte Gesundheitsfragen / Ärztliches Zeugnis als gefährlich an?

Diese Frage beantworten wir am besten damit, indem wir Dir einen Einblick geben. Sehen wir uns einfach den erweiterten Fragebogen der Alten Leipziger an. Wie wir oben festgestellt haben, sind viele Fragen zwar offen, aber zeitlich beschränkt. Im erweiterten Fragebogen ab einer Absicherungshöhe von 2.500 Euro gibt es z.b. folgende Fragestellung:

Diese sind jetzt zeitlich unbegrenzt.
Ähnlich ist es auch bei der LV 1871 mit Ihren erweiterten Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Gar nicht toll finden wir die zusätzliche Antragsfrage vom HDI, welche sogar nach schweren Erkrankungen von Verwandten frägt.

Nach unserer Meinung hat dies die Versicherung eher nicht zu interessieren. 

In diesem Artikel legen wir großen Wert auf saubere und faire Gesundheitsfragen - mit einem Ärztlichen Bericht und erweiterten Gesundheitsfragen würden wir dem Thema ad absurdum führen. 

Ab welcher Höhe fallen umfangreiche Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung an?

Wie oben schon kurz angerissen, liegt die Grenze eigentlich seit gefühlt zwei Jahrzehnten bei 2.500 Euro. Trotz Inflation, dem damit verbundenen Kaufkraftverlust & Gehaltssteigerungen. Erst Anfang 2022 bieten die ersten Gesellschaften mit der HDI sowie der Bayerischen Versicherung 3.000 Euro mit den normalen Antragsfragen an - wir berichteten mit “Verbesserungen im Markt Berufsunfähigkeitsversicherung 2022”. Ab einem gewissen Alter sinkt die Grenze aber teilweise massiv an - bei manchen Gesellschaften bleibt diese aber identisch.

Die umfangreiche Tabelle für Ärztliche Untersuchungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Gesellschaft Untersuchungsgrenze* Anmerkung
Allianz 2.500 € -
Alte Leipziger 2.500 € Ab 51 Jahren schon ab 1.000 €
Basler 2.500 € Ab 45 Jahren schon ab 2.000 €
Canada Life 2.500 € Ab 45 Jahren schon ab 2.000 €
Ab 55 Jahren schon ab 1.500 €
Condor 2.500 € -
Continentale 2.500 € Ab 51 Jahren NT-proBNP nötig
Die Bayerische 3.000 € Ab 51 Jahren schon ab 2.500 €
HDI 3.000 € -
LV 1871 2.500 € -
Nürnberger 2.500 € -
Swiss Life 2.500 € -
Volkswohl Bund 2.500 € Ab 35 Jahren schon ab 2.000 €
*Ärztliche Untersuchungen bzw. Arztberichte werden ab folgendem Grenzwert angefordert

Wie schon erwähnt, halten wir die Aufteilung auf zwei BU-Versicherer für die bessere Wahl. Einen Praxisbericht dazu findest Du auch unter “Fälle aus der Praxis – so sichern wir hohe Renten in der Berufsunfähigkeitsversicherung ab!”. 

Tiefergehende Informationen zu den Fallstricken gibt es auch unter “Ärztliche Untersuchung / Zeugnis Berufsunfähigkeitsversicherung”.


Fazit zu den Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die exakte Fragestellung in einem Antrag sollte nur ein kleiner Prozess in der Entscheidungsfindung sein. Wie schon mehrmals betont, sollte die Aufarbeitung der eigenen Gesundheitshistorie absolut Vorrang haben. Anschließend ist es die Aufgabe des Kunden und auch des Maklers, dass beide gemeinsam den Krankheitsverlauf auswerten und je nach Diagnose verschiedene anonyme Risikovoranfragen stellen.

Bei Unsicherheiten gilt grundsätzlich aber: Kläre Die Unklarheiten mit dem Arzt ab und gib im allergrößten Zweifel lieber eine Antwort zu viel ab als zu wenig. Vielleicht hast Du dadurch einen geringen Risikozuschlag im Zahlbeitrag, aber so Bist Di im Leistungsfall auf der sicheren Seite. Und ruhig schlafen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung möchten wir doch alle...?

Weitere Informative Seiten in diesem Zusammenhang:

Nimm die Thematik „Arbeitskraftabsicherung“ im besten Fall mit einem versierten Versicherungsmakler in Angriff. Ja, das könnten auch wir sein ;-).