Vermeintlich gefährliche Hobbys & Freizeitrisiken in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Bergsteigen Berufsunfähigkeitsversicherung Hobby

Nicht nur der gesundheitliche Part kann Dich in der Berufsunfähigkeitsversicherung vor hohe Hürden stellen. Nein, auch das eine oder andere vermeintlich gefährliche Hobby sieht gern mal ein Versicherer etwas kritisch und bestraft Dich gleich mit einer Ablehnung, einem Risikozuschlag oder einer Ausschlussklausel. Wir lassen mal wieder das theoretische Geschwätz und schauen uns die Thematik direkt aus der Praxis an.

Bitte beachten: Es handelt sich hier nur um eine Tendenz und auch ein bisschen um unsere Erfahrungswerte. Diese können natürlich abweichen, da die Ausprägung des Hobbys natürlich unterschiedliche Facetten haben kann. Mit uns kannst Du ohne Probleme eine Risikovoranfrage stellen. Aber rechne bitte nicht mit einer normalen Annahme, wenn wir untenstehend schon mit einer klaren Ablehnung rechnen :-). Im Zweifel unterscheiden sich auch die einzelnen Gesellschaften immer wieder etwas. Ggf. gibt es auch eine passende BU-Sonderaktion, wo nicht nach gefährlichen Aktivitäten in der Freizeit gefragt wird.

Wichtig aber: Stelle nicht direkt einen Antrag bei Deiner passenden BU-Versicherung, sondern arbeite immer mit einer Risikovoranfrage (gerne über uns ;-)). Nicht, dass der Risikoprüfer mit dem falschen Bein aufgestanden ist und Du plötzlich eine Ablehnung, einen Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel bekommst. Das muss nicht sein. Wenn Du dann einen neuen Antrag stellen möchtest, musst Du nämlich den nicht angenommenen Antrag angeben und das kann Ärger geben, da Du ab sofort in so einer bösen Liste bist (zumindest bei den meisten Gesellschaften)!

Für folgende Berufsgruppen (auch Ärzte!) gibt es sogar eine sehr tolle Aktion, wo KEINE Fragen nach gefährlichen Hobbys in der Berufsunfähigkeitsversicherung gestellt werden!

Folgende Berufe sind möglich:

  • Wirtschaftsingenieure
  • Wirtschaftsinformatiker
  • Technische Betriebswirte
  • Ingenieure mit einem kaufm. Aufbaustudium Oder Ingenieure die auch Diplom-Kaufmann/ Diplom Volkswirt/ Diplom-Ökonom (o.ä.) sind (Doppelstudium!!)

Zudem sind folgende Berufe seit 12/2017 möglich (Studenten, Doktoranten und Absolventen):

  • Biotechnologie
  • Biomedizin
  • Industriebiologie
  • Chemische Ökologie
  • Mikrobiologie
  • Biochemie
  • Molekulare Medizin
  • Humanmedizin
  • Chemiewissenschaften
  • Biowissenschaften
  • Chemieingenieurwissenschaften
  • Umweltbiologie
  • Pharmazie
  • Verfahrenstechnik (Schwerpunkt Biologie)
  • Chemiewissenschaften

Bergsport und die Berufsunfähigkeitsversicherung

Bergsport & Bergsteigen wird immer beliebter in der Gesellschaft. Leider sehen dies einige Gesellschaften in der Berufsunfähigkeitsversicherung etwas kritisch und votieren extrem unterschiedlich. Mit unserer Übersicht bekommst Du eine erste Tendenz zu Bouldern, Bergwandern, Bergsport und Co.

Bergwandern/Bergsteigen/Hochtouren(Trekking) bis 4.000 Meter

Bis 4.000 Meter Bergsteigen und / oder Bergwandern werden zwar einige Unternehmen in der Berufsunfähigkeitsversicherung schon ablehnen, ausschließen oder Risikozuschläge erheben, aber andere dürften das Thema lockerer sehen und normal annehmen.
Hier ist es aber sehr wichtig, dass Du nicht direkt einen Antrag stellst und Dein Hobby angibst, sondern mithilfe einer Risikovoranfrage eine Vorabeinschätzung bekommst, welche bei Antragsstellung dann Gültigkeit besitzt.

Bergsteigen/Hochtouren(Trekking) über 4.000 Meter

Bei über 4.000 Meter Bergsteigen / Hochtouren wird’s etwas schwieriger, da kann man schon mit mind. 10 % Risikozuschlag rechnen oder einer Ausschlussklausel. Das Gebiet ist auch noch wichtig. Die Alpen sind nicht so ein Risikobereich wie Nepal.

Bergsteigen/Hochtouren(Trekking) über 5.000 Meter

Bergsteigen über 5.000 Meter wird langsam schon kritisch. Hier jemanden finden ohne Risikozuschlag in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird fast unmöglich sein. Vielleicht passt aber eine Sonderaktion, die nicht nach Hobbys frägt.

Bergsteigen/Hochtouren(Trekking) über 6.000 Meter

Über 6.000 Meter Bergsteigen & Hochtouren muss in der BU extrem individuell geprüft werden. Wenn jemand aber eine normale Annahme bekommt, der möge sich bitte bei uns melden. Die nächste Runde geht dann auf uns.

Bouldern

Bouldern wird immer beliebter. Manche Versicherungsgesellschaften reagieren aber immer noch extrem allergisch darauf. Andere sehen dies locker und nehmen normal an. Unbedingt vorher in der Risikovoranfrage abklären!

Alpines Klettern (Grad 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / Eisklettern / Soloklettern)

Alpines Klettern: Hier ist ein Votum recht umfangreich und unterschiedlich. Bis zu Grad 5 dürfte es normal versicherbar sein. Bei Grad 6 rechnen wir ggf. schon mit einem geringen Risikozuschlag in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Grad 7 ist nicht mehr nur noch ein geringer Zuschlag, sondern mind. 50 % oder gleich eine Ablehnung / Ausschlussklausel. Selbiges gilt für Grad 8.
Der Grad 9 muss individuell geprüft werden, eine Ablehnung ist eher normal als ungewöhnlich. Eisklettern könnte evtl. noch mit einem hohen Risikozuschlag versichert werden. Alternativ Ablehnung oder Ausschlussklausel. Soloklettern bzw. „Free-Solo“ mag niemand so recht. Gleich Ablehnung in der BU.

Klettern Indoor / Klettergarten bis Grad 7 / ab Grad 7

Indoor Klettern bzw. im Klettergarten wird in der Berufsunfähigkeitsversicherung lockerer gesehen. Bis Grad 7 wirst Du wahrscheinlich normal angenommen. Ab dem 8. Grad wird es aber geringe Risikozuschläge geben, bei manchen aber auch eine Ausschlussklausel. Soloklettern wird aber auch hier nirgendswo versichert werden können.

Klettersteige Grad A bis E

Klettersteige vom Grad A-C werden wir normal versichern können. Grad D vielleicht mit geringem Zuschlag in der BU. Manche Gesellschaften aber auch gar nicht. Bei einem Klettersteig mit Grad E darfst Du mit mind. 50 % Risikozuschlag rechnen.

Montainbiken

Das Thema Mountainbiken wird auch immer beliebter. Aber auch gefährlicher? Bei Freeride und Downhill (ohne Wettbewerb) wirst Du wohl mit 25 % Risikozuschlag rechnen müssen. Betreibst Du beides auch im Wettbewerb, dann eher 50 % aufwärts oder die übliche Ausschlussklausel. Oder eben gleich die beliebte Ablehnung.

Langlauf

Langlauf ist eher gesund, dies werden auch die BU-Versicherer so sehen und Dich normal annehmen.

Skifahren

Beim Skifahren auf ausgewiesenen Pisten sehen wir auch kein Problem darin. Solange Du keinen Wettbewerb betreibst. Wenn dies der Fall sein sollte, könnte es in der Berufsunfähigkeitsversicherung mind. 25 % Risikozuschlag geben zwecks Skifahren & Wettbewerbe.

Skibergsteigen

Skibergsteigen wird wohl ein geringer Risikozuschlag sein, ebenso wie Skitouren.

Extremskifahren

Extremskifahrer haben es aber schlecht. Eine Ablehnung wird folgen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Snowkiten

Snowkiten kann wohl noch normal angenommen werden – aber bitte rechnen mit mind. 25 % Risikozuschlag.

Automobilsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Der Automobilsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung – zwei Faktoren, die oftmals nicht optimal zusammenpassen. Aber trotzdem lassen sich noch einige Aktivitäten normal versichern. Eine erste Tendenz erhältst Du mit unserer Voreinschätzung.

24h-Rennen

Ein 24 h Rennen wird eher nicht versicherbar sein.

Auto-Cross

Bei Auto-Cross kann es wohl einen Risikozuschlag von 75-125 % geben.

Auto-Slalom

Beim Auto-Slalom ist die Chance groß, dass eine normale Annahme erfolgt.

Bergrennen

Das Bergrennen sehen die Versicherer wieder eher kritisch. Wahrscheinlich Ablehnung.

Crash-Rennen

Crash-Rennen könnte versicherbar sein, aber mind. wohl 100 % Risikozuschlag.

Dragster

Dragster wird keiner so recht mögen in der BU…

Fahrsicherheitstrainung (Automobilsport - mit und ohne Rennen)

Fahrsicherheitstraining teilt sich auf. Ohne Rennen wird man wohl normal angenommen, wenn Du an Rennen teilnimmst, riecht es nach mind. 50 % Zuschlag.

Go-Kart

Go Kart ist auch nicht immer einfach. Kommt auch auf das Alter an. Bei jungen Personen unter ca. 20 Jahren werden Rennen individuell beobachtet, über dem Alter dürfte der Beitragszuschlag in der Berufsunfähigkeitsversicherung bei 50-100 % liegen. Einfach als Freizeitspaß dürfte aber normal versicherbar sein.

Langstreckenrennen

Langstreckenrennen als Hobby wird mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt.

LKW-Truckrennen

LKW Truckerrennen ggf. mit massivem Zuschlag angenommen (mind. 75 %).

Oldtimer

Oldtimer werden immer beliebter. Wenn Du gleichmäßig fahren möchtest, dann wird es wohl für die meisten BU-Gesellschaften kein Problem sein. Wenn Du mit Deinem guten Stück aber Rennen fährst, muss dies erst individuell abgeklärt werden.

Rundstreckenrennen (Automobilsport)

Sämtliche Tourenwagenrennen bis hin zur Formel 1 wird man in der BU nicht absichern können.

Sportfahrerlehrgänge (auf Rennstrecken / Automobilsport)

Sportfahrerlehrgänge bedeuten wohl mind. 50 % Zuschlag auf den Beitrag.

Stock-Car & Stoppelfeldrennen

Stock-Car Rennen musst Du mindestens das Doppelte an Beitragszuschlag rechnen, ebenso wie beim Stoppelfeldrennnen.

Traktorrennen

Man möge es kaum glauben, aber selbst Traktorrennen werden kritisch gesehen. Mind. 50 % Zuschlag, so denken wir und die Gesellschaften.

Trial (Automobilsport)

Trial (Automobilsport) kennen wohl selbst die Risikoprüfer nicht. Sieht nach einer normalen Annahme aus.

Flugsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Ob Gleitschirmfliegen, Segelfliegen, Ballonfahren und Co. – es geht immer mehr in die Lüfte. Wie es sich mit der wichtigen Absicherung der Arbeitskraft verträgt, siehst Du hier in einer kurzen Zusammenfassung und einer ersten Tendenz.

Air-Racing

Air Raicing ist nicht gewünscht und wird i.d.R. abgelehnt.

Ballonfahren

Ballonfahren unterteilt sich in die beiden Komponenten „mit oder ohne Wettbewerb“. Wenn Du einfach mal gemütlich fährst, kann man Ballonfahren in der Berufsunfähigkeitsversicherung normal versichern. Betreibst Du aber einen Wettbewerb, kann es einen geringen Risikozuschlag geben.

Drachenfliegen

Drachenfliegen wird auch immer beliebter. Leider ein heikles Thema in der BU. Ohne Wettbewerb wird es einen Risikozuschlag von mind. 75 % geben (oder einen Ausschluss), mit Wettbewerb müsste man individuell anfragen. Sieht aber sicherlich nicht gut aus.

Fallschirmspringen

Es soll wirklich Menschen geben, die sich das Fallschirmspringen trauen würden. Wir gehören nicht dazu :-). In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist dies aber ein heikles Thema. Mit Öffnungsautomaten beim Fallschirmspringen ist bestenfalls eine Absicherung mit 100 % Risikozuschlag möglich.
Ebenso ohne Öffnungsautomaten. Bei Synchron / Formationssprüngen verhält es sich ähnlich.
Base-Jumping ist leider eine direkte Ablehnung in der BU. Skysurfen ebenfalls. Wing Suit bringt ebenfalls eine Ablehnung. Einzige Hoffnung bleibt hier eine Sonderaktion, welche nicht nach Hobbys frägt.

Fliegen historischer Fluggeräte

Das Fliegen von historischen Fluggeräten ist zwar sicherlich eine nostalgische Sache, führt aber zu einer Ablehnung.

Fluglehrer (Freizeit/nebenberuflich)

Der Fluglehrer in seiner Freizeit bzw. Nebenberuf muss individuell geprüft werden – hier trauen wir uns keine Tendenz abzugeben.

Flugvorführungen/Flugschauen

Bist Du aktiver Teilnehmer an Flugvorführungen oder Flugschauen, so wird man Dich nicht versichern können.

Gleitschirmfliegen/Paragliding

Gleitschirmflieger in der Freizeit müssen mit mind. 75 % Risikozuschlag rechnen, bei vielen Gesellschaften auch mit der Ausschlussklausel oder einer direkten Ablehnung. Wenn Du es auch im Wettbewerb betreibst, frag bitte individuell an.

Hubschrauberflug

Der private Hubschrauberflug kann tendenziell mit 50 % Zuschlag versichert werden. Der Wettbewerb wird zu einer Ablehnung in der Berufsunfähigkeitsversicherung führen.

Parasailing

Bei Parasailing bekommen die Gesellschaften i.d.R. keine kalten Füße = normale Annahme in der BU.

Privatflugzeugführer

Private Flugzeugführer können mit einem geringen Risikozuschlag wohl versicherbar sein. Mit Wettbewerb wird es wohl eine Ausschlussklausel oder um die 50 % Risikozuschlag geben für den privaten Flugzeugführer.

Prototypen/Testflüge

Testflüge und Prototypenflüge werden leider nirgendswo versicherbar sein in der BU.

Segelfliegen/Motorsegelfliegen

Segelflieger & Motorsegelflieger mit privatem Hintergrund können wohl mit einem gut überschaubaren Risikozuschlag versicherbar sein. Kommt aber die Ausführung in einem Wettbewerb dazu, wird der Zuschlag enorm viel höher ausfallen.

Tragschrauber/Gyrokopter

Tragschrauber / Gyrocopter ohne Wettbewerb ca. 25 % Risikozuschlag. Mit Wettbewerb mind. das Doppelte oder einer Ausschlussklausel. Der Kunstflug müsste individuell geprüft werden, um das Risiko richtig einschätzen zu können.

Ultraleichtflug

Ultraleichtflug ohne Wettbewerb um die 25 % Zuschlag. Mit Wettbewerb eher um die 50 % Risikozuschlag.

Kampfsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Kampfsport begeistert immer mehr Personen in Deutschland. Leider ist es nicht immer so einfach, in der Berufsunfähigkeitsversicherung manche Freizeitaktivitäten normal zu versichern. Eine erste Tendenz zu Karate, Boxen, Judo und weiteren gängigen Kampfsportarten haben wir untenstehend für Dich zusammengefasst.

Aikido

Aikido stellt keine größere Gefahr dar = normale Annahme!

Arnis

Arnis in der Freizeit kann oftmals normal angenommen werden. Kämpft man aber auch im Wettbewerb, so wird es wohl mind. 25 % Zuschlag geben.

Boxen

Boxen in der Freizeit bedeutet um die 25 % Risikozuschlag in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Boxen im Wettbewerb führt hingehend zu einer deutlichen Ablehnung in der BU.

Catchen

Catchen führte in den 90er Jahren zu einem regelrechten Boom in Deutschland. Das hilft aber nichts fürs Votum in der BU – eine Ablehnung wird folgen.

Escrima / Hapkido

Escrima und Hapkido kann im normalen Freizeitverhältnis i.d.R. normal angenommen werden. Übst Du hingegen diese beiden Arten der Kampfkunst in einem Wettbewerb aus, wird es mind. 25 % Risikozuschlag auf den Bruttobeitrag geben.

Jiu-Jitsu/Ju-Jutsu

Jiu-Jitsu/Ju-Jutsu wird als normaler Freizeitsport i.d.R. normal angenommen werden können. Übst Du dies aber im Wettbewerb aus, so rechne bitte mit mind. 25 % an Risikozuschlag.

Judo

Judo in der Freizeit wird in der Berufsunfähigkeitsversicherung bei vielen Gesellschaften normal angenommen. Der Wettkampf wird aber nicht mehr so gern gesehen und ein Zuschlag von 25 % wird die Folge sein.

Kali

Ähnlich wie bei Judo und bei Jiu-Jitsu wird bei Kali der einfache Freizeitspaß normal angenommen. Mit Wettbewerb eher um die 20-25 % Risikozuschlag.

Karate

Karate gehört zu einem der beliebtesten Kampfsportarten. Übst Du diese Sportart nur in der Freizeit aus, wirst Du wahrscheinlich in der Berufsunfähigkeitsversicherung normal angenommen.
Im Wettkampf mit Leicht / Semikontakt musst Du aber mit 25 % Risikozuschlag rechnen. Bei Vollkontakt schon mit 75 % aufwärts an Zuschlag, gerne aber wohl auch mit einer direkten Ablehnung.

Kendo

Kendo in der Freizeit normal, mit Wettkämpfen hingegen bei eher geringen 10 % Risikozuschlag aufwärts.

Kickboxen

Kickboxen wirst Du selbst als normalen Freizeitsport nicht ohne Zuschläge versichern können. Das Risiko mag niemand so recht tragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Zumindest nicht zu normalen Bedingungen.

Im Wettkampf mit leichtem Kontakt wirst Du schon mit mind. 50 % Risikozuschlag rechnen müssen, mit Vollkontakt gibt’s gleich eine Ablehnung.

Kung-Fu

Beim Kung-Fu ohne Wettkampf wird man keinen Zuschlag verlangen. Mit Wettkampf wird wieder die Intensivität unterschieden. Bei Kung-Fu mit Vollkontakt kann es eine Ausschlussklausel geben, eher aber mind. 75 % Risikozuschlag.
Bei nur leichtem / Semi Kontakt musst Du aber immer noch mit mind. 25 % aufgrund des Wettkampfcharakters rechnen.

Ringen

Ringen ohne Wettkampf muss zwar angegeben werden in der Berufsunfähigkeitsversicherung, aber man wird es wahrscheinlich normal annehmen. Finden Wettkämpfe statt, musst Du mit mind. 25 % Risikozuschlag rechnen.

Taekwondo

Taekwondo in der Freizeit wird man normal versichern können. Schwieriger wird’s, wenn ein Wettkampf daraus wird. Leicht / Semikontakt führen zu einem ungefähren Risikozuschlag von 25 % in der BU. Mit Vollkontakt nochmal das Doppelte (also 50 % Risikozuschlag).

Thaiboxen/Muay-Thai

Thaiboxen gibt es sofort wohl um die 25 % Risikozuschlag, auch wenn Du nicht im Wettbewerb kämpfst. Mit Wettkampf mit Leicht / Semikontakt darfst Du schon mit mind. 50 % rechnen. Mit Vollkontakt kassierst Du leider i.d.R. eine Ablehnung.

Ultimate Fighting/ Free Fight

Beim Ultimate Fighting / Free Fight kannst Du Dir die Anfrage sparen – das würde flächendeckend nach unserer Kenntnis abgelehnt werden.

Mannschaftssportarten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Mannschaftssportarten begeistern seit jeher die Massen. Von Fußball über Eishockey oder Handball. Ob es ein Problem gibt mit der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung wirst Du erfahren, wenn Du auf das einzelne Feld klickst.

American Football

Spielst Du American Football in Deiner Freizeit, so wirst Du nicht um einen kleinen Risikozuschlag von 20-30 % umher kommen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Baseball

Baseball wird unter normalen Umständen überall normal versichert.

Basketball

Basketball stellt ebenso kein Problem dar. Bitte in der Voranfrage bzw. dem Antrag aber angeben.

Eishockey

Eishockey wird wahrscheinlich NICHT zu einer normalen Annahme führen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Risikozuschlag von 25 % werden schon leider in Kauf genommen werden müssen. Wenn Du wirklich extrem selten spielst, dann ggf. eine individuelle Anfrage.

Flagfootball

Flagfootball dürfte in Deutschland noch nicht so viele Anhänger haben. Wenn Du aber einer bist und den Sport aktiv betreibst, wirst Du normalerweise ohne Zuschläge in der BU angenommen.

Fußball

Der König Fußball führt zu keinem Problem in der Berufsunfähigkeitsversicherung, solange Du Amateur bist :-).

Handball

Handball führt i.d.R. zu keinerlei Risikozuschlägen oder Annahmeproblemen in der BU.

Hockey

Auch als aktiver Hockeyspieler musst Du Dir keine Gedanken machen. Bitte angeben im Antrag, aber es wird normal angenommen von den meisten Gesellschaften.

Lacrosse

Lacrosse = normale Annahme!

Rugby

Rugby wird ähnlich gesehen wie American Football. Einen Risikozuschlag wird es hier von mindestens 25 % geben. Evtl. aber individuell anfragen bei den einzelnen Gesellschaften.

Volleyball

Beim Volleyball dürfte es zu keinen Problemen kommen. Normale Annahme!

Wasserball

Wasserball sehen die Gesellschaften i.d.R. auch gelassen – normale Annahme in der BU. Ggf. aber vorher abklären. Nicht, dass es ein Risikoprüfer mal nicht so gelassen sieht wie wir :-).

Motorradsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Motorsportaktivitäten stellen oftmals ein vermeintlich kleineres oder auch oft größeres Risiko bei der Absicherung der Berufsunfähigkeit dar. Von Ablehnung bis zu einer normalen Annahme dürfte aber alles möglich sein. Wichtig ist aber, dass Du es im Antrag angibst. Idealerweise schon in der Risikovoranfrage, um hier ein unverbindliches Votum (was i.d.R. aber immer übernommen wird) zu bekommen.

Bahnsport

Sämtliche Bahnmotorradsportarten wie Eisspeedway, allgemein Speedway und Gras / Sand / Langbahnrennen werden direkt zu einer Ablehnung in der BU führen.

Dragster/Dragbike

Dragster bzw. Dragbike wird normalerweise auch keiner versichern – Ablehnung.

Enduro

Enduro fahren wird auch nicht gerne gesehen. Übst Du es nur in der Freizeit aus, wirst Du mit mind. 50 % Risikozuschlag wahrscheinlich leben müssen. Zuverlässigkeitsfahren sogar noch mehr. Bei Mehrstundenveranstaltungen im Enduro Bereich wird es entweder eine Ablehnung, eine Ausschlussklausel oder mind. 100 % Risikozuschlag geben in der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Eine nationale Enduro Rally sollte angefragt werden, bewegst Du Dich aber im internationalen Bereich, wird es eine Ablehnung geben. Ebenso bei der Rally Dakar :-).

Fahrsicherheitstraining (Motorradsport)

Fahrsicherheitstraining ohne Rennen wird i.d.R. normal angenommen. Wenn aber Rennen dabei sein sollten, sieht es schwieriger aus. Mind. 50 % Risikozuschlag wirst Du hier bekommen.

Hillclimbing

Solltest Du Hillclimbing betreiben, so stelle Dich mindestens auf einen Zuschlag von 50 % ein oder auch einer Ausschlussklausel.

Motoball

Moto Ball dürfte einen geringen Risikozuschlag von 25 % nach sich ziehen.

Motocross

Bei Motocross als Freizeitvergnügen würde dies einen gehörigen Risikozuschlag von um die 50 % bedeuten in der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Betreibst Du dazu noch Freestyle, ist die Ablehnung fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch wenn Du es Indoor, Outdoor oder als Profi / Semiprofi betreibst, wird man Dich ablehnen.

Privatfahrten auf Rennstrecken ohne Wettbewerbe (Motorradsport)

Privatfahrten auf Rennstrecken ohne Wettbewerb wird auch nicht gerne gesehen. Minimum 50 % Risikozuschlag nach unserer Erfahrung!

Quad

Quadfahren als reine Freizeitbeschäftigt kann in der Berufsunfähigkeitsversicherung einen geringen Zuschlag ausmachen von vielleicht 10 %. Ein paar Gesellschaften dürften es kritischer sehen, wenige nehmen Dich vielleicht normal an. Hier bitte individuell das „Risiko“ beschreiben.
Betreibst Du das Quad-Fahren hingegen als Rennsport, dann hagelt es sicherlich Ablehnungen.

Rallye (Motorradsport)

Bei Rally (egal ob nur national, international oder gar Dakar) wirst Du normal abgelehnt werden in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Sportfahrerlehrgänge (auf Rennstrecken / Motorradsport)

Sportfahrerlehrgänge auf Rennstrecken bedeuten wohl um die 50 % Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel.

Straßensport/Rundstreckenrennen (Motorradsport)

Sämtlicher Straßenrennsport (auch unter 250 ccm, auf dem Mini Bike oder Seitenwagen) wird eine Ablehnung nach sich ziehen.

Super Moto

Mit Super Moto wird man Dich in der BU auch ablehnen.

Trial (Motorradsport)

Beim Motorsport-Trial wirst Du einen geringen Risikozuschlag von ca. 25 % berappen müssen. Soweit der Risikoprüfer Deine Sportart überhaupt kennt :-).

Reitsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch alle Freizeitaktivitäten rund um den Sammelbegriff „Reiten“ muss im BU-Antrag unbedingt angegeben werden. Ob Du trotz Dressur, Galopprennen, Springreiten und Co. noch normal angenommen werden wirst in der BU, erfährst Du hier:

Dressur

Beim Dressurreiten ohne Wettbewerb wirst Du höchstwahrscheinlich normal angenommen werden können in der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bist Du auch im Wettkampf tätig, sieht das Bild glücklicherweise ähnlich aus. Auch hier könnte von einigen Gesellschaften eine ganz normale Annahme folgen in der BU.

Fahrsport (Wagen/Kutschen)

Fahrsport mit Kutschen / Wagen führt ohne Wettbewerbsgedanken wahrscheinlich zu einer normalen Annahme. Übst Du dies im Wettbewerb aus, kannst Du mit einem überschaubaren Risikozuschlag rechnen.

Freizeitreiten ohne Wettbewerbe

Freizeitreiten ohne Wettbewerbshintergedanken musst Du zwar angeben in der Berufsunfähigkeitsversicherung, aber es wird zu einer normalen Annahme genügen. Zumindest bei den meisten Gesellschaften (trotzdem bitte eine Risikovoranfrage stellen!).

Galopprennen

Galopprennen wird in der BU heikel sein. Mindestens das Doppelte an Beitrag, gerne aber auch eine Ausschlussklausel oder gleich eine Ablehnung. Nicht so einfach.

Hindernisrennen

Hindernisrennen sind eigentlich ein No-Go und werden zu einer Ablehnung in der BU führen.

Horseball

Horseball wird auch nicht so gerne gesehen – mind. 50 % Risikozuschlag wird es geben. Ggf. aber auch eine Ausschlussklausel.

Islandpferdesport

Islandpferdsport wird bei normalem Freizeitverhalten auch normal angenommen werden in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ebenso auch im Wettbewerb mit Dressur.
Wenn Du aber auch an Rennen teilnimmst, kann es um die 25 % Risikozuschlag geben. Bei manchen Gesellschaften sicherlich aber noch mehr.

Jagdreiten

Beim Jagdreiten werden eigentlich alle Gesellschaften gnadenlos sein. Du bist nicht mehr versicherbar! Sorry!

Militaryreiten/Vielseitigkeitsprüfungen

Military Reiten/Vielseitigkeitsprüfungen – in den Klassen E, A und L wird einen gehörigen Zuschlag erfordern. Mind. 75 % oder gleich eine Ablehnung.
Die Ausübung in Klasse M+S dürfte noch höher ausfallen in Sachen erschwerter Annahme.

Mountend Games

Bei Mountend Games dürfte um die 50 % Risikozuschlag in der BU sein.

Polo

Polo könnte man eigentlich locker sehen, sieht aber in der Realität anders aus. Mind. 50 % Zuschlag in der Berufsunfähigkeitsversicherung wird oft verlangt.

Ringreiten

Ringreiten tendenziell um die 25 % Risikozuschlag.

Rodeo reiten

Rodeo reiten und Berufsunfähigkeitsversicherung verträgt sich nicht – wird eine Ablehnung sein.

Springreiten

Springreiten ohne Wettbewerb wird schwierig ohne Risikozuschlag in der BU – ein geringer Zuschlag wird fällig werden. Je höher der Wettbewerb wird (Klasse E, A und L bzw. M+S), desto höher wird der Beitrag ausfallen – bis hin zur Ablehnung oder einer Ausschlussklausel.

Voltigieren

Voltigieren ohne Wettbewerb wird oft normal angenommen. Übst Du das Voltigieren aber im Wettbewerb aus, kann ein Risikozuschlag von 25 % fällig werden.

Westernreiten

Westernreiten in der Freizeit stellt i.d.R. kein größeres Problem dar. Im Wettbewerb kann aber ein Zuschlag von 25 % fällig werden.

Tauchsport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Unter dem Tauchsport versteht man sicherlich nicht das Untertauchen in der heimischen Badewanne . Viele machen im Ausland den Tauchschein und fragen sich, ob es ein Problem in der Berufsunfähigkeitsversicherung darstellt, wenn sie zweimal im Jahr in Spanien schnorcheln gehen. Oder begeisterte Apnoetaucher sind, zum Tauchlehrer ausgebildet werden oder einfach nur in Thailand schnorcheln gehen…

Alleintauchen

Alleintauchen ist gefährlich – so sehen es auch die BU-Gesellschaften. Ablehnung wird i.d.R. die Folge sein.

Apnoetauchen

Für Apnoetauchen gibt es wieder verschiedene Abstufungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Oftmals ist hier eine Tiefe von 20 Metern eine gewisse magische Grenze. Tauchst Du darunter, sind die Chancen groß, dass Du normal angenommen wirst in der BU. Darüber wirst du Individuell anfragen müssen. Hier kann alles in der Verlosung sein. Von der normalen Annahme bis hin zu einer Ausschlussklausel, gehörigen Risikozuschlägen oder direkt einer Ablehnung.
Apropos Ablehnung: Diese gibt es, wenn Du Apnoe Tauchen als Wettbewerb machst.

Rebreathertauchen

Rebreathertaucher haben es nicht einfach, denn normal werden diese in der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht angenommen. 50 % Risikozuschlag wegen außergewöhnlichen Gefahren sind schon drin.

Schnorcheln

Geschnorchelt hat wohl jeder schon mal von uns. Ob in der heimischen Badewanne oder am Traumstrand von Thailand. Keine Sorge – kannst Du auch weiterhin bedenkenlos machen. Das Risiko Schnorcheln sehen die Versicherer in der Berufsunfähigkeitsversicherung recht locker.

Tauchen in geschlossenen Höhlensystemen

Tauchen in geschlossenen Höhlensystemen ist sicherlich ein Megakick, aber eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirst Du damit nicht mehr bekommen – Stichwort Ablehnung.

Tauchen mit Mischgas/Trimix bis 60 Meter

50 % Risikozuschlag bei Tauchen mit Mischgas & Trimix (bei bis zu 60 Meter) können es schon sein.

Tauchen mit Pressluft/Nitrox

Tauchen mit Pressluft /Nitrox unterteilen die BU-Gesellschaften wieder extrem unterschiedlich. Freizeittauchen bis 40 Meter wird in der Praxis wahrscheinlich kein Problem darstellen. Bei über 40 Meter und unter 65 Meter wird es kritischer, da wirst Du gleich mit einem Risikozuschlag von 50 % und mehr konfrontiert, evtl. gibt’s auch gleich eine Ablehnung in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Beim Tauchen in offenen Höhlen und Grotten dürften es um die 25 % an Risikozuschlag sein. Beim Eistauchen liegen wir wahrscheinlich schon um die 50 % an Zuschlag.
Das Nachttauchen hingegen kann oftmals normal genommen werden in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ebenso das Orientierungstauchen. Auch das Rettungstauchen wird wohl kein großes Hindernis darstellen um normal versichert zu werden. Das selbige gilt für das Wracktauchen. Wenn der Versicherer nicht komplett behämmert ist, wird er Dich normal annehmen. Bitte aber vorher eine Risikovoranfrage stellen! Strömungstauchen im Fluss wird aber nicht mehr normal versicherbar sein in der BU, einen Risikozuschlag von 25 % und mehr wird es geben.

Tauchen über 60 Meter

Tauchen über 60 Meter Tiefe wird leider flächendeckend wohl zu einer Ablehnung führen.

Tauchlehrertätigkeiten

Tauchlehrertätigkeiten sind schwer einzuschätzen, hier kann es kein Handbuch geben. Bitte individuell Anfragen bei den Versicherungsgesellschaften – gerne über uns :-).

Tauchwettbewerbe

Und zu guter Letzt die Tauchwettbewerbe. Auch hier kann aus der Ferne kein Votum gegeben werden. Es gibt einfach viel zu unterschiedliche Wettbewerbe. Hier bitte individuell anfragen – am besten aber ohne Risikovoranfragebogen (nach Möglichkeit).

Wassersport in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wassersport in der Berufsunfähigkeitsversicherung? Wie verträgt sich das? Werde ich als aktiver Kanufahrer noch normal angenommen? Ich segle, ist das ein Problem in der BU? Windsurfen gehört zu meinen Hobbys – habe ich jetzt eigentlich noch die Möglichkeit, mich normal abzusichern? Eine Tendenz zu diesen und weiteren Wassersportarten geben wir Dir mit untenstehender Übersicht.

Canyoning

Canyoning ist noch nicht wirklich so bekannt und auch die BU-Gesellschaften tun sich damit etwas schwer. Hier bitte direkt anfragen, um ein individuelles Votum zu erhalten.

Jet Ski

Jet-Ski rein in der Freizeit dürfte für die meisten Gesellschaften in der Berufsunfähigkeitsversicherung kein größeres Problem darstellen. Machst Du dies aber im Wettbewerb, werden mind. 50 % Risikozuschlag fällig werden, alternativ vielleicht auch eine Ausschlussklausel.

Kanu/Kajak/Rafting

Die Oberbegriffe Kanu / Kajak / Rafting müssen wieder etwas unterteilt werden.
Kein Problem dürfte es sein, wenn Du Dein Hobby im zahmen Wasser ausführst. Ebenso in der Wildwasser Schwierigkeitstabelle 1 und 2.
Bist Du aber schon in Stufe 3 aktiv, so musst Du mit einem geringen Risikozuschlag wohl vorliebnehmen. Dieser Zuschlag steigert sich bis zur Schwierigkeitstabelle 5 auf ca. 50 % Zuschlag, wahlweise auch einer Ablehnung oder einer Ausschlussklausel.
Ab dem 6er Schwierigkeitsgrad wirst Du direkt eine Ablehnung in der Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen.

Kitesurfen

Nach Kitesurfen in der Berufsunfähigkeitsversicherung werden wir immer wieder mal gefragt. So über den Daumen gepeilt ist es oft ein Risikozuschlag von ca. 25 %, wenn kein Wettbewerb betrieben wird. Findet dieser statt, kann der Zuschlag schon bei 50 % liegen. Wahlweise aber auch mit einer Ausschlussklausel.
Hier werden sich die Gesellschaften aber ziemlich unterscheiden. Schön wäre es, wenn Du die freie Wahl hättest. Sprich: Annahme mit Risikozuschlag oder Annahme mit Ausschlussklausel in der BU.

Motorbootrennen

Motorbootrennen (egal ob Circuitrennen oder Off-Shore-Racing / Powerboat-Racing) wird mit sehr großer Wahrscheinlich direkt abgelehnt.

Segeln

Segeln erfreut sich großer Beliebtheit. Wenn Du es ganz normal betreibst, dann wird eigentlich keine BU-Gesellschaft Dir Steine in den Weg legen – es folgt eine normale Annahme des Risikos Segeln in der Berufsunfähigkeitsversicherung.
Selbst wenn Du an Wettbewerben teilnimmst, wirst Du normal angenommen. Vorausgesetzt, es handelt sich um Binnengewässer oder Strandnähe.
Hochseesegeln im Wettbewerb und Ozeanüberquerungen stellen ein großes Problem dar. Du segelst alleine (Einhandsegler) bzw. mit jemandem (Zweihandsegler) = Ablehnung. Bei 3-5 Personen zeigt man sich etwas barmherziger, ca. das Doppelte an Zuschlag dürfte fällig werden. Sind es mehr als 6 Personen, so kann der Risikozuschlag nochmal etwas entfallen. Alternativ wäre ggf. eine Vereinbarung einer Ausschlussklausel auch durchaus möglich.

Wasserski, Wakeboard

Wenn Du Deine Freizeit mit Wasserski & Wakeboard ausfüllst, ist es kein großes Problem. Normale Annahme dürfte möglich sein. Nimmst Du auch an Wettbewerben teil, wird es etwas schwieriger mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein geringer Aufschlag wird wohl kommen.
Beim Barfußwasserski wird der vereinbarte Zuschlag noch etwas höher ausfallen, wohl so um die 25 %. Bei Hochgeschwindigkeitsrennen wirst Du Dich aber schwertun, jemanden zu finden, der Dich absichert. Ablehnung wahrscheinlicher als irgendeine Annahme.

Wellenreiten

In der Berufsunfähigkeitsversicherung wird Wellenreiten ohne Wettbewerb kein Problem darstellen. Mit ernsterem Hintergrund eines Wettbewerbs wird Dich ein Risikozuschlag von um die 25 % erwarten.

Windsurfen

Kein Problem dürfte normales Windsurfen in der BU sein, solange Du es einfach als normales Hobby ausführst. Mit Wettbewerb kommst Du um einen Risikozuschlag (oder gar einer Ausschlussklausel) nicht drum herum.

Sonstige Sportarten in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Dies ist die Kategorie für sonstige Sportarten, die sonst nirgendwo mehr reinpassen würden. Sicherlich interessant für den Marathonläufer, Bodybuilder, Radsportfreund, dem Turner und vielen weiteren Freunden der sportlichen Aktivität.

Bodybuilding

Für den Hobby Bodybuilder wird oftmals kein gesonderter Zuschlag fällig. Übst Du es aber im Wettbewerb aus, sehen es die Berufsunfähigkeitsversicherer nicht mehr so locker und es wird ca. 50 % Risikozuschlag fällig, manche Gesellschaft dürfte auch gleich ablehnen.

Gewichtheben

Gewichtheber haben auch kein leichtes Leben in der Berufsunfähigkeitsversicherung – viele Versicherer werden nur einen Versicherungsschutz mit ca. 50 % Risikozuschlag anbieten.

Marathon

Für den Marathon Läufer läuft´s gut – eine normale Annahme dürfte möglich sein.

Parkour

Parkour ist durchaus gefährlich – das sehen auch die meisten BU-Gesellschaften so und werden Dich daher leider ablehnen.

Radsport

Der Radsport ist eigentlich ein sehr weiter Bereich. Gehen wir Stück für Stück vor.
BMX Fahren ohne Wettbewerb ist zwar angabepflichtig, trotzdem dürftest Du normal angenommen werden. Mit einem Wettbewerbshintergrund wird’s für die Berufsunfähigkeitsversicherung schon etwas schwieriger – um die 25 % Zuschlag müsstest Du wohl berappen.
Bahnsport wird hingegen normalerweise nicht erschwert angenommen. Ebenso Kunstradfahren. Auch Radball kann normal angenommen werden in der BU. Auch Rennradfahrer dürfen aufatmen und sich unbeschwert auf die nächste Tour freuen – Dich werden keine erschwerten Bedingungen daran hindern, die passende Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Schießsport

Schießsport stellt auch kein größeres Problem in der BU dar – eine normale Annahme dürfte möglich sein. Wenn nicht, dann solltest Du Deine Wahl nach dem passenden BU-Unternehmen nochmal überdenken.

Skateboard/Longboard

Skateboard & Longboard ohne Wettbewerb dürfte normal angenommen werden. Mit Wettbewerb wird es schwieriger in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein Zuschlag von 25 % dürfte keine Seltenheit sein. Kommt noch „Downhill“ dazu, bekommst Du direkt eine Ablehnung in der BU. Normalerweise.

Tanzsport

Tanzsport ist nicht für jeden etwas – wenn doch, musst Du dir keine Gedanken machen. Bitte angeben im Antrag, aber es dürfte zu keinem erschwerten Angebot kommen in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Trampolinspringen

Auch Trampolinspringer dürften laut den meisten Versicherungsunternehmen normal versicherbar sein (d.h. ohne Zuschläge oder Ausschlüsse).

Triathlon

Triathleten dürfen aufatmen – viele Gesellschaften im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung werden Dich mit großer Wahrscheinlichkeit normal annehmen (aber bitte vorher in der Risikovoranfrage abklären!).

Turnen

Bei Turner gibt es i.d.R. auch keine besonders erschwerten Bedingungen in der Antragsannahme, so unsere Erfahrung.

Tipp aus der Praxis zur Risikovoranfrage & Antrag bei gefährlichen Hobbys in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Folgendes können wir Dir noch als kleinen Tipp geben: Es ist vielleicht ratsam, dass man bei Deinem vermeintlich gefährlichen Hobby zu Beginn die verschiedenen Risikovoranfragebögen vermeidet. Fordert das Versicherungsunternehmen diese aber an, dann kommen wir nicht daran vorbei. Aber oftmals genügt eine ausführliche Eigenerklärung über Dein Freizeitverhalten, damit der Risikoprüfer der BU-Gesellschaft sich schon ein Bild machen kann.

Warum wir nicht immer einen Fragebogen in der BU präferieren, sehen wir am Beispiel der Alten Leipziger (ein sonst sehr guter Versicherer). Diese fragt nämlich folgendes nach:

Bergsport Alte Leipziger Fragebogen Berufsunfähigkeitsversicherung

Äh ja, haben wir denn eine Glaskugel? Nicht wenige Bergsteiger können es für ihr Leben ausschließen, dass sie sich nicht vielleicht mal ihren Lebenstraum erfüllen und in den Anden oder Nepal wandern werden. Ein BU-Fragebogen soll nach dem IST-Zustand fragen und nicht nach möglichen Eventualitäten.
Sauberer hat es hier z.B. die LV 1871 gelöst:

Bergsport LV 1871 Fragebogen Berufsunfähigkeitsversicherung

Und wie sieht die Praxis in der Berufsunfähigkeitsversicherung mit gefährlichen Hobbys aus?

Ein It-Berater aus München wandert gerne und sucht nun zur Absicherung seiner Arbeitskraft die passende Berufsunfähigkeitsversicherung. Sein Hobby Bergsport hat er wie folgt beschrieben:

Bergsport Eigenangabe zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit dieser Angabe gab es von zwei Gesellschaften (von vier) eine normale Annahme:

Zum einen die LV 1871:

Bergsport Eigenangabe LV 1871 zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Zum anderen die HDI Versicherung:

Bergsport Eigenangabe HDI zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wir haben hier aber auch bei weiteren Gesellschaften (z.B. der Bayerischen) angefragt, welche ein attraktives Bedingungswerk und gar den günstigsten Zahl- wie Bruttobeitrag hatten. Dieser genügten die Eigenangaben aber nicht und deshalb wollten sie ihren eigenen Fragebogen ausgefüllt zurück.

Bergsport Aufforderung Bayerische zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Diesem Wunsche (Ausfüllen des Bergsportfragebogen) kamen wir nach und hofften nun auf ein positives Votum für die Berufsunfähigkeitsversicherung:

Dem war aber nicht so: Glatte 50 % Risikozuschlag wollte man draufschlagen.

Bergsport Votum Bayerische Zuschlag zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Das ist natürlich nicht akzeptabel und so darf sich unser Interessent nun zwischen der HDI und LV 1871 entscheiden. Aber Du siehst, dass es wahnsinnige Unterschiede geben kann in der Annahme. 50 % Risikozuschlag über die gesamte Laufzeit bis 67 Jahre ist einiges an Beitrag. Bei einem Extrembergsteiger können wir es ja noch verstehen, aber in diesem Fall? Kopfschütteln.