Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung? Gehen Sie mit uns auf Nummer sicher! Erfahrungen und Tipps aus der Praxis!

Waren Sie die letzten Jahre in ärztlicher Behandlung, haben Medikamente verordnet bekommen, etc. und möchten eine Berufsunfähigkeitsversicherung (wahlweise Risikolebensversicherung) abschließen, so raten wir dringend dazu, eine Risikovoranfrage zu stellen. Wie immer reden wir nicht um den theoretischen Brei herum, sondern steigen vor allem im weiteren Verlauf des Beitrages direkt in die Praxis ein ;-). 

Die einzelnen Versicherungsunternehmen beurteilen das einzelne Krankheitsbild oftmals sehr unterschiedlich.

Praxisbeispiel
Versicherung A: Komplette Ablehnung
Versicherung B: Allgemeiner Beitragszuschlag von 20 %
Versicherung C: Ausschluss Wirbelsäulenerkrankung+Ausschluss Rechter Zeigefinger
Versicherung D: Normale Annahme
Versicherung E: Ausschluss rechter Zeigefinger+Beitragszuschlag von 25 %.

Sie sehen: Ohne eine Risikovoranfrage käme es einem Lotteriespiel gleich, bei welchem Unternehmen Sie die besten Konditionen bekommen hätten. Eine Einschätzung, wie Sie die jeweilige Versicherungsgesellschaft annehmen würde, endet oft in einem Glücksspiel. Auch die Annahmequote der Versicherungen ändern sich dauernd. Es kommt durchaus vor, dass z. B. derzeit die "Pfefferminzia-Versicherung" ein besonderes Augenmerk darauf legt, sich keine versicherten Personen mit Wirbelsäulenbeschwerden einzufangen, währenddessen derzeit eine weitere Gesellschaft dies etwas lockerer in ihrer Annahmepolitik sieht. 

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

1. Denken Sie daran: Nicht Sie haben die freie Wahl für ein Versicherungsunternehmen, sondern die Versicherung hat die freie Wahl, ob und zu welchen Konditionen sie Sie versichern möchte. Je mehr Vorerkrankungen, Erschwernisse, berufliche Risiken oder „gefährliche“ Hobbys Sie haben, umso geringer ist Ihre Auswahlmöglichkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Und glauben Sie uns - die Versicherungen werden (leider) immer wählerischer. Teilweise möchte man sich nur noch die "Rosinen" herauspicken. 

2. Wenn Sie bei einer Versicherung direkt einen Antrag stellen und diese lehnt sie anschließend ab, so ist die Nichtannahme bei der nächsten Anfrage die wahrscheinlichste Möglichkeit. Zumindest wird es aber große Probleme geben. Dies ist ähnlich wie bei einem Ratenkredit mit der Schufadatei (vereinfachtes Beispiel) - hier wird die Bank auch hellhörig, wenn Sie schon mal eine Ablehnung bekommen haben bei einem Kredit. 

Schließen Sie dieses Risiko von vornherein aus! Sie kommen bei einem offiziellen Antrag in eine gemeinsame Datenbank der Versicherer, nämlich die sogenannte „HIS Datei“. Bei allen weiteren Anträgen gleicher Art muss in der Regel ein abgelehnter oder mit Erschwernissen angenommener Versicherungsantrag angegeben werden. Der nächste Versicherer erfährt durch einen Blick in die Sonderwagnisdatei von dem Eintrag und wird somit sehr kritisch prüfen, ob er Sie noch versichern möchte und zu welchen (oftmals sehr schlechten) Konditionen.

Gehen Sie lieber mit uns den besten Weg für Sie - Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung & Risikolebensversicherung!

  1. Kümmern Sie sich um Ihre Krankheitsverläufe. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir es i.d.R. sehr gut einschätzen, wie und zu welchen Konditionen Sie versicherbar wären in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die aufgebauten Kontakte zu den verschiedenen Gesellschaften ermöglichen es uns, auf dem kurzen Dienstweg eine Einschätzung zu bekommen.

  2.  Sollte kein direkter Antrag erfolgsversprechend sein (was i.d.R. nur bei sehr gesunden Personen sinnvoll ist), so machen wir für Sie eine Risikovoranfrage bei den verschiedenen Gesellschaften. Natürlich können wir den Bereich der angefragten Unternehmen vorher eingrenzen, je nachdem, welche Leistung Ihnen wichtig ist.
    Die Entscheidung des Prüfers steht zwar meist unter dem Vorbehalt der abschließenden Prüfung bei Antragseinreichung durch die Gesellschaft, hat aber in der Praxis jedoch eine gewisse Verbindlichkeit. Aus unserer Praxis können wir berichten, dass ca. 1 % der Anträge nicht so policiert werden, wie das Votum in der Risikovoranfrage der Fall gewesen ist. Ein minimales Restrisiko bleibt somit. Ein guter Kontakt zu den Risikoprüfern vermindert dieses aber auf jeden Fall ;-). 

  3. Sollte keine Versicherbarkeit möglich sein, so prüfen wir für Sie gerne aktuelle Sonderaktionen einzelner Unternehmen, welche teilweise vereinfachte Gesundheitsfragen besitzen. Hier ist aber oftmals die Höhe der Absicherung begrenzt, ebenso ist eine Nachversicherungsoption in den meisten Fällen ausgeschlossen. Eventuell kann man aber auch verschiedene Sonderaktionen kombinieren, so dass Sie dann auf Ihren gewünschten Schutz kommen.

Wir suchen für Sie den passenden Anbieter aus, diskutieren mit Ihnen gemeinsam die Vor- und Nachteile verschiedener Varianten und leiten den Versicherungsantrag an die Gesellschaft weiter, wo sie problemlos angenommen werden. Lieber eine Risikovoranfrage  & etwas eigene Zeit investiert, als eine Ablehnung!

Was kostet eine Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung über uns?

Der Service ist für Sie bzw. unsere Kunden kostenfrei. Wir wissen hierbei ihr Vertrauen zu schätzen und prüfen Ihr Anliegen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und wir senden Ihnen den Risikovoranfragenbogen gerne und unverbindlich zu. Natürlich werden die Gesundheitsfragen vertraulich behandelt.

In der Praxis läuft es dann so ab, dass Sie uns Ihre Patientenakte per Mail, Upload auf einer Cloud oder per Post zur Verfügung stellen. Wir sehen uns Ihre Krankenakte intensiv an und kommen bei Nachfragen (welche sich fast immer ergeben) auf Sie zurück. Je nach Fragestellung werden wir auch verschiedene Formulare verwenden, welche jeweils einen anderen Abfragezeitraum beinhalten. Hier können wir dann gezielt auf Ihre einzelnen Krankheitsbilder eingehen und evtl. unnötige Angaben in der Voranfrage umgehen.

Aktuelle Beispiele in der Risikovoranfrage!

Lassen wir hier das theoretische Geschwätz und schauen uns einige Praxisfälle an:

1. Arzt mit einigen Vorerkrankungen und dem Freizeitsport Bergsport:
Hier mussten die vollen Möglichkeiten als Versicherungsmakler genutzt werden. Für beide Seiten (Interessent & Finanzberatung Bierl) war dies ein sehr umfangreiches Unterfangen, letztendlich fanden wir nach einigen Nachverhandlungen aber eine sehr passende Lösung bei der Volkswohlbund Versicherung. In diesem Beispiel ließ die Versicherung dem Interessenten auch die Wahl in puncto „gefährlichem Hobby“. Entweder 15 % Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel (d.h. dass eine Berufsunfähigkeit durch einen Unfall beim Bergsport nicht versichert wäre). Faire Klausel, wie wir finden.

Beispiel Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt

2. Auch in der Risikolebensversicherung macht es für aussichtslose Fälle Sinn eine Risikovoranfrage zu stellen!

Ein Interessent kommt mit einer 80-seitigen Krankenakte zu uns mit der Bitte um eine Risikovoranfrage in der Risikolebensversicherung. Sehr heikler Fall, letztendlich fanden wir einen Anbieter mit 100 % Risikozuschlag, was für die zu versichernde Person völlig in Ordnung war, da diese eigentlich die Hoffnung schon aufgegeben hatte.

Risikovoranfrage Risikolebensversicherung Annahme Zuschlag

Noch mehr Detailinformationen zu dieser Voranfrage & Ergebnis haben wir in einem eigenen Blogartikel verfasst.

3. Berufsunfähigkeitsversicherung mit etlichen Vorerkrankungen!

Verschiedene Vorerkrankungen, das beste Ergebnis stellte diesmal die AXA mit einem Ausschluss für Tinnitus dar. Mit diesem konnten beide Seiten absolut leben.

Ausschluss Tinnitus Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Risikovoranfrage bei so viel Versicherungsunternehmen wie in den obigen Beispielen ist aber nicht Alltag. Je nach Beruf, Vorerkrankung und gewünschten Bedingungen schließen wir einige Gesellschaften schon vorher aus.

Fallstricke „Hobbys & Freizeitaktivität“ in der Risikovoranfrage

Wir erleben immer wieder, dass einige Interessenten ihren Hobbys und Freizeitaktivitäten eher keine große Bedeutung zumessen, obwohl diese für die Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung von großer Bedeutung sind. Sind Sie z.B. aktiv im Bergsport, Kitesurfen, Eishockey oder Mountainbiken, so geben Sie dies unbedingt in der Berufsunfähigkeitsversicherung an. Am besten schon gemeinsam mit uns in der Voranfrage! Die einzelnen Versicherer beurteilen verschiedene Hobbys sehr unterschiedlich. Hier kann es von einer normalen Annahme bis zu einem Ausschluss oder gar einer Ablehnung alles geben.

Praxisbeispiel bei uns:

Kunde übt Bergsport (Hochtouren, Kletterkurse, Skibergsteigen) aus auf über 4.200 Meter und dies ca. 130 Stunden im Jahr.

Die Bayerische zeigte sich erfinderisch und gab 50 % Risikozuschlag auf den Bergsport und 35 % Risikozuschlag aus medizinischen Gründen.

Risikovoranfrage Bayerische Freizeitverhalten

Sauber löste es hingegen in der Risikovoranfrage der Versicherer Volkswohlbund, welcher entweder einen Risikozuschlag von 15 % oder eine Ausschlussklausel anbot. Hier hat der Interessent dann beide Möglichkeiten, welche er für seine persönliche Absicherung in Betracht ziehen kann. Einen medizinischen Zuschlag gab es nicht.

Risikovoranfrage Volkswohlbund Freizeitverhalten

Geben Sie in der Risikovoranfrage wie auch in der Antragsstellung (aber bitte erst einen Schritt vor dem anderen machen) bei der Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt Ihre Freizeitaktivitäten an. So sind Sie absolut auf der sicheren Seite und es kann im Leistungsfall kein böses Erwachen geben. Bitte einmal zu viel eine Angabe gemacht als zu wenig. Nicht Sie entscheiden, ob das „Fallschirmspringen“ eher wenig relevant ist, sondern die Risikoprüfung ;-).


Wirbelsäulenbeschwerden in der Risikovoranfrage – Fall aus der Praxis:

Zu uns kommen viele Interessenten, die in den letzten fünf Jahren nur einmal & in geringem Maße beim Arzt wegen Beschwerden der Wirbelsäule gewesen sind. Füllt man einfach den Risikovoranfragebogen aus (egal von welcher Gesellschaft / Plattform) und gibt evtl. auch nur den ICD Code der Krankenkasse an, so ist eine Ausschlussklausel oder ein Risikozuschlag sehr wahrscheinlich. In wenigen Fällen (hier aber oft in Kombination mit weiteren Krankheitsbildern) auch eine komplette Ablehnung oder auch Rückstellung für 1-2 Jahre.

Sehen wir uns ein aktuelles Beispiel an mit Rückenbeschwerden im Februar 2017.

Sonstige Wirbelsäulenbeschwerden Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

Sonstige Rückenschmerzen klingt schlimm. Kann viel sein. Nichtssagend. Zur Not (und in der Praxis) wäre diese Diagnose eine Ausschlussklausel. Vor allem durch den geringen Abstand zwischen Feststellung der Diagnose und dem gewünschten Beginn der Berufsunfähigkeitsversicherung (April 2017). Hier müssen wir den Arzt mit ins Boot holen, der ein aktuelles Attest herausschreibt, aus dem hervorgeht, dass es eine einmalige Geschichte gewesen ist.

Risikovoranfrage mit Attest Rückenschmerzen Berufsunfähigkeitsversicherung

Dies erhöht die Chance auf eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung erheblich.
Das es aber immer noch kein Selbstläufer ist, zeigt folgende Antwort:

WWK – Ausschluss Wirbelsäule

WWK Ausschluss Wirbelsäule deshalb Risikovoranfrage

Die Gothaer Versicherung schließt die Wirbelsäule zwar mit ein, fordert aber einen Risikozuschlag von 25 %. Bis zum Ende der Versicherungslaufzeit!

Gothaer Risikozuschlag Wirbelsäule deshalb Risikovoranfrage

Das es auch anders geht bei Wirbelsäulenerkrankungen und Rückenschmerzen, zeigt als Beispiel die  LV 1871 Versicherung. 

Annahme trotz Rückenproblemen LV 1871

Oder schauen wir uns das Schreiben des Arztes bei einem weiteren Mandanten aus unserem Hause an. Ohne diese Mitteilung des Arztes wäre es schwierig bis unmöglich geworden, die passende Absicherung zu bekommen.

Lumbalsyndrom auch hier Risikovoranfrage in der BU

Diese Vorgehensweise mit einem aktuellen ärztlichen Attest kann natürlich nicht nur bei Diagnosen zu Wirbelsäulenbeschwerden gemacht werden, sondern auch zu jeglichen weiteren Feststellungen, welche eine (normale) Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung schwierig bis unmöglich machen.

Aktuelles Attest zur Risikovoranfrage nicht nur bei Rückenproblemen möglich!

Beispiel, wo der Arzt den Patienteneintrag aus dem Jahr 2013 korrigierte (Mitte 2016) und somit eine normale Annahme ermöglichte. Es ist immer sehr wichtig, dass der Risikoprüfer von der Versicherungsgesellschaft ein Votum vor sich hat, dass die Behandlung idealerweise einmalig gewesen ist oder auch schon ausheilte. Das verbessert die Chancen ungemein.

Ärztliches Attest bei Risikovoranfrage immer sinnvoll

Aber ein Allheilmittel ist es natürlich nicht. Den Bandscheibenvorfall von vor zwei Jahren wird man mit dieser Methode nicht mehr versichern können, trotz Aufarbeitung der Patientenakte und penibler Risikovoranfrage. So ehrlich sind wir. Aber bei Diagnosen, welche nur einmalig oder nur sehr dezent gestellt wurden, kann es eine passende Lösung sein, um nach der Risikovoranfrage eine passende Lösung für seine persönliche Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.

Erste Einschätzung erfolgt durch uns dank langjähriger Erfahrung

Durch unsere langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Vorerkrankungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung wie auch in der Risikolebensversicherung können wir teilweise schon ein sehr gutes erstes Voting von unserer Seite für Sie abgeben. So kommen wir dann bei verschiedenen kleineren Erkrankungen auch gerne zum Schluss, dass eine Risikovoranfrage nur bei zwei oder drei Gesellschaften Sinn macht, da wohl diese schon eine Normalannahme in Aussicht stellen.
Wir und auch Sie müssen immer bedenken: Für die einzelne Gesellschaft ist eine Risikovoranfrage sehr viel Arbeit mit oftmals sehr wenig bis faktisch keinem Ertrag (da ja nur eine Versicherung den Zuschlag bekommen kann). Bei drei favorisierten Unternehmen und einer wohl normalen Annahme macht es keinen Sinn, eine Voranfrage bei 25 Gesellschaften zu stellen. Haben Sie hingegen eine umfängliche Krankenakte, wo eine passende Annahme (ggf. mit Risikozuschlag oder Ausschluss einer Erkrankung) fragwürdig scheint, so können wir gerne für Sie die Versicherbarkeit bei so gut wie allen Unternehmen prüfen.

Wir sind ehrlich zu Ihnen - zaubern können wir aber auch nicht bei der Risikovoranfrage! Aber unser bestmögliches tun!

Bitte beachten Sie aber: Bei verschiedenen Vorerkrankungen macht selbst eine Risikovoranfrage keinerlei Sinn. Wünschen Sie unbedingt den Einschluss der Psyche, befinden sich aber seit mehreren Monaten in einer aktuellen psychologischen Behandlung, so wird Sie kein Unternehmen mehr normal versichern. Das gleiche gilt z.B. für den gerade akuten Bandscheibenvorfall, den werden wir zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht versichern können.

Zudem beachten wir auch schon bei einer Risikovoranfrage die verschiedenen Fragestellungen bei den Gesellschaften. So frägt z.B. der Volkswohlbund oder die HDI Versicherung für zehn Jahre nach Psychischen Erkrankungen, die Alte Leipziger oder die Bayerische nur noch für fünf Jahre. Bei stationären Behandlungen werden i.d.R. nach zehn Jahren gefragt, wenige Gesellschaften (wie z.B. die Stuttgarter) beschränken sich auf fünf Jahre. Sie sehen – man muss eigentlich auf sehr viele Details achten, um ein passendes Ergebnis zu bekommen.

Wie Sie sehen ist selbst die Frage nach der passenden Risikovoranfrage nicht pauschal zu beantworten. Vorweg sollte immer die Einholung der Krankenakte bei den behandelnden Ärzten stehen. Evtl. passt aber auch eine laufende BU-Sonderaktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen auf Sie. 

Elektronische Tools in der Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeit. Erleichterung oder Mehraufwand?

In der Risikolebensversicherung wie auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung verschlingt eine Risikovoranfrage eine Menge an Kapazitäten bei den verschiedenen Gesellschaften. Nur ca. fünf bis zwölf Prozent von den angefragten Fällen führen endgültig zu einem Antrag bei den Unternehmen und somit zu einem Neugeschäft. Dem möchten einige Unternehmen aus dem Weg gehen und so haben Sie einerseits gemeinsame Plattform geschaffen (wie z.B. vers.diagnose von Franke & Bornberg) sowie auch einen eigenen Voranfragetool (z.B. Quickrisk der LV 1871). Diese haben bei sehr vereinfachten Krankheitsbildern durchaus ihre Daseinsberechtigung, sind aber in der Praxis für uns wenig relevant. Die Versicherer werben damit, dass man den Antrag direkt nach erfolgter Annahme (auch mit Ausschluss, Risikozuschlag etc.) policieren kann, aber ist dies unbedingt ein Vorteil? Geht die Sorgfalt nicht vor Schnelligkeit?

Risikoprüfer geben gegenüber uns offen und ehrlich zu, dass die Ergebnisse auf diesen Plattformen etwas schlechter ausfallen, da eine einheitliche Fragestellung hinterlegt ist (bei einer übergreifenden Software). Zudem lassen viele Ergebnisse mehr Fragezeichen als Antworten offen.

Diese Tools haben mit einer individuellen Risikovoranfrage somit nichts zu tun und lassen keinen Verhandlungsspielraum übrig, den wir gerne mal in Anspruch nehmen ;-).

Manche BU-Versicherer werden unflexibler in der Risikovoranfrage

Wenige Gesellschaften verweisen aber direkt auf diese elektronischen Tools. Der eine oder andere Versicherer fällt hier derzeit sehr negativ auf, da diese z.B. keine Risikovoranfragen über 10 Seiten bearbeiten. Unsere Interessenten fangen aber i.d.R. erst ab 10, 15 Seiten Krankenakte an, somit ist derzeit die Swiss Life komplett außen vor (Stand Februar 2017). Auch weitere Unternehmen prüfen nicht mehr individuell, sondern erklären sofort die Ablehnung oder einen Ausschluss bei einem bestimmten Krankheitsbild, obwohl hier evtl. eine Geschichte dahintersteckt, welche man der Risikoprüfung durchaus erläutern kann. Hier schätzen wir bei vielen Gesellschaften den kurzen Draht in der Risikoprüfung, um auch mal einen etwas schwierigeren Fall zur Zufriedenheit des Antragstellers durchzubekommen.


Pressenachklang Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung Risikolebensversicherung Erfahrungen Quickrisk

Februar 2017 / Die Versicherungsgesellschaft LV 1871 befragte Tobias Bierl nach seinen Praxiserfahrungen in der Risikovoranfrage sowohl in der Berufsunfähigkeitsversicherung wie auch in der Risikolebensversicherung. Kleine elektronische Hilfsmittel wie "Quickrisk" sollen das Leben für beide Seiten etwas erleichtern. Ob das so ist, testete Tobias in der Praxis. In vielen Fällen ziehen wir aber hingegen aber natürlich doch den kurzen Draht in die Risikoprüfung vor ;-).

Zum Artikel "Quick Risk in der Risikovoranfrage - Erfahrungen aus der Praxis."


LV 1871 Twitter Risikovoranfragetool