Pflegeversicherung: Gesundheitsfragen, Annahmechancen & Online-Abschlussmöglichkeit
Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung – Annahmechancen, Online-Abschluss und unsere Empfehlungen praxisnah erklärt.
Die Gesundheitsfragen sind einer der wichtigsten Punkte bei der privaten Pflegetagegeldversicherung – und werden trotzdem oft unterschätzt. Sie sind zwar meist kürzer als in der Berufsunfähigkeits- oder privaten Krankenvollversicherung, entscheiden aber am Ende ganz nüchtern: normale Annahme, Zuschlag oder Ablehnung.
Je nach Versicherungsgesellschaft unterscheiden sich Abfragezeiträume und Fragestellungen teils erheblich. Eine Vorerkrankung kann bei einem Anbieter unkritisch sein – beim nächsten ist direkt Schluss. Genau hier liegen in der Praxis die größten Unterschiede zwischen den Tarifen.
Auf dieser Seite zeigen wir Dir praxisnah, worauf es bei den Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung ankommt, welche Möglichkeiten es trotz Vorerkrankungen gibt und bei welchen Tarifen ein Online-Abschluss sinnvoll möglich ist. Du erfährst außerdem, warum wir die Allianz Pflegetagegeldversicherung aktuell trotz grundsätzlich guter Tarifleistungen nicht empfehlen. Wenn wir hier von „Pflegeversicherung“ sprechen, meinen wir die Pflegetagegeldversicherung.
Das Wichtigste zur Pflegetagegeldversicherung auf einen Blick
- Gesetzliche Pflege reicht nicht aus: Im Pflegefall bleiben oft hohe Eigenanteile. Das Pflegetagegeld schließt diese Lücke flexibel.
- Gesundheitsfragen sind entscheidend: Es gibt keine Aufnahmepflicht. Eine „Ja“-Antwort kann direkt zur Ablehnung führen.
- Unterschiede je nach Anbieter: Abfragezeiträume und Fragestellungen variieren stark – gleiche Gesundheit, unterschiedliche Ergebnisse.
- Online-Abschluss nur bei klarer Gesundheit: Sinnvoll, wenn alle Fragen eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden können.
- Kinder & Beiträge realistisch einordnen: Früher Abschluss sichert den Gesundheitszustand, Beitragsanpassungen sind langfristig realistisch.
- Unsere Einordnung: Hallesche und Vigo empfehlen wir aktuell. Die Allianz derzeit nicht – wegen der Gesundheitsfragen.
1. Ist eine private Pflegetagegeldversicherung sinnvoll?
Kurz gesagt: Ja – in vielen Fällen. Aber nicht für jeden um jeden Preis.
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkasko. Sie deckt nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten ab. Der Eigenanteil im Pflegefall liegt heute häufig bei mehreren tausend Euro pro Monat – und wird durch demografische Entwicklung, Personalmangel und steigende Pflegekosten künftig weiter steigen. Wer das nicht aus Vermögen oder laufendem Einkommen stemmen kann oder will, sollte sich mit einer zusätzlichen Absicherung beschäftigen.
Das Pflegetagegeld ist dabei die flexibelste Lösung: Du bekommst im Pflegefall ein frei verfügbares Tagegeld. Es gibt keine Zweckbindung – Du entscheidest, wofür das Geld eingesetzt wird. Gerade bei steigenden Pflegekosten ist diese Flexibilität ein wesentlicher Vorteil gegenüber festen Kostenerstattungsmodellen.
Aber:
Eine Pflegetagegeldversicherung ist keine Pflichtversicherung und kein „Muss“. Wer ausreichend Vermögen hat oder bewusst sagt „Das Risiko trage ich selbst“, kann auch ohne leben. Wichtig ist nur, die Entscheidung bewusst zu treffen – nicht aus Ignoranz oder falscher Hoffnung.
Wichtig zu wissen
Auch eine Pflegetagegeldversicherung ist keine Beitragsgarantie auf Lebenszeit. Pflegekosten steigen, die Lebenserwartung steigt – und damit auch der finanzielle Druck auf die Kollektive. Beitragsanpassungen sind daher langfristig realistisch und kein Zeichen eines schlechten Tarifs, sondern Ausdruck der tatsächlichen Kostenentwicklung im Pflegesystem.
2. Warum Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung so entscheidend sind
Viele unterschätzen die Gesundheitsfragen, weil sie oft kürzer sind als in der PKV-Voll oder BU. Das ist ein Trugschluss.
Denn:
- In der Pflegetagegeldversicherung gibt es keine Kontrahierungspflicht
- Ein „Ja“ kann – je nach Anbieter – direkt zur Ablehnung führen
- Risikovoranfragen sind nur eingeschränkt oder gar nicht möglich (aus unserer Praxis beantworten aktuell nur 2 von 10 Anbietern überhaupt Risikovoranfragen)
Dazu kommt:
Die Fragestellungen unterscheiden sich teils massiv – sowohl im Abfragezeitraum als auch in der Formulierung. Manche Versicherer fragen sehr konkret nach Diagnosen, andere arbeiten mit schwammigen Begriffen wie „Beschwerden“ oder „Auffälligkeiten“.
Praxisrealität:
Eine identische Krankengeschichte kann bei Anbieter A problemlos versicherbar sein – und bei Anbieter B sofort zum K.O.-Kriterium werden.
3. Pflegetagegeldversicherung trotz Vorerkrankung – realistische Möglichkeiten
Eine Vorerkrankung heißt nicht automatisch Ablehnung. Aber: Es kommt extrem auf den Einzelfall an.
Entscheidend sind vor allem:
- Art der Erkrankung
- Zeitpunkt (wie lange liegt sie zurück?)
- Verlauf (einmalig vs. chronisch)
- aktueller Zustand (beschwerdefrei oder laufende Behandlung)
Typisch aus der Praxis:
- Kleinere orthopädische Themen, ausgeheilte Operationen oder ältere Diagnosen sind oft machbar
- Neurologische Erkrankungen, psychische Behandlungen oder degenerative Leiden sind deutlich kritischer
- Laufende Behandlungen sind fast immer problematisch
Wichtig:
In der Pflegetagegeldversicherung gibt es kaum Spielraum für „Erklärungen“. Entweder passt die Antwort zur Frage – oder nicht. Genau deshalb sollte man nicht unvorbereitet in einen Antrag laufen. Anonyme Risikovoranfragen sind in der Pflegeversicherung im Gegensatz zur PKV-Vollversicherung kaum möglich.
4. Hallesche Pflegetagegeldversicherung: konkrete Gesundheitsfragen & Online-Abschluss
Die Hallesche gehört aktuell zu den sehr soliden Anbietern im Pflegetagegeldbereich mit ihrem Tarif OLGAflex und gehört daher zu unseren Haupt-Empfehlungen in der Pflegetagegeldversicherung.
Positiv aus unserer Sicht:
- vergleichsweise klar formulierte Gesundheitsfragen
- nachvollziehbare Abfragezeiträume
- insgesamt saubere Struktur im Antrag
- leistungsstarker Tarif
Aber auch hier gilt:
Eine „Ja“-Antwort führt zur Ablehnung, eine klassische Risikovoranfrage ist nicht möglich.
Deshalb sollte auch bei der Halleschen vor einem Online-Abschluss geprüft werden, ob die eigenen Angaben wirklich eindeutig passen.
Kurz gesagt also, kannst du die folgenden Fragen alle verneinen, kann ein Online-Abschluss für dich Sinn machen.
So lauten nun also die Gesundheitsfragen der Halleschen Pflegetagegeldversicherung.
- Details zu einzelnen Krankheiten bzw. Fehlbildungen
Die Gesundheitsprüfung der Halleschen ist klar strukturiert und auf wenige Kernfragen reduziert. Abgefragt werden insbesondere bestehende oder beantragte Pflegebedürftigkeit, anerkannte Schwerbehinderungen sowie schwere Erkrankungen der letzten fünf Jahre; bei Kindern gelten zusätzliche, klar definierte Fragen.
Jetzt ein kurzer Überblick über die Leistungen des OLGAflex Tarifs der Halleschen:
Der Tarif OLGAflex der Halleschen überzeugt durch 100 % Leistung bei stationärer Pflege ab Pflegegrad 2, eine lebenslange Dynamik sowie flexible Beitrags- und Anpassungsmöglichkeiten. Ambulante Leistungen steigen mit dem Pflegegrad an, ergänzt durch Einmalzahlungen und Beitragsbefreiung bei höherer Pflegebedürftigkeit.
So läuft der Online-Abschluss
Der Onlineabschluss bei der Halleschen dürfte ziemlich selbsterklärend sein.
Zu Beginn des Antrags musst du die Höhe des Pflegegelds wählen und dich für oder gegen Altersrückstellungen entscheiden.
Die Höhe des Pflegegelds musst du individuell für dich festlegen, am besten nutzt du hierfür einen Pflegelückenrechner. Möchtest du keine Alterssprünge in deinem Tarif (= der Beitrag bleibt über die gesamte Dauer konstant), ist es sinnvoll, die Altersrückstellungen angewählt zu lassen. Es sei gesagt, geht die Kalkulation des Versicherers nicht auf, sind natürlich trotzdem Beitragsanpassungen auch mit Altersrückstellungen möglich.

Im nächsten Schritt musst du folgende Erklärung akzeptieren, die besagt, dass du aktuell in einer deutschen gesetzlichen oder privaten Pflege-Pflichtversicherung versichert bist und in den letzten 12 Monaten ein ununterbrochener Krankenversicherungsschutz bestand.
Der weitere Antragsvorgang sollte selbsterklärend sein. Kannst du also die oben gezeigten Fragen verneinen und hast eine Auswahl für die Höhe des Pflegegelds getroffen, ist ein Online Abschluss möglich. Der Vertrag wird dann automatisch deinem simplr Konto zugeordnet bzw. es wird ein neues für dich angelegt, falls du noch keines hast.
Hallesche Pflegetagegeldversicherung OLGAflex online abschließen
Weitere Unterlagen zur Halleschen Pflegetagegeldversicherung:
5. Vigo Pflegetagegeldversicherung: konkrete Gesundheitsfragen
Die Vigo ist eine kleinere, weniger bekannte Gesellschaft – aber genau das ist manchmal ein Vorteil.
Aus unserer Praxis:
- verständliche Gesundheitsfragen
- keine unnötig schwammigen Begriffe
- insgesamt pragmatischer Ansatz
- gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- Risikovoranfragen sind möglich
Die Vigo stellt kompakte und überwiegend klar formulierte Gesundheitsfragen. Abgefragt werden Pflegebedürftigkeit, nicht versicherbare schwere Erkrankungen sowie weitere relevante Erkrankungen innerhalb der letzten fünf Jahre; „Ja“-Antworten führen in der Regel zum Ausschluss, Interpretationsspielraum ist jedoch vergleichsweise gering.
Es werden folgende Erkrankungen aus den letzten 5 Jahren ausgeschlossen:
| Aneurysma | Arm- und/oder Beinamputationen | Arterielle Verschlusskrankheit |
| Arteriosklerose | Arthritis | Arthrose |
| Bösartige Tumorerkrankungen | Bronchiektasen | COPD |
| Diabetes mellitus | Epilepsie | Herzinfarkt |
| Herzinsuffizienz | Immundefekte | Lähmungen |
| Lebererkrankungen | Leukämie | Neuropathie |
| Nierenfunktionsstörungen | Organ-/Gewebetransplantation | Osteoporose |
| Polyneuropathie | Psychische Erkrankungen | Rheuma |
| Rückenmarkserkrankungen | Sarkoidose | Schädel-Hirn-Trauma |
| Schlaganfall (auch TIA) | Schädigung des Gehirns/Nervensystems | Zerebrale Durchblutungsstörungen |
| Zerebrovaskuläre Krankheiten |
Weitere Informationen zur vigo Pflegetagegeldversicherung:
6. Allianz Pflegetagegeldversicherung: Gesundheitsfragen aktuell eingeordnet
Die Allianz war lange ein starker Anbieter im Pflegetagegeld. Das Produkt selbst ist nicht schlecht – das Problem sind die neuen Gesundheitsfragen.
Was sich geändert hat:
- massive Ausweitung der Fragestellungen
- Begriffe wie „Beschwerden“, „Verdacht“, „Verhaltensauffälligkeiten“
- längere Abfragezeiträume
- extrem hoher Interpretationsspielraum für Laien
Das Kernproblem:
Diese Fragen sind für Kunden faktisch nicht sicher zu beantworten. Im Leistungsfall droht ein erhebliches Risiko einer vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung – selbst bei gutem Willen.
Besonders kritisch:
- Schon ein „Verdacht“ (nicht einmal eine Diagnose!) kann relevant sein
- Eine Ja-Antwort führt praktisch immer zur Ablehnung
- Ein Online-Abschluss ist hier aus unserer Sicht hochgefährlich
Anbei die aktuellen Gesundheitsfragen der Allianz Pflegetagegeldversicherung:
Unsere klare Einschätzung:
👉 Aktuell keine Empfehlung für das Allianz Pflegetagegeld – trotz grundsätzlich guter Tarifleistungen.
7. Unsere Empfehlung für Kinder in der Pflegetagegeldversicherung
Bei Kindern ist eine Pflegetagegeldversicherung kein Standard, kann aber in bestimmten Konstellationen sehr sinnvoll sein – vor allem zur frühen Sicherung des Gesundheitszustands.
Grundsätzlich gilt:
- Auch Kinder können pflegebedürftig werden
- Eine frühe Absicherung sichert den aktuellen Gesundheitszustand langfristig
- Die Beiträge sind im Kindesalter sehr niedrig
Gerade bei Kindern ist jedoch besondere Vorsicht geboten. Themen wie Entwicklung, Verhalten, Diagnostik oder ärztliche Abklärungen spielen bei den Gesundheitsfragen eine deutlich größere Rolle als bei Erwachsenen. Viele Anträge scheitern hier nicht an Leistungen, sondern an der Auslegung der Gesundheitsfragen. Sei dir außerdem bewusst, dass auch bei früh abgeschlossenem Pflegetagegeld Beitragsanpassungen über die Jahre realistisch sind, da Pflegekosten und Leistungsinanspruchnahme langfristig steigen.
Aus unserer Praxis (ein paar Beispiele, nicht vollständig):
- Die R+V ist im Kinderbereich aktuell einer der interessanteren Anbieter und in der Struktur mit früheren Allianz-Tarifen vergleichbar
- Barmenia und Continentale können ebenfalls passen, arbeiten jedoch mit teils sehr anspruchsvollen und detaillierten Gesundheitsfragen
Unser klarer Rat:
👉 Bei Kindern keinen Schnell-Abschluss, sondern immer eine saubere Einzelfallprüfung.
Gerade im Kindesalter können falsch beantwortete oder missverständlich formulierte Gesundheitsangaben langfristige Folgen haben.
8. Weitere Anbieter der Pflegetagegeldversicherung im Kurzüberblick
Neben unseren Haupt-Empfehlungen (Hallesche, Vigo) gibt es für Erwachsene weitere Anbieter, die – je nach Lebenssituation und Gesundheitsprofil – sehr gut passen können.
Ein paar Beispiele aus der Praxis (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- R+V
- UKV
- Nürnberger
- Inter
- SDK
Wichtig dabei:
Die Unterschiede liegen neben den Leistungen, vor allem in:
- den Gesundheitsfragen
- den Abfragezeiträumen
- der Annahmepraxis
Ein pauschales „besser“ oder „schlechter“ gibt es daher nicht. Genau deshalb verzichten wir bewusst auf Rankings oder Testsieger und empfehlen stattdessen eine individuelle Prüfung, abgestimmt auf Gesundheit, Alter und persönliche Prioritäten.
Unabhängig vom Anbieter gilt jedoch immer: Steigende Pflegekosten wirken sich langfristig auf alle Kollektive aus. Entscheidend ist daher nicht die Illusion stabiler Beiträge, sondern eine saubere Annahmepraxis und klar formulierte Gesundheitsfragen.
9. FAQs – häufige Fragen zur Pflegetagegeldversicherung
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung. In der Praxis bleiben – je nach Pflegegrad und Versorgung – häufig hohe Eigenanteile von mehreren tausend Euro pro Monat. Eine Pflegetagegeldversicherung kann diese Lücke schließen, ist aber keine Pflicht. Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn kein ausreichendes Vermögen vorhanden ist oder Angehörige finanziell entlastet werden sollen.
Abgefragt werden in der Regel bestehende oder beantragte Pflegebedürftigkeit, anerkannte Schwerbehinderungen sowie bestimmte schwere Erkrankungen. Häufig geht es um neurologische, psychische oder chronische Leiden sowie Krankenhausaufenthalte innerhalb definierter Zeiträume. Die konkrete Ausgestaltung der Fragen unterscheidet sich jedoch erheblich von Anbieter zu Anbieter.
Nein. Eine Vorerkrankung führt nicht automatisch zur Ablehnung. Entscheidend sind Art, Verlauf und Zeitpunkt der Erkrankung. Kleinere oder ausgeheilte Erkrankungen sind oft versicherbar, während laufende Behandlungen, chronische oder degenerative Erkrankungen deutlich kritischer sind. Die Bewertung erfolgt nicht einheitlich, sondern stark abhängig vom jeweiligen Versicherer.
Ja, bei einigen Anbietern ist ein Online-Abschluss möglich. Sinnvoll ist das allerdings nur, wenn alle Gesundheitsfragen eindeutig und ohne Interpretationsspielraum mit „Nein“ beantwortet werden können. Bestehen Unsicherheiten, sollte der Antrag vorab geprüft werden – ein unüberlegter Online-Abschluss kann später erhebliche Nachteile haben.
Unvollständige oder falsche Angaben können im Pflegefall zu erheblichen Problemen führen – bis hin zur Leistungsablehnung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung. Besonders kritisch ist, dass manche Fragen sehr weit gefasst sind. Im Zweifel gilt daher: lieber vorab prüfen lassen als raten oder interpretieren.
Die Allianz bietet grundsätzlich leistungsstarke Pflegetagegeldtarife. Problematisch sind jedoch die aktuell verwendeten Gesundheitsfragen. Diese sind sehr weit formuliert und arbeiten unter anderem mit Begriffen wie „Beschwerden“, „Verdacht“ oder „Auffälligkeiten“. Für Antragsteller sind diese Fragen kaum rechtssicher zu beantworten. Das erhöht das Risiko späterer Streitigkeiten im Leistungsfall erheblich. Aus unserer Sicht ist der Abschluss – insbesondere online – aktuell nicht zu empfehlen, trotz grundsätzlich guter Tarifleistungen.
Es gibt keine pauschal „besten“ Gesundheitsfragen. Entscheidend ist, wie klar und verständlich sie formuliert sind und wie gut sie zur eigenen Gesundheitshistorie passen. Anbieter unterscheiden sich stark in Abfragezeiträumen, Wortwahl und Konsequenzen einer „Ja“-Antwort. Genau deshalb sind Rankings oder pauschale Empfehlungen wenig hilfreich.
In bestimmten Konstellationen kann eine Absicherung für Kinder sinnvoll sein – etwa zur langfristigen Sicherung des Gesundheitszustands. Gerade bei Kindern sind die Gesundheitsfragen jedoch besonders sensibel (Stichwort Entwicklung, Verhalten, Diagnostik). Deshalb sollte der Abschluss niemals unvorbereitet erfolgen, sondern immer individuell geprüft werden.
Grundsätzlich gilt: Je jünger und gesünder die versicherte Person, desto einfacher der Abschluss und desto günstiger der Beitrag. Eine Garantie für Annahme gibt es jedoch nicht. Maßgeblich ist immer der individuelle Gesundheitszustand – nicht allein das Alter.
Beim Pflegetagegeld wird ein fest vereinbartes Tagegeld ausgezahlt, das frei verwendet werden kann. Die Pflegerente zahlt eine monatliche Rente, ist meist teurer und weniger flexibel. In der Praxis ist das Pflegetagegeld die deutlich häufiger genutzte und anpassungsfähigere Lösung.
10. Fazit: Pflegetagegeldversicherung früh prüfen, Gesundheitsfragen richtig beantworten
Die Pflegetagegeldversicherung kann eine sehr sinnvolle Absicherung sein – wenn sie sauber abgeschlossen wird.
Die Gesundheitsfragen sind dabei der entscheidende Punkt:
- Sie entscheiden über Annahme oder Ablehnung
- Sie bestimmen das Risiko im Leistungsfall
- Sie unterscheiden sich teils erheblich zwischen den Anbietern
Unser wichtigster Rat:
👉 Lieber einmal mehr prüfen als einmal falsch abschließen.
Sollten die Gesundheitsfragen für dich passen, kannst du gerne unsere Empfehlung direkt über den Link auf dieser Seite abschließen.
Frühere Anbieterübersicht & Detailinformationen zu Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung (Archiv)
Stand 2022. Die folgenden Inhalte dienen der historischen Orientierung und geben einen Überblick über frühere Anbieter und Annahmerichtlinien in der Pflegeversicherung.
Erste Variante Allianz Pflegetagegeldversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und/oder AU
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die wenigen Gesundheitsfragen der Allianz Pflegeversicherung:
Zweite Variante Pflegetagegeldversicherung der Arag Versicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Flexibler Schutz
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die Arag mit den vereinfachten Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung:
Dritte Variante Consal / Versicherungskammer Bayern in der Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und/oder AU
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Sehen Sie hier die Gesundheitsfragen der Pflegeversicherung bei der Versicherungskammer Bayern:
Vierte Variante DKV Pflegetagegeldversicherung
- Abfragezeitraum von 4 (!!) Jahren (dafür aber eher "gemeine" Fragestellung)
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die auf vier Jahre beschränkten Gesundheitsfragen bei der DKV Pflegeversicherung:
Fünfte Variante Gothaer Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Flexibler Schutz
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 2
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die vereinfachten Gesundheitsfragen der Gothaer Pflegeversicherung:
Sechste Variante Hallesche und deren Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Alternativ-Begutachtung nach ADL
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die Hallesche und ihre eingeschränkten Gesundheitsfragen in der Pflegetagegeldversicherung:
Siebte Variante Münchener Verein Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 2
- Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und/oder AU
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Die vereinfachten Gesundheitsfragen der Pflegeversicherung des Münchener Verein:
Achte Variante der genossenschaftlichen R+V Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Verzicht auf Wartezeiten
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
Trotz nicht so toller Leistung – hier die wenigen Gesundheitsfragen der R+V Pflegeversicherung:
Neunte Variante Vigo Pflegeversicherung
- Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Flexibler Schutz
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 2
- Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und/oder AU
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Kleine, aber feine Versicherungsgesellschaft mit ihren Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung:
Zehnte Variante Württembergische und ihre Pflegetagegeldversicherung
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 2
- Beitragsbefreiung bei Arbeitslosigkeit und/oder AU
- Rückwirkende Leistung für 6 Monate
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Der sehr starke Tarif der Württembergischen und ihre sehr vereinfachten Gesundheitsfragen, leider auf 10 Jahre bezogen:
Elfte Variante Barmenia mit Ihren Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung
- Klar definierte Fragestellung
- 100 % Leistung bei stationärer Pflege
- Flexibler Schutz ist gegeben
- Nachversicherungsgarantie sind gegeben
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Auch im Leistungsfall kann eine Dynamik erfolgen
- Verzicht auf Wartezeiten
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Unbegrenzt rückwirkende Leistung
- Keine zeitliche Begrenzung bei Leistung stat. KH/Kur/Reha
Die sehr saubere und Kundenfreundliche Fragestellung der Barmenia:
Zwölfte Variante mit den Gesundheitsfragen bei der Inter in der Pflegetagegeldversicherung
- Geschlossene Fragestellung & Abfragezeitraum von 5 Jahren
- Bei Stationärer Pflege wird zu 100 % geleistet
- Altersgrenze hat keine Auswirkung auf die Dynamik
- Im Leistungsfall Dynamisierung ohne Altersgrenze
- Flexibler Schutz möglich
- Nachversicherung ist ebenfalls möglich
- Verzicht auf Wartezeiten
- Alternativ-Begutachtung nach ADL
- Leistungen werden weltweit erbracht
- Suchterkrankung fällt unter Pflegebedürftigkeit
- Einmalleistungen
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
- Unbegrenzt rückwirkende Leistung
Die Gesundheitsfragen der Pflegetageldversicherung von der Inter
13. Variante mit der AXA Pflegeversicherung und Ihren Gesundheitsfragen!
- Flexibler Schutz
- Verzicht auf Wartezeiten
- Pflegebedürftigkeit bei Suchterkrankungen
- Einmalleistungen
- Unbegrenzt rückwirkende Leistung
- Leistung stat. KH/Kur/Reha ohne zeitl. Begrenzung
Wie man sieht, fallen die Leistungen & Bedingungen schon sehr ab im Schnitt. Trotzdem nochmal die Gesundheitsfragen, welche aber auch nicht unbedingt glänzen.
Fazit zu vereinfachte & wenige Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung:
Wenn Sie schon Erfahrungen mit den umfangreichen Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung & Private Krankenversicherung haben, dann werden Ihnen diese wenigen Gesundheitsfragen in der Pflegeversicherung wie ein kleines Paradies vorkommen. Trotzdem gilt es die Fragestellung genau zu beachten und bei Unklarheiten seine Gesundheitshistorie aufzubereiten. Sehr zu beachten gilt auch der abgefragte Zeitraum der Gesundheitsangaben. So wird bei der DKV nur noch Vier Jahren gefragt, bei der Württembergische gar nach Zehn Jahren.
Bitte beachten Sie auch: Sollten Sie eine Gesundheitsfrage mit „Ja“ beantworten, dann bricht noch keine Welt zusammen. In der Berufsunfähigkeitsversicherung sind Risikovoranfrage mittlerweile normal, in der Pflegeversicherung lassen es leider nicht viele Pflegeversicherungsanbieter zu. Die Hallesche und die DKV würden den Antrag z.B. direkt ablehnen, wenn es eine JA-Antwort gab. So gibt es somit auch keine Möglichkeit der Risikovoranfrage.
Folgende Erkrankungen werden bei der Allianz Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen abgefragt:
Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, ALS (amyotrophische Lateralsklerose), Alzheimer, Amputation außer Unfallfolgen, Bewegungskoordinationsstörungen (Ataxien), Chorea Huntington, Demenz Dialyse, Down-Syndrom (Trisomie 21), HIV-Infektion, Multiple Sklerose (MS), Muskeldystrophie, Organtransplantation, Parkinson, Schizophrenie Wachkoma, Bluter (Hämophilie), chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Hepatitis B/C, Herzinfarkt, Hirnfunktionsstörung, Hirnblutung, Krebs, Lähmungen, mit Bewegungseinschränkung, Myasthenia gravis, Rheuma, Schlaganfall, Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Arthritis, Arthrose, Autismus, Bauchspeicheldrüsenerkrankung, Bluthochdruck, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), chronisch offene Wunde (Dekubitus), Epilepsie, Fibromyalgie, Gehirnhautentzündung (Enzephalitis), Gelenkersatz (TEP), Gerinnungsstörung, Gicht, Herzfehler, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörung, Herzschrittmacher, Wasserkopf (Hydrozephalus), Koronare Herzerkrankung (KHK), Krebs, Leberzirrhose, Mukoviszidose (zystische Fibrose), Nierenfunktionsstörung, Osteoporose, psychische Erkrankungen, Schlafapnoe-Syndrom
Folgende Erkrankungen werden bei der Arag Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen abgefragt:
Down-Syndrom (Trisomie 21), Fibromyalgie, Gelenkarthrosen, Glasknochenkrankheit, Marmorknochenkrankheit, Morbus Bechterew, Muskelschwund, Osteoporose, rheumatoide/chronische Arthritis, Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Arteriosklerose, Ataxie, Chorea Huntington, Creutzfeldt-Jakob, Demenz, Epilepsie, Gehirnerkrankung, Hirntumor, Kinderlähmung, Koma, Makuladegeneration, Multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Netzhauterkrankung, Parkinson-Erkrankung, Polyneuropathie, Querschnittslähmung, Schlaganfall, Sehnervschädigung, Angina Pectoris, Arterienaneurysma, Dekubitus, Embolie, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankung, Koronare Herzkrankheit (KHK), Ulcus cruris (chronisches Unterschenkelgeschwür), Vorhofflimmern, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), chronische Lebererkrankung, chronische Nierenerkrankung, Colitis ulcerosa, Diabetes mellitus, Lungenemphysem, Morbus Crohn, Mukoviszidose, Strahlenfolgen, Zustand nach Organtransplantation, Alle Arten von malignen (bösartigen) Tumorerkrankungen, HIV-Infektion, Leukämie, Osteomyelitis, Tuberkulose, Alkohol-/Drogen-/Medikamentenabhängigkeit, Autismus, Depression, Psychose, Schizophrenie
Folgende Erkrankungen werden bei der Consal / Versicherungskammmer Bayern Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Erkrankungen des Zentralnervensystems: Demenz, Alzheimer, sonstige Hirnleistungsstörung, Hirntumor, Wachkoma, Parkinson-Krankheit, Chorea Huntington, Creutzfeld-Jacob, Epilepsie, infantile Zerebralparese, Amyotrophe Lateralsklerose, Muskeldystrophien, Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Hemiparese / Hemiplegie, Kinderlähmung (inkl. Folgen) Erkrankungen des Blutes: Knochenmarkserkrankungen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems: Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Gehirnblutung, Thrombosen (häufiger als dreimal in den letzten fünf Jahren) Erkrankungen innerer Organe, Stoffwechsel: chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Staublunge, Lungenemphysem, Mukoviszidose, Leberzirrhose, Chronische Nierenerkrankung, Diabetes mellitus ("Zucker") Erkrankungen des Immunsystems: HIV-Infektion, AIDS Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Muskelschwund, Osteoporose, Morbus Bechterew, rheumatoide / chronische Arthritis ("Rheuma"), Arthrose (mit Schmerzzuständen, Bewegungseinschränkungen) Krebs: Bösartige Neubildungen Sonstige Erkrankungen: psychische und psychiatrische Erkrankungen, Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen)
Folgende Erkrankungen werden bei der DKV Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Epilepsie, neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. fortschreitende Muskelschwäche), Parkinson, Multiple Sklerose, Lähmungen, Amyotrophe Lateralsklerose, Chorea Huntington, Polyneuropathie, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Kurzdarmsyndrom, verminderte Nierenfunktion, Glomerulonephritis, Lungenemphysem, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Mukoviszidose, Schlafapnoe-Syndrom, Sarkoidose, koronare Herzkrankheit [KHK], Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Herzklappenfehler, Herzschrittmacher, Vorhofflimmern, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke (TIA), Hirnblutung, Carotisstenose, chronische Virushepatitis, Leberzirrhose, Hämochromatose, Krebs und sonstige bösartige Erkrankungen (z.B. Leukämie, Lymphom), Psychische Erkrankungen oder Störungen (z.B. Depression, Schizophrenie, Zwangsstörung, Demenz; Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Drogen), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), angeborene Stoffwechselerkrankungen, HIV-Infektion, Tuberkulose, Bluterkrankheit, Fehlbildungen des Bewegungsapparats oder der inneren Organe,
Folgende Erkrankungen werden bei der Gothaer Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Alkoholabhängigkeit, Alzheimer, Aortenaneurysma, Arteriosklerose, Bluter (Hämophilie), Bösartige Neubildungen/Krebserkrankungen, Colitis ulcerosa, M. Crohn, Demenz, Diabetes mellitus, Epilepsie, chron. Hepatitis, Herzinsuffizienz/-infarkt, HIV-Infektion (auch bei ausstehendem Testergebnis), Hirntumor/-blutung/-leistungsstörungen, Leberzellschäden, Lungenembolie/-infarkt, Multiple Sklerose, Myasthenie (krankhafte Muskelschwäche), Niereninsuffizienz, Organtransplantation, Parkinson, Polyarthritis/Polyarthrose, Querschnittslähmung, Rheuma, Schlaganfall
Folgende Erkrankungen müssen NICHT angezeigt werden:
Allergien ohne Asthma, Akne, Erkältungskrankheiten/Grippaler Infekt, Gallenstein, Gastritis, Harnwegsinfekt, Hexenschuss, Kopfschmerz/Migräne, akuter Magendarminfekt, akute Muskelverspannungen, Neurodermitis, Nierenstein, Schilddrüsenüber- oder unterfunktion sowie nicht angeborener Jodmangel, gutartige Prostatavergrößerung, Schuppenflechte/Psoriasis (Teilkörper), Sodbrennen (Refluxösophagitis), Wechseljahresstörungen (Menopausensyndrom)
Folgende Erkrankungen werden bei der Hallesche Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Erkrankungen des Gehirns oder des Zentralnervensystems: Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Chorea Huntington, Creutzfeldt-JakobKrankheit, Demenz, Epilepsie, Hirnblutung, Hirntumor, Hirnschädigung, Hydrozephalus, infantile Zerebralparese, Lähmung, Multiple Sklerose (MS), Parkinson, Polyneuropathie, Schlaganfall, Spina bifida, Wachkoma Erkrankungen des Herzens oder der Gefäße: Aneurysma, Angina pectoris, arterielle Verschlusskrankheit, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, medikamentös behandelter Bluthochdruck Erkrankungen der Nieren: Chronisches Nierenversagen, chronische Niereninsuffizienz, Harnstauungsniere, Zystennieren Erkrankungen der Lungen: Asthma bronchiale, chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenemphysem, Schlafapnoe-Syndrom Erkrankungen der Verdauungsorgane oder Stoffwechselerkrankungen: Chronische Hepatitis, Colitis ulcerosa, Diabetes mellitus, Leberfibrose, Leberzirrhose, Morbus Crohn, Mukoviszidose, primär biliäre Zirrhose, Schrumpfleber, Zystenleber Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems: Armamputation, Beinamputation, Bechterew, Glasknochenkrankheit, Hüftarthrose, Marmorknochenkrankheit, Muskeldystrophie, Osteoporose, rheumatische Erkrankung Sonstige Erkrankungen: Bösartige Neubildung (Krebserkrankung), HIV-Infektion, psychische Erkrankung, Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit, Down-Syndrom, Sarkoidose
Folgende Erkrankungen werden bei beim Münchener Verein Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Amyotrophe Lateralsklerose, Apallisches Syndrom (Wachkoma), Chorea Huntington, Demenz (Alzheimer, vaskuläre Demenz, demenzielle Entwicklung, kindliche Demenz), insulinpflichtiger Diabetes mellitus, Down-Syndrom (Trisomie 21), Hirnarterienaneurysma, HIV-Infektion, Koronarsklerose, Kreutzfeld-Jacob, Leberzirrhose, Multiple Sklerose, Muskeldystrophie, Myasthenia gravis, Niereninsuffizienz, Parkinson-Krankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit, psychische Erkrankungen (ausgenommen ambulant behandelte Depression), Querschnittslähmung, Schlaganfall, vorgeburtliche Erkrankungen bei Kindern (z.B. Rötelembryopathie, Zytomegalie-Virus, Toxoplasmose, medikamenteninduzierte Schäden, Alkohol-, Drogenmissbrauchsschäden), Suchterkrankung (Alkohol, Drogen, Medikamente), bösartige Neubildungen (bösartige Tumore) oder Hirntumor, sofern die Erstdiagnose oder die erneute Diagnose (Rezidiv) innerhalb der letzten 3 Jahre vor Antragsstellung erfolgte - wenn ausschließlich Hautkrebs diagnostiziert wurde, ist ein Leistungsanspruch jedoch nicht ausgeschlossen.
Folgende Erkrankungen werden bei der R+V Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Gehirnblutung, Aneurysma, Hirntumor, Parkinson, Alzheimer, Demenz, kognitive Störung, Autismus, Down-Syndrom, Mikrozephalie, Muskelschwund, Querschnittslähmung, Ataxie, Multiple Sklerose, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronische Lebererkrankung, chronische Nierenerkrankung, Krebs, Diabetes mellitus/Zuckerkrankheit, Depression, Schizophrenie, HIV-Infektion/AIDS, entzündliches Gelenkrheuma, Alkohol-, Medikamentenoder Drogenabhängigkeit, Zustand nach Bypass-Operation, Zustand nach Organtransplantation, Bauchspeicheldrüsenerkrankung, chronische Lungenerkrankung, medikamentös behandelter Bluthochdruck, Herzerkrankung, Bluterkrankheit, Epilepsie, Osteoporose, Hüftarthrose, Kniearthrose, Lähmung oder Amputation eines Armes oder Beines, Entwicklungs- oder Verhaltensstörung, Minderung der Erwerbsfähigkeit oder Grad der Behinderung um mindestens 50%.
Folgende Erkrankungen werden bei der Vigo Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit, Alzheimer, amyotrophe Lateralsklerose, Apallisches Syndrom (Wachkoma), Ataxien (Bewegungskoordinationsstörungen), Autismus, Chorea Huntington, Creutzfeldt-Jakob, Demenz, DownSyndrom, Gehirnblutung, Hirnleistungsstörung, HIV-Infektion, Leberzirrhose, Morbus Bechterew, Mukoviszidose, Myasthenia gravis (Muskelschwäche), Multiple Sklerose, Nierenerkrankung (dialysepflichtig), Parkinson, psychische Erkrankungen (stationär behandelt), Querschnittslähmung, Schizophrenie, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Bronchiektasen, Sarkoidose, Immundefekte, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, arterielle Verschlusskrankheit, Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Aneurysma, Lebererkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Organ- oder Gewebetransplantation, Neuropathie, Polyneuropathie, Psychische Erkrankungen und/oder Verhaltensstörungen, Rückenmarkserkrankungen, Schädel-Hirn-Trauma, Schädigung oder Erkrankung des Gehirns oder des Nervensystems, Schlaganfall (auch TIA), zerebrale Durchblutungsstörungen, zerebrovaskuläre Krankheiten, Epilepsie, Lähmungen (auch Kinderlähmung), Bösartige Tumorerkrankungen, Leukämie, Arm- und/oder Beinamputationen, Osteoporose, Arthritis, Arthrose, Rheuma
Folgende Erkrankungen werden bei der Württembergische Pflegeversicherung in den Gesundheitsfragen u.a. abgefragt:
Schlaganfall, Herzinfarkt, koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Herzfehler, Durchblutungsstörung des Gehirns, Erkrankung des Gehirns, Aneurysma (bestehend), Blutgerinnungsstörung, arterielle Verschlusserkrankung, Diabetes Mellitus, Epilepsie, Demenz, Alzheimer, Parkinson, Morbus Huntington, Neurose, Psychose, schwere De- pression, Essstörungen, Schizophrenie, Suchterkrankung, bösartiger Tumor, Leukämie, HIV Infektion, Mukoviszidose, Multiple Sklerose, systemischer Lupus erythematodes, Rheuma, Polyarthritis, Polyneuropathie, Morbus Bechterew, Osteoporose, Schlafapnoe, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, chronische Pankreatitis, chronische Nierenerkrankung, Nierenversagen, chronische Lebererkrankung, chronische Lungenerkrankung, chro- nische Muskelerkrankung, chronische Infektionskrankheiten
























