Unser Gesundheitsdaten Beiblatt & umfangreiche Eigenerklärungen sind ein Trumpf in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wir arbeiten etwas anders als andere Vermittler im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Uns ist es sehr wichtig, dass Du die einzelne Erkrankung sauber und detailliert niederschreibst. Nicht einfach nur eine Diagnose, wo sich niemand etwas darunter vorstellen kann. Sondern eine umfangreiche Beschreibung, so dass wir uns und später vor allem die Risikoprüfung sich darunter etwas vorstellen kann. Je detaillierter, desto besser. Mit diesem Beitrag auf unserer Homepage möchten wir Dir direkt aus der Praxis aufzeigen, wie Du es formulieren solltest.

Je nach Vorerkrankung stützt danach noch ein Ärztliches Attest die Risikovoranfrage. Wir machen im Jahr eine dreistellige Anzahl an Voranfragen bei den Gesellschaften und diese Lösung hat sich als ideal herausgestellt. Die Risikoprüfer möchten vieles, aber sicherlich nicht ausschließlich die einzelnen und oftmals nichtssagenden ICD Codes in der Krankenakte heraussuchen um später verwirrter zu sein als vorher. Die Diagnose Kopfschmerzen von vor drei Jahren kann bekanntlich vieles sein. Du hast einen Tag davor auf einer Party zu tief ins Glas geschaut. Passiert, ist aber unbedenklich für die BU. Oder es war ein heißer Sommertag und Du hast schlichtweg zu wenig getrunken, so dass Du kurz beim Arzt warst wegen den Kopfschmerzen. Ebenfalls unbedenklich. Oder es war eine Voruntersuchung zwecks „Kopfschmerzen“ mit dem Verdacht auf einen Hirntumor. So unterschiedlich könnte eine Diagnose ausgelegt werden. Bitte schreibe es sauber und ausführlich nieder, dass weder wir noch die Risikoprüfung im Dunkeln tappen.

Das Gesundheitsdaten Beiblatt bekommst Du direkt von uns per Email, Du musst Dir also keine eigene Tabelle machen ;).

Viele Praxisbeispiele als Ausfüllhilfe für das Gesundheitsdaten Beiblatt

Zuerst kommen wir dazu, wie Du es NICHT machen solltest. So sollte es nicht aussehen, da kann sich niemand darunter etwas vorstellen:

Das sind jeweils zu wenige Angaben, da würden wir ein sehr schlechtes Votum bekommen bei der Voranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung oder auch weiteren Biometrischen Risiken. Oder auch direkt die Antwort des Versicherers mit "Wir können uns aufgrund der vorliegenden Unterlagen kein Urteil bilden, bitte Antrag einreichen". Wer unsauber eine Risikovoranfrage stellt, bekommt ein unsauberes und nichtssagendes Votum. So einfach ist das. 

Wie es sein sollte, sehen wir an folgenden Beispielen:

Ein weiteres Beispiel, wie man zu einem guten Votum in der Risikovoranfrage kommt:

Und noch einmal direkt aus der Praxis - ein gut ausgefülltes Gesundheitsdaten Beiblatt:

Ebenfalls ein sehr gut ausgefüllter Bogen:

Und weiter im Galopp:

Und noch einmal – Praxis statt Theorie:

Diese Anhänge praxisorientierter Beispiele helfen Dir sicherlich zu verstehen, was wir meinen. Hier kann sich die jeweilige Risikoprüfung der Gesellschaft sicherlich etwas vorstellen und kann es besser einschätzen, ob und wie Du in der Berufsunfähigkeitsversicherung versicherbar wärst.


Aber nicht immer genügt der Platz – dann verwende bitte einen freien Text für Deine Gesundheitsangaben

In manchen Fällen ist der Platz etwas eingeschränkt bzw. es wird unübersichtlich in unserer Tabelle. Hier formuliere einfach einen freien Text. Je ausführlicher, desto besser. Manche Risikoprüfer der Gesellschaften fordern uns direkt auf, dass wir es dem Interessenten so beibringen. Es geht immer darum, dass man sich ein umfangreiches Bild machen kann. Wenn nötig, hinterlegt mit Arztberichten oder einem aktuellen Attest. Das ist jetzt bei einem Schnupfen, einer verheilten Prellung von vor vier Jahren oder einmaligen Kopfschmerzen sicherlich nicht notwendig. Du hast es sauber angegeben in der Voranfrage und später im Antrag und somit hast Du Deine Pflicht erfüllt im Bezug auf die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen. Wenn der Versicherer noch Unterlagen benötigt, dann wird er sich schon wieder bei uns melden. Aber zuerst müssen wir umfangreiche Infos liefern, so dass es idealerweise keine Rückfragen mehr gibt, sondern direkt ein aussagekräftiges Votum.

Praxisbeispiele für eine umfangreiche Eigenerklärung in der Risikovoranfrage:

Und weiter im Kontext mit einer umfangreichen Eigenerklärung:

Ein weiteres Beispiel dafür, was schlecht in ein Gesundheitsdaten Beiblatt passt in Bezug auf einen früheren Bandscheibenvorfall und einer Diagnose von 2017:

Und nochmal eine gute Erklärung für eine eher seltene Erkrankung mit dem RLS Syndrom:

Eine Diagnose wurde immer und immer wieder bei der Gynäkologin aufgeführt. Dies wurde hier sauber erklärt:

Besonders bei Diagnosen rund um die Psyche wäre eine umfangreiche Eigenerklärung sehr wichtig. Eine Depression kann man damit natürlich nicht „ausbügeln“, aber eine einmalige Geschichte bzw. abgerechnete Diagnose durchaus:

Bei Knieschmerzen genügt ab und an die Eigenangabe in unserem Gesundheitsdaten Beiblatt nicht aus. Hier kann durchaus eine umfangreichere Erklärung folgen, so dass sich der Risikoprüfer ein genaues Bild machen kann. Idealerweise unterstützt von einem aktuellen Attest!

Auch bei der Thematik Migräne und deren Anfälle kann unser "Kästchensystem" im Gesundheitsdaten Beiblatt vielleicht nicht immer genügen. Deshalb ist es hilfreich, dass Du deine Migräne sauber beschreibst. Hiermit gehst Du auch deinen Pflichten nach und erklärst den "Gefahrenumstand". In diesem Fall erreichten wir eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung, trotz Migräne. 


Eigenerklärung für den eigenen Beruf statt Fragebogen oder Berufsgruppenbingo!

Manche Vermittler & Interessenten versuchen zwanghaft (!) über einen Vergleichsrechner die passende Berufsgruppeneinstufung für sich zu finden. Dies halten wir für den komplett falschen Weg, denn auch hier könnte die Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung kommen. Machen wir es doch viel einfacher und erklären umfangreich einfach die berufliche Tätigkeit. Der Versicher darf dann auch gleich einstufen bzw. wird informiert. Somit ist der BU-Vertrag auch in dieser Hinsicht absolut sattelfest. 
Was wir auch bei der Berufserklärung nicht für sinnvoll halten: Einfach undifferenziert Fragebögen auszufüllen, die mit der Wirklichkeit eher wenig zu tun haben. Mit "Ja / Nein" kann man seine Tätigkeit eher nicht so gut beschreiben. Ausnahmen gibt es, z.B. bei der beruflichen Besserstufung (z.B. Alte Leipziger). I.d.R. schätzen es aber auch die Risikoprüfer, wenn ihnen mal Handfestes auf den Schreibtisch gelegt wird.

Orientiere Dich einfach an vielen Beispielen die jetzt folgen. Beschreibe einfach Deine Tätigkeit, wie wenn Du es einem guten Freund schicken würdest. 

Fangen wir mal mit dem Beruf "Junior Social media Spezialist" an - viele Vergleichsrechner kennen diesen natürlich nicht, somit lassen wir direkt die Gesellschaft entscheiden. 

In einem weiteren Beispiel studiert ein Interessent Vollzeit, arbeitet aber noch 20 h in einer Firma. Dies ist für die Einstufung in eine Berufsgruppe gar nicht so einfach, so lassen wir jetzt doch einfach die Gesellschaft entscheiden mit den vorliegenden Informationen:

Und weiter im Galopp. Mancher Beruf hat ggf. auch einige Risiken - diese schreiben wir einmal sauber nieder, so dass es im Leistungsfall keine Probleme geben kann. Im folgenden Beispiel dreht es sich um eine Assistenzärztin mit Fachgebiet Anästhesiologie:

Ein Wirtschaftsingenieur hat es dann sehr genau genommen mit seiner Berufsbeschreibung. Note 1++. So ist dann alles hieb- und stichfest: 

Ein Consultant kann viel in seinem Beruf machen, so dass eine pauschale Einstufung schwierig ist. Darum lassen wir es mit eigenen Worten erklären für die Berufsunfähigkeitsversicherung:

Was zum Geier kann man sich unter einen "HR Business Partner" vorstellen? Die Antwort folgt:

Und wie war das schnell wieder mit einem Produktmanager in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Ein Student der Rechtswissenschaft erklärt seinen beruflichen Standpunkt (mit Promotion & Nebentätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter). So kann sich die Risikoprüfung etwas darunter vorstellen. 

Gerade in der Beruflichen Übergangsphase haben wir für unsere Interessentin eine Berufsunfähigkeitsversicherungs abgeschlossen. Wir haben hier die Versicherungsgesellschaften entscheiden lassen = somit komplett auf der sicheren Seite. 

Ein Betriebsingenieur erklärt einem Risikoprüfer seinen Beruf, damit es im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung keine zwei Meinungen gibt. 

Auch einen Qualitätsingenieur haben wir eine umfassende Berufsbeschreibung erstellen lassen für die BU. 


Wir hoffen, dass wir Dir nun Tipps geben konnten, wie man die Risikovoranfrage sauber aufarbeitet. Je detaillierter, desto einfacher ist es für alle Beteiligten und das Votum wird auch besser für Dich. Das Denken in der Risikoprüfung ist durchaus zu beschreiben mit „Wenn sich der Interessent keine Mühe gibt, dann geben wir uns auch keine Mühe und verweisen direkt darauf, dass man den Antrag stellen soll bzw. geben ein Abwehrvotum, da wir viele Diagnosen nicht einordnen können“.