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1. Gamechanger neue geförderte private Altersvorsorge: Warum wir diese Reform brauchen

Hand aufs Herz: Wenn du heute in deine Riesterunterlagen schaust, was siehst du da?

Meistens sind es hohe Abschlusskosten, intransparente Gebühren und eine Rendite, die kaum die Inflation schlägt. Das liegt nicht unbedingt an deinem Berater, sondern am System der letzten Jahrzehnte.

Der Abschied vom "Garantie-Friedhof"

Bisher war die private Altersvorsorge in Deutschland vor allem eins: sicher. Aber es war die Art von Sicherheit, die dich arm macht. Versicherer waren gesetzlich gezwungen, eine 100 %-ige Beitragsgarantie anzubieten. Was gut klingt, war in der Praxis der Renditekiller. Um diese Garantie zu halten. durfte dein Geld kaum in Aktien fließen, sondern parkte in mikrig verzinsten Staatsanleihen.

Dein Kapital liegt sicher begraben, bewegt sich aber nicht nach oben, ein richtiger "Garantie-Friedhof". Während der weltweite Aktienmarkt über Jahrzehnte zweistellige Renditen einfuhr, blieb für viele Riester-Sparer nach Abzug der Kosten oft weniger übrig als sie eingezahlt haben.

Endlich investieren statt nur sparen – Die neue Freiheit

Die aktuelle Reform der privaten Altersvorsorge (pAV) ist ein echter Paradigmenwechsel. Der Staat hat erkannt: Echte Sicherheit im Alter kommt durch Vermögensaufbau, nicht durch Beitragsgarantien.

Mit dem neuen Altersvorsorgedepot bekommst du:

  • Renditechancen: Du kannst endlich breit gestreut in den Kapitalmarkt investieren (z. B. in ETFs), ohne dass ein Anbieter die Handbremse anzieht.

  • Echtes Eigentum: Dein Geld arbeitet in eine am Kapitalmarkt - den ETF oder Fonds kannst du selbst wählen - transparent und flexibel.

  • Zeitgemäße Vorsorge: Wir verabschieden uns vom starren Garantieversprechen und wechseln zu einer modernen Investmentlösung.

Kurz gesagt: Die Reform ist die Antwort auf die Frage, wie wir in einer Welt ohne hohe Zinsen trotzdem ein Vermögen für den Ruhestand aufbauen können. Es geht nicht mehr darum, den Mangel zu verwalten, sondern Chancen zu nutzen.


2. So funktioniert die neue Vorsorge-Welt: Die Technik hinter der Rendite

Die neue Regelung verspricht vor allem eins: Wahlfreiheit. 

Eines vorab: Die Reform ist kein „Einheitsbrei“. Es geht nicht darum, dass jeder jetzt nur noch ein Depot bei einem Online-Broker eröffnet. Vielmehr schafft der Gesetzgeber einen neuen Rahmen, in dem du entscheiden kannst, welche „Verpackung“ am besten zu deinen Zielen passt.

Die Qual der Wahl: Depot oder Versicherung?

Das neue System öffnet die Tür für zwei verschiedene Wege, die beide staatlich gefördert werden:

  1. Das Altersvorsorgedepot: Die puristische Lösung. Dein Geld fließt direkt in ein Depot und wird dort z. B. in ETFs oder Fonds investiert. Maximale Transparenz, keine Versicherungskosten, aber eben auch keine lebenslange Rentengarantie im klassischen Sinne.

  2. Moderne Rentenversicherungen: Auch die Versicherungswelt wird reformiert. Hier profitierst du weiterhin von den Vorteilen einer lebenslangen Rentenzahlung und dem Schutz vor dem „Langlebigkeitsrisiko“. Der Clou: Auch hier fallen die starren Garantien, sodass wir in der Versicherung deutlich renditestärker investieren können als früher.

Mehr als nur ein Produkt: Was ein „zertifizierter“ Vertrag können muss

Damit du die staatlichen Förderungen kassieren kannst, muss dein Vertrag – egal ob Depot oder Versicherung – zertifiziert sein. Der Staat gibt hier klare Leitplanken vor, damit dein Geld sicher für die Rente reserviert bleibt, während es gleichzeitig die Chancen des Kapitalmarkts nutzt.

Warum der Wegfall der 100%-Garantie dein größter Renditehebel ist

Das ist der Punkt, an dem viele erst einmal schlucken: „Was, keine Garantie mehr?“Unsere klare Meinung dazu: Das ist eine riesige Chance.

Bisher mussten Anbieter dein Geld in extrem sicher verzinsten (aber renditeschwachen) Papieren parken, um die 100%-Garantie zu halten.

Der Clou: Über Zeiträume von 20 oder 30 Jahren glätten sich die Schwankungen am Markt fast immer aus. Die alte „Sicherheit“ war oft nur die Sicherheit, real an Kaufkraft zu verlieren. Das neue System lässt dein Geld endlich für dich arbeiten – in der Form, die zu dir passt.


3. Geschenktes Geld: Förderung und Steuervorteile im Check

Welche Höhe an Zulagen ist denn jetzt vorgesehen? Die Höhe der gezahlten Zulagen soll nicht mehr wie bisher anhand des Bruttoeinkommens sein, sondern proportional zu deinen eingezahlten Beiträgen. Das Rumrechnen mit den 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens fällt im neuem System weg, du musst nur darauf achten wie viel du einzahlst, da es verschiedene Zulagen bis zu gewissen Einzahlungsbeiträgen gibt. 

Wie viel genau siehst du hier:

Die erste Staffelung der Grundzulage ist 360 €, dort gibt es 50 Cent pro eingezahlten Euro, also 180 €. Weiter geht es von 361 € bis 1.800 €, in diesem Spektrum gibt es 25 Cent pro eingezahlten Euro, insgesamt möglich hier 360 €. Macht in der Summe, wenn du 1.800 € einzahlst satte 540 € Grundzulage. Wir erinnern uns: im Riester gibt es als maximale Grundzulage nur 175 €.

Die Kinderzulage liegt bei 300 € pro Kind, voll ausgezahlt wird diese schon bei einem monatlichen Beitrag von 25 €. Ansonsten gilt pro eingezahltem Euro gibt es 1 € Kinderzulage.

Für junge Menschen, die früh mit der Altersvorsorge starten gibt es den bekannten Berufseinsteigerbonus von 200 € einmalig.

Wie bisher gewohnt, kannst du die Beiträge auch in deiner Steuererklärung angeben, das Finanzamt prüft on die zum Zulagenanspruch noch ein Steuervorteil zusteht.

Außerdem fällt während der Ansparphase keine Steuern auf die Vorabpauschale zahlen musst. Ein genauerer Blick lohnt sich auch hier, denn nicht nur bis zum maximal geförderten Beitrag gilt diese Regelung. Sondern du kannst bis zu 6.840 € in deinen Vertrag einzahlen ohne dass du Steuern für die jährlich Vorabpauschale zahlen musst. Auch Erträge bei einem Rebalancing oder einem Fondswechsel bleiben steuerfrei.


4. Altersvorsorgedepotrechner

Nutze unseren hauseigenen Rechner, um schnell und einfach zu sehen, wie hoch deine mögliche staatliche Förderung ausfällt, welches Endvermögen du voraussichtlich aufbauen kannst und mit welcher monatlichen Zusatzrente du ungefähr rechnen kannst.

Den höchsten Förderbetrag bekommst du bei 150 €.
%
Kinder
Für die Kinderzulage wird vereinfacht angenommen, dass sie gezahlt wird, solange das Kind noch keine 25 Jahre alt ist.
Standardannahme: 18 Jahre Auszahlungsdauer (z. B. von 67 bis 85).
Brutto-Vermögen0 €
Einzahlung
0 €
Staatl. Förderung
0 €
Ertrag
0 €
SteuerersparnisDie Steuerersparnis wird vereinfacht als Günstigerprüfung berechnet. Dafür schätzen wir aus deinem Bruttojahreseinkommen einen Grenzsteuersatz. Die tatsächliche Steuererstattung kann abweichen.
0 €
Steuern bei AuszahlungDie Steuer bei Auszahlung wird vereinfacht auf Basis deines aktuellen geschätzten Grenzsteuersatzes abzüglich 5 Prozentpunkten berechnet. Diese Näherung dient nur der Orientierung und kann von deiner tatsächlichen Besteuerung im Ruhestand abweichen.
0 €
EndvermögenBeim Endvermögen des Altersvorsorgedepots ist in der Ansparphase die Steuerersparnis und in der Auszahlungsphase eine vereinfachte Näherung zur späteren Besteuerung berücksichtigt.
0 €
Nach vereinfachter Besteuerung in der Auszahlungsphase.
Voraussichtliche monatliche Rente
0 €
Vereinfachte Berechnung auf Basis deiner gewählten Auszahlungsdauer.
Vermögensentwicklung bis 67
EinzahlungenFörderungGesamtvermögen
Bei Renteneintritt mit 67 Jahren beträgt dein Endvermögen im Altersvorsorgedepot 0 €.
Dieser Rechner dient der unverbindlichen Orientierung. Die Berechnung erfolgt auf Basis vereinfachter Annahmen zur Förderung, Steuerersparnis, Besteuerung in der Auszahlungsphase sowie zur Wertentwicklung. Die Ansparphase wird ab 2027 modelliert. Einzahlungen, Förderung und Verzinsung werden vereinfacht auf Jahresbasis zum Jahresende berechnet. In den Berechnungen wird pauschal mit 1,0 % Effektivkosten pro Jahr gerechnet. Die Steuerersparnis und die Besteuerung bei Auszahlung werden näherungsweise aus dem Bruttojahreseinkommen abgeleitet und dienen nur als grobe Orientierung. Die monatliche Zusatzrente wird vereinfacht aus dem Netto-Endvermögen und der gewählten Auszahlungsdauer berechnet. Individuelle steuerliche, rechtliche und produktbezogene Auswirkungen können abweichen.

6. Was tun mit dem "alten" Riester?

Wenn du bereits einen Riester-Vertrag hast, stellst du dir jetzt sicher die Frage: „War das alles umsonst?“ Keine Sorge, die kurze Antwort lautet: Nein. Dein Erspartes ist sicher, und der Gesetzgeber hat für bestehende Verträge klare Regeln geschaffen.

Die entscheidende Frage ist jedoch nicht, ob dein Riester sicher ist, sondern ob er noch effizient ist. Wir sehen für unsere Kunden im Wesentlichen drei Wege:

Option A: Behalten und „Durchziehen“

Das kann sinnvoll sein, wenn dein Vertrag kurz vor dem Ablauf steht oder du sehr hohe garantierte Rentenfaktoren aus alten Jahren hast. Auch wenn du hohe Zulagen (z. B. durch viele Kinder) erhältst und die Kostenquote deines Vertrags im Rahmen bleibt, kann ein Festhalten die richtige Wahl sein.

Option B: Beitragsfrei stellen

Du lässt das vorhandene Kapital im alten Vertrag liegen, zahlst aber keinen Cent mehr ein. Stattdessen leitest du deine Sparrate in eines der neuen, renditestärkeren Modelle (Depot oder reformierte Versicherung) um. So sicherst du dir die bisherigen Garantien, nutzt aber für dein frisches Geld die neuen Marktchancen.

Option C: Der „Umzug“ (Übertragung)

Das ist die spannendste Option der Reform: Es wird voraussichtlich möglich sein, das vorhandene Kapital aus einem alten Riester-Vertrag förderunschädlich in das neue Altersvorsorgedepot oder eine neue Versicherungslösung zu übertragen.

  • Vorteil: Dein Geld wird aus dem „Garantie-Korsett“ befreit und kann endlich wieder wachsen.

  • Achtung: Hier schauen wir uns ganz genau an, ob die anfallenden Wechselkosten und der Verlust alter Garantien durch die höheren Renditechancen des neuen Modells aufgewogen werden.

Der Bierl-Rat: Nichts überstürzen, aber wachsam bleiben

Momentan besteht kein Grund zur Panik. Du musst heute nicht kündigen. Im Gegenteil: Eine voreilige Kündigung führt oft dazu, dass du bereits erhaltene Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen musst.

Was wir jetzt für dich tun: Wir prüfen deine bestehenden Verträge auf Herz und Nieren. Sobald die Wechselregeln der Reform final feststehen, rechnen wir für dich aus, welcher Weg der rentabelste ist.

Wichtig: Wir haben die neuen Fristen und Optionen für dich im Blick. Bevor du irgendwo ein "Wechselangebot" unterschreibst, das dir vielleicht nur neue Kosten beschert, lass uns kurz drüber schauen.


7. Unser Fazit: So navigieren wir dich durch die Reform

Warte nicht bis das Gesetz final im Bundesgesetz steht. Die Weichen für eine renditestarke Rente werden jetzt gestellt. Lass uns gemeinsam auf deine bestehenden Verträge werden: Lohnt sich das Festhalten an Riester oder ist das neue Altersvorsorgedepot dein Ticket in eine leichtere Zukunft?

Sobald die ersten zertifizierten Altersvorsorgeverträge an den Start gehen, trennt sich die Spreu vom Weizen. Wir werfen einen genauen Blick auf das Kleingedruckte. Wir schauen uns nicht nur die Rendite an, sondern auch die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Ob eine Versicherungslösung mit Steuerprivileg oder ein hochflexibles Depot für dich sinnvoller ist, klären wir individuell.

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Bei Fragen ist unsere Investment-Abteilung gerne für dich da.