Kundenfrage: “Warum keine Schüler BU mit 200 Euro mtl. Absicherung zu Beginn machen?"
| Berufsunfähigkeit
Weiter geht's mit einer für uns eigentlich recht interessanten Kundenfrage. Eine Mutter möchte für ihr Kind am Gymnasium eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, um insbesondere den Gesundheitszustand zu sichern. Die Idee ist hervorragend, wir predigen dies seit Jahren. Es gibt quasi kein besseres Geschenk für sein Kind, auch wenn es das natürlich nicht zu schätzen weiß ;). Warum die Idee mit den 200 Euro nachvollziehbar ist, aber aus verständlichen Gründen nicht umsetzbar, schauen wir uns in diesem Blogbeitrag etwas genauer an.
1. Vorgeschichte - Anfrage für eine Schüler Berufsunfähigkeitsversicherung
Uns erreichen ja jeden Tag mehrere Anfragen zu einer Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Das freut uns natürlich ungemein, damit wird ja unsere Arbeit auf unserer Homepage natürlich gekrönt. So kam auch eine Mutter für Ihr 13-jähriges Kind auf uns. Unsere Mitarbeiterin nahm sich der Anfrage an und verschickte erstmals unsere Unterlagen zur Vorgehensweise in der BU-Versicherung. Das ist natürlich immer etwas Arbeit. Das wissen wir selber und es kann auch etwas abschrecken, aber dafür passt das Ergebnis dann auch. Man macht sich diese Arbeit ja niemals wegen uns, sondern auch immer wegen einem selber, damit man einen sauberen und rechtssicheren Vertrag bekommt, welcher einem im Zweifel die finanzielle Existenz sichert. Im Zuge der Aufbereitung der Unterlagen gab es noch folgenden Hinweis des Elternteils:
Uns wäre wichtig, für meine Tochter einen Einstieg in eine BU‑Versicherung zu finden, bei der man dann später ohne erneute Gesundheitsprüfung den Versicherungsbeitrag erhöhen kann. Daher habe ich hier eine niedrige Versicherungssumme von 200 Euro gewählt.
Hier merkt man, dass man grundsätzlich die Sinnhaftigkeit schon absolut erkannt hat - einen Fuß in den Vertrag zu bekommen, um später ohne erneute Gesundheits- wie Risikoprüfung seinen Vertrag erhöhen zu können. Der Wunsch an sich ist also absolut legitim und nachvollziehbar, aber das mit den 200 Euro mtl. Absicherung schauen wir uns jetzt mal etwas genauer an.
2. Der wichtigste Grund: Die Nachversicherung wird oftmals fast wertlos!
Es gibt einige Gründe dagegen, aber einen Hauptgrund gibt es definitiv: Die versicherte Person kommt später nicht mehr hoch bzw. würde sich in ihrer Auswahl extrem einschränken.
Die Nachversicherung / weitere Erhöhungen sind nicht wirklich möglich
Das schauen wir uns gleich mal in der Praxis an. Nehmen wir die recht beliebte LV 1871 Berufsunfähigkeitsversicherung, die für Schüler sehr gerne von uns und von Kollegen eingesetzt wird. Es ist ja zudem auch ein Versicherer, der Schüler im absoluten Fokus hat, so bietet man als bisher einziger (!) Versicherer am Markt eine Schüler Berufsunfähigkeitsversicherung ab sechs Jahren an. Wäre also super, dass man mit sieben Jahren für sein Kind den Fuß in die Tür bekommt und sich für wenig Geld und 200 Euro Absicherung den Gesundheitszustand sichert.
Aber schauen wir uns die Details der LV 1871 zur Nachversicherung an:
Die bisherige BU-Rente kann beim Ziehen einer Nachversicherung um maximal 50 Prozent erhöht werden. Man muss kein Mathegenie sein, dass man dann von 200 auf 300 Euro (Beitragsdynamik lassen wir mal außen vor) erhöhen kann. Ganz toller Move. Ok, man kann dann bei der nächsten Erhöhung von 300 auf 450 Euro erhöhen, da sind wieder 50 Prozent möglich. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ob das aber einem bei Vertragsabschluss bewusst war? Um also bei der LV 1871 “hoch zu kommen”, sollten mindestens 750, besser 1.000 Euro ausgewählt werden. Mit dem LV 1871 Update 01 / 2026 sind für einige Schulformen sogar 1.800 Euro möglich.
Verliebtes Detailwissen für Nerds:
BU-Nerds wissen sicherlich Folgendes bei der LV 1871:
- Es gibt auch die ereignisunabhängige Nachversicherung bei der LV 1871, die alle drei Jahre genutzt werden kann. Hier könnte man um 250 Euro mtl. BU-Rente erhöhen. Dafür gibt es dann aber eine Wartezeit von ebenso drei Jahren. Auch nicht optimal.
- Bei Berufseintritt könnte bei der LV 1871 dank der Zukunftsgarantie statt der 50 Prozent sogar um 150 Prozent erhöht werden. Sprich, von 200 Euro auf 500 Euro.
- Die Beitragsdynamik der LV 1871 haben wir jetzt nicht angenommen, diese kann für Schüler & Studenten aber eh nur drei Prozent betragen, das wäre bei einer zu geringen BU-Rentenhöhe ja auch ein Schneckentempo. Wir lassen diese also außen vor.
Bei der LV 1871 kommt man also sehr bald an seine Grenzen, wenn man seine Absicherung zu gering bei Beginn einstellt.
Auch bei der Baloise gibt es enorme Fallstricke
Unsere Interessentin sagte aber, dass Sie Anbieter gefunden hätte, wo man auch um 500 Euro erhöhen kann. Das stimmt. Dies ist aber oft mit Fallstricken verbunden. So auch bei der Baloise, die mittlerweile einer der wichtigsten BU-Anbieter am Markt darstellt. Für uns, aber sicherlich auch für viele Kollegen. Haben sich doch sehr gemausert. Hier kann man seine Nachversicherung zwar auf dem Papier auch sehr stark erhöhen:
Die erhöhten Leistungen haben höchstens folgenden Umfang:
- Sie können die Berufsunfähigkeits-Rente um bis zu 500 EUR monatlich erhöhen, in den Fällen nach 29.1 p., q., r. und s. um bis zu 1.000 EUR monatlich.
Außerdem können Sie die Berufsunfähigkeits-Rente innerhalb der ersten fünf Versicherungsjahre nach 29.1 s. um bis zu 1.500 EUR monatlich erhöhen.
Klingt toll. Es kann nicht nur pauschal um 500 Euro erhöht werden, sondern auch teilweise um 1.000 oder sogar 1.500 Euro bei bestimmten Gründen. Der Grund 29.1.s wäre z.B. der Einstieg ins Berufsleben. Gute Regelung.
Aber es gibt ein Stöckchen, über das man fällt:
In den ersten zwölf Vertragsjahren kann maximal um das Dreifache der BU-Rente zu Vertragsbeginn erhöht werden. Sprich, von 200 auf maximal 600 Euro. In den ersten zwölf Jahren. Beitragsdynamiken werden zwar nicht angerechnet, aber merklich höher kommt man dann dadurch auch nicht.
Und bei der Bayerischen muss man auch aufpassen.
Die Bayerische nehmen wir sehr gerne als Lösung her, falls ggf. mal eine Beamtenlaufbahn folgen sollte, denn als einer der wenigen Anbieter hat die Bayerische immer eine Dienstunfähigkeitsklausel in ihren Vertragsbedingungen integriert. Aber auch fernab von dieser speziellen Regelung mögen wir diesen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit sehr gerne. Bei einer zu geringen Absicherung zu Beginn in der Schüler Berufsunfähigkeitsversicherung, muss man aber auch wieder Folgendes beachten:
Selbst mit dieser 150 Prozent Regelung kommt man nicht sehr viel weiter. Nerds unter euch wissen sicherlich, dass es bei Berufseintritt eine Sonderregelung gibt, aber aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass viele Versicherungsvermittler und auch Kunden das nicht wirklich auf dem Schirm haben. So geht diese Sonderregelung also in Nirwana unter….
Bei der Stuttgarter gibt es auch einen oftmals vergessenen Deckel
Ähnlich agiert auch die Stuttgarter Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese bietet gegenwärtig eine normale Nachversicherung bis 3.000 Euro sowie eine Karrieregarantie bis 6.000 Euro an, im Detail gibt es aber wieder einen Haken.
Die Summe aller Erhöhungen darf maximal 200 Prozent der zu Beginn abgeschlossenen BU-Rente betragen. Selbst, wenn man mit 500 Euro beginnt, wäre nur eine Erhöhung auf 1.500 Euro möglich (die Karrieregarantie ist hier außen vor, bei der Stuttgarter sollte die BU-Rente also mind. 1.000 Euro betragen, um auf die 3.000 Euro zu kommen).
Das sind jetzt explizit vier Anbieter gewesen, die in der Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler aber ganz vorne dabei sind, wir würden fast schon sagen, dass Sie bei uns unter den Top drei sind (Ausnahme mit der Stuttgarter)
- Ja, es gibt auch Anbieter, die vielleicht nicht diese Einschränkung haben und eine Erhöhung um 500 Euro zulassen. Man schränkt sich aber extrem ein. Möchte man das, bei einer, wenn nicht der wichtigsten Versicherung für sein gesamtes weiteres Leben?
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3. Weitere Gründe, die gegen eine zu geringe BU-Rente zu Beginn als Schüler sprechen
Der in unseren Augen wichtigste Grund wurde unter Punkt zwei genannt - man kommt nicht mehr wirklich hoch. Aber es gibt auch weitere Gründe in unseren Augen, die dagegen sprechen. Die Wichtigkeit muss hier jeder für sich selbst erkennen.
Jedes Ziehen der Nachversicherung ist teurer als zu Vertragsbeginn
Eine Erhöhung aufgrund der Nachversicherung ist technisch gesehen so etwas wie ein Neuvertrag. Es wird zumindest immer das aktuelle Eintrittsalter genommen. Da tauchen ab und zu verwunderte Augen auf, warum die 500 Euro Erhöhung doch merklich teurer sind nach sieben Jahren als die 500 Euro zu Beginn. Zudem gibt es bei manchen Anbietern eine Neuberechnung der Rechnungsgrundlagen. Diese können mal besser, aber auch schlechter sein.
Je höher die BU-Rente zu Beginn ist, desto weniger fallen die obigen Punkte ins Gewicht.
Vielleicht kannst Du gar nicht mehr erhöhen, aufgrund Deines Gesundheitszustandes?
Manche Versicherer bauen bei einer Erhöhung noch eine sehr kleine Gesundheitsfrage ein. Bei der Nürnberger Versicherung ist es z.B. so geregelt:
Zum Zeitpunkt der Beantragung der Erhöhung besteht für die versicherte Person weder eine teilweise oder volle Erwerbsminderung noch ist ein entsprechender Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt worden, noch wird eine Erwerbsminderungsrente bezogen.
- Die versicherte Person war innerhalb der letzten 12 Monate vor Stellung des Antrags auf Leistungserhöhung nicht länger als 2 Wochen durchgehend arbeitsunfähig (gilt nur, sofern die Leistung nach Absatz 5 erweitert wird).
- Zum Zeitpunkt der Beantragung der Erhöhung ist weder ein Versicherungsfall im Sinne einer optional eingeschlossenen Zusatzversicherung eingetreten noch ein entsprechender Leistungsantrag gestellt worden.
Klar, das hat niemand vor, aber eine Krankschreibung von länger als zwei Wochen ist schnell passiert. Hier ein Kreuzbandriss, da eine Erschöpfung oder eine sehr hartnäckige Grippe. Dann klappt der Plan mit der Erhöhung vielleicht gar nicht mehr.
Kann man von 200 Euro BU-Rente leben?
Passiert natürlich nicht häufig, aber auch als Schüler kann man schwer erkranken und langfristig keinen Beruf mehr ausüben. Wie viel helfen dann 200 Euro? Wären dann die oftmals möglichen 1.500 Euro mit einer möglichst hohen garantierten Rentensteigerung im Leistungsfall (oftmals drei Prozent möglich) nicht besser gewesen, damit das Kind ein selbstbestimmtes Leben führen kann?
Auch dieses Risiko gibt es und wir hatten im letzten Jahr erst einen echten Leistungsfall einer Studentin, die mit großer Wahrscheinlichkeit Ihren angestrebten Beruf nicht mehr ausüben kann.
Einige Anbieter bieten erst ab einer mtl. BU-Rente von 500 Euro eine Absicherung an
Zudem kommt die Tatsache, dass manche Versicherer schlichtweg eine gewisse Absicherungshöhe zu Beginn fordern. Bei der Hannoverschen muss die Mindestrente 500 Euro mtl. betragen.
Können wir alles absolut nachvollziehen und würden wir als BU-Versicherer wohl auch so machen. Solche extrem kleinen BU-Renten machen ja eigentlich nur Arbeit und letztendlich muss es sich für den Versicherer auch rechnen. Grundkosten bleiben ja auch gleich, egal ob die Absicherung 200 oder 1.000 Euro beträgt. Jemand schaut den Antrag an, vorher prüfte jemand die anonyme Risikovoranfrage, es gibt Vertragsänderungen usw.
Anbieter, die sehr flexibel erscheinen, dürften ein schlechteres Kollektiv haben.
Nehmen wir einfach mal den Gedankengang an, dass man mit zehn Jahren einen Anbieter hat, wo man die BU-Rente von 200 auf 2.000 Euro bei Berufseinstieg erhöhen kann. Das dürfte auch der Wunsch unserer Interessentin gewesen sein. Aus Kundensicht legitim, da kommt dann aber wieder der große Satz zur Geltung:
Alles was gut für den Einzelnen ist, kann sich negativ auf das Kollektiv auswirken
Was passiert bei Berufseinstieg? Es gibt zwei Szenarien:
- Der versicherte BU-Kunde ist gesund und fragt sich dann: Passt meine Absicherung eigentlich noch? Gibt es mittlerweile bessere Tarife am Markt, die vielleicht sogar günstiger wären? Sieht man sich den BU-Markt in den letzten fünf bis zehn Jahren an, durchaus vorstellbar. Es wurde ja immer günstiger und besser, insbesondere für Akademiker.
- Aber was ist, wenn es gewisse Vorerkrankungen gibt? Dann ist die Person logischerweise froh, wenn man seinen BU-Schutz ohne erneute Gesundheitsfragen von 200 auf 2.000 Euro erhöhen kann. Aber auch, wenn man gesund ist und mittlerweile einen Beruf ausüben würde, welche teurer wäre, als die damalige berufliche Einstufung. Das ist schnell erreicht als Schreiner, Krankenschwester oder Musiklehrerin.
In einem solchen Szenario wechselt also der junge, gesunde Interessent mit attraktivem Beruf (= geringes Risiko) die Gesellschaft. Im zweiten Szenario bleibt die Person mit einer gerade abgeschlossenen Psychotherapie, Wirbelsäulenerkrankungen oder der Diagnose Multiple Sklerose im Versichertenkollektiv drin. Es gibt keinen Ausgleich mehr mit einer gesunden Person. Das kann sich langfristig auf die Stabilität der Versicherungsgesellschaft auswirken und was möchte man bei einem Vertrag, der teilweise ein halbes Jahrhundert läuft, vor allem = Ja, Stabilität.
4. “Aber ich möchte eigentlich nicht so viel ausgeben für die Schüler BU?”
Absolut legitimer Einwand, insbesondere, wenn man nicht so viel ausgeben kann aus finanziellen Gründen. Das ist schon etwas anderes, als wenn man es nicht möchte.
Bitte nicht an der technischen Ausgestaltung & Leistung sparen
Das bedeutet, dass man nicht an folgenden Punkten nicht sparen sollte:
- Beim passenden Endalter
- Einer möglichen Leistungsdynamik / garantierten Rentensteigerung
- Bitte baue auch keine Karenzzeit ein
- Die Option der Beitragsdynamik ist hingegen kostenfrei und sollte immer so hoch wie möglich ausgewählt werden, siehe unseren Beitrag “Kundenfrage: Warum sollte ich mehr als drei Prozent Beitragsdynamik nehmen?”.
- Bitte nimm auch keine “einfachen” Tarife. Diese gibt es eh fast nicht mehr, sei aber nochmals erwähnt.
- Eine Arbeitsunfähigkeitsklausel kann je nach Anbieter zum Einstieg ins Berufsleben später nochmals ohne erneute Gesundheitsprüfung ausgewählt werden.
Der für uns passende Königsweg, wenn man weniger ausgeben möchte
Nimm bitte zu Beginn einfach einen Einsteiger & Startertarif. Hier zahlt man - je nach Ausgestaltung & Konstellation - in den ersten fünf bis zehn Jahren einen verminderten Anfangsbeitrag, welcher erst später ansteigt. Beim Volkswohl Bund sieht man es recht schön an folgender Graphik:
Hier haben wir ein Beispiel für einen Realschüler gerechnet. Durch eine berufliche Besserstellung kann bei den meisten Gesellschaften aber der Beitrag ja auch noch sinken. Der Volkswohl Bund ist beim Einsteigertarif auch ein bisschen einzigartig, denn es kommt auch die Beitragsdynamik zur Geltung. Meistens gibt es beim Startertarif keine Beitragsdynamik.
Wichtig zu wissen:
- Über lange Sicht sind Startertarife über die gesamte Kalkulation etwas teurer.
- Bei vielen Anbietern kann auch während der Startphase ohne Probleme in die normale Variante & Kalkulation gewechselt werden.
- Je nach Anbieter kann man während der Startphase keine Beitragsdynamik auswählen.
Möchte und kann man aus finanziellen Gründen bei einer Schüler Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mehr ausgeben als ein gewisses Budget, so kann ein Startertarif durchaus eine Lösung sein. Wird von uns nicht favorisiert, aber lieber so eine Absicherung als gar keine oder eine mit einer schlechten, technischen Ausgestaltung.
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5. Fazit: Bitte schließe die Schüler BU-Versicherung nicht zu gering ab!
Haben wir Dir genügend Argumente gezeigt, warum eine zu geringe BU-Rente auch für Schüler nicht sinnvoll ist? Hier nochmals zusammengefasst:
- Du kommst bei sehr vielen Anbietern bei der Nachversicherung nicht mehr hoch.
- Das Ziehen einer Erhöhungsgarantie ist etwas teurer als eine zu Beginn hohe Absicherung.
- Anbieter, die sehr flexibel auf dem Papier erscheinen, könnten ein Problem mit dem Kollektiv bekommen.
- Manche BU-Versicherer bieten erst ab einer gewissen Höhe eine BU-Rente an, diese würdest du somit ausschließen.
- Vielleicht kannst Du aufgrund deines erheblich verschlechterten Gesundheitszustandes gar keine Erhöhung ausüben?
- Es kann auch jederzeit in jungen Jahren etwas passieren….Was möchte man mit 200 Euro Absicherung?
Möchte man einen Anbieter mit einer sehr geringen BU-Rente zu Beginn wählen, würde man sich massiv einschränken bei der Anbieterauswahl. Das in einem Bereich, wo man nach unserer Erfahrung eh schon eine begrenzte Auswahl an Versicherern hat. Die Annahmequote bei Schülern ist nämlich sehr viel härter, als z.B. während des Studiums oder im Angestelltenverhältnis. Es steht schlichtweg bisher nicht fest, welchen beruflichen Lebensweg der junge Mensch mal machen wird und wie sich manche Erkrankungen entwickeln. Trotz anonymer Risikovoranfrage ist das Feld sicherlich sehr viel stärker eingeschränkt als im Erwachsenenalter, sobald einige gesundheitliche Zipperlein vorhanden sind. Mit einer für sich selbst beschränkten Auswahl bei der Nachversicherung, schießt man in unseren Augen eher ein Eigentor und nimmt sich unnötigerweise sehr viele Chancen.









