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Junge Leute Aktion der Hannoverschen bis 35 Jahre mit verkürzten Gesundheitsfragen

| Berufsunfähigkeit

Einerseits eine traurige Nachricht, andererseits eine gute. Beginnen wir also erstmal mit der schlechten. Sehr spontan hat die Hannoversche ihre Aktion für bis zu 35-jährige Akademiker zum 01.07.2024 eingestellt. Dies passierte wenige Tage vor diesem besagten Datum und kann daher als sehr kurzfristig bezeichnet werden. Das ist etwas schade, bis zum 31.07.24 können aber alte Anträge noch eingereicht werden. Aber nun zur guten Nachricht. Es gibt einen Nachfolger, welcher sich nicht nur auf Akademiker beschränkt, sondern für quasi auf alle jungen Leute bis 35 Jahre erstreckt. Der Nachteil des Ganzen - die Gesundheitsfragen wurden etwas ausführlicher.

Sonderaktion Hannoversche BU junge Leute

Die Hannoversche BU-Versicherung ist so etwas wie eine der Fleißigsten in der letzten Zeit. Viele Updates, viele Veränderungen, es wird viel auch in Menschen und die Abläufe in der biometrischen Absicherung investiert. Als man vor einigen Jahren beschloss, eine ernsthafte Rolle in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu spielen, hatte man aber auch gehörig Luft zur Spitzenklasse am Markt. Diese schloss man relativ intelligent und hat sich von den guten Versicherern am Markt inspirieren lassen, ohne das Rad neu erfinden zu wollen. Zudem hörte man sehr stark auf spezialisierte Versicherungsmakler in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch wir wurden immer wieder nach Feedback gefragt und es gab einen sehr offenen Austausch mit kurzen Wegen. 

Damit man sehr schnell Aufmerksamkeit erregt, machen Versicherer gerne auch Aktionen mit verkürzten Gesundheitsfragen. So auch die Hannoversche mit ihrer Akademikeraktion. Diese kam sehr gut an und war eigentlich fast schon ein bisschen zu gut. Zu lasche Gesundheitsprüfung. Hier war man aber wieder zwischen den Stühlen und “Aufmerksamkeit erzeugen, aber das Kollektiv schützen”. Somit war es eigentlich wenig überraschend, dass die Aktion entschärft wurde, die Spontanität war dann ehrlich gesagt aber etwas kurzfristig. Vergleichen wir nun die neue Junge-Leute Aktion mit der bisherigen Aktion für Akademiker.


1. Die (neuen) Gesundheitsfragen für junge Leute der Hannoverschen

Sehen wir uns direkt mal die neuen Gesundheitsfragen der Hannoverschen BU-Versicherung an:

Die erste Gesundheitsfrage der Hannoverschen mit

“Sind Sie aktuell oder waren Sie in den letzten drei Jahren länger als 3 Wochen ununterbrochen nicht in der Lage, aus gesundheitlichen Gründen Ihrer schulischen, studentischen oder beruflichen Tätigkeit nachzugehen (z. B. durch Arbeitsunfähigkeit)?”

veränderte sich etwas im Vergleich zum Vorgänger. In der Akademiker Aktion wurde nicht nach drei Jahren der Krankschreibung gefragt, sondern nur zwei Jahre. Ebenso musste man bisher die Krankschreibung ab vier Wochen angeben, nun sind wir bei drei Wochen angelangt. Gleich bleibt natürlich die Frage nach der aktuellen Arbeitsunfähigkeit. Aber die spätere Frage nach Beschwerden würde die Thematik dann i.d.R. eh aufheben, da danach gefragt wird. 

Die Hannoversche findet ihre Fragestellung hierbei aber recht gut und schreibt im internen Papier für Makler folgendes

“Drei Jahre sind ein überschaubarer Zeitraum für Ihre Kunden, drei Wochen Krankschreibung am Stück eher ungewöhnlich (meistens dauern Krankschreibungen bis zu 10 Werktage). Auch im Vergleich zum Wettbewerb ist diese Formulierung besonders kundenfreundlich.“

Die zweite Gesundheitsfrage ist jene, die sich am meisten veränderte. Die aktuelle Formulierung lautet:

“Wurden Sie in den letzten drei Jahren zu folgenden Erkrankungen durch Ärzte, andere Heilbehandler oder Therapeuten untersucht, beraten oder behandelt"

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Schlaganfall, Leber-/Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, chronische Erkrankungen (z. B. Rheuma, Multiple Sklerose, Epilepsie), Diabetes, Asthma, psychische oder neurologische Erkrankungen, HIV-Infektion/Aids, Erkrankungen oder Beschwerden des Bewegungsapparates (z. B. Rücken, Knie, Hüfte) oder der Sinnesorgane (z. B. Augen, Ohren, Haut)”

Sehr sinnvoll und gut ist aber der folgende Hinweis mit:

“Nicht angegeben werden müssen: Fehlsichtigkeit von weniger als +/−8 Dioptrien, Covid-19-Infektion oder Covid-19-Erkrankung, die nicht länger als 3 Monate dauerte und seit mindestens 4 Wochen vollständig ohne Folgen ausgeheilt ist, Erkältungskrankheiten (z. B. Erkältungsschnupfen, Halsentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Kehlkopf oder Luftröhrenentzündung, grippaler Infekt), die folgenlos ausheilten, Magen-, Darm- und Harnwegsinfekte, die folgenlos ausheilten”

Im Marktvergleich ist dies natürlich eine gute Gesundheitsfrage, da es quasi auch keine Abstriche in der technischen Ausgestaltung gibt, auf welche wir aber später nochmals zurückkommen werden. Für eine junge Leute-Aktion ist das schon gut.

Im Vergleich zur bisherigen Akademikeraktion gibt es aber drei große, nachteilige Veränderungen:

  • Wurde bisher nur nach “festgestellt” oder “behandelt” gefragt, findet nun der Begriff "untersucht“ Einzug in die Fragestellung zum Antrag. Es ist schon ein Unterschied, ob ich wegen psychischen Beschwerden untersucht wurde, oder “behandelt bzw. diese festgestellt wurde”. Eine Untersuchung ist schnell passiert, auch die Thematik der Falschabrechnung in der Krankenakte könnte hier schneller zum Problem werden. 
  • Der Abfragezeitraum verlängert sich um ein Jahr von zwei auf drei Jahre. 
  • Zudem werden Erkrankungen der Sinnesorgane (wie Augen, Ohren und Haut) aufgenommen.

Gut finden wir hingegen, dass es auch eine Auflistung an Erkrankungen gibt, die nicht angegeben werden müssen.

Keine wirkliche Veränderung bei der dritten Gesundheitsfrage bei der Hannoverschen

Faktisch identisch blieb die offene Frage nach Beschwerden mit

“Bestehen oder bestanden darüber hinaus bei Ihnen in den letzten drei Monaten Gesundheitsstörungen oder Beschwerden? (Bitte geben Sie auch Beschwerden/Gesundheitsstörungen an, wegen derer Sie weder beraten, untersucht oder behandelt wurden.)

  • Ungewollte Gewichtsabnahme von mehr als fünf Kilogramm
  • Brustschmerzen in Verbindung mit Herz-Kreislauf-Störungen oder Kaltschweißigkeit
  • Atemnot
  • Blut im Stuhl, im Urin oder im Auswurf (Husten)
  • Kopfschmerzen in Verbindung mit Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen in den Gliedmaßen, regelmäßigem Erbrechen oder Ohnmachtsanfällen
  • Lymphknotenschwellungen, Brustknoten (Selbstertastung) oder Geschwürbildung
  • Veränderungen der Haut bzw. der Leberflecken
  • Wiederkehrende Schmerzzustände ungeklärter Ursache
  • Wiederkehrende Angstzustände, Panikattacken oder Erschöpfungszustände

Die Frage nach Beschwerden ist bei Interessenten & Kunden immer etwas unbeliebt, aus Sicht des Versicherers können wir diese aber absolut verstehen. Man denke bitte immer an folgenden, schlauen Satz: “Alles, was gut für den einzelnen ist, wird sich negativ auf das Kollektiv auswirken”. Letztendlich funktioniert ja die Versicherung rein nach Kollektivgedanken. Viele zahlen für ein schlimmes Ereignis ein, was man selber nicht mehr stemmen kann. Dazu zählt natürlich der Verlust seiner Arbeitskraft. Würden viel mehr Personen als kalkuliert Leistungen bekommen, kann es zu Problemen führen. Beitragserhöhungen wären die Folge, somit eine Anhebung des Nettobeitrages. Oder es wird schlichtweg am Service gespart, die Leistungsfallbearbeitung läuft miserabel. Das möchten wir doch alle nicht und somit finden wir einen Dämpfer wie die Frage nach Beschwerden absolut gerechtfertigt, solange sich diese auf maximal drei, vielleicht auch noch sechs Monate erstreckt. Auch wir bekommen nicht wenige Neuanfragen mit “Ich habe vor, zum Psychologen zu gehen, war aber noch bei keinem Arzt. Kann ich noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?”. Somit MUSS eigentlich die Frage nach Beschwerden im Sinne des Versichertenkollektivs rein, immerhin ist die Hannoversche ja auch ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, welche nicht nur nach den nächsten Quartalszahlen schielen, sondern um Beständigkeit für die nächsten Jahrzehnte. So zumindest die Hoffnung, die WWK BU-Versicherung hat sich ja auch mal komplett verkalkuliert….

Für wen eignen sich die Gesundheitsfragen für Junge Leute bei der Hannoverschen?

Eigentlich vor allem für zwei Arten von Interessenten:

  • Bei den einen ist die Hannoversche eh in der engeren Auswahl und man möchte einfach eine kurze, klare Fragestellung, um die Möglichkeit einer vorvertraglichen Anzeigepflicht (= Falschangaben) ziemlich zu minimieren. Da nimmt man die verkürzten Gesundheitsfragen einfach mal gerne mit. 
  • Wiederum gibt es aber Interessenten, die exakt eine Lösung suchen, wo sie diverse Diagnosen und Vorerkrankungen von z.B. 3,5 Jahren nicht mehr angeben müssen. Die kurze Psychotherapie, die verschriebenen Massageeinheiten vom Orthopäden von vor vier Jahren. Man scheut sich, die normalen Gesundheitsfragen in der BU-Versicherung anzugeben. 

Wir möchten Dir noch eines mit auf dem Weg geben, was uns immer wieder passiert. Habe bitte keine Angst vor einer Ja-Antwort im BU-Antrag. Manche Interessenten sind panisch erpicht, keine Ja-Antwort zu haben. Das finden wir immer dramatisch, denn eine Ja-Antwort ist wirklich undramatisch, solange man diese sauber erklären kann. Komischer wäre es für den Risikoprüfer, wenn es die letzten 5 Jahre (bei einem normalen Antrag) keinen Arztbesuch, keine Behandlung gab. Kann passieren, ist aber meistens nicht die Regel.

Hinweis

Einen großen Nachteil gibt es in der Aktion

  • Es ist schlichtweg keine Ja-Antwort erlaubt
  • Somit kann keine anonyme Risikovoranfrage gemacht werden
  • Du musst alle Antragsfragen mit Nein beantworten, sonst ist dieser Antrag nicht möglich

Gibt es eine Frage nach gefährlichen Hobbys im Antragsverfahren der Hannoverschen? 

Ja, diese Frage besteht weiterhin, wurde jedoch etwas entschärft im Vergleich zum normalen Antrag (identisch aber mit der Akademiker Aktion). Im Gegensatz zu den Gesundheitsfragen ist es hier möglich, mit Ja zu antworten, und die Hannoversche möchte den entsprechenden Fragebogen sehen. Alternativ könnte auch eine Eigenerklärung ausreichen, was wir besonders bei gefährlichen Hobbys klar bevorzugen. Wir finden es positiv, dass eine Ja-Antwort möglich ist, schon allein aus rechtlichen Gründen. Wo genau liegt jedoch die Unterscheidung zwischen Bergwandern im Sommer und Bergwandern im Herbst (muss ich die Wanderungen im Herbst angeben)? Die Übergänge sind fließend.

Hier ist die konkrete Antragsfrage zum Freizeitverhalten der Hannoverschen:

“Sind Sie Gefahren beim Sport oder Hobby ausgesetzt? 

Hierzu zählen z.B. Tauchsport (außer reines Schnorcheln), Bergsport (außer Klettern an künstlichen Wänden sowie reine Bergwanderungen auf gekennzeichneten Wegen im Sommer und Skiwandern mit anschließender Abfahrt im Winter, bis zu einer Höhe von 3500 m), Flugsport (z. B. Drachen-, Gleitschirm-, Segelfliegen, Motorflug, Ultraleichtflug, Fallschirmspringen), Motorsport, Kampfsport, Kitesurfen, Spring-/Vielseitigkeitsreiten.”

Faktisch obligatorisch ist mittlerweile ein Beitragsunterschied beim Rauchverhalten - Nichtraucher vs. Raucher werden also unterschiedlich behandelt in der BU-Versicherung. Hier gibt es keine Unterschiede zum normalen Antrag der Hannoveraner.


2. Das sind die Eckdaten für die Junge-Leute Aktion der Hannoverschen

Den größten Einschnitt gab es im möglichen Kreis, welche die Aktion der Hannoverschen abschließen können. Bisher konnten nur Akademiker (somit auch noch keine Studenten) die Aktion abschließen, nun ist diese für alle jungen Leute bis 35 geöffnet. Dies beinhaltet also auch folgende Berufsgruppen:

  • Schüler können somit auch davon profitieren. Hier muss aber beachtet werden, dass die Hannoversche die Schüler BU erst ab 15 Jahren anbietet. Im Marktvergleich ein sehr hoher Wert. Standard sind zehn Jahre, die LV 1871 BU-Versicherung bietet sogar schon eine ab sechs Jahren an, die AXA mittlerweile ab acht Jahren. 
  • Bei Studenten gibt es nach unserer Kenntnis keine Einschränkung, diese können jetzt uneingeschränkt von der Jungen-Leute Aktion profitieren.
  • Ebenso gilt das natürlich auch für Auszubildende, welche gerade ihre Fertigkeiten für den künftigen Job erlernen.
  • Und natürlich gilt diese Aktion jetzt auch für alle anderen Berufe, es muss kein akademischer Abschluss vorhanden sein. 
  • Auch junge Selbstständige können diese Aktion nutzen. 
  • Und zu guter Letzt - theoretisch können auch Beamte diese verkürzten Gesundheitsfragen für sich nutzen. Man muss aber festhalten, dass die Hannoversche Beamte nicht gerade im Fokus hat. Zum einen gibt es keine Dienstunfähigkeitsklausel, zum anderen sind die Prämien im Marktvergleich eher etwas höher und viele Beamtenberufe können auch nicht bis 67 Jahre abgeschlossen werden.

Somit sehen wir hier einen erheblichen Mehrwert, da sich die Zielgruppe extrem erweiterte. Das ist wiederum sehr löblich und geht in die Richtung einer Baloise, Nürnberger, Dialog, LV 1871, oder Ergo, welche ebenso Aktionen für Junge Leute anbieten. Mal ein bisschen besser, mal ziemlich miserabel. Dürften in der nahen Zukunft nach unserer Kenntnis auch noch ein paar dazukommen. Jeder Versicherer möchte ja frühzeitig um junge Kunden kämpfen…

Die technische Ausgestaltung der Hannoverschen Aktion für Junge Leute:

  • Aktion läuft nach unserer Kenntnis erstmals unbegrenzt
  • Maximale Absicherung von 2.000 Euro möglich, die berufsspezifischen Obergrenzen aber bitte beachten
  • Maximales Eintrittsalter von 35 Jahren (darf nicht vollendet sein)
  • Normale Beitragsdynamik von bis zu fünf Prozent möglich
  • Leistungsdynamik / garantierte Rentensteigerung kann bis zu drei Prozent betragen
  • Einbau einer Arbeitsunfähigkeitsklausel möglich
  • Nachversicherungsgarantie bis 4.000 Euro gegeben; durch die Karrieregarantie sogar bis 6.000 Euro
  • Keine Frage nach bisher abgelehnten oder nur mit Erschwernis angenommenen Anträgen
  • Alle drei Tarifvarianten möglich: Premium, Premium Plus und Premium Exklusiv
  • Startervariante ebenfalls möglich, obwohl diese wenig Sinn macht
  • Maximale Absicherung von 60 % des Bruttogehaltes; Vorversicherungen anderer Versicherer werden angerechnet
  • Abfrage nach Körpergewicht und Größe, Übergewicht spielt also eine Rolle.
  • Schon festgestellt = Ja-Antwort (außer bei Hobbys) nicht erlaubt, somit keine anonyme Risikovoranfrage möglich

Wie auch schon im damaligen Artikel zur Akademikeraktion können wir die technische Ausgestaltung bei der Hannoverschen praktisch nur loben. Es gibt quasi keine wirklichen Einschränkungen gegenüber einem normalen Antrag mit umfangreichen Gesundheitsfragen. Ausnahme sind wirklich nur die maximalen 2.000 Euro. Auf dem normalen Wege können ja bis zu 3.000 Euro ohne ärztliche Untersuchung / Zeugnis abgesichert werden, erst im Februar 2024 wurde diese Grenze von der Hannoverschen ja erhöht. Verdient man in jungen Jahren aber schon recht gut und möchte man einer Diagnose von vor vier Jahren aus dem Weg gehen, so eignet sich die Hannoversche auch gut für eine Aufteilung auf zwei Versicherer, dazu hat man später auch die doppelte Power an möglicher Nachversicherung. Genügend weitere Anbieter für junge Leute haben wir ja schon kennengelernt.

Hinweis

Ein Negativpunkt bleibt weiterhin bestehen

  • Wie auch schon im letzten Update der Hannoverschen kritisiert.
  • Endet die Beitragsdynamik bei 4.000 Euro monatlicher Absicherung.
  • Darüber hinaus geht nur noch die Karrieregarantie.

Keine Einschränkung bezüglich der Tarifvarianten

Auch wenn Du (ok, mittlerweile nicht mehr so stark) verkürzte Gesundheitsfragen bekommst, kannst Du auf alle drei Tarifvarianten der Hannoverschen zugreifen mit:

  • Premium
  • Premium Plus
  • Premium Exklusiv

Wie der Name schon (hoffentlich..) schon sagt, gibt es bei der Premiumvariante ein sehr gutes Gesamtpaket und keinen Tarif mit etwaigen Fallstricken. Ganz im Gegenteil. Die Premium Plus Variante der Hannoverschen ist eigentlich nur noch ergänzt um die Gelbe-Schein-Regelung, sprich der AU-Klausel, welche für bis zu 24 Monate leistet.
Noch umfangreicher ist die Tarifwelt der Premium Exklusiv, welche auch noch eine Leistung für eine schwere Krankheit sowie Beeinträchtigungen beinhaltet, sowie eine Anwartschaft auf eine Risikolebensversicherung ohne erneute Gesundheitsfragen.

Sind die Beiträge der Hannoverschen-Aktion höher?

  • Oftmals gestellte und somit gerechtfertigte Frage:
  • Nein, die Beiträge sind 1-1 identisch, wie wenn Du einen normalen Antrag machen würdest.
  • Schließt Du bei uns ab, profitierst Du auch von unserem Know-how, auch hier sind die Beiträge 1-1 identisch wie beim Abschluss direkt beim Versicherer

3. Wie sind die Beiträge für Junge Leute bei der Hannoverschen?

Die wichtigsten Punkte in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind natürlich die Vertragsbedingungen, die passende Konfiguration und natürlich die korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen. Aber letztendlich sollte alles in einem stimmigen Preis- & Leistungsverhältnis sein. Hier sehen wir die Hannoversche in vielen Konstellationen als ok an, in manchen Berufen sogar relativ teuer. Das ist aber eher ein gutes Zeichen. Zumindest hat man in der BU-Versicherung nicht das Synonym eines “Billigheimer” aufgebaut, was in unseren Augen sehr wichtig ist. 

Wir zeigen Dir jetzt verschiedene Berechnungen und Konstellationen auf (zur vereinfachten Darstellung gehen wir nur den Netto / Zahlbeitrag ein):

*Nichtraucher, normaler BMI, keine Leistungsdynamik, keine Mitarbeiterverantwortung
BerufAltermtl. AbsicherungshöhePremiumPremium PlusPremium Exklusiv
Schüler gymnasiale Oberstufe151.000 Euro43,78 Euro47,46 Euro52,62 Euro
Azubi Krankenpfleger181.000 Euro74,16 Euro80,37 Euro91,75 Euro
Azubi Bürokauffrau181.000 Euro37,00 Euro40,27 Euro44,38 Euro
Student Humanmedizin201.500 Euro54,43 Euro59,16 Euro64,81 Euro
Student Informatik201.500 Euro42,98 Euro46,79 Euro51,16 Euro
Wirtschaftsingenieur272.000 Euro55,53 Euro60,56 Euro66,40 Euro
Assistenzarzt272.000 Euro73,50 Euro80,10 Euro87,92 Euro
Softwareentwickler302.000 Euro58,37 Euro63,72 Euro69,89 Euro

Bitte beachte aber immer, dass diese Beiträge eine erster Indikator sind, ebenso fällt es Dir sicherlich auch schwer, diese im Kontext zu anderen Versicherern einordnen zu können. Du solltest ja niemals den Fehler machen, einfach nur den günstigsten Anbieter zu nehmen oder einfach einen Testsieger in der BU-Versicherung auszuwählen. Denn Testsieger sind viele, in manchen Vergleichen gibt es quasi nur Testsieger. Mit den Siegeln lässt sich eben auch verdammt viel Geld verdienen….

Grundsätzlich wäre es uns eh am liebsten, wenn wir Deinen Fall & Anfrage erstmal auf der “grünen Wiese” ansehen könnten. Wir schauen uns zuerst alle potentiellen Gefahrenumstände bei Dir an und setzen dann zielgerichtet evtl. eine Sonderaktion wie die der Hannoverschen ein. Manche Interessenten sind in unseren Augen zu Beginn etwas zu sehr fixiert auf die eine Lösung. Machen wir auch, aber im Kundeninteresse wäre es besser, dass wir uns zu Beginn den gesamten Umstand anschauen. Das ganze gilt übrigens auch, wenn Du einen kostenfreien BU-Check über uns machen lassen möchtest. Dieser kann durchaus sinnig sein, denn viele, von uns geprüfte Berufsunfähigkeitsversicherungen sind ziemlich miserabel.

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4. Fazit zur Aktion für junge Leute bei der Hannoverschen

Wir sprechen jetzt nicht direkt von einem würdigen Nachfolger für die alte Akademikeraktion. Diese war schlichtweg zu gut und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Gesellschaft diese einstellt. Das abrupte Ende war eher das, was etwas komisch wirkte.  Die Nachfolgervariante für junge Leute kann aber natürlich schon einen Mehrwert darstellen, insbesondere die technische Ausgestaltung ist sehr gut, mit dem Sternchen am Ende, dass die Beitragsdynamik leider etwas zu früh endet. 

Ungünstigerweise hat man es vergessen, dass in dieser Aktion schlichtweg eine Ja-Antwort nicht erlaubt ist und somit wäre eine anonyme Risikovoranfrage nicht erlaubt. Fast so gut wie alle anderen Versicherer, die ebenso eine verkürzte Gesundheitsprüfung für junge Leute anbieten, bieten die Möglichkeit, bei kleineren Erkrankungen oder Unklarheiten dies über eine Voranfrage klären zu können. Auch in dieser Aktion sollte man in unseren Augen keine Angst vor einer Ja-Antwort haben dürfen. Da wir sicher sind, dass durchaus einige Mitarbeiter der Hannoverschen diesen Blogbeitrag lesen werden - hier habt ihr also wieder eine Hausaufgabe zu erledigen 🙂. 

Ansonsten können wir derzeit für die Hannoversche den Daumen nach oben geben. Man möchte sich im erhabenen Kreis der guten BU-Versicherer festsetzen. Man meint es ernst. Wir beobachten aber bekanntlich weiterhin kritisch, legen den Finger in die Wunde, loben aber, wenn es angebracht ist 🙂. Dass wir die Hannoversche nun stärker in unsere BU-Beratung einbringen, ist ja schon mal etwas für den Versicherer ;). Die Risikoprüfung muss sich aber noch steigern.


Pressenachklang

02.07.2024 / Unser BU-Experte Tobias Bierl durfte die aktualisierte Sonderaktion der Hannoverschen in einem Gastartikel im Magazin Das Investment genauer unter die Lupe nehmen. Insgesamt kommen die Veränderungen dabei der Versichertengemeinschaft zugute, wenngleich die Übergangszeit etwas kurz war. Die Hannoversche gibt weiterhin Gas in der Berufsunfähigkeitsversicherung. 

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