BU angenommen, PKV abgelehnt? Warum Vorerkrankungen unterschiedlich bewertet werden
Warum deine Gesundheitshistorie für beide Versicherungen wichtig ist – dieselbe Diagnose aber zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen kann.
„Warum geht das bei der privaten Krankenversicherung jetzt nicht? Bei meiner Berufsunfähigkeitsversicherung habt ihr doch auch eine Lösung gefunden!“
Diese Frage hören wir in unserer Beratung tatsächlich immer wieder. Manchmal schwingt dabei auch ein wenig Enttäuschung mit. Können wir verstehen: Gemeinsam haben wir deine Gesundheitshistorie aufbereitet, ärztliche Unterlagen eingeholt und über eine anonyme Risikovoranfrage eine passende BU gefunden. Vielleicht mit einem Risikozuschlag oder einer Ausschlussklausel, aber immerhin: Die Absicherung steht.
Nun möchtest du auch deine private Krankenversicherung mit uns angehen. Darüber freuen wir uns natürlich! Grundsätzlich ist das sogar eine gute Ausgangssituation. Wir kennen deine Vorgeschichte bereits und viele Unterlagen müssen nicht nochmals von Grund auf zusammengestellt werden.
Eine erfolgreiche BU-Vermittlung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch eine private Krankenversicherung möglich ist. Die Krankheiten sind dieselben. Das Risiko, das der Versicherer dahinter sieht, ist jedoch ein anderes.
Genau diesen Unterschied möchten wir dir erklären. Mit verständlichen Beispielen und einer ehrlichen Einordnung, weshalb wir bei der PKV manchmal zu einem anderen Ergebnis kommen als zuvor bei deiner BU.
Das Wichtigste zum Unterschied zwischen BU und PKV auf einen Blick
- Die BU versichert deine Arbeitskraft: Entscheidend ist, ob eine Erkrankung voraussichtlich zu einer Berufsunfähigkeit und damit zu einer Leistung führen kann.
- Die PKV versichert medizinische Behandlungskosten: Hier geht es darum, welche Kosten durch deine Vorerkrankung entstehen oder künftig entstehen können.
- Ausschlüsse spielen eine unterschiedliche Rolle: In der BU können sie eine sinnvolle Absicherung ermöglichen. In der privaten Krankenvollversicherung ist dies deutlich schwieriger/differenzierter zu sehen.
- Vorhandene Unterlagen sind ein Vorteil: Deine aufbereitete Gesundheitshistorie hilft bei der PKV-Beratung, ersetzt aber keine eigenständige Risikoprüfung.
- Spezialisierung in beiden Bereichen: Bei uns betreut dich für die PKV ein anderer Experte als für die BU. Unsere Mitarbeiter arbeiten zusammen, bleiben aber auf ihr jeweiliges Fachgebiet konzentriert.
1. Gleiche Vorerkrankung, andere Frage: Was versichert die Gesellschaft eigentlich?
Bei beiden Versicherungen musst du Gesundheitsfragen beantworten. Häufig geht es dabei um dieselben Themen: frühere Erkrankungen, Operationen, Medikamente, psychotherapeutische Behandlungen oder bestehende Beschwerden. Alles in einem bestimmten Abfragezeitraum.
Das kann schnell den Eindruck erwecken, dass auch die Bewertung ähnlich sein müsste. Die Risikoprüfer schauen aber aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln auf deine Angaben.
Berufsunfähigkeitsversicherung: Kann die Erkrankung deine Arbeitskraft gefährden?
Vereinfacht lautet die Frage in der BU:
„Wie wahrscheinlich ist es, dass du wegen dieser Vorerkrankung deinen Beruf einmal nicht mehr im versicherten Umfang (zu 50%) ausüben kannst?“
Dabei spielt dein Beruf eine wichtige Rolle. Eine Einschränkung des Knies kann für einen Fliesenleger logischerweise eine andere Bedeutung haben als für jemanden, der überwiegend am Schreibtisch arbeitet.
Zusätzlich berücksichtigt der Versicherer die Diagnose, den Verlauf, mögliche Rückfälle und die voraussichtliche Dauer einer Berufsunfähigkeit. Eine Arztrechnung oder ein verschriebenes Medikament allein löst normalerweise noch keine BU-Rente aus.
Wie unterschiedlich einzelne Diagnosen bewertet werden können, zeigen wir dir ausführlich in unseren Praxiserfahrungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen.
Private Krankenversicherung: Welche Behandlungskosten sind zu erwarten?
In der PKV lautet die Frage dagegen:
„Welche Kosten entstehen durch diese Vorerkrankung – und welche könnten in Zukunft noch hinzukommen?“
Dazu können Untersuchungen, Medikamente, Physiotherapie, Operationen oder Krankenhausaufenthalte gehören. Ob du währenddessen oder danach ganz normal arbeiten kannst, ist für diese Behandlungskosten erst einmal unerheblich.
Du kannst also deinen Bürojob problemlos ausüben und gleichzeitig regelmäßig medizinische Versorgung benötigen.
Für die BU kann diese Situation vergleichsweise unauffällig sein. Für die PKV können trotzdem dauerhaft relevante Kosten entstehen.
| Bewertungsfrage | Berufsunfähigkeitsversicherung | Private Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Was wird abgesichert? | Die finanziellen Folgen einer versicherten Berufsunfähigkeit | Die tariflich versicherten Kosten medizinischer Versorgung |
| Welche Rolle spielt dein Beruf? | Eine wesentliche Rolle bei der Risikobewertung | Behandlungskosten können auch bei uneingeschränkter Berufsausübung entstehen |
| Wann entstehen Leistungen? | Wenn die vertraglichen Leistungsvoraussetzungen erfüllt sind | Bereits durch tariflich versicherte Untersuchungen und Behandlungen |
| Hilft eine Annahme in der anderen Sparte? | Keine automatische Aussage zur PKV | Keine automatische Aussage zur BU |
💡 Gut zu wissen: Gleiche Unterlagen, andere Bewertung
Deine aufbereitete Gesundheitshistorie ist für BU und PKV wertvoll. Eine erfolgreiche BU-Risikovoranfrage ist aber keine Eintrittskarte in die private Krankenversicherung. Auch theoretisch bei derselben Gesellschaft (auch wenn das bei uns eigentlich so gut wie fast nie der Fall sein dürfte) werden beide Versicherungen eigenständig geprüft.
2. Warum eine Ausschlussklausel in der BU eine Lösung sein kann
Bei bestimmten Vorerkrankungen kann ein BU-Versicherer anbieten, einen Vertrag mit einer Ausschlussklausel abzuschließen.
Vereinfacht gesagt: Du bekommst Versicherungsschutz, aber eine Berufsunfähigkeit aufgrund der ausgeschlossenen Erkrankung beziehungsweise des vereinbarten Bereichs ist nicht mitversichert. Entscheidend ist immer der genaue Wortlaut der Klausel.
Das kann beispielsweise das Knie, die Wirbelsäule oder eine bestimmte Erkrankung einschließlich ihrer Folgen betreffen.
Eine solche Lösung kann durchaus sinnvoll sein, wenn dadurch ein großer Teil deiner Arbeitskraft abgesichert werden kann.
Ein Ausschluss bleibt aber eine Lücke. Auch bei einem Bürojob können Rückenbeschwerden erhebliche Auswirkungen auf die Berufsausübung haben. Dagegen ist z.B. wegen eines kaputten Knies berufsunfähig zu werden in einem Bürojob sicherlich eher unwahrscheinlich.
Gerade bei Rückenschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden in der BU schauen wir deshalb zum Beispiel genau hin: Ist der Ausschluss überhaupt erforderlich? Wie weit reicht er? Bietet eine andere Gesellschaft bessere Bedingungen? Ist eine spätere Überprüfung vereinbart?
Hier lohnt sich eine spezialisierte BU-Beratung. Bei uns gehören die Aufbereitung deiner Gesundheitshistorie, aussagekräftige Unterlagen und die gezielte anonyme Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung zum Vorgehen. Wir möchten schließlich möglichst gute Bedingungen für dich erreichen.
Trotzdem gilt: Nicht jede schwere Erkrankung lässt sich einfach ausschließen. Auch in der BU sind Zurückstellungen und Ablehnungen möglich.
3. Warum die PKV nicht einfach dieselbe Krankheit ausschließt
Die naheliegende Kundenfrage lautet dann:
„Wenn die BU meine Erkrankung ausschließen konnte, warum macht die PKV das nicht genauso?“
Grundsätzlich sind Leistungsausschlüsse auch in der PKV möglich. In der privaten Krankenvollversicherung werden sie allerdings etwas seltener eingesetzt. Bei relevanten Vorerkrankungen sind Risikozuschläge oder eine Ablehnung häufig die praktisch wichtigeren Ergebnisse.
Außerdem hätte ein Ausschluss für dich ganz andere Folgen.
Wenn eine Erkrankung in der PKV ausgeschlossen wäre, müsstest du die davon erfassten Behandlungskosten selbst bezahlen. Je nach Krankheitsbild könnte das regelmäßige Medikamente, Untersuchungen und möglicherweise auch teure stationäre Behandlungen betreffen.
Bei komplexen Erkrankungen kommt hinzu, dass sich nicht jede Folge eindeutig einem einzelnen Bereich zuordnen lässt. Welche Behandlung hängt mit der ausgeschlossenen Erkrankung zusammen? Welche Beschwerden sind eine Folge davon?
Ein vermeintlich einfacher Ausschluss kann dadurch eine erhebliche Versorgungslücke schaffen.
Auch ein Risikozuschlag ist keine unbegrenzt verfügbare Lösung. Der Versicherer muss bereit sein, das Risiko überhaupt zu übernehmen. Und selbst wenn ein Angebot zustande kommt, muss der Gesamtbeitrag langfristig zu dir passen. Teilweise arbeiten hier Versicherer auch mit exorbitant hohen Risikozuschlägen, die quasi in der Praxis einer Ablehnung gleichen.
Mehr zur grundsätzlichen Einordnung findest du unter private Krankenversicherung trotz Vorerkrankungen.
Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!
Deine BU steht – jetzt möchtest du deine PKV mit uns angehen?
Wir prüfen, ob ein Wechsel zu dir passt und welche Möglichkeiten es mit deiner Vorgeschichte gibt. Ehrlich, spezialisiert und mit realistischen Erwartungen.
4. Drei Beispiele: Warum BU und PKV unterschiedlich entscheiden können
Die folgenden Beispiele erklären typische Bewertungsunterschiede. Sie sind keine verbindlichen Annahmeaussagen und keine Darstellung einzelner abgeschlossener Kundenfälle.
Beispiel 1: Morbus Crohn – ein Ausschluss beseitigt keine Behandlungskosten
Morbus Crohn zeigt gut, weshalb sich eine BU-Lösung nicht einfach auf die PKV übertragen lässt.
Je nach Verlauf, Behandlung, möglichen Komplikationen und Beruf kann in der BU eine Absicherung möglich sein – beispielsweise mit einem Ausschluss. Dass die Diagnose nicht automatisch das Ende der BU-Suche bedeutet, zeigen wir in unserem Artikel zur Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Morbus Crohn.
Für die PKV stehen dagegen die möglichen Kosten der weiteren medizinischen Versorgung im Mittelpunkt. Wer arbeitet und seinen Alltag gut bewältigt, kann trotzdem laufende Behandlung benötigen.
„Dann bezahle ich die Kosten für Morbus Crohn eben selbst“ klingt zunächst nach einem Ausweg. Bei einer chronischen Erkrankung kann daraus jedoch eine finanziell kaum kalkulierbare Belastung werden. Eine reguläre PKV-Aufnahme wird entsprechend schwierig sein, um nicht zu sagen unmöglich, mit einer bestehenden Diagnose.
Wenn wir bei dieser Vorgeschichte eine BU-Lösung finden, haben wir damit das Risiko der Berufsunfähigkeit eingegrenzt. Die möglichen Behandlungskosten für die PKV sind dadurch nicht verschwunden.
Beispiel 2: Kreuzbandriss – arbeitsfähig heißt nicht automatisch ohne Kostenrisiko
Du hattest einen Kreuzbandriss, wurdest operiert und arbeitest inzwischen wieder ohne Einschränkungen im Büro.
Für die BU sind unter anderem die aktuelle Belastbarkeit, verbleibende Beschwerden und deine beruflichen Tätigkeiten wichtig. Je nach Befund und Versicherer kann eine normale Annahme, ein Ausschluss oder ein anderes Votum herauskommen.
Die PKV schaut darauf, ob weitere Behandlungen oder Folgeschäden zu erwarten sind. Dabei können beispielsweise Begleitverletzungen, verbleibende Instabilität oder ein erhöhtes Arthroserisiko relevant sein.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass jeder Kreuzbandriss eine PKV verhindert oder zwangsläufig dauerhaft Kosten verursacht. Ein gut ausgeheiltes Knie ohne Begleitschäden ist anders zu bewerten als wiederholte Operationen mit bleibenden Einschränkungen.
Du kannst am Schreibtisch voll einsatzfähig sein und trotzdem ein erhöhtes medizinisches Kostenrisiko mitbringen. Aussagekräftige Befunde sind deshalb wichtig – mehr dazu unter ärztliche Stellungnahmen und Atteste für die BU. Gilt quasi auch so für die PKV.
Beispiel 3: Psychotherapie – auch die BU schaut genau hin
Psyche ist in beiden Sparten nach wie vor ein schwieriges Thema. Bei einer früheren Psychotherapie sind der Anlass, die Diagnose, die Behandlungsdauer und der weitere Verlauf entscheidend.
Eine abgeschlossene Behandlung wegen einer einmaligen Belastungssituation (Tod eines Familienmiglieds, etc.) ist anders einzuordnen als eine wiederkehrende Erkrankung mit laufender Therapie.
In der BU können psychische Vorerkrankungen ebenfalls ein erhebliches Hindernis sein. Ein angebotener Ausschluss psychischer Erkrankungen wäre zudem eine weitreichende Lücke im Versicherungsschutz. Aber trotzdem ein gewisser Schutz deiner Arbeitskraft.
Welche Möglichkeiten es gibt und worauf es ankommt, erklären wir unter Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Psychotherapie.
Für die PKV steht wiederum die Frage nach künftigem Behandlungsbedarf und den Folgekosten im Vordergrund. Eine PKV ist mit einer laufenden Psychotherapie oder einer abgeschlossenen in den letzten 5 Jahren quasi kaum möglich.
Dieses Beispiel zeigt deshalb auch: Es gibt keine allgemeine Regel, dass die BU jede Vorgeschichte problemlos annimmt und nur die PKV schwierig ist. Beide prüfen genau – sie bewerten aber unterschiedliche Risiken.
5. Nach der BU auch die PKV mit uns angehen? Sehr gerne!
Wenn du mit unserer BU-Beratung zufrieden warst und dich anschließend auch zur privaten Krankenversicherung von uns beraten lassen möchtest, freut uns das natürlich.
Dafür gibt es einen praktischen Vorteil: Ein wichtiger Teil der Vorarbeit ist bereits erledigt.
Vielleicht haben wir gemeinsam schon Patientenunterlagen gesichtet, Diagnosen geklärt, Behandlungsverläufe aufgeschrieben und aussagekräftige Atteste eingeholt. Diese Informationen können auch für die PKV hilfreich sein.
Du musst uns deine Geschichte also nicht nochmals komplett von vorne erzählen. Trotzdem prüfen wir, ob die Unterlagen aktuell sind und welche zusätzlichen Angaben benötigt werden. Auch die Gesundheitsfragen der privaten Krankenversicherer und ihre Abfragezeiträume unterscheiden sich.
Wir können die Vorarbeit nutzen. Das Ergebnis der BU-Risikoprüfung können wir nicht übernehmen.
Hier kommt unser Ärztehausprinzip ins Spiel: In der PKV betreut dich ein anderer Experte als in der BU. Dein BU-Ansprechpartner beschäftigt sich intensiv mit der Absicherung deiner Arbeitskraft. Unsere PKV-Kollegen konzentrieren sich auf Krankenversicherung, Gesundheitsprüfung und Tarifauswahl.
Du bleibst bei den Bierls, bekommst aber für jedes Thema den passenden Spezialisten. Wie wir dabei vorgehen, zeigen wir dir im Ablauf unserer PKV-Beratung.
Noch unsicher? Vielleicht ist ein Optionstarif sinnvoll!
Du hast deine BU bereits mit uns abgeschlossen, bist aber noch unsicher, ob die private Krankenversicherung langfristig zu dir passt? Mit einem PKV-Optionstarif kannst du deinen heutigen Gesundheitszustand sozusagen „einfrieren“ und dir einen späteren Wechsel ohne erneute Gesundheitsprüfung im vereinbarten Umfang offenhalten. Und das für wenige Euro im Monat.
Bereits bestehende Vorerkrankungen werden beim Abschluss der Option allerdings zum aktuellen Stand geprüft – sie lassen sich damit nicht nachträglich ausblenden. Die Gesundheitsfragen sind quasi identisch mit denen für eine PKV-Vollversicherung.
Mehr zum PKV-Optionstarif: Gesundheitszustand heute sichern, später entscheiden
6. Warum wir dir manchmal von einer PKV-Anfrage abraten
Wir verstehen, dass eine kritische Einschätzung zur PKV enttäuschend sein kann. Gerade dann, wenn wir bei deiner BU zuvor eine Lösung gefunden haben.
Unsere Aufgabe ist aber auch, dir frühzeitig zu sagen, wenn eine reguläre Aufnahme in einen leistungsstarken PKV-Tarif nach unserer Einschätzung kaum realistisch ist oder ein Wechsel unter den möglichen Bedingungen nicht sinnvoll wäre.
Ein hoher Risikozuschlag ist beispielsweise keine formale Ablehnung. Wirtschaftlich kann ein Angebot für dich trotzdem unattraktiv sein. Ebenso wenig wäre dir mit einer erheblichen Lücke bei den Behandlungskosten geholfen.
Eine gute Beratung kann deshalb auch zu dem Ergebnis kommen, dass du in der gesetzlichen Krankenversicherung (zumindest aktuell) besser aufgehoben bist.
Zur Einordnung: Dieser Artikel behandelt die reguläre Aufnahme in eine private Krankenvollversicherung. Für besondere Zugangswege wie die Beamtenöffnungsaktion oder den Basistarif gelten eigene Regeln. Beratungen zur Beamtenöffnungsaktion bieten wir nicht an.
Gut gefunden heißt leider nicht, dass wir zaubern können 😉
„Google hat euch empfohlen“ oder „Die KI sagt, ihr seid die Experten für Vorerkrankungen“ – solche Rückmeldungen bekommen wir bei Anfragen zur BU und PKV immer wieder. Freut uns natürlich, und mit unserer Erfahrung können wir tatsächlich oft weiterhelfen.
Zaubern können wir trotzdem nicht. Es gibt Vorerkrankungen und Verläufe, bei denen auch eine sorgfältige Aufbereitung und unsere Kontakte zu Risikoprüfern keine passende Lösung ermöglichen. Dann sagen wir dir das (auch im Vorfeld) ehrlich. Unsere Spezialisierung bedeutet, Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und Grenzen zu erkennen – eine Annahme versprechen können wir nicht.
7. Häufige Fragen zum Unterschied zwischen BU und PKV
Das ist möglich. Ein BU-Ausschluss bedeutet nicht automatisch, dass dich eine PKV ablehnt. Er ist aber auch keine Zusage für die Krankenversicherung. Entscheidend sind deine konkrete Vorgeschichte und die eigenständige Bewertung des PKV-Versicherers.
Offen gesagt wird es unserer Erfahrung nach aber nicht einfach.
Ja. Auch wenn auf beiden Angeboten derselbe Markenname steht, werden unterschiedliche Risiken versichert und unterschiedliche Annahmeregeln angewendet.
Häufig ja. Bereits aufbereitete Behandlungsverläufe, Befunde und Atteste können viel Arbeit sparen. Wir prüfen aber, welche Aktualisierungen oder zusätzlichen Unterlagen erforderlich sind. Meist sind die unterschiedlichen Abfragezeiträume der Versicherer entscheidend.
„Immer“ wäre zu pauschal. Gerade bei Vorerkrankungen mit laufendem oder möglichem künftigem Behandlungsbedarf kann die PKV jedoch deutlich strenger ausfallen. Gleichzeitig gibt es Diagnosen, die auch in der BU schwer oder gar nicht versicherbar sind. Auch wird vor allem die Masse/Quantität an Diagnosen in der PKV strenger bewertet.
Eine PKV-Ablehnung ändert für sich genommen nichts an deiner bestehenden BU. Für diesen Vertrag gelten die vereinbarten Bedingungen und Ausschlüsse. Unabhängig davon müssen die damaligen Gesundheitsfragen natürlich korrekt und vollständig beantwortet worden sein.
Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!
Deine BU steht – jetzt möchtest du deine PKV mit uns angehen?
Wir prüfen, ob ein Wechsel zu dir passt und welche Möglichkeiten es mit deiner Vorgeschichte gibt. Ehrlich, spezialisiert und mit realistischen Erwartungen.
8. Unser Fazit: Gute Vorarbeit hilft beiden Versicherungen – die Bewertung bleibt eigenständig
Wenn wir deine Gesundheitshistorie bereits für die BU aufbereitet haben, ist das eine gute Grundlage für eine anschließende PKV-Beratung. Viele Informationen überschneiden sich und wir können auf der gemeinsamen Arbeit aufbauen.
Ob eine Versicherung möglich ist, entscheidet sich jedoch an einer anderen Frage:
BU: Wie wirkt sich deine Vorerkrankung auf das Risiko aus, in deinem Beruf berufsunfähig zu werden?
PKV: Welche medizinischen Kosten entstehen durch deine Vorerkrankung oder könnten künftig entstehen?
Deshalb kann eine BU mit Ausschluss möglich sein, während dieselbe Vorgeschichte bei der PKV zu einem erheblichen Zuschlag oder einer Ablehnung führt.
Du möchtest deine Arbeitskraft absichern? In unserer spezialisierten BU-Beratung helfen wir dir, deine Vorgeschichte sauber aufzubereiten und passende Möglichkeiten zu prüfen.
Und wenn deine BU bereits steht, begleiten dich unsere PKV-Experten gerne beim nächsten Thema. Alles Weitere findest du unter PKV-Beratung und Wechsel bei den Bierls.



