Inhaltsverzeichnis ärztliche Untersuchung erst über 3.500 Euro mtl. BU-Rente bei der Dialog


1. Die bisherige magische Grenze von 3.000 Euro

Mittlerweile haben sicherlich 15 Versicherer und mehr die Grenze von 3.000 Euro, bis dahin genügt die Beantwortung der normalen Gesundheitsfragen in der BU-Versicherung. Darüber hinaus kommt oft folgendes zur Geltung:

  • Eine Ärztliche Untersuchung / Zeugnis, zumindest aber ein Hausarztbericht
  • Die Gesundheitsfragen werden umfangreicher, die Abfragezeiträume weichen daher auf (oftmals von fünf auf zehn Jahre oder sogar unbegrenzt)
  • Der Rückversicherer spricht ein Wörtchen mit, das Votum liegt nicht mehr beim Erstversicherer.

Das alles sind Gründe, weshalb wir große Freunde sind, eine BU-Versicherung auf zwei Versicherer aufzuteilen, falls eine größere BU-Rente abgesichert werden sollte von z.B. 6.000 Euro. Früher musste man also eine Aufteilung auf 2.500 Euro bei Versicherer A, 2.500 Euro bei Versicherung B und 1.000 Euro beim Versicherer C machen, wenn man keine ärztliche Untersuchung wollte. Irgendwann wird dies aber natürlich unübersichtlich, von daher freute es uns, dass die generellen Grenzen bei den meisten Anbietern auf 3.000 Euro angehoben wurden. Mehr ging aber bisher nicht. Beim Wunsch von 6.000 Euro können nun aber einmal 3.000 Euro bei Versicherer A und 3.000 Euro bei Versicherer B abgesichert werden. 

Was wurde bei der Dialog über 3.000 Euro an mtl. BU-Rente bisher abgefragt?

Es erfolgte eine Standarduntersuchung mit einem ärztlichen Zeugnis und folgenden Untersuchungen:

  • Urinuntersuchung 
  • HIV-Test 
  • HbA1c 
  • Gesamt-Cholesterin 
  • HDL-Cholesterin 
  • Triglyceride 
  • GGT 
  • GPT 
  • Kreatinin 
  • Kleines Blutbild

Jetzt nichts Außergewöhnliches, dies entspricht der Norm.


2. Die Eckdaten der Erhöhung vonseiten der Dialog

Aufmerksam geworden sind wir übrigens immer einen unscheinbaren Newsletter eines Maklerpool / Einkaufsgemeinschaft in Deutschland. Dort gab es folgende Information:

Wie man unschwer erkennen kann, gibt es einige Voraussetzungen:

  • Die Aktion gilt ausschließlich für Ärzte (auch Zahnärzte) und Apotheker
  • Die versicherte Person darf nicht älter als 50 Jahre alt sein
  • Generell läuft diese Aktion zum 31.01.2026 aus, also noch ein gutes, halbes Jahr

Für uns ist es jetzt irgendwie schon nachvollziehbar, dass man sich erstmal ganz, ganz langsam an die neue, magische Grenze von 3.500 Euro ran traut. Hier eignen sich Ärzte & Apotheker recht gut als Zielgruppe, da diese für den BU-Versicherer viele positive Eigenschaften besitzen (Man hört ggf. generell mehr auf den eigenen Körper, beständiges Einkommen). Von daher gibt es von unserer Seite erstmals keine Kritik an die Dialog (und ja, wir kritisieren die Dialog durchaus, uns gefällt ja generell das Konstrukt mit der Generali bekanntlich nicht so wirklich und auch bei der technischen Ausgestaltung wie der Nachversicherung gibt es etwas zu meckern von uns). Wo aber geschimpft wird, muss auch gelobt werden und wir finden es ausdrücklich gut, dass eine eher kleine Versicherungsgesellschaft den First-Mover darstellt.

Warum tun sich Versicherer so schwierig mit hohen BU-Renten und keiner ärztlichen Untersuchung?

Der Grund ist so banal wie einfach und definitiv statistisch belegt. Die Schadensverläufe sind negativer für den Versicherer. Erfolgt nämlich eine ärztliche Untersuchung und umfangreichere Gesundheitsfragen, weiß man mehr über seinen Kunden und kann das Risiko noch genauer einschätzen. Zudem werden auch Erkrankungen bekannt, die man vorher noch gar nicht kannte (wie Bluthochdruck, hohes Cholesterin). Das könnte man alles mit einem Risikozuschlag belegen oder das Risiko (= den Kunden) gar ablehnen. Deshalb ist es für den Versicherer immer ein bisschen eine schwierige Sache. Der Vertrieb und letztendlich wir Makler schreien nach höheren Grenzen, die Aktuare und Leistungsfallprüfung hätten gerne so viele Informationen wie möglich. Beide Seiten sind sicherlich zu verstehen.

Aber letztendlich wurde mit der Erhöhung auf 3.000 Euro und irgendwann auf 3.500 Euro einfach der Inflation Tribut gezollt. 3.000 Euro sind ja nicht mehr diese 3.000 Euro in Sachen Kaufkraft, wie vor zehn Jahren. Von daher werden sich diese Grenzen automatisch verschieben, solange wie eine grundlegende Inflation und nicht sinkende Preise haben. Bei einem Versicherer bisschen früher, beim anderen etwas später. 

Wann erfolgt eine generelle Marktanhebung auf 3.500 Euro?

Dank Inflation und den damit verbundenen Kaufkraftverlust ist es sicherlich aber nur eine Frage der Zeit, bis auch die Grenze von 3.000 Euro angehoben werden wird. Dass es nun bei der Dialog Versicherung der Fall ist, überraschte uns dann doch. Ist die Dialog im BU-Vergleich ein doch eher kleiner Marktteilnehmer, wenngleich mit einem sehr großen Mutterkonzern dahinter (Generali). Wir rechnen aber bald mit den ersten Versicherern, die sich langsam vortasten werden. Wahrscheinlich ebenso erstmals auf eine bestimmte Berufsgruppe beschränkt (wie z.B. Kammerberufler à la Rechsanwalt, Arzt, Steuerberater, Notar) oder auch der eine oder andere MINT-Berufe (Informatiker, Ingenieur). Vielleicht auch wieder zeitlich befristet und / oder Einschränkung beim maximalen Eintrittsalter (schon jetzt unterscheiden manche Versicherer mit abfallenden Grenzen bei der ärztlichen Untersuchung. Bis z.B. 50 Jahre 3.000 Euro, darüber hinaus bis 2.500 Euro). 

So ist dieser kleine Artikel auch schon zu Ende. Wir wollten jetzt einfach mal den ersten Versicher erwähnen, welche die aktuell magische Grenze von 3.000 Euro (temporär) anhob und deshalb in unseren Augen die Büchse der Pandora öffnete. Wir sind gespannt, wie sich der weitere Markt entwickelt.

Über 2.000 Bewertungen zufriedener Kunden, überzeuge Dich selbst!

Genug gelesen über die Anhebung der ärztlichen Untersuchungsgrenze der Dialog BU? Dann frage jetzt bei uns an für ein individuelles Angebot!

Jetzt kostenlos beraten lassen