Vermögen/Geldanlage

„Tobias Bierl ködert seine Kunden gerne mit Softdrinks und Knabberzeug….“

Dies soll jetzt keine Drohung an Dich sein, sondern es ist das Zitat eines umfangreichen Berichtes in dem doch sehr renommierten Magazin „Capital“. Vor wenigen Wochen wurden wir von der zuständigen Redakteurin angerufen und gefragt, ob wir nicht Lust hätten, einige Fragen zu beantworten. Da wir das Magazin sehr schätzen und die Dame sehr nett gewesen ist, hat sich Tobias 40 Minuten dafür Zeit genommen.

Ködern der Finanzberatung Bierl mit Cola und Knabberzeug

Themenschwerpunkt war hier das Sparverhalten von jungen Personen. Da wir vor allem über unseren Internetauftritt viele junge Personen gewinnen, liegt es auf der Hand, dass wir mit der Thematik sehr oft konfrontiert werden. Dies macht uns aber grundsätzlich sehr großen Spaß, da wir selber „Kinder“ der Börse sind und seit vielen, vielen Jahren auch unser eigenes Geld an den Finanzmärkten anlegen. Zudem sind wir auch in unserer privaten Freizeit begeisterte Leser von vielen Börsenmagazinen – u.a. auch der Capital ;). Für uns ist es also selbstverständlich, dass wir unser Geld arbeiten lassen, indem wir direkt in Aktien, Investmentfonds oder ETF´s investieren. Es gibt eigentlich keine angenehmere Weise, um langfristig sein Vermögen zu vermehren. Müsste man meinen.

In unserer Beratung bekommen wir aber immer wieder Vorbehalte gegenüber der Investition in Teile der Wertschöpfung (nichts anderes sind Aktien). Man verwechselt dies eigentlich immer mit einem großen Risiko, mit einer Spekulation. Wir sehen dies komplett anders, denn mit einer Spekulation hat dies nichts zu tun, sondern mit einer Investition ;-). So kam auch die obige Überschrift wohl zustande. Tobias erklärte der zuständigen Redakteurin, wie wir unsere Beratung aufbauen. Jeder, wirklich jeder von uns kommt tagtäglich mit vielen Produkten von Aktienunternehmen zusammen. Sei es in der Früh beim Frühstück, dem Fahrweg zur Arbeit, der Arbeitgeber evtl. an sich, das Essen in der Mittagspause oder später das verdiente Feierabendbier. Wahlweise auch einen Softdrink. Wie wahrscheinlich ist es nun, dass es die Firmen Coca-Cola, Apple, Deutsche Post oder Microsoft in zehn Jahren nicht mehr geben wird? Klar, es gibt ein theoretisches Risiko. Aber dann dürftest Du jeden Tag auch nicht aus dem Haus gehen, denn ein UFO könnte Dir auf den Kopf fallen ;-).
Wenn Du Dich an diesen und vielen weiteren Unternehmen beteiligst, dann arbeiten jeden Tag Tausende von Menschen für Dich. Einfacher geht es doch nicht um Geld zu verdienen, oder?

Was hast Du zudem für Alternativen zu Aktien?

Möchtest Du dem Deutschen Staat für 10 Jahre Geld leihen, dann bekommst Du nach diesem Zeitraum weniger zurück, als Du ihm geliehen hast. Negativzins, ich hör Dich trapsen. Aus dem früheren risikolosen Zins wurde nun ein zinsloses Risiko. Wir würden uns verdammt unwohl fühlen, wenn wir unser Geld größtenteils in Zinspapieren angelegt hätten, die nicht mehr sind als ein Stück Papier. Firmen sind innovativ, passen sich den Marktgegebenheiten an und sind wendig.

Langfristig spielt es auch keinerlei Rolle, welcher Präsident gerade die USA regiert, ob ein Brexit kommt und ob der Euro in 20 Jahren noch Bestand hat. Eine Firma Siemens hat den ersten und den zweiten Weltkrieg überlebt und steht so gut da wie noch nie. Die eigene Immobilie macht später zwar ggf. Sinn, aber es ist natürlich ein sehr großes Klumpenrisiko, da ein Großteil des Vermögens in eine Anlage gesteckt wird. Dem entgegen kann man mit einem Sparplan von 25 Euro schon in die größten tausend Unternehmen investieren – eine breitere Streuung über verschiedene Unternehmen, Regionen und Währungen gibt es nicht. Wo ist jetzt da das Risiko?

Wir in Deutschland sind aber noch kein Volk von Aktionären

Was wiederum sehr schade ist. Eigentlich alle weiterentwickelten Länder sind uns von der Aktienquote her sehr weit voraus. Kein Wunder, dass in diesen Ländern das Pro-Kopf Vermögen und auch das verfügbare Guthaben in der Rente anschließend höher ist. Leider ist es auch politisch bei uns so gewollt, dass die Anlage in Aktien und Investmentfonds nicht wirklich gefördert wird, manche Politikrichtungen sehen Aktien sogar als Teil eines schlimmen Kapitalismus. Dem müssen wir klar entgegentreten. Es gibt doch keine saubere und demokratischere Form, als wenn selbst der kleinste Anleger mit wenigen Euros sich an Firmen beteiligen kann. Die Person hätte sogar Stimmrecht auf der Jahreshauptversammlung, denn er ist praktisch ja Mitinhaber des Unternehmens.

Wie es auch anders geht, zeigt seit etlichen Jahren der Staat Norwegen. Dieser legt seinen Staatsfonds (der sich aus den Öl-Milliarden speist) seit Jahrzehnten in weltweite Unternehmen an. Die Aktienquote bewegt sich seit vielen Jahre bei über 70 %. Angemerkt sei, dass der Staat für seine Bürger extrem sicher anlegen muss, da der Staatsfonds später mal die Aufgabe hat, die hohen Sozialleistungen weiterhin so aufrecht zu erhalten. In Norwegen hat man erkannt, dass die direkte Investition in Unternehmen langfristig die sicherste Anlage darstellt. Man braucht nur eines und das ist Zeit. Einen guten Bericht dazu gibt es unter „Glücklich ist, wer einen Staatsfonds wie Norwegen hat“, ebenfalls von der Zeitschrift Capital.

Nun aber zurück zu unserem Bericht im Capital & unsere Vorgehensweise

Bleibt am Monatsende etwas übrig (die Biometrische Absicherung wie die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte aber schon vorhanden sein), so gibt es keinerlei vernünftige Gründe, nicht in Unternehmen zu investieren. Sei es über ein Depot oder auch über den Versicherungsmantel (hier sind die Kosten mittlerweile sogar geringer). Schon mit geringen Beträgen von 25 Euro kann ein junger Sparer weltweit in tausende Unternehmen kostengünstig investieren. Wenn wir das in unserer Beratung anbringen, dann glauben es viele schon nicht. Man war teilweise der Meinung, dass in Aktien nur jemand mit viel Geld investieren kann. Aber schon ab sehr geringen Beträgen kann man sein kleines Vermögen auf der ganzen Welt anlegen und schauen, wie es langsam aber sicher wächst. Eine saubere demokratische Anlage gibt es doch nicht? Grundsätzlich gelingt uns das doch recht gut beim Erklären und viele unserer jungen Sparer gehen den Weg mit uns mit.

Jetzt aber der Artikel im Capital – wir hoffen, dass man diesen noch relativ gut lesen kann

Wir hoffen, dass Du nun nicht allzu sehr über die Überschrift erschrocken bist ;-). Wir wollen Dich natürlich nicht ködern, sondern plakativ zeigen, dass Du jeden Tag für Umsatz und Gewinn bei vielen Unternehmen sorgst, aber selber Angst hast, Dich daran zu beteiligen. Das ist eigentlich völliger Blödsinn. Sehr einfach gesagt: Gegessen wird immer, man wird immer mal krank, man fährt von A nach B und gibt auch mal Geld für die schönen Dinge des Lebens aus. Das wird auch in 50 Jahren noch so sein.