Vermögen/Geldanlage

Optimale Transaktionen für die Wertentwicklung unseres wissenschaftlichen Weltportfolio

Nehmen wir einfach mal an, Du gehst ganz normal einkaufen im Supermarkt. Kaufst Du alle Artikel, welche Du irgendwann mal benötigst oder kaufst Du gezielt nur die Produkte ein, die gerade zu Neige gehen? Achtest Du auch darauf, ob es ggf. Sonderangebote gibt und kaufst dann diese vermehrt ein? Je zielgerichteter man Produkte für seinen Bedarf erwirbt, desto effektiver wird dies sein. Die ähnliche Frage kann man sich auch bei Aktienfonds & ETF´s und natürlich unserem wissenschaftlichen Weltportfolio stellen.

Den jeden fließen neue Gelder  in Aktienfonds und ETF´s, aber natürlich auch wieder ab. Unser Ansatz im Weltportfolio mit über 10.000 Werten ist jedoch ein anderer. Anstatt neu angelegte Gelder einfach anteilig auf die ausgesuchten Wertpapiere zu verteilen, konzentriert man sich im Ansatz des Weltportfolio darauf, ausgesuchte Wertpapiere zu günstigen Situationen zu erwerben, um höher zu erwartete Renditen zu bekommen. 

Das Aktienportfolio in unserem wissenschaftlichen Weltportfolio ist bekanntlich sehr breit diversifiziert und besteht aus tausenden von Unternehmen. Bei Zuflüssen von neuen Anlegergeldern wird jedoch an dem bestimmten Tag nur eine Teilmenge dieser Position gehandelt.
Über die Entscheidung der Käufe wie Verkäufe fließen jeden Tag Informationen ein, welche wie folgt dargestellt werden:

Bei der Erstellung des Weltportfolio achtet man auf folgende Faktoren, welche nachweislich eine höhere Rendite erbringen:

  • Small vs. Large Unternehmen (kleinere Unternehmen werden übergewichten)
  • Value vs. Growth (Substanzwertaktien gegenüber Wachstumsaktien)
  • Profitable Unternehmen vs. nicht so profitable Unternehmen

Bei der anschließenden Präzisierung der Liste achtet man im Weltportfolio mit den hinterlegten Dimensional Strategien auf kurzfristige Signale wie negatives Momentum oder hohe Kosten in den Wertpapierleihmärkten, die die erwarteten Renditen einer Aktie auf kurze Sicht belasten können. Solche Informationen beeinflussen das Timing der Transaktionen; zum Beispiel kann der Kauf oder Verkauf einer bestimmten Aktie aufgeschoben werden, wenn kurzfristige Signale dagegen sprechen.

Zudem spielen auch die Bestimmung des Order-Volumens und die zu erwartenden Transaktionskosten eine Rolle. Im Weltportfolio möchte man nach Möglichkeit verhindern, dass Transaktionen Kursbewegungen auslösen, wie z.B. bei großen Käufen in aktiven Aktienfonds oder bei der Indexumstellung eines ETF passieren. So kann das Weltportfolio in relativ kleinem Volumen gehandelt werden & es wird abgewartet auf einen anderen Tag, welcher ein höheres Handelsvolumen und somit geringere Kosten besitzt. 

Es wird somit wissenschaftlich versucht, dass die erwarteten Renditen erhöht und die Risiken reduziert werden. Nicht jede Aktie wird dieses Ziel an jedem Tag erreichen, doch ein „Pro-Rata-Handel“, bei dem alle Positionen entsprechend ihrer aktuellen Gewichtung ge- oder verkauft werden, ist womöglich nicht der effizienteste Umgang mit Cashflows (= Zahlungsströme, sprich neu angelegte Gelder oder auch abfließende Gelder).

Durch einen flexiblen Prozess, welcher sich täglich an das Marktumfeld anpasst, kann man sich im Weltportfolio sich auf die wirklich sinnvollen Transaktionen beschränken und somit den Geldfluss sinnvoller steuern. Wenn eine Aktie also im wissenschaftlichen Weltportfolio einen Anteil von 0,023 Prozent hat und der wissenschaftliche Prozess sollte eigentlich aussagen, dass dieser bei 0,025 Prozent sein sollte, wird nicht auf Teufel komm raus direkt die Position am selben Tag erhöht. Sondern es wird ein passender Zeitpunkt abgewartet, wie z. B. wenn neue Anlegergelder im Fonds anzulegen sind. Somit wird genau diese Aktie nachgekauft, während eine andere Aktie, welche statt einem Anteil am Weltportfolio von 0,037 Prozent nun 0,035 Prozent besitzen sollte, einfach nicht verkauft (da die Werte von anderen Unternehmen erhöht werden, sinkt der Anteil von dieser Aktien, welche reduziert werden soll). Es wird also nicht starr nach einem Schema gehandelt, sondern intelligent. Alles in allem sollte dies den positiven Einfluss und somit die Rendite auf das gesamte Portfolio steigern und unnötige Transaktionskosten schmälern. 

ETF´s handeln anders - man möchte nicht vom Index abweichen

Dieser Prozess steht im Gegensatz zur Handelsstrategie der meisten Indexfonds, die vor allem ihre Nachbildung gegenüber ihrem Index reduzieren wollen. Und das funktioniert am besten, indem man die verfügbaren Zuflüsse anteilig auf alle Portfolio Positionen verteilt. Eine gezielte Rebalancing-Strategie kann die erwarteten Renditen des Fonds erhöhen, ist jedoch mit dem Ziel und den Vorgaben der meisten Indexfonds unvereinbar.

Es werden einfach Stumpf die Aktien im Index zu den vorgegebenen Anteilen erworben und verkauft.


Unnötige Transaktionen vermeiden, sinnvolle steigern

Der wissenschaftliche Blick auf das bestehende Weltportfolio ist wie ein Blick in den Schrank, bevor man in den Supermarkt geht - es kann zu besseren Entscheidungen führen. Anders als bei einem Großeinkauf hast Du möglicherweise frische Lebensmittel zu Hause, wenn Du jeden Tag in den Supermarkt gehst und nur kleine Mengen im Sonderangebot erwirbst. Ähnlich verhält es sich mit einem flexiblen Rebalancing Prozess und gezielten Transaktionen, mit denen man beständiger höher erwartete Renditen anstreben kann. 

Wir wissen selber, dass diese Ausführungen jetzt wirklich nicht so einfach zu verstehen sind, aber ab und an kommt bei unseren Kunden die Frage auf “Wie werden eigentlich neue Anlegergelder im wissenschaftlichen Weltportfolio” investiert? Werden einfach alle Werte 1-1 nachgekauft (oder verkauft, falls es Abflüsse in der Strategie gibt) oder welcher Ansatz wird daraus folgen? Unser gesamter Absatz erfolgt ja durch finanzwissenschaftliche Forschungsergebnisse, nicht durch das Bauchgefühl. Letzteres ist ja eines der größten Risiken für den normalen Anleger - nicht umsonst gibt es für uns einen Leitsatz:

Eine Geldanlage nach Bauchgefühl zu tätigen, ist wie mit geschlossenen Augen bei Rot über eine Kreuzung zu laufen und zu hoffen, dass alles gut wird.

Das ist bei Nachkäufen im Weltportfolio so, wie auch generell bei der häufig gestellt Frage unserer Kunden ala “Ich hab nochmals 10.000 Euro übrig oder kann meinen Sparplan um 100 Euro erhöhen - was soll ich jetzt kaufen”? Viele Finanzberater (auch wir früher - so viel Selbstkritik muss sein) sagten dann einfach “Ich würde Fonds A um 3.000 Euro erhöhen, dazu einen neuen ETF´s erwerben mit 2.500 Euro, da dieser derzeit ein Trendthema ist und den Sparplan würde ich auf 40 / 30 / 30 aufteilen”. Vieles ist Bauchgefühl und entstand durch das sogenannte Rückspiegel Portfolio = es werden die Themen / ETF´s / Fonds erworben, welche in den letzten fünf bis zehn Jahren eine überdurchschnittliche Rendite hatten. So holt man sich ein großes Klumpenrisiko ins Haus. Das ganze haben wir mal im Artikel “Wissenschaftlicher Ansatz = Laufe nicht den größten Aktien hinterher” etwas näher beschrieben. Gerade jetzt befinden wir uns auch wieder im Umbruch - ganz viele Anlegergelder gingen in “Trendthemen” wie die großen Techunternehmen. Das dies langfristig nicht der sinnvollste Ansatz ist, sehen wir am Lauf der Geschichte (das möge die Qualität der Unternehmen nicht schmälern - es schmälert aber Deine Rendite).