Versicherungen

Mal wieder eine phänomenale Regulierung eines Unfallschadens - Versicherungen sind doch nicht alle böse ;-)!

Über Versicherungen wird ja im Volksmund gerne mal gelästert und geschimpft: „die zahlen eh nie“, „die winden sich immer heraus“ oder „meine Beiträge ziehen sie immer pünktlich ein, aber wenn ich mal etwas benötige, dann dauert es plötzlich sehr lang“. Da wir gerne Fakten sprechen lassen, bringen wir mal wieder einen Fall aus der Praxis, der in der Unfallversicherung phänomenal gut abgewickelt wurde.

Schnelle Reaktion Unfallversicherung

Für die obigen Stammtischargumente haben wir sogar eine eigene Unterseite erschaffen mit „Was ist hier los? Die Versicherung zahlt!“. Hier nehmen wir alle Schadensfälle direkt aus unserer Praxis mit auf. Von einem 200 Euro Schaden bis hin zu knapp einer Millionen Euro. Alle haben aber eines gemeinsam – die Schadensregulierung lief in der Regel sehr gut ab, teilweise dauerte es nur wenige Tage. Aber eines ist hierbei wichtig: Versicherungsgesellschaft ist nicht gleich Versicherungsgesellschaft, Tarif ist nicht gleich Tarif. Es gibt massive Unterschiede. Es gibt durchaus einige Versicherungsunternehmen, welche wir nicht einmal mit den Samthandschuhen anfassen würden, zudem gibt es ja bei einigen Verbrauchern die „Geiz ist Geil Mentalität“, aber auch diese kann nach hinten losgehen. Schauen wir kurz in ein Versicherungsmaklerforum, wo man sich über eine Versicherungsgesellschaft und über Erfahrungen austauscht (die betreffende Gesellschaft wird jetzt aber nicht genannt - gerne auf Anfrage...;) ).

Die Frage eines Kollegen war folgende:

"welche Erfahrungen habt Ihr bei der XX Versicherung in Bezug auf Schadensregulierung gemacht?"

Wir haben aufgrund der günstigen Beiträge eine Reihe Verträge bei der XX-Versicherung eingedeckt und nun auch mal einen PHV-Schaden. Keine große oder komplizierte Sache. Leider bewegt sich bei der Bearbeitung seit 6 Wochen gar nichts. Telefonisch ist "aufgrund des großen Schadenaufkommens" niemand erreichbar und auf Mails reagiert auch niemand. Der Maklerbetreuer Herr XX geht zwar ans Telefon, aber außer vertrösten und hinhalten passiert da auch nichts. Mittlerweile rufe ich wöchentlich zweimal an und meine Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kunden leidet merklich.“

und

„Moin, einen Hundehaftpflichtschaden Schaden hatte ich dort. Auch bei diesem Schaden hatte die Bearbeitung lange gedauert, danach wurde sofort gekündigt ohne eine Vorwarnung an den Makler. Und um das Maß voll zu machen wurde ich zum Betrug aufgefordert in dem man mir sagte ich bräuchte die Kündigung ja nicht bei Nachversicherer angeben, sie würden das auch nicht bestätigen. Daher: Hände weg von diesem Versicherer !!

und

ich habe auch schlechte Erfahrungen. Ein Privathaft-Sachschaden wurde abgelehnt, da der Geschädigte ein Familienangehöriger ist. (wohnt aber woanders) Auch reklamieren half nichts. Die sind stur. Vermutlich sind die nicht dumm. Die haben nur wenig Fachwissen... ;) In einem anderen Fall, kam nach einem Mini-Schaden auch sofort die Kündigung. Im dritten Fall wurde der Antrag abgelehnt durch BD, mit dem Hinweis: die XX Versicherung nimmt keinen Kunden, wo beim Vorschaden ein Handy betroffen war. Was ist das für ein Laden??“

Diese Gesellschaft erscheint in einigen Vergleichsrechnern aber als günstigste Gesellschaft ganz oben. Wer nur auf den Preis, aber nicht auf die Bedingungen und vor allem auch auf die Nachhaltigkeit (!!) achtet, kann ein blaues Wunder erleben.
Ok, das hat jetzt zwar nichts mit unserem Fall zu tun, musste trotzdem aber mal gesagt werden ;-).

In dem Fall, über welchen wir berichten, ging es um einen Sturz einer Frau von der Staffelei. Das ist schnell passiert. Eine kleine Unachtsamkeit, schon stürzt man unglücklich und das eigene Knie hat einen dauerhaften Schaden zu verzeichnen. So liest man es auch in der Schadenmeldung:

Das ganze Körpergewicht ging dann auf ein Knie, welches nachgab. Dies passierte Ende 2015 und vorsorglich wurde dieser Schaden gemeldet. Es stellte sich über 15 Monate später heraus, dass es eine bleibende Invalidität gibt. Und jetzt begann die Odyssee….Dies lag aber nicht am versicherten Kunden, nicht an der Gesellschaft und auch nicht am Versicherungsmakler ;-). Die behandelnde Klinik stellte gerade ihr IT System intern um und hatte deshalb seit mehreren Monaten auf keine Unterlagen mehr Einblick. Die Haftpflichtkasse (so der Versicherer) schrieb die Klinik dreimal an, es gab nie eine Antwort. So nahm die versicherte Kundin das Zepter in die Hand und wollte die ärztlichen Unterlagen anfordern. Auch das klappte nicht, da diese einfach verschwunden waren. Sachen gibt’s, die gibt’s eigentlich nicht.

Der Versicherer zeigte dafür großes Verständnis und hat immer nach spätestens 1-2 Tagen auf unsere Schreiben reagiert, wie man in unserem Verwaltungsprogramm sieht:

oder

Dies war insbesondere für die Geschädigte sehr beeindruckend, da ihr Ehemann vor einigen Jahren ebenfalls schon mal einen Unfall hatte und dies seinem Unfallversicherer meldete, ein großes Unternehmen aus der Schweiz. Hier zog sich die Schadensbearbeitung endlos hin. Auf Schreiben wurde monatelang nicht reagiert, trotz eines klaren Arbeitsunfalles. Man hat wohl die „Vogel-Strauß-Taktik“ angewendet, indem man einfach Probleme ignoriert und den Kopf in den Sand steckt…Auch so kann man als Versicherungsunternehmen mit den Kunden umgehen…

Die Vogel-Straß-Taktik wendet aber nicht jede Versicherungsgesellschaft an!

Hier war es aber das Gegenteil, teilweise gab es am selben Tag noch Rückmeldung vom Versicherer. Langsam wurde es der versicherten Person sogar etwas „peinlich“, dass sie so lange benötigt um die Unterlagen herbei zu bringen. „Ich sollte doch ein gutes Wort bei der Haftpflichtkasse einlegen“…. Das muss aber nicht sein, sieht die Haftpflichtkasse Darmstadt (so der frühere Namen bis vor wenigen Monaten) ihre Kunden nicht als Goldesel an, sondern noch als Mensch, wo man gemeinsam eine passende Lösung findet.

Letztendlich hat aber auch die Berufsgenossenschaft (da Arbeitsunfall – Reinigungshelferin) ein Gutachten erstellt, welches am Donnerstag, den 01.02.2018 bei der Haftpflichtkasse eingereicht wurde.

Zwei Werktage später, am Montag den 05.02.2018, gab es schon die Rückmeldung und die Entschädigung in Höhe von 10.287 Euro.

Dies wurde noch am gleichen Tag der Geschädigten mitgeteilt, welche natürlich hocherfreut war und sich doch wieder sehr stark wunderte, wie schnell und unkompliziert es mit einer Versicherung gehen kann. Schön, dass wir helfen konnten ;-)

Klar, die Haftpflichtkasse (und auch andere Gesellschaften, welche wir empfehlen) sind bei Check24 oder Co. nicht auf dem ersten Platz. Das ist für uns aber auch gar nicht wichtig. Für uns zählen lieber die Versicherungsbedingungen, das bisherige Regulierungsverhalten, die Nachhaltigkeit der Beiträge und die Prise Menschlichkeit. Dort gibt es massive Unterschiede…Irgendwie freuen wir uns, wenn dies -wie im obigen Fall- bestätigt wird. Andererseits wünschen wir natürlich Niemandem einen Unfall bzw. einen Versicherungsschaden. Auch auf diesem Wege wünschen wir weiterhin gute Besserung!