Risikovoranfrage in der Privaten Krankenversicherung – sehr wichtig vor der Antragsstellung!

In unserer täglichen Praxis gehört die anonyme Risikovoranfrage wie die Luft zum Atmen. Für Dich als Interessent und normaler Verbraucher ist eine Risikovoranfrage in der PKV von enorm wichtiger Bedeutung, denn die Annahmequoten der einzelnen Krankenversicherungen unterscheiden sich enorm. Die Gesellschaft A lehnt Dich ab, die Gesellschaft B würde Dich hingegen normal annehmen. Nur blöd, wenn Du einen abgelehnten Antrag angeben musst beim nächsten Versicherer. Dies lässt den natürlich aufhorchen. Zudem haben wir bei der Privaten Krankenversicherung das „Problem“, dass die Annahmequoten viel schwieriger sind als in der Berufsunfähigkeitsversicherung und sich auch die Abfragezeiträume eklatant unterscheiden. So ist es schon ein Unterschied, ob z.B. die R+V 10 Jahre nach ambulanten Operationen frägt oder eine Barmenia oder Alte Oldenburger vielleicht nur 3 Jahre. Somit ist jede Risikovoranfrage in der PKV individuell zu betrachten. Wir möchten Dir hiermit auch aufzeigen, wie eine RVA in der Praxis abläuft ohne viel theoretisches Geschwätz. Die Aufbereitung der Gesundheitshistorie ist der erste und wichtigste Schritt, weit vor der Suche nach der passenden Gesellschaft und der technischen Ausgestaltung.

Dass wir unsere Beratung sehr praxisorientiert angehen, kannst Du auch schon unter dem sehr detaillierten Artikel „Anonyme Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung? Geh mit uns auf Nummer sicher! Erfahrungen und Tipps aus der Praxis! nachlesen. Viele Tipps und Tricks aus der Praxis, statt 0815 Gelaber wie auf anderen Internetportalen, welche vor allem nur Deine Adresse abgreifen möchten und diese dann für einen dreistelligen Betrag an einen Vermittler verkaufen. Wir sind auch grundehrlich zu Dir. Da die Annahmequote in der Privaten Krankenversicherung sehr hart ist, werden wir aussichtslose Fälle auch gar nicht annehmen. Es hilft nichts, wenn wir Dir das Blaue vom Himmel versprechen, Du aber später 20 Ablehnungen bekommst in der anonymen Risikovoranfrage. Das wäre für beide Seiten vergebene Lebensmühe. Von daher musst Du auch realistisch an die Sache gehen. Mit einer laufenden Depression oder einem aktuellen Bandscheibenvorfall bist Du definitiv nicht mehr versicherbar.


Wie läuft eine perfekte Risikovoranfrage in der Privaten Krankenversicherung ab?

Die wichtigste Person in dieser Hinsicht bist Du. Wir fordern von Dir aktive Mitarbeit und Fleiß. Nur die Anforderung der Krankenakte genügt uns auf keinen Fall, da diese oft nichtssagend und voller Widersprüche ist.

Blicken wir aber zuerst auf Deine Pflichten. Hier verweisen wir auf Paragraph 19 des Versicherungsvertragsgesetz. Deine Anzeigepflicht wird dort klar umschrieben:

Wichtig ist also, dass Du die Dir bekannten Gefahrenumstände sauber angibst. Machst Du dies nicht, tappst Du in die Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung und der Versicherer kann Dich im schlimmsten Fall kündigen. Die Krankenversicherung prüft Deine Angaben nicht vor Antragsstellung, indem sie vielleicht bei einem Arzt anfragt, da sie Dir und Deinen Angaben vertraut. Es sollte unbedingt in Deinem Interesse sein, die Gesundheitshistorie zur PKV-Risikovoranfrage sehr sauber aufzubereiten. Wenn Du Dir unsicher bist über Deine "Gefahrenumstände", dann fordere die Krankenakte & Arztberichte an. 

Wichtig wäre nun, dass Du zu jedem einzelnen Arztbesuch und Vorerkrankung umfangreiche Angaben machst. Versetz Dich bitte auch immer in die Lage eines Risikoprüfers. Für diesen bist Du erst einmal ein ganz normaler Vorgang. Je weniger Infos Du lieferst, desto unpräziser und somit schlechter (definitiv!) fällt das Votum aus.


Aber was muss ich eigentlich in der Risikovoranfrage zur Privaten Krankenversicherung angeben?

Anders wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der Blick auf die Fragestellung noch wichtiger, da es hier größere Unterschiede gibt.

Den Unterschied sehen wir jetzt an folgenden Fragestellungen:

„Fanden in den letzten 3 Jahren ambulante Untersuchungen, Operationen, medizinische Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen oder Behandlungen von Ärzten, oder anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen statt oder sind solche angeraten oder beabsichtigt?“

Die meisten Gesellschaften fragen hierbei drei Jahre ab.

Folgende Krankenversicherer haben derzeit einen Abfragezeitraum von fünf Jahren:

  • Allianz
  • Deutscher Ring
  • Signal Iduna
  • DKV (Deutsche Krankenversicherung)

Sogar 10 Jahre fragt folgende Gesellschaft ab:

  • R+V Versicherung

„. Fanden in den letzten 5 Jahren psychologische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlungen, Untersuchungen, Beratungen (bei Gothaer: aufgrund einer Erkrankung; bei DRK und SIGNAL einschl. probatorischer Sitzungen) statt oder sind solche (einschließlich Suchtbehandlungen) angeraten oder durchgeführt worden, bzw. sind solche beabsichtigt?“

Diese Gesellschaften fragen 5 Jahre bei Psyche ab:

  • Allianz
  • AXA
  • Continentale
  • DKV
  • Gothaer
  • Hanse Merkur
  • Münchener Verein

Einen Abfragezeitraum von 10 Jahren gibt es u.a. bei folgenden Krankenversicherern:

  • Arag
  • Barmenia
  • Deutscher Ring
  • Hallesche
  • Inter
  • Nürnberger
  • R+V
  • Signal Iduna
  • UKV

Bitte aber beachten: Eine Ja-Antwort ist in vielen Fällen kein Knock-Out Kriterium. Es kommt immer wieder auf den einzelnen Befund an. Wenn Du vor 9,5 Jahren einen Tag krankgeschrieben warst wegen einem Trauerfall in der Familie und der Hausarzt rechnete eine psychische Diagnose ab, dann ist dies Angabepflichtig, aber Du dürftest normal angenommen werden. Es kommt immer auf den einzelnen Befund an. Aber natürlich ist es positiver, wenn man weniger Angriffsfläche mit seinen Angaben bietet. Aber bitte nicht zu sehr versteifen. Neben der vernünftigen Versicherbarkeit sollten natürlich auch sehr gute Vertragsbedingungen und eine vernünftige Gesellschaft ausgewählt werden. Immerhin ist dies eine Entscheidung, die wahrscheinlich bis ans Lebensende Bestand haben wird. 


OK, ich bin eigentlich relativ gesund, muss aber natürlich doch einige Ja-Antworten geben. Wie gehe ich weiter vor?

Hier ist es nun wichtig, dass Du den Risikoprüfer in die Lage versetzt, ein umfangreiches Bild über den einzelnen Arztbesuch und Vorerkrankung zu geben. Ärztliche Atteste und Krankenakten können unterstützen in der Risikovoranfrage zur Krankenversicherung, aber darauf kommen wir später nochmal zurück.

Wichtig wäre, dass Du unser Gesundheitsdaten Beiblatt verwendest für das Ausfüllen von Deinen Gesundheitsdaten. Einige Praxisbeispiele können wir Dir direkt auf unserer Homepage geben, mehrere Hundert, wenn nicht sogar schon Tausende Beispiele und echte Anträge / Risikovoranfragen schlummern noch bei uns im Büro ;-).

Praxisbeispiel 1 zur Risikovoranfrage in der Privaten Krankenversicherung:

Dieser junge Interessent & Gutverdiener war eigentlich mehr als gesund. Du wirst Dir jetzt sicherlich denken, dass jede Versicherungsgesellschaft hier eine normale Annahme machen würde. Dem war aber nicht so. Trotz ärztlicher Atteste war das Votum sehr unterschiedlich mit:

  • Barmenia =  15 % Risikozuschlag
  • Inter = 15 Euro (nicht %) wegen Hohlfuß
  • Signal Iduna = 5 Euro Zuschlag wegen Sehvermögen
  • Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) = 45 Euro Zuschlag wegen Hohlfuß und Wirbelsäule
  • BBBK = 27 Euro Zuschlag
  • Alten Oldenburger = Normale Annahme

Trotz weniger Krankheitsbilder gab es hier auch nur eine Normale Annahme. Dieser war zwar bei einer „Perle“ im Bereich der Vollkrankenversicherung mit der Alten Oldenburger, aber trotzdem zeigt es Dir sicherlich den Weg, dass die Annahmequote in der Privaten Krankenversicherung nicht sehr einfach ist. Man kann trefflich darüber streiten, ob dies noch „sozial“ ist, aber die einzelnen PKV-Unternehmen möchten ihren Bestand und somit das Versichertenkollektiv möglichst sauber halten. Kommen viele „kranke“ Personen in den Tarif, so wird sich dies spürbar auf die Beiträge auswirken.

2. Praxisbeispiel für die Private Krankenversicherung, diesmal für eine angehende Beamtin:

Hier ein kleiner Auszug:

Es hätte durchaus etwas ausführlicher sein können, aber grundsätzlich kann man damit schon etwas anfangen. Hier gab es für die angehende Lehrerin aber wieder durchaus sehr unterschiedliche Voten:

  • Arag = Ablehnung
  • Inter = Annahme mit 30 Euro Risikozuschlag
  • Alte Oldenburger = Größere und umfangreiche Nachbearbeitung
  • DBV = Größere und umfangreiche Nachbearbeitung
  • Barmenia = Normale Annahme

Von Ablehnung bis Normaler Annahme war hier wieder alles dabei. Was wäre denn gewesen, wenn die Interessentin direkt selber einen Antrag bei der Arag gestellt hätte? Das hätte unangenehme Folgen gehabt für die weitere Suche nach einer passenden Privaten Krankenversicherung. Auch deshalb geht es NIE ohne Risikovoranfrage in der PKV. Auch hier haben wir mit der Barmenia aber eine sehr passende Lösung gefunden.

Noch ein 3. Beispiel für das Gesundheitsdaten Beiblatt & PKV Risikovoranfrage

Hier nun ein sehr detailliert ausgefüllt Gesundheitsdaten Beiblatt – bitte dies als Vorbild nehmen ;-)

Auch hier hinterlegten wir einige Befunde wieder mit aktuellen Ärztlichen Attesten. Letztendlich gab es folgende Voten in der Risikovoranfrage:

  • Alte Oldenburger = 10 % Risikozuschlag und Leistungsausschluss für Hyposensibilisierung Maßnahmen
  • Signal Iduna = Umfangreiche Nacharbeiten, obwohl schon alles sauber aufbereite wurde
  • Barmenia = Normale Annahme

Da wir mit der Barmenia eine Top Lösung gefunden haben, gab es keine weitere Risikovoranfrage in der PKV. Der Beamtenanwärter freut sich nun über eine umfassende Absicherung bis an das Lebensende. Die Private Krankenversicherung ist nämlich definitiv keine Versicherung, welche schnell mal wieder gewechselt werden kann. Dies ist eine Lebensentscheidung und somit solltest Du definitiv auch nicht am falschen Ende sparen.

Wenn Du jetzt 30 Jahre alt bist, dann kann es durchaus sein, dass der Schutz bis 100 Jahre läuft. Was hilft Dir jetzt ein eingeschränkter Leistungskatalog, wenn in 20 Jahren wirklich wichtige Maßnahmen nicht oder nur teilweise versichert sind? Auch der derzeitige Beitrag ist nur eine Momentaufnahme. Ist ein Beitrag zu günstig kalkuliert (da gibt es einige Pappenheimer), dann wird Dir das mal um die Ohren fliegen. Und zu guter Letzt sei natürlich nochmal dezent angemerkt, dass eine Private Krankenversicherung definitiv nichts ist, um Geld zu sparen. Die erheblich verbesserten Leistungen müssen es Dir wert sein. Nur wegen einer Beitragsersparnis sollte auf keinen Fall ein Wechsel folgen.
Jetzt sind wir aber etwas vom Thema abgewichen…


Ärztliche Atteste sind sehr wichtig in der PKV-Risikovoranfrage

Ein Arzt kann Dein wichtigster Verbündeter in der Risikovoranfrage zur Krankenvollversicherung sein. Letztendlich sollte er ja auch ein Interesse daran haben, dass Du in die Private Krankenversicherung gehst – immerhin ist dies für ihn ja lukrativer als wenn Du in der Gesetzlichen Krankenversicherung bleibst. Dies evtl. als Denkanstoß, falls er nicht unbedingt kooperativ ist.

Versetz Dich bitte nochmal in die Lage des Risikoprüfers. Dieser bekommt Deine Anfrage auf den Tisch mit Deiner Eigenerklärung und ggf. der Krankenakte der Kasse oder einen Krankenaktenauszug. Die Krankenakte zeigt ja immer nur den damaligen Zustand und sagt oft weniger darüber aus, was eigentlich genau gewesen ist und vor allem, ob Du wieder vollkommen genesen bist. Sämtliche Fragezeichen möchten wir somit umgehen. Wir liefern Dir jetzt viele Praxisbeispiele für die Risikovoranfrage für die Private Krankenversicherung.

1. Obiges Beispiel im Gesundheitsdaten Beiblatt wurde auch mit einem Ärztlichen Attest hinterlegt

Das aktuelle Attest sagt aus, dass es keinerlei Auffälligkeiten oder Funktionseinschränkungen gab. Der Hohlfuß zeigte keine Beschwerden und war nicht behandlungsbedürftig. Wie man dennoch darauf einen Risikozuschlag geben kann, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber immerhin sahen es einige Private Krankenversicherer anders. Aber an diesem Beispiel siehst Du, wie Du etwaige erklärungsbedürftige Krankheitsbilder in den Griff bekommst.

2. Auch ein zahnärztliches Attest kann wichtig sein in der Risikovoranfrage

Anders wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung spielt in der Privaten Krankenversicherung der Zahnstatus eine sehr wichtige Rolle. Immerhin wird dieser ja umfangreich abgesichert (auch anders wie in der GKV). Somit kann es nicht schaden, dass Du Dir einen Befundbericht über Deinen Zahnstatus aushändigen lässt. Auch der Zahnarzt wird es Dir künftig danken, wenn Du Privatpatient bist ;-).

3. Ein allgemeines Attest des Hausarztes kann immer hilfreich sein in der PKV

Somit bist Du dann auch auf der sicheren Seite zwecks etwaiger Falschabrechnungen, denn ein ärztliches Attest hast Du als „Laie“ nicht anzuzweifeln. So eine ärztliche Stellungnahme kann sehr viel ausmachen und helfen, dass Du keinen oder nur einen geringen Risikozuschlag bekommst.

4. Frauen sollten sich auch vom Frauenarzt ein Attest geben lassen für die RVA!

Auch ein aktuelles Attest vom Frauenarzt kann sehr helfen. Wichtig ist hierbei vor allem der Satz „aus gynäkologischer Sicht keinerlei Auffälligkeiten“. Dies kann das bessere Votum in der Risikovoranfrage auf jeden Fall unterstützen.

5. Einen längeren Harnwegsinfekt solltest Du auch kurz beschreiben lassen

In diesem Fall hatte unser Kunde einen längeren Harnwegsinfekt. Nach unserem Ermessen genügte hier eine Eigenerklärung nicht, somit benötigten wir ein aktuelles Attest des behandelnden Arztes. Normale Annahme erreicht. Gib bitte dem Risikoprüfer also die Chance, dass er von Dir so viele prägnante Informationen wie nur irgendwie möglich bekommt. Klar, über die letzte Erkältung von vor drei Jahren, welche nach zwei Tagen abgeklungen bist, benötigen wir jetzt keine weiteren Infos.  Aber alles, wo man ein Fragezeichen davorsetzen kann, solltest Du richtigstellen.

Über 100 weitere Beispiele und Anregungen findest Du unter „Direkt aus der Praxis: Ärztliche Atteste und Stellungnahmen in der Berufsunfähigkeitsversicherung!“. Dies gilt natürlich nicht nur für die Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern auch 1-1 für die Private Krankenversicherung. Die Aufbereitung der Gesundheitshistorie unterscheidet sich nämlich nicht wirklich in den beiden Sparten. Für uns gibt es nur zwei prägnante Unterschiede zwischen PKV vs. BU:

  1. Die Annahmequote ist in der Privaten Krankenversicherung noch härter als in der BU.
  2. Die Abfragezeiträume unterscheiden sich noch stärker, hier sollte zu Beginn darauf geachtet werden. Wenn Du uns aber das Gesundheitsdaten Beiblatt sauber und detailliert ausfüllst, prüfen wir selber die einzelnen Fragestellungen und weisen Dich darauf hin, dass es ggf. Sinn macht, die Diagnose vor 6,5 Jahren aus dem Abfragezeitraum zu nehmen, da wir in Deinem Fall nur Gesellschaften nehmen, welche sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren beschränken.

Hilfe, ich habe trotz Risikovoranfrage einen Risikozuschlag in der Privaten Krankenversicherung!?

Anders wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung, wird in der PKV eher selten mit Ausschlussklauseln gearbeitet, sondern vermehrt mit Risikozuschlägen. Ein Zuschlag ist aber keine Dramatik und nimm es bitte auch nicht persönlich.
Ein Krankenversicherer gibt nämlich einen Tarif mit der Intention heraus, dass sich eine sehr gesunde Person versichern möchte. Wenn Du aber in den letzten Jahren schon immer verschiedene Medikamente (z.B. Jodtabletten wegen einer Schilddrüsenunterfunktion) einnehmen musstest, dann hat der Private Krankenversicherer erhöhte Kosten, die so nicht einkalkuliert sind. Deshalb muss dies mit einem Risikozuschlag belegt werden.
Dies ist auch kein Drama. Bist Du gutverdienender Angestellter, dann zahlt Dein Arbeitgeber ja auch die Hälfte des Zuschlags und somit fällt es weniger in Gewicht.

Trick 17 – Hast Du keine Beschwerden / Erkrankungen mehr wegen dem Risikozuschlag, kann dieser herausgenommen werden.

Bekommst Du zu Beginn einen Risikozuschlag und dieser ist in Deinen Augen in einigen Jahren nicht mehr gerechtfertigt, so kannst Du den Versicherer höflich darum bitten, diesen Zuschlag aufgrund des Paragraph 41 des Versicherungsvertragsgesetz zu prüfen. Sollte kein erhöhtes Risiko mehr feststellbar sein, so kann Dein Beitrag wieder sinken. Ein Musterschreiben können wir gerne für Dich erstellen, dies sieht dann so aus:

Das Fachmagazin Versicherungsbote berichtete auch darüber mit „Risikozuschläge in der PKV - Warum ist eine erneute Prüfung sinnvoll?“

Dies ist jeweils aber nur ein kleiner Hinweis, dass bei einer langanhaltenden Behandlungs- und Beschwerdefreiheit der Risikozuschlag in der Privaten Krankenversicherung auch wieder reduziert oder gar entfernt werden kann.


Klingt alles vernünftig – kann ich bei Euch jetzt eine Risikovoranfrage zur PKV machen und was kostet diese??

Wahrscheinlich kannst Du eine kostenfreie Risikovoranfrage über uns machen. Wir haben aber folgenden „Anforderungskatalog“:

  • Es muss für uns eine hinreichende „Erfolgsaussicht“ geben. Hast Du derzeit eine aktuelle Depression hinter Dir, hattest vor kurzem einen Schlaganfall oder umfangreiche Wirbelsäulenbeschwerden, so wird Dich kein Unternehmen versichern. Es wäre für beide Seiten vergebene Liebesmühe. Schätze Dich und Deinen Gesundheitszustand bitte realistisch ein!
     
  • Die persönliche Chemie muss stimmen. Wir haben irgendwann beschlossen, nur noch mit Personen zusammenzuarbeiten, mit denen eine Beratung auf Augenhöhe möglich ist. Wir können nichts für Beratungsfehler von anderen Vermittlern und schmeiß uns bitte nicht in einen Topf mit irgendwelchen Strukturvertrieben und Halsabschneidern. Wenn wir kein schlechtes Gefühl haben, dann brechen wir die Beratung zur Privaten Krankenversicherung ab. Wir möchten auch in 10 Jahren noch Dein Ansprechpartner sein und da haben wir wenig Lust, uns mit Nörglern und Personen auseinander zu setzen, wo es menschlich einfach nicht passt. Lieber geht uns der Umsatz durch die Lappen, dafür haben wir unseren Seelenfrieden.
     
  • Arbeite mit - sauber und aktiv für die Risikovoranfrage. DU möchtest die passende Absicherung – wir können Dir hierbei nur helfen, den Weg gemeinsam zu gehen. Wir sind aber auf Deine Mithilfe angewiesen. Egal, ob es das detaillierte Ausfüllen des Gesundheitsdaten Beiblatts ist, das Anfordern von aktuellen ärztlichen Stellungnahmen oder einfach ein zügiges Antworten auf unsere Fragen. Muss jetzt nicht auf den Tag sein, aber alle sieben Wochen eine Wasserstandsmeldung von Deiner Seite ist für uns recht schwierig. Bekommen wir doch sehr viele Anfragen und müssen uns in jeden einzelnen Fall wieder neu eindenken.

Wenn dies für Dich alles in Ordnung ist, dann können wir gerne die nächsten Wege gemeinsam beschreiten. Schreib uns einfach eine Mail und wir schicken Dir die Unterlagen zur PKV-Risikovoranfrage.


Was wir derzeit nicht leisten können – Risikovoranfragen zur Privaten KrankenZUSATZversicherung:

Im Moment können wir für Dich leider keine Hilfe anbieten, wenn Du eine Risikovoranfrage stellen möchtest für eine der folgenden Zusatzversicherungen:

  • Stationäre Zusatzversicherung (Chefarztbehandlung / Krankenhaustagegeld)
  • Heilpraktiker Zusatzversicherung
  • Zahnzusatzversicherung
  • Krankentagegeldversicherung

Viele Unternehmen würden zudem keine Risikovoranfrage bei einer Zusatzversicherung annehmen. Der Ertrag (die Beiträge sind ja recht gering) steht in keinem Verhältnis zum Aufwand für die einzelne Gesellschaft und somit haben wir auch Verständnis für diese Entscheidung. 


Fazit zur anonymen Risikovoranfrage in der Privaten Krankenversicherung:

Es gibt wirklich keinen Grund dafür, die Risikovoranfrage für die  Private Krankenversicherung nicht bei einem versierten Versicherungsmakler (ja, das können auch wir sein ;-)) machen zu lassen. Du bekommst damit Gewissheit, wie Du angenommen wirst und musst keine Befürchtung haben, bei einem abgelehnten Antrag in eine ominöse Datei zu kommen oder dies auch bei einer weiteren Beantragung angeben zu müssen.
Wie Du an unseren Praxisbeispielen gesehen hast, unterscheidet sich die Annahmequote in der Privaten Krankenversicherung teilweise erheblich. Oftmals ist es auch intern bei jeder Versicherungsgesellschaft etwas anders. Von Risikoprüfer zu Risikoprüfer gibt es hier Unterschiede. Gut, wenn man kurze Wege kennt ;-).