Anonyme Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung? Geh mit uns auf Nummer sicher! Erfahrungen und Tipps aus der Praxis!

Warst Du die letzten Jahre in ärztlicher Behandlung, hast Medikamente verordnet bekommen oder hast Vorerkrankungen und möchtest eine Berufsunfähigkeitsversicherung (wahlweise Risikolebensversicherung) abschließen, so raten wir dringend dazu, eine Risikovoranfrage zu stellen, so dass Deine Daten NICHT gespeichert werden (anders wir bei einem Antrag). Wie immer reden wir nicht um den theoretischen Brei herum, sondern steigen vor allem im weiteren Verlauf des Beitrages direkt in die Praxis ein ;-). 

Die einzelnen Versicherungsgesellschaften beurteilen das einzelne Krankheitsbild oftmals sehr unterschiedlich in der Voranfrage.

Praxisbeispiel
Versicherung A: Komplette Ablehnung
Versicherung B: Allgemeiner Beitragszuschlag von 20 %
Versicherung C: Ausschluss Wirbelsäulenerkrankung+Ausschluss Rechter Zeigefinger
Versicherung D: Normale Annahme
Versicherung E: Ausschluss rechter Zeigefinger+Beitragszuschlag von 25 %.

Du siehst: Ohne eine Risikovoranfrage käme es einem Lotteriespiel gleich, bei welchem Unternehmen Du die besten Konditionen bekommen hättest. Eine Einschätzung, wie Dich die jeweilige Versicherungsgesellschaft annehmen würde, endet oft in einem Glücksspiel. Auch die Annahmequoten der Versicherungen ändern sich dauernd. Es kommt durchaus vor, dass z. B. derzeit die Allianz Versicherung ein besonderes Augenmerk darauf legt, sich keine versicherten Personen mit Wirbelsäulenbeschwerden einzufangen, währenddessen derzeit die Basler Versicherung dies etwas lockerer in ihrer Annahmepolitik sieht. Die Versicherungsgesellschaften können hier jederzeit ausgetauscht werden - die Beurteilung der einzelnen Vorerkrankungen ändert sich auch immer wieder bei den einzelnen Gesellschaften. 

1. Denke bitte daran: Nicht Du hast die freie Wahl für ein Versicherungsunternehmen, sondern die Versicherung hat die freie Wahl, ob und zu welchen Konditionen sie Dich versichern möchte. Je mehr Vorerkrankungen, Erschwernisse, berufliche Risiken oder „gefährliche“ Hobbys Du hast, umso geringer ist Deine Auswahlmöglichkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Und glaub uns ruhig - die Versicherungen werden (leider) immer wählerischer. Teilweise möchte man sich nur noch die "Rosinen" herauspicken. 

2. Wenn Du bei einer Versicherung direkt einen Antrag stellst und diese lehnt Dich anschließend ab, so ist die Nichtannahme bei der nächsten Anfrage die wahrscheinlichste Möglichkeit. Zumindest wird es aber große Probleme geben. Dies ist ähnlich wie bei einem Ratenkredit mit der Schufadatei (vereinfachtes Beispiel) - hier wird die Bank auch hellhörig, wenn Du schon mal eine Ablehnung bei einem Kredit bekommen hast. Deshalb bitte nicht selber probieren - das kann durchaus nach hinten losgehen. Der Service über einen versierten Versicherungsmakler (vielleicht sitzt dieser in einem kleinen Dorf namens Kirchenrohrbach im Raum Regensburg :-) ) kostet Dich keinen Cent extra. 

Schließe dieses Risiko von vornherein aus! Du kommst bei einem offiziellen Antrag in eine gemeinsame Datenbank der Versicherer, nämlich die sogenannte „HIS Datei“. Bei allen weiteren Anträgen gleicher Art muss in der Regel ein abgelehnter oder mit Erschwernissen angenommener Versicherungsantrag angegeben werden. Auch wenn Du es nicht angibst (Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung - wir hören dich trapsen) -der nächste Versicherer erfährt durch einen Blick in die Sonderwagnisdatei von dem Eintrag und wird somit sehr kritisch prüfen, ob er Dich noch versichern möchte und zu welchen (oftmals sehr schlechten) Konditionen.

Gehe lieber mit uns den besten Weg für Dich - Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung & Risikolebensversicherung!

  1. Kümmere Dich um Deine Krankheitsverläufe. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir es i.d.R. sehr gut einschätzen, wie und zu welchen Konditionen Du versicherbar wärst in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die aufgebauten Kontakte zu den verschiedenen Gesellschaften ermöglichen es uns, auf kurzem Dienstweg eine Einschätzung zu bekommen. Leider sind wir dann aber auch mal der Überbringer der schlechten Nachricht. Wenn wir der Meinung sind, dass Du nicht mehr versicherbar bist, dann werden wir Dir dies auch sagen. 
     
  2.  Sollte kein direkter Antrag erfolgsversprechend sein (was i.d.R. nur bei sehr gesunden Personen sinnvoll ist), so machen wir für Dich eine Risikovoranfrage bei den verschiedenen Gesellschaften. Natürlich können wir den Bereich der angefragten Unternehmen vorher eingrenzen, je nachdem, welche Leistung Dir wichtig ist.
    Die Entscheidung des Prüfers steht zwar meist unter dem Vorbehalt der abschließenden Prüfung bei Antragseinreichung durch die Gesellschaft, hat aber in der Praxis jedoch eine gewisse Verbindlichkeit. Aus unserer Praxis können wir berichten, dass ca. 0,5 % der Anträge nicht so policiert werden, wie das Votum in der Risikovoranfrage der Fall gewesen ist. Ein minimales Restrisiko bleibt somit. Ein guter Kontakt zu den Risikoprüfern vermindert dieses aber auf jeden Fall ;-). Seit dem Jahr 2013 kam es kein einziges Mal mehr vor bei uns. Auch Arztanfragen kommen nach einer Antragsstellung bei uns nur in nicht mehr messbarem Bereich vor. 
     
  3. Sollte keine Versicherbarkeit möglich sein, so prüfen wir für Dich gerne aktuelle Sonderaktionen einzelner Unternehmen, welche teilweise vereinfachte Gesundheitsfragen besitzen. Hier ist aber oftmals die Höhe der Absicherung begrenzt, ebenso ist eine Nachversicherungsoption in den meisten Fällen ausgeschlossen. Eventuell kann man aber auch verschiedene Sonderaktionen kombinieren, so dass Du dann auf Deinen gewünschten Schutz kommst. Gemeinsamen mit Dir können wir aber auch eine Stufe niedriger gehen - Stichwort "Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung". Jede Teilabsicherung ist besser als keine Absicherung!

Wir suchen für Dich den passenden Anbieter aus, diskutieren mit Dir gemeinsam die Vor- und Nachteile verschiedener Varianten und leiten den Versicherungsantrag an die Gesellschaft weiter, wo Du problemlos angenommen wirst. Lieber eine Risikovoranfrage & etwas eigene Zeit investiert, als eine Ablehnung! Bei einer der wichtigsten Entscheidungen Deines Lebens (kommt die Hochzeit jetzt danach oder davor :-)? ) gilt auf jeden Fall die Sorgfalt vor einem Schnellschuss! Auch wenn Dich evtl. andere "Berater" Kollegen unter Druck setzen - Zeitdruck ist immer ein schlechter Ratgeber bei der Berufsunfähigkeitsversicherungrisikovoranfrage. 

Was kostet eine Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung über uns?

Der Service ist für Dich bzw. unsere Kunden kostenfrei, wenn wir Deine Anfrage annehmen. Folgende Voraussetzungen gibt es für uns:

  • Es muss eine hinreichende Erfolgsaussicht gegeben sein. "Halbtode" Personen können wir selbstverständlich nicht mehr versichern. Ebenso sollst Du realistisch an die Sache gehen. Wenn Du einen akuten Bandscheibenvorfall hast, dann bekommen wir die Wirbelsäule nicht mehr normal versichert.
  • Die Brise Menschlichkeit: Wir haben wenig Lust mit Interessenten zusammen zu arbeiten, wo wir ein schlechtes Gefühl haben. Wer uns nur als irgendeinen "Versicherungsfuzzi" sieht, der kann uns gestohlen bleiben. Aufrichtige gegenseitige Wertschätzung ist uns hierbei sehr wichtig. 

Wenn diese Punkte erfüllt sind, dann wissen wir hierbei Dein Vertrauen zu schätzen und prüfen Dein Anliegen. Nimm mit uns Kontakt auf und wir senden Dir den Risikovoranfragenbogen und unsere Vorgehensweise gerne und unverbindlich zu. Natürlich werden die Gesundheitsfragen vertraulich behandelt - dafür gibt es dann auch unsere Vorab Datenschutzerklärung. 

In der Praxis läuft es dann so ab, dass Du uns Deine Unterlagen per Upload in simplr (siehe Sauberer & rechtssicherer Upload Deiner sensiblen Dokumente zur Finanzberatung Bierl) zur Verfügung stellst. Wir sehen uns Deinen Risikovoranfragebogen, Dein Gesundheitsdaten Beiblatt, Ärztliche Stellungnahmen und Deine Eigenerklärungen intensiv an und kommen bei Nachfragen (welche sich ggf. ergeben) auf Dich zurück. Bitte schicke uns aber nicht wahllos irgendwelche Auszüge von der Krankenkasse, denn diese sind oft absolut nichtssagend. Wichtig ist, dass Du die einzelnen Punkte sauber "erklärst und übersetzt", so dass sich ein Risikoprüfer ein umfangreiches Bild machen kann. 

Aktuelle Beispiele in der Risikovoranfrage!

Lassen wir hier das theoretische Geschwätz und schauen uns einige Praxisfälle an:

1. Arzt mit einigen Vorerkrankungen und dem Freizeitsport Bergsport

Hier mussten die vollen Möglichkeiten als Versicherungsmakler genutzt werden. Für beide Seiten (Interessent & Finanzberatung Bierl) war dies ein sehr umfangreiches Unterfangen, letztendlich fanden wir nach einigen Nachverhandlungen aber eine sehr passende Lösung bei der Volkswohlbund Versicherung. In diesem Beispiel ließ die Versicherung dem Interessenten auch die Wahl in puncto „gefährlichem Hobby“. Entweder 15 % Risikozuschlag oder eine Ausschlussklausel (d.h. dass eine Berufsunfähigkeit durch einen Unfall beim Bergsport nicht versichert wäre). Faire Klausel, wie wir finden.

2. Auch in der Risikolebensversicherung macht es für aussichtslose Fälle Sinn eine Risikovoranfrage zu stellen!

Ein Interessent kommt mit einer 80-seitigen Krankenakte zu uns mit der Bitte um eine Risikovoranfrage in der Risikolebensversicherung. Sehr heikler Fall, letztendlich fanden wir einen Anbieter mit 100 % Risikozuschlag, was für die zu versichernde Person völlig in Ordnung war, da diese eigentlich die Hoffnung schon aufgegeben hatte.

Noch mehr Detailinformationen zu dieser Voranfrage & Ergebnis haben wir in einem eigenen Blogartikel verfasst. Bitte beachte aber, das wir nicht immer eine Risikovoranfrage in der Risikolebensversicherung erstellen können. Dies ist auch etwas unseren Kapazitäten geschuldet. Die Voranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung hat im Moment bei uns für uns und unsere Interessenten Vorrang. 

3. Berufsunfähigkeitsversicherung mit etlichen Vorerkrankungen!

Verschiedene Vorerkrankungen, das beste Ergebnis stellte diesmal die AXA mit einem Ausschluss für Tinnitus dar. Mit diesem konnten beide Seiten absolut leben.

Eine Risikovoranfrage bei so viel Versicherungsunternehmen wie in den obigen Beispielen ist aber nicht Alltag. Je nach Beruf, Vorerkrankung und gewünschten Bedingungen schließen wir einige Gesellschaften schon vorher aus.

Fallstricke „Hobbys & Freizeitaktivität“ in der Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wir erleben immer wieder, dass einige Interessenten ihren Hobbys und Freizeitaktivitäten eher keine große Bedeutung zumessen, obwohl diese für die Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung von großer Bedeutung sind.  Bist Du z.B. aktiv im Bergsport, Kitesurfen, Eishockey oder Mountainbiken, so gib dies bitte unbedingt in der Berufsunfähigkeitsversicherung an. Am besten schon gemeinsam mit uns in der Voranfrage! Die einzelnen Versicherer beurteilen verschiedene Hobbys sehr unterschiedlich. Hier kann es von einer normalen Annahme bis zu einem Ausschluss oder gar einer Ablehnung alles geben.

Praxisbeispiel bei uns zur BU Voranfrage:

Kunde übt Bergsport (Hochtouren, Kletterkurse, Skibergsteigen) aus auf über 4.200 Meter und dies ca. 130 Stunden im Jahr.

Die Bayerische zeigte sich erfinderisch und gab 50 % Risikozuschlag auf den Bergsport und 35 % Risikozuschlag aus medizinischen Gründen.

Sauber löste es hingegen in der Risikovoranfrage der Versicherer Volkswohlbund, welcher entweder einen Risikozuschlag von 15 % oder eine Ausschlussklausel anbot. Hier hat der Interessent dann beide Möglichkeiten, welche er für seine persönliche Absicherung in Betracht ziehen kann. Einen medizinischen Zuschlag gab es nicht.

Gib in der Risikovoranfrage wie auch in der Antragsstellung (aber bitte erst einen Schritt vor dem anderen machen) bei der Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt Deine Freizeitaktivitäten an. So bist Du absolut auf der sicheren Seite und es kann im Leistungsfall kein böses Erwachen geben. Bitte einmal zu viel eine Angabe gemacht als zu wenig. Nicht Du entscheidest, ob das „Fallschirmspringen“ eher wenig relevant ist, sondern die Risikoprüfung ;-).


Aktuelle ärztliche Atteste helfen sehr bei der Risikovoranfrage

Bei einer Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung sind zwei Parteien enorm wichtig. Zum einen wir als freier Versicherungsmakler und zum anderen natürlich Du! Ohne Dein Engagement und Deine Einsatzbereitschaft werden die gewünschten Ergebnisse auf sich warten lassen. Je nach Diagnose und ärztlichen Eintragungen in Deiner persönlichen Patientenakte benötigen wir eine aktuelle Stellungnahme des Arztes. Beim Eintrag in die Patientenakte ohne weiteren Informationen einer „Skoliose“ oder des „LWS Syndrom“ ist für den Risikoprüfer erst einmal das „größtmögliche“ Risiko anzunehmen. Deshalb musst Du diese Diagnose und / oder Erkrankung zusammen mit Deinem / einem Arzt wieder sauberstellen. Klar, der chronische Bandscheibenvorfall lässt sich somit nicht aus der Welt schaffen, aber für vereinzelte Behandlungen ist eine ärztliche Stellungnahme ein Segen.

Ein ärztliches Attest in der Berufsunfähigkeitsversicherung für die Risikovoranfrage sollte so aufgebaut werden:

  • Wann war die Diagnose und die Behandlung?
  • Warum gab es die Erkrankung?
  • Wie wurde behandelt?
  • Wann war die Erkrankung / Diagnose wieder ausgeheilt und alles in Ordnung? 

Dies kann man für nahezu alle Diagnosen und Krankheitsbilder verwenden. Der Risikoprüfer in der Berufsunfähigkeitsversicherung muss sich über Deinen Gesundheitszustand ein exaktes Bild machen können. Je mehr wir gemeinsam unklare Diagnosen entkräften können, desto besser. Es ist evtl. eine Tortur, aber dafür hast Du dann ein 100 % passendes Ergebnis (hoffentlich eine normale Annahme). Mehr zu dieser Thematik findest Du auch unter unserem Artikel "Direkt aus der Praxis: Ärztliche Atteste und Stellungnahmen in der Berufsunfähigkeitsversicherung!"

Risikovoranfrage trotz Schultergelenksverletzung versicherbar in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Auch hier hatte unser Interessent vor ca. 3 Jahren eine größere Schultergelenksverletzung. Würde man das einfach im Risikovoranfragebogen (oder natürlich auch beim Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung) angeben, dann wäre uns ein Ausschluss sehr sicher. Also haben wir ihn zum Arzt geschickt, der eine saubere Stellungnahme fabrizieren sollte. Immerhin war dank dieses Arztes auch wieder eine unklare Diagnose vom 13.12.2017 in der Patientenakte aufgetaucht.

Besonders die beiden Stellungnahmen „Beschwerdefreiheit seit 2 Jahren“ und „Beweglichkeit der Schultergelenke ist normal und schmerzfrei“ sind Gold wert. So sieht faktisch das ideale ärztliche Attest für die Risikovoranfrage in der biometrischen Absicherung aus. So etwas würde natürlich nicht nur für das Schultergelenk helfen, sondern natürlich auch für Diagnosen & Erkrankungen rund um den kompletten Bewegungsapparat und weiteren Einschränkungen. Vereinfacht gesagt einfach immer nach dem Motto „was, wann, warum, wie wurde behandelt, wann war wieder gut“ vorgehen – dies bitte dem behandelnden Arzt so überbringen ;-). Eigentlich eine ganz einfache Kiste, welche in der Praxis auch immer sehr gut klappt!

Mit diesem Votum (es gab noch einige andere kleine Zipperlein, welche noch klargestellt werden mussten) gab es anschließend beim Versicherer Volkswohl Bund eine normale Annahme. Dies war alles andere als selbstverständlich, kurze Wege in die Risikoprüfung mit einem speziellen Ansprechpartner haben aber die Tür für die passende Absicherung geöffnet!

Man merkt am Textverlauf den kurzen Weg des Risikoprüfers zu uns (in diesem Fall zu Tobias). Da geht die Voranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt nicht an die info@Versicherung.... Adresse, sondern an einen direkten Ansprechpartner mit dem man auf kurzem Wege vieles klären kann und auch mal ein schwieriger Fall exakt geprüft wird. U.a. ist auch dies der Grund (das Thema wird in diesem Beitrag aber ebenfalls angeschnitten), weshalb wir keine anonyme Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung machen. Wir begegnen der Risikoprüfung auf Augenhöhe – es sind keine Unmenschen, sondern sehr umgänglich ;).

Wirbelsäulenbeschwerden in der Risikovoranfrage – Fall aus der Praxis:

Zu uns kommen viele Interessenten, die in den letzten fünf Jahren nur einmal & in geringem Maße beim Arzt wegen Beschwerden der Wirbelsäule gewesen sind. Füllt man einfach den Risikovoranfragebogen aus (egal von welcher Gesellschaft / Plattform) und gibt evtl. auch nur den ICD Code der Krankenkasse an, so ist eine Ausschlussklausel oder ein Risikozuschlag sehr wahrscheinlich. In wenigen Fällen (hier aber oft in Kombination mit weiteren Krankheitsbildern) auch eine komplette Ablehnung oder auch Rückstellung für 1-2 Jahre.

Sehen wir uns ein aktuelles Beispiel an mit Rückenbeschwerden im Februar 2017:

Sonstige Rückenschmerzen klingt schlimm. Kann viel sein. Nichtssagend. Zur Not (und in der Praxis) wäre diese Diagnose eine Ausschlussklausel. Vor allem durch den geringen Abstand zwischen Feststellung der Diagnose und dem gewünschten Beginn der Berufsunfähigkeitsversicherung (April 2017). Hier müssen wir den Arzt mit ins Boot holen, der ein aktuelles Attest herausschreibt, aus dem hervorgeht, dass es eine einmalige Geschichte gewesen ist.

Dies erhöht die Chance auf eine normale Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung erheblich.
Das es aber immer noch kein Selbstläufer ist, zeigt folgende Antwort:

WWK – Ausschluss Wirbelsäule

Die Gothaer Versicherung schließt die Wirbelsäule zwar mit ein, fordert aber einen Risikozuschlag von 25 %. Bis zum Ende der Versicherungslaufzeit!

Das es auch anders geht bei Wirbelsäulenerkrankungen und Rückenschmerzen, zeigt als Beispiel die  LV 1871 Versicherung. 

Oder schauen wir uns das Schreiben des Arztes bei einem weiteren Mandanten aus unserem Hause an. Ohne diese Mitteilung des Arztes wäre es schwierig bis unmöglich geworden, die passende Absicherung zu bekommen.

Diese Vorgehensweise mit einem aktuellen ärztlichen Attest kann natürlich nicht nur bei Diagnosen zu Wirbelsäulenbeschwerden gemacht werden, sondern auch zu jeglichen weiteren Feststellungen, welche eine (normale) Annahme in der Berufsunfähigkeitsversicherung schwierig bis unmöglich machen.

Aktuelles Attest zur Risikovoranfrage nicht nur bei Rückenproblemen möglich!

Beispiel, wo der Arzt den Patienteneintrag aus dem Jahr 2013 korrigierte (Mitte 2016) und somit eine normale Annahme ermöglichte. Es ist immer sehr wichtig, dass der Risikoprüfer von der Versicherungsgesellschaft ein Votum vor sich hat, dass die Behandlung idealerweise einmalig gewesen ist oder auch schon ausheilte. Das verbessert die Chancen ungemein.

Ein älterer Bandscheibenvorfall & weitere Skeletterkrankungen

Hier hatten wir einen etwas schweren Fall zu bearbeiten. Einen etwas älteren Bandscheibenvorfall und weitere kleinere Sportverletzungen. Ohne Risikovoranfrage bzw. sauberem ärztlichen Attest hätte es eine glasklare Ausschlussklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung gegeben. In diesem Fall kamen dann einige positive Aspekte zusammen, die man selber als Laie wohl nicht geschafft hätte

  • Eine umfangreiche Eigenerklärung des Interessenten, so dass sich der Risikoprüfer ein detailliertes Bild machen kann.
  • Ein aktuelles ärztliches Attest, welches dies noch untermauert. 
  • Eine BU-Gesellschaft, welche noch eine wirklich individuelle Risikoprüfung besitzt (das sind wir nur noch im einstelligen Bereich mittlerweile...). Zudem wurde klar der Aspekt angesprochen, dass man hier ein Auge zudrücken kann, da der "Herr Bierl durchaus qualitativ hochwertiges Neugeschäft bringt"
  • Ein versierter Versicherungsmakler, der die einzelnen Komponenten miteinander verbindet (ok, Eigenlob stinkt ;-) ). 

So sah z.B. das ärztliche Attest aus bei diesem älteren Bandscheibenvorfall:

Mit diesem Zusammenspiel (ärztliches Attest, sehr guten Risikoprüfer, guter Makler und eine saubere Erklärung) haben wir hier beim Volkswohl Bund eine normale Annahme geschafft. Wir machen uns vorher eigentlich schon Gedanken, wie eine Annahme in der Risikovoranfrage aussehen könnte. Bei dieser Voranfrage waren wir uns aber sehr uneins und hofften auf eine normale Annahme, rechneten aber eigentlich nicht damit. Aber das Sprichwort "Glück des Tüchtigen" stimmte hier auf jeden Fall und es gab das erwünschte Ergebnis. Die optimale Berufsunfähigkeitsversicherung folgte!

Panikstörung sollte man auch in der Risikovoranfrage sauber aufbereiten!

Sehen wir uns aber auch mal die Diagnose „Panikstörung“ an. Normalerweise ein No-Go in der Berufsunfähigkeitsversicherung und der anschließenden Risikovoranfrage. Beim folgenden Beispiel gab es dieses sehr gute Zusammenspiel zwischen Patient und Arzt:

Hätten wir jetzt die Risikovoranfrage beim BU-Versicherer nur mit der Diagnose eingereicht, dann hätte es zu 99,3 % die Ausschlussklausel Psyche oder gar eine Ablehnung gegeben. Viele Vermittlerkollegen reichen einfach die Krankenakte mit den vorhandenen ICD-Codes ein - das wäre in diesem (und vielen weiteren Fällen) absolut tödlich. Hinter jedem ICD-Code kann eine Geschichte lauern. Diese gilt es sauber aufzubereiten und nicht einfach wahllos in der Risikovoranfrage jedem BU-Versicherer mitzuteilen. 
So gab es aber (neben einigen anderen Vorerkrankungen) ein sehr gutes Votum bei der HDI Versicherung mit „noch normal“.

Wie wir diesen Unterton „noch“ lieben :-). Hätten sich wir und unser BU-Interessent nicht mächtig angestrengt, so wäre aus der „noch normalen Annahme“ sicherlich ein Risikozuschlag, eher aber eine Ausschlussklausel geworden.

Aber ein Allheilmittel ist es natürlich nicht. Den Bandscheibenvorfall von vor zwei Jahren wird man mit dieser Methode nicht mehr versichern können, trotz Aufarbeitung der Patientenakte und penibler Risikovoranfrage. So ehrlich sind wir. Aber bei Diagnosen, welche nur einmalig oder nur sehr dezent gestellt wurden, kann es eine passende Lösung sein, um nach der Risikovoranfrage eine passende Lösung für seine persönliche Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.


Ein weiteres Plus in der Risikovoranfrage – die Eigenerklärung:

Die nächste Karte, welche wir gemeinsam spielen können. Die Eigenerklärung mit einigen Worten. Du kennst sicherlich die ICD-Codes für die Krankenversicherung. Hier steht dann auf einmal übersetzt „Kopfschmerzen“ von vor drei Jahren. Dies kann natürlich viele Gründe haben. Evtl. hast Du an einem heißen Sommertag einfach zu wenig Flüssigkeit getrunken und hattest deshalb Kopfschmerzen. Oder Du hast einen Tag zuvor genau das Gegenteil gemacht – zu viel Flüssigkeit zu Dir genommen, vielleicht auch mit einigen Prozenten hinterlegt :-). Auch das kann Kopfschmerzen hervorrufen. Es war dann aber eine einmalige Geschichte und ist deshalb nicht weiter erwähnenswert. Aber woher soll das der Risikoprüfer für die Voranfrage wissen? Kopfschmerz kann ja auch das erste Anzeichen eines Tumors oder einer schweren Erkrankung sein!
Schreibe bitte zu jeder Diagnose eine eigene Erklärung. Du hilfst uns damit auch sehr. Auch wir müssen uns etwas darunter vorstellen können. Wir liefern Dir gerne dafür Beispiele:

Junger Wirtschaftsingenieur mit seiner Eigenerklärung:

Auch beim Besuch eines Fußballspiels kann einem als Unbeteiligter etwas passieren – die Diagnose in der Krankenakte sieht recht schlimm aus. Mit der Eigenerklärung relativiert man es etwas bzw. vor allem kann sich der Prüfer in der BU-Risikovoranfrage darunter etwas vorstellen.

Und auch eine Ärztin hat mit folgender Eigenerklärung unsere Hausaufgaben sehr gut erledigt:

So etwas ist für uns enorm wichtig. Wir können dann schon etwas einschätzen, ob die Krankenakte und die Eigenerklärung genügen, oder ob wir gemeinsam mit dem Interessenten vor der Risikoanfrage noch etwas tiefer gehen müssen. Sei es mit einer aktuellen ärztlichen Stellungnahme oder Risikovoranfragebögen der Gesellschaft(en).


Erste Einschätzung erfolgt durch uns dank langjähriger Erfahrung

Durch unsere langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Vorerkrankungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung wie auch in der Risikolebensversicherung können wir teilweise schon ein sehr gutes erstes Voting von unserer Seite für Dich abgeben. So kommen wir dann bei verschiedenen kleineren Erkrankungen auch gerne zum Schluss, dass eine Risikovoranfrage nur bei zwei oder drei Gesellschaften Sinn macht, da wohl diese schon eine Normalannahme in Aussicht stellen.
Wir und auch Du müssen immer bedenken: Für die einzelne Gesellschaft ist eine Risikovoranfrage sehr viel Arbeit mit oftmals sehr wenig bis faktisch keinem Ertrag (da ja nur eine Versicherung den Zuschlag bekommen kann). Bei drei favorisierten Unternehmen und einer wohl normalen Annahme macht es keinen Sinn, eine Voranfrage bei 25 Gesellschaften zu stellen. Hast Du hingegen eine umfängliche Krankenakte, wo eine passende Annahme (ggf. mit Risikozuschlag oder Ausschluss einer Erkrankung) fragwürdig scheint, so können wir gerne für Dich die Versicherbarkeit bei so gut wie allen Unternehmen prüfen.

Wir sind ehrlich zu Dir - zaubern können wir aber auch nicht bei der Risikovoranfrage! Aber unser bestmögliches tun!

Bitte beachte aber: Bei verschiedenen Vorerkrankungen macht selbst eine Risikovoranfrage keinerlei Sinn. Wünschst Du unbedingt den Einschluss der Psyche, befindest Dich aber seit mehreren Monaten in einer aktuellen psychologischen Behandlung, so wird Dich kein Unternehmen mehr normal versichern. Das gleiche gilt z.B. für den gerade akuten Bandscheibenvorfall, den werden wir zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht versichern können.

Zudem beachten wir auch schon bei einer Risikovoranfrage die verschiedenen Fragestellungen bei den Gesellschaften. So frägt z.B. der Volkswohlbund oder die HDI Versicherung für zehn Jahre nach Psychischen Erkrankungen, die Alte Leipziger oder die Bayerische nur noch für fünf Jahre. Bei stationären Behandlungen wird i.d.R. nach zehn Jahren gefragt, wenige Gesellschaften (wie z.B. die Stuttgarter) beschränken sich auf fünf Jahre. Du siehst – man muss eigentlich auf sehr viele Details achten, um ein passendes Ergebnis zu bekommen.

Wie Du siehst, ist selbst die Frage nach der passenden Risikovoranfrage nicht pauschal zu beantworten. Vorweg sollte immer die Einholung der Krankenakte bei den behandelnden Ärzten stehen. Evtl. passt aber auch eine laufende BU-Sonderaktion mit vereinfachten Gesundheitsfragen auf Dich. 


Mythos oder Realität? Anonyme Risikovoranfrage bei Berufsunfähigeitsversicherung & Risikolebensversicherung

Dank dem DSGVO wurde dieser Artikel nun stark überarbeitet. Eine einheitliche Linie der Versicherungsgesellschaften ist nicht zu sehen. Es hält sich vor allem bei einigen sogenannten „Verbraucherschützern“ und diversen zweifelhaften Finanzzeitschriften der Mythos, dass man nur anonyme Risikovoranfragen machen sollte. Jetzt sprechen wir mal wieder aus der Praxis, ohne viel Geschwätz. Manche Versicherungsgesellschaften machen NUR anonyme Risikovoranfragen, andere wiederum möchten gern den Namen und das Geburtsdatum. Wir sehen beides als eher unkritisch an - die Versicherbarkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte im Vordergrund stehen. Eine Risikovoranfrage IST KEIN Antrag. Das vergessen wohl ab und zu manche Interessenten, die uns sogar mit gefakte Emailadressen anschreiben. 

In einem Punkt haben die „Verbraucherschützer“ und diverse, angeblich unabhängige Finanzportale recht: Man sollte es tunlichst vermeiden, dass man in die „HIS“ Datei oder auch Sonderwagnisdatei genannt, eingetragen wird (hier werden abgelehnte oder mit Erschwernis angenommen Anträge eingetragen). Deswegen stellen wir ja auch keinen Antrag bei den Versicherungsunternehmen, sondern wir fragen explizit als Risikovoranfrage mit einem eigenen Bogen und ohne Unterschrift an. Wobei ein Eintrag in die HIS Datei keinen Weltuntergang darstellt. Ungefähr jede zehnte Anfrage bei uns im Haus steht schon in dieser Datei, da man irgendwie selber probiert hat den Antrag zu stellen (sieht über Check24 und Co. eigentlich doch ganz einfach aus ;-)). Der Grund hierfür ist, dass die Diagnosen vom Kunden oft als Lappalien eingestuft werden. Eine Risikovoranfrage in der BU & RLV hätte Dich hier geschützt. Eine Ablehnung oder erschwerte Annahme muss man nämlich nicht bei einem Neuabschluss oder einer weiteren Voranfrage angeben und kann die künftige Versicherbarkeit ggf. stärker einschränken. 

Alter Stand: Würde man sämtliche persönliche Angaben schwärzen, so bearbeiten dies mind. die Hälfte der Versicherer gar nicht mehr (und es werden immer mehr). Es gab und gibt immer noch manche Helden des Alltages, welche bei der gleichen Versicherung innerhalb weniger Tage anfragen und hoffen, dass sie verschiedene Risikoprüfer bekommen. Dem möchten die Unternehmen etwas vorbeugen. Zudem beugt man einem Risiko vor, welches in der Praxis gar nicht so selten vorkommt: Bei Antragsstellung zur gewünschten Versicherung verweist man auf die Risikovoranfrage. Soweit, so gut. Es gibt immer wieder Fälle, dass manche Versicherer dann die Risikovoranfrage nicht mehr akzeptieren, da diese nicht zugeordnet werden kann aufgrund mangelnder Angaben. Kommt sogar gar nicht so selten vor.

Grundsätzlich (Ende 2018) ist der Markt derzeit sehr zersplittert. Manche Unternehmen nehmen aufgrund der Datenschutzgrundverordnung NUR noch anonyme Risikovoranfragen ohne Namen an. Dazu zählen derzeit z.B.:

  • Allianz Versicherung
  • Continentale Versicherung
  • Die Bayerische
  • LV 1871 Versicherung
  • Gothaer Versicherung
  • HDI Versicherung
  • Universa Versicherung
  • Nürnberger Versicherung

Hier muss die Risikovoranfrage anonym stattfinden und auch bei den Arztberichten der Name des Patienten geschwärzt / unkenntlich gemacht werden. Alternativ gibt es ein Formular von jeder Gesellschaft, welches der Interessent für die RVA zu unterschreiben hat. Auch dann werden NOCH KEINE DATEN GESPEICHERT, aber man gibt der Versicherung damit den Auftrag, dass man für DIESE Risikovoranfrage die personenbezogenen Daten nutzen & bearbeiten darf. Ansonsten ist kein Votum möglich. Irgendwie logisch, oder? Natürlich kocht jede Gesellschaft wieder Ihr eigenes Süppchen und verwendet wieder eigene Formulare zur Einwilligung. Wäre ja zu einfach, wenn es ein gemeinsames Formular geben würde. Somit schwärzen wir bei diesen Gesellschaften den Namen bzw. geben diesen gar nicht an. 

Andere Versicherungsgesellschaften wie die Alte Leipziger oder Basler Versicherung möchten hingegen einen Vor- und Nachnamen haben. 

Klar äußert sich hierbei z.B. die Versicherungsgesellschaft "Die Bayerische" dazu. Dies ist bei den meisten Gesellschaften ähnlich. 

Quelle: Hinweis zum Prozess bei Risikovoranfragen der Bayerischen
Das Bild ist nicht mehr aktuell - seit der DSGVO schwenkte die Bayerische komplett um und lässt nur noch anonyme Risikovoranfragen zu. Alternativ mit Einwilligung. 

Aber der Hauptgrund liegt bei uns eigentlich wo anders…

11/2018: Der folgende Text ist zwar schon ca. ein Jahr alt, hat aber immer noch seine Richtigkeit. Mittlerweile haben wir bei immer mehr Gesellschaften einen direkten Draht in die Abteilungsleitung in der Risikoprüfung. Diese nehmen sich unseren Anfragen sehr gerne an, fordern aber auch eine qualitativ hochwertige Aufbereitung & ein Aussieben von Fällen, die Hoffnungslos sind. 

Wir sehen die Risikoprüfer nicht als unsere „Feinde“ an, sondern wir möchten zu ihnen ein gutes Verhältnis aufbauen. Manche Gesellschaften bekommen am Tag teilweise eine dreistellige Anzahl an Risikovoranfragen, da müssen wir als Finanzberatung Bierl irgendwie hervorstechen. Wir denken, dass unsere Voten besser sind als von einem 0815 Versicherungsmakler oder auch einem Strukturvertrieb. Das schaffen wir, indem wir uns kurze Wege in die Risikoprüfung aufgebaut haben. Der einzelne Risikoprüfer weiß, dass er von uns qualitativ hochwertig aufbereitete Risikovoranfragen mit allen Infos bekommt. Nix geschwärzt, keine Schummeleien. Wir sitzen mit der Risikoprüfung in einem Boot – letztendlich ist die Versicherung natürlich auch an einem Geschäft interessiert. Würden wir bei den Risikovoranfragen sehr voreingenommen agieren, so bekäme man diese und jene Diagnose vielleicht nicht so einfach durch, wie wenn man sich zwischenzeitlich ein persönliches „Verhältnis“ aufgebaut hat. Einzelne Diagnosen können dann teilweise am Telefon oder in einer kurzen Mail abgeklärt werden, ohne viel Tam Tam. Das geht aber natürlich nur, indem wir absolut saubere und korrekte Risikovoranfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung machen. Deshalb ist es für Dich auf jeden Fall sinnvoll, eine Risikovoranfrage über einen versierten Versicherungsmakler zu stellen. Das könnten z.B. auch wir sein ;-). Deine Daten werden nicht gespeichert oder verwendet – somit bitte keine Angst davor haben, wenn bei einigen Gesellschaften eine anonyme Risikovoranfrage nicht funktioniert. Was soll der Risikoprüfer denn mit Deinen Daten anstellen? Sein Wohnzimmer tapezieren ;-)???

 

Uns musst Du aber Deine korrekten Daten mitteilen, sonst wird es nichts...

Ab und an haben wir sogar solche Anfragen, wo selbst uns kein Name oder ein Geburtsdatum genannt wird. Die Mailadresse ist offensichtlich ein Fakename. Wie sollen wir dem Interessenten vertrauen, wenn wir ihn nicht einmal kennen? So etwas kommt glücklicherweise sehr selten vor, aber es passiert ab und an. Darauf können wir aber gerne verzichten. Wir setzen lieber unsere Zeit und unser Engagement für Interessenten und Kunden ein, welche auch bei uns mit offenen Karten spielen. Wir möchten wissen, mit wem wir reden wenn wir teilweise sehr viel Zeit investieren. Auf unserer Homepage geben wir sehr viel Persönliches von uns preis, hier merkst Du dann schon bald, ob es zu Dir passt oder nicht. Wenn ja, dann nehmen wir Deinen Fall gerne an und wenn nicht – auch nicht schlimm, es kann nicht immer passen.

Viele Praxisfälle, wo eine schwierige Risikovoranfrage zu einem guten Ergebnis geführt hat, findest Du auf unserer Homepage & Blog. Einfach etwas durchklicken ;-). Eine vierstellige Anzahl an (anonymen) Risikovoranfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung können nicht lügen. 


Elektronische Tools in der Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeit. Erleichterung oder Mehraufwand?

In der Risikolebensversicherung wie auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung verschlingt eine Risikovoranfrage eine Menge an Kapazitäten bei den verschiedenen Gesellschaften. Nur ca. fünf bis zwölf Prozent von den angefragten Fällen führen endgültig zu einem Antrag bei den Unternehmen und somit zu einem Neugeschäft. Dem möchten einige Unternehmen aus dem Weg gehen und so haben diese einerseits gemeinsame Plattformen geschaffen (wie z.B. vers.diagnose von Franke & Bornberg) sowie auch einen eigenen Voranfragetool (z.B. Quickrisk der LV 1871). Diese haben bei sehr vereinfachten Krankheitsbildern durchaus ihre Daseinsberechtigung, sind aber in der Praxis für uns wenig relevant. Die Versicherer werben damit, dass man den Antrag direkt nach erfolgter Annahme (auch mit Ausschluss, Risikozuschlag etc.) policieren kann, aber ist dies unbedingt ein Vorteil? Geht die Sorgfalt nicht vor Schnelligkeit?

Risikoprüfer geben gegenüber uns offen und ehrlich zu, dass die Ergebnisse auf diesen Plattformen etwas schlechter ausfallen, da eine einheitliche Fragestellung hinterlegt ist (bei einer übergreifenden Software). Zudem lassen viele Ergebnisse mehr Fragezeichen als Antworten offen.

Diese Tools haben mit einer individuellen Risikovoranfrage somit nichts zu tun und lassen keinen Verhandlungsspielraum übrig, den wir gerne mal in Anspruch nehmen ;-).

Manche BU-Versicherer werden unflexibler in der Risikovoranfrage

Wenige Gesellschaften verweisen aber direkt auf diese elektronischen Tools. Der eine oder andere Versicherer fällt hier derzeit sehr negativ auf, da diese z.B. keine Risikovoranfragen über 10 Seiten bearbeiten. Unsere Interessenten fangen aber i.d.R. erst ab 10, 15 Seiten Krankenakte an, somit ist derzeit die Swiss Life komplett außen vor (Stand Mitte 2019). Auch weitere Unternehmen prüfen nicht mehr individuell, sondern erklären sofort die Ablehnung oder einen Ausschluss bei einem bestimmten Krankheitsbild, obwohl hier evtl. eine Geschichte dahintersteckt, welche man der Risikoprüfung durchaus erläutern kann. Hier schätzen wir bei vielen Gesellschaften den kurzen Draht in der Risikoprüfung, um auch mal einen etwas schwierigeren Fall zur Zufriedenheit des Antragstellers durchzubekommen.

Sehen wir uns das Verhalten in der anonymen Risikovoranfrage von Swiss Life, Stuttgarter und Co. in der Praxis an:

Du wirst Dich evtl. wundern, wieso wir keine 30 Risikovoranfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung machen, währenddessen andere Portale damit posaunen und den unwissenden Verbraucher beeindrucken möchten. Wir sprechen lieber direkt aus der Praxis. Dies ist vielleicht nur ein vorübergehender Zustand, aber manche Gesellschaften kann man eigentlich seit etlichen Jahren nicht mehr wirklich beachten und für ernst nehmen. Man kegelt sich selber durch schlechte Voten und fragwürdige Antworten für unsere Kunden. Es gibt aber wiederum immer wieder auch positive Beispiele, wo vielleicht auch in der Führungsriege der Versicherungsgesellschaften ein Umdenken einsetzt.

Praxisbeispiel von der Continentale Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

Die Continentale Versicherung ist für uns im Leben Bereich eigentlich schon ein Versicherer, den wir durchaus schätzen würden (man bemerke unsere explizite Anmerkung für die Leben Sparte). Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zwar nicht Spitzenklasse, aber durchaus grundsolide. Besonders für handwerkliche und industrielle Berufe kann die Berufsunfähigkeitsversicherung der Continentale für viele eine Alternative sein. Wenn, ja wenn nicht die schlechten Voten zur Berufsunfähigkeitsversicherung wären.
Anfang 2019 möchte ein Elektrotechnikmeister bei uns eine Berufsunfähigkeitsversicherung über 2.000 Euro monatlich abschließen. Vor knapp fünf Jahren ist ihm leider ein kleines Missgeschick passiert mit einer Fraktur (=Bruch) des linken Sprunggelenks. Jetzt ist aber wieder alles völlig in Ordnung, wie wir uns auch durch ein ärztliches Attest als Vorlage zur Berufsunfähigkeitsversicherung attestiert haben lassen:

Wenn Du nun diese Zeilen liest, dann müsste man meinen, dass die Continentale jetzt keine Probleme mit einer normalen Annahme nach erfolgter Voranfrage haben dürfte. Dem war aber leider nicht so, wie folgendes Votum aussagt:

Neben einigen, völlig sinnfreien Nachbearbeitungen stand schon eine Ausschlussklausel für die Sprunggelenksfraktur fest. Trotz mehrjähriger Beschwerdefreiheit, welche sogar vom Arzt attestiert wurde. Da muss uns jetzt auch keiner damit kommen mit „das Versichertenkollektiv muss geschützt werden“. Man kann sich auch zu Tode schützen und gar niemanden mehr aufnehmen.

Viel lockerer sah es der Volkswohl Bund, welcher (wenn es an den richtigen Risikoprüfer geht…) für uns unter die Top drei in Sachen individueller Risikoprüfung gehört. Folgendes Votum gab es anschließend für unseren Elektrotechnikmeister:

So sind wir jetzt alle zufrieden.

Wieso wir die Swiss Life bei einer Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung oft (bis immer) links liegenlassen

Geschätzte Kollegen und versierte Versicherungsmakler werden uns sicherlich zustimmen. Die Voten der Swiss Life sind derzeit verdammt mies und eigentlich nicht zu gebrauchen. Es ist für beide Seiten eigentlich besser, wenn man das Thema einstellt, denn so spart man wenigstens Lebenszeit, welche man sicherlich besser verbringen kann.

Im folgenden Fall hat unsere Interessentin unser Gesundheitsdaten Beiblatt penibel und sauber aufbereitet.

Im Jahr 2015 (vor 4 Jahren!) gab es einmalige Rückenschmerzen, wo weder eine Krankschreibung folgte noch eine Physiotherapie. Auch der Grund war so banal wie einfach.

Eigentlich nix dramatisches. Die Swiss Life nahm dies zum Anlass, um einen Wirbelsäulefragebogen und bei Antragstellung einen Hausarztbericht anzufordern!

Wenn man nicht mal obigen Gefahrenumstand sauber bewerten kann mit dem erforderlichen Maß an Weitsicht, dann können wir es künftig auch sein lassen. Dann freuen sich die Handvoll Gesellschaften, die eine individuelle Risikoprüfung und auch viel Zeit & Geld in ihre Risikoprüfer investieren. Die obige Risikovoranfrage nahm übrigens auch wieder der Volkswohl Bund mit Kusshand an. 

Oder nehmen wir das Beispiel eines jungen IT-Consultant. Nix dramatisches passiert, dürfte normal durchgewunken werden:

Die Swiss Life forderte im Rahmen der Voranfrage bzw. der späteren Antragsstellung wieder folgende Fragebögen an:

Im Rahmen dieser Voranfrage haben wir bei insgesamt fünf Unternehmen eine Risikovoranfrage gestellt mit:

  • HDI
  • Volkswohl Bund
  • Nürnberger
  • Swiss Life
  • Alte Leipziger

Dreimal dürft Ihr nun raten, welche vier Gesellschaften ganz normal angenommen haben und welche eine nicht. Wie wir merken, haben wir das Rätsel aber oben schon gelöst. Verstehst Du jetzt, dass es derzeit eigentlich viel vergebene Lebensmühe ist, bei manchen Versicherungsgesellschaften eine Risikovoranfrage zu stellen, wenn man eh weiß, dass nichts Vernünftiges rauskommt?

Die Stuttgarter wäre uns ebenfalls grundsätzlich sympathisch, Risikovoranfragen kann man sich aber sparen…Stand Mitte 2019!

Die Stuttgarter ist für uns als freier Versicherungsmakler im Prinzip sehr sympathisch, da sie sich eindeutig auf die Seiten des Versicherungsmaklers stellt und für die Stuttgarter unsere Berufsgruppe den wahren Verbraucherschutz darstellt. Wir als Makler sind rein vom Gesetz schon auf der Seite unserer Kunden und handeln nicht im Interesse der Versicherungsgesellschaft – anders wie Versicherungsvertreter.
Aber die Zügel in der Annahme zur Berufsunfähigkeitsversicherung und selbst zur Risikolebensversicherung sind so hart angezogen worden, dass wir faktisch nicht mal extrem gesunde Personen versichern können.
Anfang des Jahres 2019 hatten wir einen jungen Arzt, der seine Gesundheitshistorie sauber aufbereitete. Für diesen Fall bevorzugten wir wieder die Zwei – Vertragslösung, siehe unser Artikel „Warum es sehr sinnvoll sein kann, die Berufsunfähigkeitsversicherung auf zwei Anbieter aufzuteilen?!“. So haben wir ein paar weitere Versicherer mit ins Boot geholt zur RVA. U.a. die Stuttgarter, was aber ein Fehler war. Das Votum kam sehr schnell.

Aber dies hilft weder uns noch den Interessenten etwas, wenn es letztendlich eine Ablehnung gibt. Wie man es richtig macht, zeigt mal wieder die LV 1871 Versicherung: 

Die LV 1871 ist übrigens in unseren und auch in vielen weiteren Augen ein ganz feiner Laden, der immer noch etwas unterschätzt wird. Wir suchen immer wieder das Haar in der Suppe, aber dies findet man bei dem Münchener Versicherer einfach nicht. Auch bei der LV 1871 möchte man die Tradition der individuellen Risikoprüfung weiterhin als festen Bestandteil beibehalten. Löbliche Worte, die man so hört. Einen kurzen Praxiseinblick durften wir auch vom Gesellschaftsarzt Dr. Ralf Woltmann bekommen, welcher Gast war beim BUV Fachforum in Nürnberg, siehe unser Artikel „BUV Fachforum – da denkst, du hast Ahnung von BU, dann kommst in so einen Workshop“. Somit ist auch die LV 1871 ein wiederkehrender Gast auf dem Treppchen der besten individuellen Antworten zur Berufsunfähigkeitsversicherung.


Pressenachklang Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

10.12.2018 / Es gibt Kennzahlen, womit sich die BU Versicherer rühmen. Welche aber in der Praxis völlig irrelevant sind, wie wir in unserem Blogartikel "Die Annahmequote in der Berufsunfähigkeitsversicherung – eine völlig irrelevante Kennziffer!" beschrieben. Macht man eine saubere Risikovoranfrage in der BU, so sollte die Annahmequote bei 100 % liegen. Das Fachmagazin Pfefferminzia nahm unseren Artikel auf und berichtete ebenso darüber mit "BU-Makler warnen vor falschem Umgang mit Annahmequoten". Vielen Dank für die Erwähnung!


November 2018 / In der aktuellen Ausgabe des Magazins werden Stefan & Tobias zur Thematik "Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann jeden treffen - so auch Schüler, Azubis und Studenten" öfters erwähnt mit Beispielen aus der beruflichen Praxis rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung und auch den Erfahrungen bei einer Risikovoranfrage. Die Ausgabe kannst Du bei uns im Büro nachlesen ;-). 


August 2018 /"Der unabhängige, exklusive Insider Report für autonome Makler, kompetente Vermittler und integre Führungskräfte der Assekuranz" berichtet über die dilettantische Vorgehensweise der Finanztest, welche wir auf unserem Blogartikel unter "Finanztest zur Berufsunfähigkeitsversicherung – denn sie wissen nicht, was sie tun!" beschrieben haben und erwähnt uns dabei & unseren Beitrag.


August 2018 / Es lässt sich leider nicht immer ganz vermeiden, dass es eine Ausschlussklausel gibt nach einer gemachten Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Aber hey - würdest Du Dein Haus nicht versichern, nur weil der Versicherer Deine Garage nicht absichern möchte? Genauso wäre es auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies haben wir in unserem Blogartikel "Keine Angst vor einer Ausschlussklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung" näher erläutert.

Das Fachmagazin Pfefferminzia nahm unseren Artikel auf und berichtete darüber mit „Ausschlussklausel in der BU ist kein Weltuntergang“. Vielen Dank!


Juni 2018 / "Warum es sich lohnt, die Patientenakte aufzuräumen" schreibt das Versicherungsfachmagazin Pfefferminzia in ihrer Überschrift. Grund war hierbei ein Blogartikel von uns mit dem Titel "Und täglich grüßt das Murmeltier – Abrechnungsfehler in der Patientenakte.", wo wir mal wieder das leidige Thema der fehlerhaften Arztabrechnung an einem Praxisbeispiel (leider) aufzeigen mussten. Hier sieht man wieder, wie wichtig eine saubere Aufbereitung & anschließende Risikovoranfrage ist, damit es im Leistungsfall zu keinen Problemen kommt. 


12.06.2017 / "TROTZ KLARER TENDENZ Warum BU-Makler stets eine Risikovoranfrage stellen sollten" - so lautet die Überschrift des Finanzfachmagazins "Das Investment", welches einen Blogartikel von uns aufnahm. Man bedenke: Erstens kommt es anders und Zweitens, als man denkt ;-). Deshalb sollte eigentlich auch bei einer klaren Tendenz in der Berufsunfähigkeitsversicherung wie Risikolebensversicherung eine Risikovoranfrage gestellt werden.

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Februar 2017 / Die Versicherungsgesellschaft LV 1871 befragte Tobias Bierl nach seinen Praxiserfahrungen in der Risikovoranfrage sowohl in der Berufsunfähigkeitsversicherung wie auch in der Risikolebensversicherung. Kleine elektronische Hilfsmittel wie "Quickrisk" sollen das Leben für beide Seiten etwas erleichtern. Ob das so ist, testete Tobias in der Praxis. In vielen Fällen ziehen wir aber hingegen aber natürlich doch den kurzen Draht in die Risikoprüfung vor ;-).

Zum Artikel "Quick Risk in der Risikovoranfrage - Erfahrungen aus der Praxis."