Versicherungen

Was sollte eine gute und leistungsfähige Unfallversicherung beinhalten?

Viele Kunden und Interessenten kommen mit ihrem alten Unfallversicherungsvertrag auf uns zu mit der Bitte, einen Blick auf diese zu werfen und zu bewerten. Hier stellen sich aber oftmals die Haare von uns auf, wenn wir die Versicherungsbedingungen, die versicherte Summe und einige weitere Kleinigkeiten unter die Lupe nehmen. Aus diesem Grunde möchten wir jetzt etwas Aufklärungsarbeit und Hilfestellung geben.

Der erste Punkt, den wir als absolut mangelhaft bezeichnen, sind die unzureichenden Leistungseinschlüsse vieler Versicherter Personen. Der Kunde eines Versicherungsunternehmen hat hier oft wenig Fachwissen, sodass wir schon davon ausgehen müssen, das ihr bisheriger „Finanzberater“ einfach eine billige Versicherung verkaufen wollte, ohne sich wirklich mit den Versicherungsbedingungen auseinandergesetzt zu haben. Aber welche Punkte sind wichtig? 

  • Leistung bei Eigenbewegung: Ein wunderbarer Punkt, den viele Unfallversicherungsverträge nicht beinhalten. Nehmen wir an, das Müller Max gerne Fußball spielt. Er bleibt beim Laufen auf dem Spielfeld ohne gegnerische Einwirkung im Rasen hängen und reißt sich das Kreuzband. Eine schlimme Vorstellung, die aber am Fußballfeld leider viel zu oft passiert. Aufgrund von Komplikationen bleiben Folgeschäden (durchaus üblich) bei der Bewegungsfähigkeit seines Knie. Schließt ein Unfallversicherer diesen Punkt aus, darf der Versicherte Kunde auch keine Leistung erwarten. Sagen wir es der versicherten Person, so glaubt er dies in der Regel nicht, denn dafür hat er „ja eine Unfallversicherung abgeschlossen.“. Ein sehr wichtiger Punkt für uns.
  • Zeckenbiss: Besonders bei uns in Bayern ist die Gefahr sehr groß. Ein Zeckenbiss kann zu sehr großen Komplikationen (trotz Impfung) führen. Dieses Thema hat sich schon jeder von uns in den Medien gelesen, das eine Person durch einen Zeckenbiss zum Pflegefall wurde. Ein unschönes Thema, das aber unbedingt versichert werden sollte (was aber leider nicht oft passiert).
  • Vergiftungen: Sind Vergiftungen und deren Folgen mit eingeschlossen?
  • Bewusstseinsstörung: Ein Punkt, der etwas Erklärung erfordert. Stürzt der Versicherungsnehmer oder baut einen Unfall mit dem Auto aufgrund einer Bewusstseinsstörung wie z.b. einen Schlaganfall, Alkoholgenuss (bis zu einer gewissen Höhe der Promillezahl) oder Herzinfarkt? Viele Versicherer mit Leistungsschwachen Bedingungen leisten hier nicht.
  • Impfschäden: Kommt es aufgrund von Impfschäden zu Langzeitfolgen?
  • Vergiftungen: Eine Sache, die natürlich auch dem Erwachsenen passieren kann, aber leider viel zu oft bei Kleinkindern passiert. Diese sehen das bunte Putzmittel, denken an ein schönes Getränk und nehmen einen Schluck aus der gefährlichen Pulle. Hier sind Kindern oft bis zum 10. oder auch 14. Lebensjahr abgesichert. Nahrungsmittelvergiftungen als eigener Punkt sind auch wichtig als Absicherung. Achten Sie darauf!
  • Gliedertaxe: Dieses sperrige Wort bezeichnet die Prozentzahl, wie einzelne Körperstellen bei einem Unfall bewertet werden. Hört sich kompliziert an, ist aber enorm wichtig. So wird z.b. das Körperteil „Bein“ bei manchen Versicherern mit 50 % eingestuft, bei anderen aber wieder bei 80 %. Bei einer Invalidität macht dieser kleine Punkt einen Unterschied von mehreren Zehntausend Euro. Aber selbst bei Körperteilen wie dem Zeh oder dem Zeigefinger gibt es schon massive Unterschiede. Hier sollte auf eine gute Gliedertaxe geachtet werden.
  • Meldefristen: In welcher Meldefrist muss der Unfall angezeigt werden?
  • Update-Garantie: Manche Versicherer bieten umgangssprachlich ein Update auf die Versicherungsbedingungen. Viele ältere Versicherungsverträge sind nicht mehr Leistungsmäßig auf den neuesten Stand. Die Versicherungsunternehmen bieten neuen Kunden einen besseren Vertrag an, die älteren bleiben aber außen vor mit Leistungsschwachen Bedingungen. Hier bieten einige Versicherer eine Update Garantie-jede Neuerung und Verbesserung in neuen Versicherungsverträgen kommen auch automatisch den „Altversicherten“ zu Gute. Durchaus eine gute Regelung.
  • Folgeschäden bei Ertrinken: Ersticken oder Erfrieren: Auch diese Punkte sind oft eher die Ausnahme als die Regel

Jetzt kommen wir zu den Punkten, die für als nicht notwendig erscheinen, aber oft viele Versicherungsverträge noch enthalten.

  • Todesfallschutz: Dieser ist oft mit einer geringen Summe versichert. Den Todesfall sollte man je nach Bedarf über eine Risikolebensversicherung abdecken.
  • Unfallrente: Klingt erstmals ab, aber diese wird oft erst ab sehr hohen Invalidität ausgezahlt (50 % in der Regel). Bei einen Unfall benötigt die Versicherte Person in der Regel eher eine Einmalzahlung als eine Monatliche Rente. Sei es für den Umbau des Hauses, eine Auszeit aus dem Beruf oder einfach eine Lebenserleichterung für den erlittenen Schaden. Eine monatliche Absicherung sollte in der Regel über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Eine Unfallrente finden wir höchstens interessant für Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen keine BU mehr abschließen können. Aber auch hier gilt es genau abzuwägen und ggf. weitere Alternativen in Erwägung zu ziehen.
  • Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr: Klingt erstmals auch gut, davon raten wir aber absolut ab. Hier wird der Unfallschutz mit einer Renten bzw. Lebensversicherung gekoppelt. Ein Teil des Beitrages geht also in eine teure Versicherung. Versicherung/Absicherung und Kapitalanlage sollte man immer getrennt halten! Lieber eine reine Unfallversicherung abschließen und den gesparten Mehrbeitrag in eine reine Anlageform stecken! Hier kommt mehr dabei herum. Leider bieten es viele Versicherungsvertreter immer noch diese Form an-der Grund dürfte oftmals klar sein-es winkt eine höhere Provision.
  • Zusatzvereinbarungen wie Krankenhaustagegeld etc. sehen wir auch als kritisch an: Diese machen die Unfallversicherung unnötig teuer und stehen in keinem vernünftigen Preis/Leistungsverhältnis. 

Wie hoch sollte eine Grundsumme&Progression sein?

Mit erschrecken stellen wir oft fest, das eine willkürliche Grundsumme angesetzt wird. Von Verträgen mit einer Grundsumme von 10.000 Euro bis 250.000 Euro haben wir schon alles gesehen. Eine vernünftige Summe stellt für uns mindestens 75.000 Euro dar (je nach persönlicher Situation und finanziellen Rahmen kann diese aber natürlich erhöht werden).

Die Progression kurz erklärt: Bei der Unfallversicherung kann man im Regelfall eine Progression vereinbaren. Diese liegt meist zwischen 200-500%. Dies bedeutet, dass die Invaliditätsleistung umso mehr ansteigt, je schwerer die Invalidität ist. Der Vorteil der Progression liegt darin, dass bei höheren Invaliditätsgraden eine höhere Invaliditätssumme zur Auszahlung kommt. Hier empfehlen wir in der Regel einen Wert von min.  350 %.

Was kostet eine gute Unfallversicherung? Hier wird in zwei Berufsgruppen unterschieden, wonach sich der Beitrag richtet. In Berufsgruppe A und in Berufsgruppe B. Frauen sind generell (auch bei schwerer täglicher Arbeit) immer in A-bei dem männlichen Part kommt es auf den genauen Beruf an. Ein Bürokaufmann wird in Berufsgruppe A eingestuft, der Maurer in B. Ein Leistungsstarker Tarif mit oben genannten Punkten kostet in der Berufsgruppe A keine 10 Euro Monat, für die Gruppe B ca. 15 Euro. Aber dies sind ausdrücklich nur ungefähre Werte-je nach Bedarf und Leistungswunsch kann dieser Beitrag natürlich stark abweichen. Aber es sind allesamt natürlich Top-Versicherer mit sehr guten Bedingungen, die wir auswählen.

Es sei aber ganz klar gesagt, das wir eine Unfallversicherung nur als Ergänzung zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung ansehen. Nur ca. 10 % der Fälle einer BU passieren durch einen Unfall. Die Absicherung der Arbeitskraft sollte absolut Vorrang haben, die  Ergänzung durch eine Unfallversicherung sehen wir es aber als absolut sinnvoll an.

Dieser Blogartikel ist schon etwas älter - für Interessenten empfehlen wir zwei sehr aktuelle Artikel zu den Themen:

Gesundheitsfragen in der Unfallversicherung.

Diese unterscheiden sich teilweise enorm und es lauern viele Gefahren beim Antrag. So kann man manch bekannte Unfallversicherung schlichtweg gar nicht machen, da man unbewusst in die Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung kommt. Aber auch Unfallversicherungen ohne Gesundheitsfragen haben Ihre Tücken. Stand jetzt (August 2017) gibt es nur einen vernünftigen Anbieter, welcher die Thematik Mitwirkungsanteil vernünftig löst.

Kommen Sie hier zum Artikel "Unfallversicherung Gesundheitsfragen"

Beste & gute Unfallversicherung

Das Thema überschneidet sich etwas mit diesem Blogartikel, aber der neue Artikel ist nun ein fester Menüunterpunkt auf unserer Homepage. Hier wird sehr ausführlich geklärt, was eigentlich die beste Unfallversicherung ausmacht. So muss man auch immer stärker auf die Gesundheitsfragen achten, ebenso auf den Mitwirkungsanteil. Über früher oder später möchten wir jede Unfallversicherung in die Wertung aufnehmen ;). Grundsätzlich genügt aber wohl die Auswahl zwischen drei Top Tarifen, wo aber jeder etwas unterschiedlich ist. 

Kommen Sie zum Artikel "Beste & gute Unfallversicherung"

Für einen ersten Vergleich können Sie gerne unseren umfangreichen Vergleichsrechner nutzen, hier finden Sie nahezu alle Top Tarife, welche es am deutschen Markt gibt.

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